Perma-Norikum trifft Philosoph Frithjof Bergmann

Mitglieder des Vereins Perma-Norikum beim Arbeitstreffen mit Frithjof Bergmann in St. Ulrich bei Steyr     Mitglieder des Vereins Perma-Norikum beim Arbeitstreffen mit Frithjof Bergmann in St. Ulrich bei Steyr
Mitglieder des Vereins Perma-Norikum beim Arbeitstreffen mit Frithjof Bergmann in St. Ulrich bei Steyr

Nahe der Arbeiter Stadt Steyr, am Permakultur-Projekt Rathmosergut von Sepp und Veronika Hundsberger, trafen sich am Montag dem 15. Juli 09, Mitglieder des Vereins Perma-Norikum zu einem Arbeitsgespräch mit dem Philosophen Frithjof Bergmann. Frithjof Bergmann bekannt seit den frühen 1980er Jahren durch seinen Themenkreis um die Neue Arbeit, ist in diesen Zeiten des Wandels ein hoch geschätzter Berater in Wirtschafts- und Sozialkreisen, in Regierungen, vom Staatspräsidenten bis zur Komunalpolitik, von Lesoto bis Linz.

Neue Arbeit soll gerechte Arbeit, Arbeit die nicht abstumpft sein. Arbeit soll nicht als Krankheit empfunden werden, die irgendwann wieder vorüber geht. Neue Arbeit soll in Gemeinschaft geschehen und keine Sklavenarbeit sein. Am Ende des Industriezeitalters gilt es die verbleibende Arbeit zu teilen und neue Wege zu beschreiten. Es gilt eine Grundökonomie zu schaffen und die Versorgung der Menschen mit Lebensmittel, Gesundheitswesen, Schulbildung, Kunst, Kultur, Energie und menschenfreundlichen Technologien zu gewährleisten.

Philosoph Frithjof Bergmann und Hans Hermann Gruber, Obmann Perma-Norikum
Philosoph Frithjof Bergmann und Hans Hermann Gruber, Obmann Perma-Norikum

Da sich die Permakultur als ein gesamtheitliches Konzept versteht, gibt es viele gemeinsame Anknüpfungspunkte mit dem Konzept der Neuen Arbeit, mehr Anknüpfungspunkte als Gegensätze. Frithjof Bergmanns Zentren der Neuen Arbeit könnten unter zu Hilfe nahme der Permakultur-Ethik und der Permakultur-Gestaltungsprinzipien verwirklicht werden. Zentren der Neuen Arbeit könnten künftige Permakultur-Designer ausbilden.

Frithjof hat auch konkret auf die Zentren angesprochen, die neben verschiedenen Dienstleistungen auch Hilfestellung beispielsweise bei Reperaturen anbieten. Wo bekomme ich meine Ersatzteile her, wie kann ich das Ding wieder in Gang bringen. In diesem Fall würden hier die Open Source Technologien auf den Plan kommen, allgemein verfügbares Wissen gebündelt in den Zentren der Neuen Arbeit.

Mit den aus allen Teilen Oberösterreichs angereisten Permakulturisten, wurde über ihren persönlichen Zugang zur Arbeit diskutiert. Es wurde festgestellt, dass für viele Außenstehende Permakultur unter Hobby oder Liebhaberei fällt. Doch gerade jetzt arbeitet die Zeit für uns, das Interesse steigt und immer mehr Menschen suchen nach Alternativen in der Berschaffung von Lebensmittel und der dezentralen Versorgung mit Energie.

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