Von Rosenäpfeln und Landlbirnen

Unser Buchtip für Oktober:
Von Rosenäpfeln und Landlbirnen – Ein Streifzug durch Oberösterreichs Apfel- und Birnensorten
Von Dr. Siegfried Bernkopf

Von Rosenäpfel und Landlbirnen - Ein Streifzug durch Oberösterreichs Apfel- und Birnensorten, ISBN 978-3-85499-857-0, Trauner Verlag
Von Rosenäpfel und Landlbirnen - Ein Streifzug durch Oberösterreichs Apfel- und Birnensorten, ISBN 978-3-85499-857-0, Trauner Verlag

Wer in den letzten Jahren den Ansturm auf große Obstausstellungen miterlebt hat, kann ermessen, wie stark das Interesse an den alten, aber auch an den neueren Obstsorten ist. Was sind eigentlich die Beweggründe dafür? Ist es die Sehnsucht der älteren Generation nach der Zeit ihrer Kindheit, in der Äpfel und Birnen in noch größerer Vielfalt vorhanden waren und scheinbar auch mehr geschätzt wurden? Ist es der Wunsch nach mehr Geschmacksvielfalt, der auch die Jugend anlockt? Ist es vielleicht sogar der Ausdruck stillen Protests gegen Konzerne, die das Angebot in den Supermärkten auf ein paar wenige Sorten beschränken?

Es scheint, dass sich immer mehr Menschen  mit Artenvielfalt auseinanderzusetzen, sei es, dass sie offen mehr Auswahl fordern, sei es, dass sie selbst zur Artenvielfalt bzw. zur Erhaltung der Vielfalt im heimischen Obstbau beitragen, indem sie neue/alte Sorten wieder anpflanzen.

Dieses Buch ist gedacht, um geeignete Apfel- und Birnbäume für den Garten zu finden, eine bestimmte Sorte zu suchen, oder auch um die Sorte eines Apfels oder einer Birne selbst zu bestimmen. Im vorliegenden Buch werden insgesamt 68 Apfelsorten und 46 Birnensorten beschrieben. Zu jeder Fruchtsorte wurden Sortenbilder in drei verschiedenen Ansichten gemacht. Mithilfe dieser Fotos sowie den pomologischen Beschreibungen können Leser und Leserinnen Apfel- und Birnensorten bestimmen. So sind neben Herkunft, Verbreitung und Baumwuchs vor allem Größe, Form, Schale, Stiel und Stielbucht, Kelch und Kelchbucht, Kerngehäuse und Fleisch genau beschrieben.

Weitere wichtige und praktikable Angaben für angehende Auspflanzungen beziehen sich auf Frosttoleranz, Anfälligkeit gegen Krebs und Schorf sowie Standortansprüche der jeweiligen Sorte. Aber auch Hinweise zur Ernte- und Genussreife sind für Leser/innen sicherlich äußerst interessant. Denn Ernte- und Genussreife sind nicht dasselbe – was in einem bestimmten Monat geerntet wird, muss nicht zwangsläufig zur selben Zeit am besten schmecken. Viele Sorten laufen in Sachen Geschmack erst einige Zeit nach ihrer Ernte zur Höchstform auf.

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