Permakultur im Hunza Tal in Pakistan

Permaculture Pakistan – Hunza Valley – Gilgit Baltistan
Permakultur Gärtner/Designer für ein Projekt in Pakistan gesucht
(Ein Bericht von Markus p. Pölz dipl. Permakultur Designer)

An den Steilhängen unterhalb der Gebirgszüge liegen die wunderschön gebauten, zum Teil Jahrhunderte alte Terrassen auf denen die Hunzakuts ihre Lebensmitteln kultivieren

An den Steilhängen unterhalb der Gebirgszüge liegen die wunderschön gebauten, zum Teil Jahrhunderte alte Terrassen auf denen die Hunzakuts ihre Lebensmitteln kultivieren

Im Oktober des Vorjahres wurde ich von der Organisation Bravehearts International, welche in Kooperation mit der pakistanischen NGO KADO – Karakoram Area Development Organization arbeitet, beauftragt, in das Hunza Valley zu reisen, welches im Norden Pakistans, an der Afghanischen bzw. Chinesischen Grenze liegt. Die Ziele des Besuchs waren zum einen, das gesamte Hunza Valley zu bereisen und ein Gefühl für die Landschaft zu bekommen, mit den einheimischen Bauern und der Bevölkerung zu sprechen, ihre Landbewirtschaftungsflächen zu sehen und Erdproben zu entnehmen. Des Weiteren Plätze ausfindig zu machen wo zwei Permakultur Höfe mit Permakultur Schule aufgebaut werden könnten. Ein weiteres Ziel bestand darin zu sehen wie von natürlich vorhanden Ressourcen Energie gewonnen werden kann.

Es werden nun zwei erfahrene Permakultur Gärtner/Designer gesucht, welche Lust haben zusammen mit 3 bis 5 lokalen Bauern, jeweils einen Hof aufzubauen. Der Aufbau bzw. Aufenthalt im Hunza Valley  wird ca. 10 Monate dauern. Beginn der Umsetzung wird voraussichtlich im Frühjahr dieses Jahres sein.

Die Hunzakutzs leben in einem Tal welches sich auf bis 3.000 m erstreckt, Umgeben von bis zu 8.000 Meter hohen Bergen

Die Hunzakutzs leben in einem Tal welches sich auf bis 3.000 m erstreckt, Umgeben von bis zu 8.000 Meter hohen Bergen

Die Menschen von Hunza, die Hunzakutzs leben in einem Tal welches sich auf bis 3.000 M.ü.M. erstreckt, Umgeben von bis zu 8.000 Meter hohen Bergen. Unterteilt wird das Hunza Valley in Upper, Zentral, und Lower Hunza, welches sich auf ca. 1.500 M.ü.M befindet.
Eine unglaublich schöne, kraftvolle und beeindruckende Landschaft. An den Steilhängen unterhalb der Gebirgszüge liegen die wunderschön gebauten, zum Teil Jahrhunderte alte Terrassen auf denen die Hunzakuts ihre Lebensmitteln kultivieren. Bekannt ist die Hunzamarille, kultiviert werden aber auch Mandeln, Walnüsse, Aprikosen, Äpfel, Birnen, Kirschen, dort und da Weinreben. Auf den Feldern werden überwiegend Getreide und Kartoffeln angebaut, aber auch Gemüse.

Lange galten die Hunzakuts als die am ältesten und gesündesten Menschen auf der Erde. Die Ernährung, die Bergluft, das Gletscherwasser sind wohl einige der Gründe. Eine ganzjährige Selbstversorgung ging sich nie aus, so wurde den Menschen eine von der Natur auferlegte Fastenzeit verordnet, in der sich von getrockneten Aprikosen und den Nüssen ernährt wurde. In einem traditionellen Haus aus Steinen und Lehm gebaut durfte ich Geschichten von einer sehr alten Frau hören. Diese war ca. 115 Jahre alt, das genaue Alter weiss keiner.

In den 1960iger Jahren wurde von den Chinesen eine Strasse durch das Tal gebaut um Waren nach Islamabad, Lahore und Karachi im Süden Pakistans zu transportieren. Wie bei jedem Bau einer Strasse kommen viele Einflüsse von Aussen. Nicht nur Gute. Die gleichen Muster wie überall sind zu beobachten. Eine komplette Generation konnte das alte Wissen nicht sichern, da diese geblendet wurde von materiellem Reichtum. Auf den Terrassen wurde nun herausgeholt was ging. Wer sich es leisten konnte kaufte sich chemischen Dünger, doch zum Glück waren das nicht viele !

Eine weitere Herausforderung besteht darin; das Upper Hunza seit einigen Jahren durch einen neu entstanden See von Central Hunza getrennt wurde

Eine weitere Herausforderung besteht darin; das Upper Hunza seit einigen Jahren durch einen neu entstanden See von Central Hunza getrennt wurde

Überweidung, einseitige Bewirtschaftung und zu viel Bewässerung sind die Hauptgründe welche die Lebensgrundlage dieser und der kommenden Generation gefährden. Doch wurde den Hunzakuts die Auswirkungen dieser Art der Bewirtschaftung bald klar, und konnten die Ursachen erkennen. Nun aber fehlt das Wissen und Hilfe wird benötigt. Aufgrund der negativen Propaganda der meist westlichen Länder, das einfallen der Tailiban von Afghanistan, welches wiederum eine korrupte Regierung hervorbringt, verhindert diese Hilfe.

Eine weitere Herausforderung besteht darin; das Upper Hunza seit einigen Jahren durch einen neu entstanden See von Central Hunza getrennt wurde. Durch ein Erdbeben kam es zu einem Bergsturz, dieser bildete einen Damm und staute das Wasser vom Hunza River auf. Der See ist ca. 400 Meter tief und 25 km lang. Eine noch ungenutzte Ressource. Auch hier fehlt das Wissen was mit dem See nun zu machen ist, da diese Menschen dort keine Erfahrung mit Gewässern solcher Art haben.

Die Hunza Leute sind Ismailiten, friedlich, hilfsbereit, sehr gastfreundlich, und sehr schöne Menschen. Im ganzen Hunza Valley herrscht Frieden und es gibt keine Polizeistation da es diese nicht benötigt. Ein ruhiges und sicheres Arbeiten umgeben von einer kraftvollen und wunderschönen Berglandschaft ist gegeben ;-)


Für eine Mitarbeit an diesem Projekt benötige ich ein kurzes Motivationsschreiben und einen permakulturell gehaltenen Lebenslauf = Projekterfahrungen
Erfahrungen im permakulturellen Gemüse bzw. Landbau sind Voraussetzung

www.kadohunza.org
www.permakultur-desing.com


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