Tatort-Komissare beim Permakultur-Designkurs in Eggendorf

Permakultur-Designkurs am Biohof Ortner in Eggendorf im Traunkreis

Permakultur-Designkurs am Biohof Ortner in Eggendorf im Traunkreis

Tatort-Komissare beim Permakultur-Designkurs in Eggendorf

In den vergangenen zwei Wochen war der Biohof Ortner in Eggendorf im Traunkreis Lernort für Permakultur-Interessierte aus Österreich, Südtirol und Deutschland. Im Mittelpunkt stand das gemeinsame Planen von zukunftsfähigen Lebensbereichen. In Gruppen- und Einzelprojekten wurden Hausgärten, Landwirtschaften und Gemeinschaftsgärten nach den Prinzipien der Permakultur geplant.

Unter den Teilnehmern fand sich die Schauspielerfamilie Lade aus Berlin ein. Bernd Michael Lade, langjähriger TV-Tatort-Komissar, auch bekannt als „Piefke“ im österreichischen Film „Komm süßer Tot“ und seine Frau Maria Simon, ebenfalls TV-Komissarin, planten ihren Hausgarten in Berlin. Es soll ein Lebensraum für Menschen, Pflanzen und Tiere entstehen. Sie wollen ihre Lebensqualität, durch den Anbau von eigenen Salaten, Kräutern, Gemüse, Beeren und Obst und die Haltung von Hühnern, heben. Einfacher Wohnraum für ein Leben in Gemeinschaft soll mit Bauwägen geschaffen werden, die ehemalige Herz-Jesu-Kapelle für kulturelle Ereignisse dienen.

Wie zukunftsfähige Lebenräume nach Prinzipien der Permakultur geplant werden, wurde gemeinsam mit Permakultur-Designer Bernhard Gruber aus Neuhofen an der Krems und dem Austro-Amerikaner Jeffrey Reidl in diesem zweiwöchigen Lehrgang erarbeitet. Neben Theorie gab es auch praktische Arbeiten, wie Komposthaufen aufsetzen, Terra-Preta herstellen, Baumscheiben bepflanzen, weiters wurden Hügelbeet, Käuterspirale und Brotbackofen gebaut. Exkursionsziele waren die Gärtnerei Schützenhofer in Rohr, zum Thema Gemüse-Mischkultur und Kräuter, das Rathmosergut in St.Ulrich bei Steyr mit seiner Permakultur-Teilandschaft und der Waldgarten der Familie Gruber am Stadtrand von Wels.

Auch der Kursort, der Biohof Ortner der Familie Schachner in Eggendorf bietet ein ideales Umfeld als Lernort für zukunftfähiges Haushalten mit Boden, Pflanzen, Tieren und Natur. Nach dem Permakultur-Prinzip, „das Problem ist die Lösung“ werden auf einer für konventionelle Landwirtschaft unbrauchbaren Feuchtwiese Wasserbüffel gehalten. Zusätzlich werden noch im kleinen Umfang Turopolje Schweine gehalten. Hierbei wird die Familie Schachner von Karl Schardax, einem Experten für alte angepasste Haustierrassen, beraten.

Der Begriff Permakultur stammt aus den 1920er Jahren und stand für eine nachhaltige Landbewirtschaftung mit einer dauerhaften Bodenbedeckung. Geprägt wurde Permakultur durch den Australier Bill Mollison, der bereits im Jahr 1987 für sein Tun den Alternativen Nobelpreis erhielt. Seither ist Permakultur, für viele Menschen weltweit, der Inbegriff für einen ökologischen und sozial gerechten Lebensstil. Ziel ist ein Leben mit, anstatt gegen die Natur. Im Verein Perma-Norikum haben sich Menschen in Oberösterreich zum Ziel gesetzt, sich gegenseitig bei der Umsetzung von Permakultur auszutauschen und zu unterstützen.

Fotos vom 4. Permakultur-Designkurs des Vereins Perma-Norikum

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