Die Kräuterspirale

buch_kraeuterspiralenIrmela Erckenbrecht
Die Kräuterspirale
Bauanleitung, Kräuterportraits, Rezepte

ISBN 978-3-89566-190-7

Die Kräuterspirale oder Kräuterschnecke ist eine wunderbare Möglichkeit, die verschiedensten aromatischen Pflanzen im eigenen Garten anzubauen. Es bedarf nur weniger Quadratmeter, um das steinerne Beet anzulegen, selbst in einem kleinen Vorgarten ist es gut unterzubringen. Dabei können dennoch die unterschiedlichen Standortansprüche der Kräuter gut berücksichtigt werden. Die Vorzüge des ökologischen Gärtnerns werden so erfolgreich mit einer attraktiven Gartengestaltung verknüpft. Bei Hobbygärtnern, Schulklassen oder Kindergärten steht der Bau einer Kräuterspirale oft ganz oben auf der Wunschliste.

Mit diesem Buch kann dieses Ziel Schritt für Schritt in die Tat umgesetzt werden. Genaue Bauanleitungen, Bepflanzungsvorschläge und Kräuterportraits sorgen für sicheres Gelingen. Lohn der anfänglichen Mühe ist die reiche Ernte aromatischer und wohltuender Kräuter, die auf vielfältige Weise zu köstlichen Gerichten verarbeitet werden können. Zahlreiche vegetarische Rezepte, allesamt mit Kräutern aus der Kräuterspirale, werden vorgestellt. Ob Suppe oder Salat, raffinierte Häppchen, Pasta oder Vegetarisches vom Grill und gekühlte Getränke – alle Gerichte sind ein Fest für die Sinne.

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Newsletter 0810

Liebe Permakultur-Freunde, das 4. Österreichische Sozialforum war geprägt von der derzeitigen Finanzkrise, zahlreiche Vorträge und Workshops mit Referenten wie Tobias Plettenbacher von Timesozial, Veronika Spielbichler vom Unterguggenberger-Institut, oder Georg Pleger von der Tiroler Stunde fanden großes Interesse. Natürlich war auch Frithjof Bergmann mit seinem Modell für neue Arbeit ein guter Publikumsmagnet. Die Fülle an Vorträgen machte eine Entscheidung schwer, doch gab es auch zahlreiche Zuhörer beim Vortrag über Permakultur.

Themen in diesem Rundschreiben:

1. Nächstes Permakultur-Treffen: Planung eines Hausgartens
2. Projektleiter aus dem Sudan besuchen oberösterreichische Permakultur-Projekte
3. Einführungs-Seminar in die Permakultur
4. Petition Neues Geld vom Unterguggenberger-Institut
5. Keine Patente auf Saatgut und Nutztiere
6. 72h Permakultur-Zertifikatskurs Sommer 2009 in Wels in Planung
7. Permakultur-Designkurs in Südtirol, November 08 – Noch Plätze frei!

Dieser Newsletter kann gerne an alle Interessierten weitergeleitet werden, wer unseren Perma-Norikum – Newsletter nicht mehr erhalten möchte, sendet bitte eine kurze Info zurück.

Permakulturelle Grüße

Bernhard Gruber
Schriftführer Perma-Norikum
http://www.perma-norikum.net

1. Permakultur-Treffen: Planung eines Hausgartens
Das nächst Treffen des Vereins Perma-Norikum findet am Sonntag, dem 16.11.08 von 9.00 bis 19.00 Uhr, in A-4611 Buchkirchen, Hundsberggasse 11, bei Monika Kapusciak
Und Martin Blaimschein statt. An diesem Tag soll der Hausgarten beider Perma-Norikum – Mitglieder geplant werden. Dieses Treffen wendet sich an alle Interessierten und Freunde der Permakultur. Das Treffen ist kostenlos, es kann jedoch jeder gerne etwas für die Allgemeinheit mitbringen. Pflanzen und Samen können getauscht und Bücher aus der Vereinsbibliothek entlehnt werden. Anmeldung erforderlich Tel. 0650 76 314 28 oder perma-norikum@gmx.at

2. Projektleiter aus dem Sudan besuchen oberösterreichische Permakultur-Projekte

Miak Wadang ist ein ganzheitliches, nachhaltiges Entwicklungsprojekt für Dörfer im Bezirk Melut in der oberen Nil-Provinz des Süd-Sudans. Über 25 Jahre Bürgerkrieg, 2,5 Mio Tote, 3,5 Mio Vertriebene sind zu beklagen, jetzt geht es darum in dieser eigentlich sehr fruchtbaren Region eine neue Infrastruktur aufzubauen.

Für einige Tage befanden sich die Projekt-Leiter vom Sudan, die Frau des Ministers, Mary Akuot Ruun und der Sohn, Lual Ruun in Österreich um Kontakte zu knüpfen, für ihre Sache zu werben und Informationen einzuholen. So besuchten sie gemeinsam mit dem österreichischen Projekt-Team am Freitag, dem 19. September 2008, auch drei oberösterreichische Permakultur-Projekte. Zusammengestellt und durch den Tag geführt wurde die Tour von Bernhard Gruber einem oberösterreichischen Permakultur-Designer.

Am Vormittag startete die Rund am Permakultur-Projekt „Weberhäusl“ der Familie Gruber in Wels. Hans Hermann Gruber versucht seit Anfang der 1990er Jahre nach dem Vorbild von Bill Mollison und Robert Hart einen Waldgarten zu etablieren. Neben einer großen Vielfalt an Pflanzen findet man verschiedenste Elemente aus der Permakultur: Sonnenfallen, Hügelbeete, Hochbeete, ein kleines Lastragendes Strohballenhaus, Kräuterspirale, ein von Hühnern beheiztes Anzuchtgewächshaus, Komposttoiletten und vieles mehr.

Nächste Station war der Mischkultur-Betrieb der Familie Langerhorst in Waizenkirchen. Margarete und Jakobus arbeiten auf ihrem Land seit den frühen 1970er Jahren und sind weit über die österreichischen Landesgrenzen hinaus bekannt. Sie haben es geschafft, ein für sie perfektes System aus Kleinklimazonen, Mischkulturanbau auf kleinen Flächen, Kompostwirtschaft und regionaler Vermarktung aufzubauen. Es wird versucht, möglichst Boden schonend, ohne die Erde zu wenden zu arbeiten und eine reiche Humusschicht aufzubauen, so haben auch Schädlinge wie Schnecken keine Chance. Neben biologischem Gemüse werden auch zahlreiche dauerhafte Früchte wie Beerenobst, Obst und Nüsse geerntet.

Letzter Programmpunkt auf dieser Permakultur-Besichtigungstour war der Biohof von Stefan Mayrhofer in Bad Zell. Angeleitet von Ideen Sepp Holzers, stellt Stefan seinen 4 ha Milchwirtschaftsbetrieb auf biologische Freilandschweine und Hochlandrinder um. Dazu errichtete er ein Koppelsystem mit Erdställen aus Lärchenholz, welche auch zwischendurch als Lagerräume verwendet werden können. Bei jedem Erdstall gibt es eine Tränke mit gefasstem, frischem Quellwasser. Nun gilt es auch noch das ehemalige Weideland mit Hecken zu säumen, um geeignete Kleinklimazonen zu schaffen, Obstbäume und Beerensträucher zu pflanzen und der eine oder andere mit Quellwasser gespeiste Naturteich soll errichtet werden.

Alles in allem konnte der Projekt-Gruppe um Dr. Bronnenmayer aus Kirchdorf und die Familie Ruun ein informatives, vielfältiges Programm geboten werden. Natürlich ist klar, dass man Ideen von hier nicht 1:1 in Afrika umsetzen kann, doch Denkanstöße und neue Sichtweisen konnten sicher auf den Weg mitgegeben werden. Zudem gibt es auch schon in den verschiedensten Regionen weltweit und auch in Afrika erfolgreiche Permakultur-Projekte. Die Permakultur versteht sich nicht nur als ein ganzheitliches Planungssystem, es stehen auch die drei Punkte: Sorge für die Erde, sorge für die Menschen, teile gerecht und schränke dich ein, der Ethik im Mittelpunkt. Fotos unter: http://picasaweb.google.de/alexander.hader/MiakWadang_FieldTrip_Permaculture alle Fotos Alexander Hader Spes-Akademie Schlierbach

3. Einführungs-Seminar in die Permakultur am 8.11.08 in A-4600 Wels

Permakultur ist nicht nur ein Planungssystem das sich auf den Garten oder die Landwirtschaft beschränkt, dahinter steckt ein komplexes, lebendiges System, für viele auch ein Lebensstil. Ohne permanente Kultur kann keine Gesellschaft überleben. Ziel ist es ökologisch intakte und wirtschaftlich tragfähige Systeme zu schaffen die ihren eigenen Bedarf decken, weder ausbeuten noch verschmutzen und auf lange Sicht nachhaltig sind. Dieses System ist für die Versorgung von Stadt und Land gedacht. Dazu dient auch die kleinste praktisch nutzbare Fläche. Der Permakultur-Designer Bernhard Gruber gibt Ihnen einen Einblick in die Ethik und Geschichte der Permakultur. Anhand von einfachen Beispielen wird er erläutern, was jeder einzelne beitragen kann.

Veranstaltungsort ist das Permakultur-Projekt „Weberhäusl“ der Familie Gruber in Wels, Stadlhof 25, 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr, Seminarbeitrag euro 45,- / Mittagessen euro 7,-
Anmeldung unter Tel. 0043 (0) 650 76 314 28 oder bernhard.gruber@co1.at

4. Petition Neues Geld

„Die aktuelle Finanzkrise zeigt den dringenden politischen Handlungsbedarf, Änderungen am Finanzsystem durchzuführen. Anstatt reiner Symptombekämpfung fordern wir die Unterstützung neuer Geldsysteme auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene als Ergänzung zum bestehenden System, das auf rücksichtslose Gewinnmaximierung, Ausbeutung von Mensch und Natur und auf zerstörerischem Wachstumszwang beruht. Neue Geldformen sollten wertstabil, demokratisch und gemeinschaftsbildend sein und eine nachhaltige und solidarische Wirtschaftsweise fördern“ – so lautet die Zusammenfassung einer Petition an Österreichs politische Entscheidungsträger, die die Initiative Neues Geld beim Österreichischen Sozialforum von 24. bis 26. Oktober 2008 erstmals öffentlich vorstellte und dafür auch gleich eine Reihe von UnterstützerInnen fand. Zu den ersten Unterzeichnern zählte Claudio Nascimento, enger Berater von Brasiliens Präsidenten. Download Unterschriftenliste auf http://www.unterguggenberger.org

5. Keine Patente auf Saatgut und Nutztiere

Die zunehmende Patentierung von Saatgut, konventionellen Pflanzensorten und Nutztierrassen bedeutet eine weitgehende Enteignung von Bauern und Züchtern: Landwirte dürfen ihr Saatgut aus der Ernte nicht mehr zurückbehalten und Züchter können mit patentiertem Saatgut nur noch sehr eingeschränkt weiter arbeiten. Die Patentinhaber kontrollieren den Verkauf des Saatgutes und dessen Anbau, können über den Einsatz von Spritzmitteln bestimmen und sogar bei der Ernte abkassieren – bis hin zum verarbeiteten Lebensmittel. Unsere Nahrungssicherheit liegt zunehmend in den Händen einiger weniger Chemie- und Biotechnologie-Konzerne. Das Europäische Patentamt (EPA) hat im Interesse der multinationalen Konzerne in den letzten Jahren die Patentierbarkeit immer stärker ausgeweitet und die bestehenden Verbote unterlaufen. So gibt es ein Verbot der Patentierung von Pflanzensorten und Tierarten – trotzdem wurden bereits einige hundert Patente auf genmanipulierte Sorten erteilt. Grundlage für diese Patente ist eine äußerst umstrittene EU-Patentrichtlinie (98/44/EG), sowie die Entscheidung der so genannten Großen Beschwerdekammer des Amtes, die 1999 entschieden hat, dass derartige Patente grundsätzlich erteilt werden. Jetzt befasst sich die Große Beschwerdekammer erneut mit einer Grundsatzfrage: Diesmal geht es um Patente auf konventionelle Pflanzen und Tiere! Die Große Beschwerdekammer des EPA will am Fall eines Patentes auf Brokkoli (EP 1069819) grundsätzlich entscheiden, wo die Grenzen der Patentierbarkeit liegen. Der Brokkoli wurde lediglich mit Hilfe einer Gen-Diagnose (MAB – marker assisted breeding) auf seine natürlichen Gene untersucht. Die Gene wurden dabei nicht verändert. Alle Brokkoli-Pflanzen, die ähnliche Gene haben, sollen laut dem Patent als „technische Erfindung“ gelten. Ihre Verwendung zur Züchtung und die Pflanzen selbst sollen unter Patentschutz gestellt werden. So soll das Verbot der Patenterung von „im wesentlichen biologischen Verfahren zur Züchtung von Pflanzen und Tieren“ ausgehebelt werden. Das EPA hat für ähnliche Fälle schon Patente erteilt: So wurde etwa für die niederländische Firma Enza Zaden Beheer ein Patent auf pathogenenresistenten Salat erteilt (EP 1179089). Sollte die Grosse Beschwerdekammer das Brokkoli-Patent bestätigen, würde diese Entscheidung auch bindend für alle anhängigen Patentanträge und sogar für Nutztiere und deren Nachkommen. Weitere Infos und Unterschriftlisten auf http://www.no-patents-on-seeds.org/

6. 72h Permakultur-Zertifikatskurs Sommer 2009 in Wels in Planung

Für den Sommer 09 plant der Verein Perma-Norikum den zweiten 72h Permakultur-Zertifikatskurs nach dem Curriculum von Bill Mollison. Neben umfangreicher Theorie wird es auch wieder Praxis und Exkursionen geben. Neu im Kurs wird sein, dass jeder an seinem geplantem Projekt vom ersten Tag an arbeiten wird. Teilnehmen kann am Kurs jeder, der an einem ökologischen Lebensstil interessiert ist.
Geplanter Termin: 11. bis 25. Juli 2009
Nähere Infos zum geplanten Kurs unter Bernhard.gruber@co1.at oder Tel. 0043 (0) 650 76 314 28
7. Weitere Termine

Fünfte Konferenz Zivilgesellschaft

»Zivilgesellschaft und Wirtschaft« – Zwei Bereiche der Gesellschaft: Gegner oder Partner?
28.-30. November 2008 in Innsbruck im Haus der Begegnung, Rennweg 12, 6020 Innsbruck
http://konferenz-zivilgesellschaft.at/

Permakultur-Designkurs in Südtirol

Wer nicht mehr bis zum Sommer 09 warten will, für den sind noch ein Plätze im Bildungshaus Kloster Neustift frei. Am 24.11.08 startet in Zusammenarbeit mit PIA, der Permakultur-Akademie im Alpenraum, unter der Leitung von Marlies Ortner der Zertifikatslehrgang.

Der Lehrgang ist in 2 Blöcke mit 5 Modulen aufgeteilt:
Block 1: Modul 0 und Modul 1: 24.11. – 29.11. 2008
Block 2: Modul 2 – Modul 4: 08.12. – 14.12. 2008

Anmeldefrist ist der 31.10. 2008
Für Fragen und nähere Informationen:
Mag. Elisabeth Tomasi, Ökozentrum und Gesundheitsbereich Bildungshaus Kloster Neustift,
Stiftstrasse 1, I – 39040 Vahrn, Tel. 0472 83 55 88, http://www.kloster-neustift.it

Impressum/Offenlegung gem. §§ 24f Mediengesetz (BGBl. Nr. 49/2005):
Medieninhaber und Herausgeber ist der Verein Perma-Norikum (www.perma-norikum.net) mit Sitz in A-4600 Wels, Stadlhof 25
Redaktion: Schriftführer Perma-Norikum Bernhard Gruber
Dieses Medium dient zur Information und gegenseitigen Unterstützung im Sinne der Permakultur

Das Mulchbuch

buch_mulchDettmer Grünefeld
Das Mulchbuch
Praxis der Bodenbedeckung im Garten

ISBN 978-3-89566-218-8

Die Kulturtechnik des Mulchens ist der Natur abgeschaut. Unter Bäumen und Gehölzen, auf dem Gemüse- oder Kräuterbeet, überall kann der Boden mit den passenden Materialien abgedeckt und dadurch geschützt oder auch gedüngt werden.

Schon viele haben sich begeistert ans Mulchen mit Stroh oder Laub gemacht und das eine oder andere Mal Schiffbruch erlitten: Schnecken und Wühlmäuse, oder aber geringer Pflanzenwuchs können das Leben schwer machen. Dettmer Grünefeld gibt Informationen über Materialien und Anwendungen, das Arbeiten im Jahreszeitenrhythmus und viele Tipps, damit die Idee des Mulchgartens erfolgreich in die Tat umgesetzt werden kann. Ausführlich wird auch auf das Thema »Gründüngung« eingegangen, aber auch auf Sonderformen wie Sonnenmulch mit Lavasteinen.

Masanobu Fukuoka, Urgestein der Internationalen Permakultur- und Biolandbau-Scene verstorben

Nachdem im Frühjahr 08 der gebürtige Österreicher Joe Polaischer von uns gegangen ist, ist am 16. August 08, der Japaner Masanobu Fukuoka nach einem erfüllten Leben, mit 95 Jahren verstorben.

Viele kennen Fukuoka aus seinen Büchern wie „Der große Weg hat kein Tor“, „Rückkehr zur Natur“, „In Harmonie mit der Natur“ und „Die Suche nach dem verlorenen Paradies“. Seinen Berufsweg begann er der Natur abgewandt, als Mikrobiologe im Bereich der industriellen Schädlingsbekämpfung und erkannte sehr schnell die Irrwege und verschrieb sich fort an dem Biologischen Landbau.

Er übernahm die elterliche Landwirtschaft und entwickelte ein für seine Region optimales Zusammenspiel zwischen Reis, Wintergerste und Leguminosen wie Weißklee. Er prägte den Begriff der „Nichts Tun Landwirtschaft“, nicht zu verwechseln mit „Der Garten für intelligente Faule“, er erkannte vielmehr natürliche Abläufe in der Natur, die künstliche Düngung und Schädlingsbekämpfung überflüssig machten. Weiters verzichtete er komplett auf mechanische Bodenbearbeitung und entwickelte Punktsaatsysteme und einfache Aussaat mit pelletiertem Saatgut. So konnte er seine Arbeit auf Säen und Ernten reduzieren.

Voraussehend erkannte er auch, dass wir uns mit unserem weltweit wachsenden Fleischkonsum in die falsche Richtung entwickeln. Sein Kredo war eine fleischarme, saisonale und regionale Ernährung.

Sepp Holzer – Der Agrar-Rebell und seine neuen Projekte in aller Welt

buch_holzers_neu_projektePeter Steffen
Sepp Holzer – Der Agrar-Rebell und seine neuen Projekte in aller Welt
ISBN 978-3-7020-1155-0

Mit dem neuen Buch über den „Agrar-Rebellen“ Sepp Holzer liegt ein großartiger Bild-Textband vor, der seine neuen Projekte im In- und Ausland dokumentiert. In wunderschönen Fotos wird überdies ein Einblick in das bunte Leben am heimischen Krameterhof gegeben.
„Der Agrarrebell“ setzt alles daran, den Menschen den Sinn für die Einzigartigkeit der Natur zu vermitteln. Diese Anliegen prägen seine Projekte in Österreich, Spanien, Rußland, Schottland, Chile, Jordanien und anderswo. Oft genug ist Holzer dabei als „Krisen-Feuerwehr“ gefragt; er soll richten, was menschlicher Unverstand in der Natur an Schaden angerichtet hat. Es ist dieser Unverstand, den Holzer immer wieder mit deutlichen Worten geißelt; seine Offenheit bringt ihm manchmal Kritik, mehr noch aber den begeisterten Zuspruch derer ein, die spüren, dass sich in unserem Umgang mit der Natur grundsätzlich etwas ändern muss.

„Holzer’sche Permakultur“ versteht sich nicht als Wissenschaft, und sie ist auch keine patentierte Forschungsmethode oder Lehrbuchstrategie. Sie ist, das wird Sepp Holzer nicht müde zu betonen, gelebtes Naturverständnis unter Einbindung der Weisheit der Natur, der Achtung vor den Tieren und der Achtung vor der Schöpfung. Peter Steffens Buch spiegelt diesen Ansatz nicht nur in einfühlsamen Texten, sondern auch in entsprechenden Bildern, die kaleidoskopartig die Holzersche Welt der Permakultur einfangen.

Newsletter 0809

Liebe Permakultur-Freunde, bei unserem letzten Treffen am 24. August 2008, beim Biohoffest am Roadlhof, gab es neben kulinarischen Schmankerln aus der Region ein interessantes Rahmenprogramm. Günter Kantilli, Geomant und integrativer Heimatforscher (www.geomantie.at) führte uns zu einer nahe gelegenen Kultstätte aus vergangenen Zeiten und erläuterte Zusammenhänge natürlicher Kreisläufe und Energieströme. Ein besonderes Anliegen ist ihm die Demut und Dankbarkeit vor der Natur. Carlos Schwester Gerlinde, führte uns auch noch durch ihren vor Fruchtbarkeit überquellenden Gemüsegarten. Kein herkömmlicher Gemüsegarten, ein Garten nach Permakultur-Manier, eine dreireihige, kreisrunde Hügelbeetanlage in Mischkultur mit vielen sich selbst aussäenden Pflanzen. In mitten dieser Anlage findet man eine aus Kupferrohren errichtete Pyramide. Diese Pyramide soll nicht nur das in einem innerhalb stehenden Wassertanks befindliche Wasser frisch halten, sondern auch positive Energie an die umliegende Hügelbeetkultur abgeben. Natürlich gab es auch für Kinder ein umfangreiches Betätigungsfeld, Ponyreiten, Fußballspielen, Tretgokartrennstrecke und vieles mehr. Ein Besuch am Roadlhof bei der Familie Keck lohnt immer, neben der Gastwirtschaft gibt es zahlreiche Rundwanderwege, einen Singvogellehrpfad, Aussichtsturm, Naturteiche und Biotope, alte Steinmauern, Bio-Rotwild, und eine Fläche mit Miscanthus, dem so genannten Elefantengras. Nähere Infos zum Roadlhof unter http://www.roadlhof.at

Themen in diesem Rundschreiben:

1. Nächstes Permakultur-Treffen: Film und Buchtag
2. 72h Permakultur-Zertifikatskurs Sommer 2009 in Planung
3. Buchtip: Zukunft ohne Öl
4. Masanobu Fukuoka verstorben
5. Kalle – ein Mann für alle Permakultur – Fälle
6. Weitere Termine

Dieser Newsletter kann gerne an alle Interessierten weitergeleitet werden, wer unseren Perma-Norikum – Newsletter nicht mehr erhalten möchte, sendet bitte eine kurze Info zurück.

Permakulturelle Grüße

Bernhard Gruber
Schriftführer Perma-Norikum
http://www.perma-norikum.net

1. Nächstes Treffen des Vereins Perma-Norikum in Wels / OÖ

Das nächste Treffen des Vereins Perma-Norikum findet am 11. Oktober 08 von 9 bis 19 Uhr am Permakultur-Projekt Weberhäusl der Familie Gruber statt. Es besteht die Möglichkeit in gemütlicher Runde in Büchern zu schmökern, Permakultur-Filme zu sehen, den Waldgarten im Herbstkleid kennen zu lernen, Pflanzen und Samen tauschen und nette Leute zu treffen. Führung durch den Waldgarten um 15 Uhr. Anfahrtsbeschreibung unter http://www.perma-norikum.net unter Kontakt.

2. 72h Permakultur-Zertifikatskurs Sommer 2009 in Wels in Planung

Für den Sommer 09 plant der Verein Perma-Norikum den zweiten 72h Permakultur-Zertifikatskurs nach dem Curriculum von Bill Mollison. Neben umfangreicher Theorie wird es auch wieder Praxis und Exkursionen geben. Neu im Kurs wird sein, dass jeder an seinem geplantem Projekt vom ersten Tag an arbeiten wird. Teilnehmen kann am Kurs jeder, der an einem ökologischen Lebensstil interessiert ist. Geplanter Termin: 11. bis 25. Juli 2009
Vorbereitende Einführungsseminare in die Permakultur unter 6. Weitere Termine
Nähere Infos zum geplanten Kurs unter Bernhard.gruber@co1.at oder Tel. 0043 (0) 650 76 314 28

3. Buchtip: Zukunft ohne Öl
Die mobile Gesellschaft steht vor einer großen Herausforderung: Fossile Treibstoffe gehen zur Neige, Biotreibstoffe scheinen auch nicht der Weisheit letzter Schluss zu sein. Nichtsdestotrotz steigt der Energiebedarf weltweit von Jahr zu Jahr. Im Buch „Zukunft ohne Öl“ werden Alternativen aufgezeigt, wie Mobilität und Energieversorgung auch in Zukunft möglich sein können.

Das gesamte Spannungsfeld zwischen immer aufwendiger zu fördernden Erdölvorkommen, stark steigenden CO2-Emissionen und dem forcierten Anbau von Pflanzen zur Produktion CO2-neutraler Biotreibstoffe anstelle von Nahrungsmitteln wird in diesem Buch durchleuchtet. Die Autoren Dr. August Raggam, habilitierter Verfahrenstechniker und der freie Journalist Mag. Klaus Faißner untersuchen sämtliche Aspekte der Biotreibstoffe, angefangen von der Energieeffizienz über den „Verbrauch“ landwirtschaftlicher Flächen bis hin zur CO2-Bilanz. Sie beschränken sich freilich nicht auf eine reine Bestandsaufnahme, sondern zeigen alternative Lösungen auf, die nicht auf Kosten der Lebensmittelproduktion gehen. Auch Wasserstoff bzw. Brennstoffzellen als Antrieb werden in diesem Buch besprochen. Top-aktuell und im wahrsten Sinne des Wortes überlebensnotwendig.
Erschienen im Stocker Verlag (www.stocker-verlag.com) ISBN: 978-3-7020-1201-4

4. Masanobu Fukuoka, Urgestein der Internationalen Permakultur- und Biolandbau-Scene verstorben

Nachdem im Frühjahr 08 der gebürtige Österreicher Joe Polaischer von uns gegangen ist, ist am 16. August 08, der Japaner Masanobu Fukuoka nach einem erfüllten Leben, mit 95 Jahren verstorben. Viele kennen Fukuoka aus seinen Büchern wie „Der große Weg hat kein Tor“, „Rückkehr zur Natur“, „In Harmonie mit der Natur“ und „Die Suche nach dem verlorenen Paradies“. Seinen Berufsweg begann er der Natur abgewandt, als Mikrobiologe im Bereich der industriellen Schädlingsbekämpfung und erkannte sehr schnell die Irrwege und verschrieb sich fort an dem Biologischen Landbau. Er übernahm die elterliche Landwirtschaft und entwickelte ein für seine Region optimales Zusammenspiel zwischen Reis, Wintergerste und Leguminosen wie Weißklee. Er prägte den Begriff der „Nichts Tun Landwirtschaft“, nicht zu verwechseln mit „Der Garten für intelligente Faule“, er erkannte vielmehr natürliche Abläufe in der Natur, die künstliche Düngung und Schädlingsbekämpfung überflüssig machten. Weiters verzichtete er komplett auf mechanische Bodenbearbeitung und entwickelte Punktsaatsysteme und einfache Aussaat mit pelletiertem Saatgut. So konnte er seine Arbeit auf Säen und Ernten reduzieren. Voraussehend erkannte er auch, dass wir uns mit unserem weltweit wachsenden Fleischkonsum in die falsche Richtung entwickeln. Sein Kredo war eine fleischarme, saisonale und regionale Ernährung.

5. Kalle – ein Mann für alle Permakultur – Fälle

Kalle, akademischer Maler und Permakultur-Planer ist gerade für einige Wochen in Österreich und schaut sich um wo er sich bei verschiedenen kleinen oder größeren Projekten etwas verdienen kann. Kalle ist ein geschickter Zimmermann und ist im Umgang mit Axt und Säge geübt. Wenn jemand eine Baustelle oder ein Projekt hat und Hilfe braucht, einfach bei Kalle melden kallalle@gmail.com

6. Weitere Termine

21. bis 25.9.08 Gemeinschaftsfindungs-Treffen im Seminarhof Schleglberg in A-4681 Rottenbach
Stefan Wolf lebt zurzeit mit seiner Partnerin Aileen und dem kleinen Caspar in der Gemeinschaft Augendobl in Dorf an der Pram. Sarah wird im Oktober mit einigen Menschen nach Ecuador gehen. In Ecuador besitzt Sarahs Mutter ein 10 ha großes Grundstück. Auf diesem Grundstück soll es die Möglichkeit geben, eine Gemeinschaft aufzubauen und zu bilden, die naturintegriert lebt. Vorbereitend soll es eine Gemeinschafts- und Klarheitsfindungstreffen geben. Das Ablaufen des Treffens wird von den Menschen bestimmt, die beim Treffen sind. Das heißt, dass jeder Einzelne sich dazu gerufen fühlen kann, das Treffen mitzubestimmen und mitzugestalten. Jeder darf und kann sich auf seine Art und Weise einbringen. Es können Vorträge zu wichtigen Themen gehalten werden. Es wird Gesprächs-Kreise und Meditationen, Tänze, Musik, usw. geben … jeder macht nur das was er mag und wo er sich hingezogen fühlt. Das Anliegen des Treffens ist, herauszufinden welche Menschen sich gerufen fühlen eine Gemeinschaft zu bilden. Die Gemeinschaft ist an keinen konkreten Ort gebunden, jedoch ist Ecuador eine mögliche Option. Durch das Zusammenkommen von Gleichgesinnten Menschen können sich großartige Möglichkeiten und Aussichten auftun. Nähere Infos und Kosten: Stefan Wolf, Tel. 0680/1201759, stefanwolf@gmx.at

26.9.08 Kräuterwanderung in den Traunauen / A-4600 Schleißheim bei Wels
Gemeinsame Wanderung in kleiner Runde in den Traun-Auen nahe Schleißheim bei Wels. Sie erhalten einen Einblick in die umfangreiche Welt der Wildpflanzen und Kräuter und Möglichkeiten diese in der Küche zu verwenden. Beginn 15 Uhr, Dauer ca. 2 Stunden + wenn Zeit, Besichtigung Naturgarten, Treffpunkt am Parkplatz der Sportanlage Schleißheim
Kosten: € 5,-, Kontakt: Thomas Neumayr Tel. 0676 9175344 oder quellwasser@gmx.at

27. September 08 Heckenfest am Biohof Gams in A-4491 Niederneukirchen
Zwischen 13:00 und 18:00 Uhr findet in Niederneukirchen bei Familie Edlmayr das Heckenfest statt.
Hecken sind Lebensräume von zauberhafter Vielfalt. Hecken gestalten Landschaften und bergen selber ganze Landschaften in sich. Sogar der Mensch kann auf vielfältige Weise die Hecke nutzen.
Hetscherl, Dirndln und Schlehdorn – Entdecken Sie mit uns die Geheimnisse der wunderbaren Fruchthecken beim Spazieren durch die vielfältige Heckenlandschaft auf dem Gamsnhof.
Nähere Infos unter http://www.bio-austria.at oder Waltraud Gadermaier, BIO AUSTRIA Oberösterreich Naturschutzberatung, Tel. 0676/842214-365, waltraud.gadermaier@bio-austria.at

27. September Pflanzentauschbörse in A-4681 Rottenbach von 9 – 15 Uhr
Mitmachen darf jeder, 1 Biertisch + Bänke werden zur Verfügung gestellt. Aussteller werden gebeten eine Mehlspeise für das Buffet mitzubringen, der Erlös kommt einer soziale Einrichtungen zu gute. Pflanzen und Naturprodukte können ab 7.30 in der Volksschule aufgebaut werden. Infos und Anmeldung unter claudiaortner@aon.at oder Tel. 0043 (0)7732/4130

27. – 28. Sep. 08 Einführung in die Permakultur, Emmen / CH, mit Beat Rölli, in der Ökosieldung Unter-Grundhof, Info / Anmeldung: Tel. 041 210 92 91 Beat.roelli@gmx.ch

5. Oktober 08, Einführung in die Perma-Kultur, A-4600 Wels / OÖ, mit Bernhard Gruber am Permakultur-Projekt Weberhäusl, 9 bis 17.30 Uhr, Info / Anmeldung: Tel. 0043 (0) 650 76 314 28, bernhard.gruber@co1.at, http://www.permakultur.biz

24.- 26.10.08 Österreichischen Sozialforum im Schloss St. Peter/ Au – Niederösterreich
Ermutigt von Millionen Menschen, die in den letzten Jahren rund um den Globus für eine gerechtere und friedlichere Welt demonstrierten (z.B. in Seattle, Genua oder Rostock/ Heiligendamm) , freuen wir uns anzukündigen, dass das 4. Österreichische Sozialforum vom 24. bis 26. Oktober im Schloss St. Peter/Au bei Seitenstetten in Niederösterreich stattfinden wird. Info unter http://www.asf2008.at, asf4@gmx.at, Tel.: 07477 44731

8. November 08, Einführung in die Perma-Kultur, A-4600 Wels / OÖ, mit Bernhard Gruber am Permakultur-Projekt Weberhäusl, 9 bis 17.30 Uhr, Info / Anmeldung: Tel. 0043 (0) 650 76 314 28, bernhard.gruber@co1.at, http://www.permakultur.biz

6. Dezember 08, Einführung in die Perma-Kultur, A-4600 Wels / OÖ, mit Bernhard Gruber am Permakultur-Projekt Weberhäusl, 9 bis 17.30 Uhr, Info / Anmeldung: Tel. 0043 (0) 650 76 314 28, bernhard.gruber@co1.at, http://www.permakultur.biz

Impressum/Offenlegung gem. §§ 24f Mediengesetz (BGBl. Nr. 49/2005):
Medieninhaber und Herausgeber ist der Verein Perma-Norikum (www.perma-norikum.net) mit Sitz in A-4600 Wels, Stadlhof 25
Redaktion: Schriftführer Perma-Norikum Bernhard Gruber
Dieses Medium dient zur Information und gegenseitigen Unterstützung im Sinne der Permakultur

Newsletter 0808

Liebe Permakultur-Freunde, bei unserer Permakultur-Aktivwoche vom 12. bis 19. Juli in Wels, gab es einiges zu tun, zu sehen und zu hören. Zum Einstieg gab es ein Einführungs-Seminar in die Permakultur. Ein einfacher Backofen und eine afrikanische Feuerstelle wurden aus einem Lehm-Stroh-Sandgemisch und eine Arbol, eine Baumtoilette wurde gebaut. Es wurde urzeitlich getöpfert, die Keramiken wurden im Erdloch gebrannt. Aus verschiedensten Mischungen wie zum Beispiel Baumwolle und Pferdemist wurde Papier geschöpft. Neben Vorträgen über Earthships, Effektive Mikroorganismen und Jurtenbau war ein Höhepunkt der Vortrag von Kaspanaze Simma zum Thema: Erfolgreich bäuerlich wirtschaften – leben in Fülle. Eine Exkursion führte uns zur Biobaumschule der Familie Arthofer in Hartkirchen und zum Permakultur-Projekt Theklasien nach Haibach. Zum Abschluss wurde am Strohballenhaus weiter gearbeitet. Fotos von der Aktivwoche gibt es auf unserer Homepage http://www.perma-norikum.net zu sehen. Einen Mitschnitt vom Vortrag von Kaspanaze Simma unter http://de.youtube.com/user/Boerni71

Themen in diesem Rundschreiben:

1. Nächstes Permakultur-Treffen am Roadlhof in Wintersdorf bei Reichenau
2. Video-Tip aus der Edition Lebenskultur: Köhlern in Rechberg
3. Earthship – Umweltgerechtes und soziales Bauen
3. Einladung zum 4. Österreichischen Sozialforum
4. Weitere Termine

Dieser Newsletter kann gerne an alle Interessierten weitergeleitet werden, wer unseren Perma-Norikum – Newsletter nicht mehr erhalten möchte, sendet bitte eine kurze Info zurück.

Permakulturelle Grüße

Bernhard Gruber
Schriftführer Perma-Norikum
http://www.perma-norikum.net

1. Nächstes Permakultur-Treffen am Roadlhof in Wintersdorf bei Reichenau

Das nächste Treffen unseres Vereins Perma-Norikum findet am 24. August 2008, ab 15 Uhr im Rahmen des Bio-Hoffest am Roadlhof der Familie Keck, Wintersdorf 17, A-4204 Reichenau statt.
Am Biohoffest von Carlos Keck, Biobauer, Gastwirt und Mitglied im Verein Perma-Norikum gibt es neben biologischem Essen aus der Region, noch viel zu sehen: Viel Landschaft vom Aussichtsturm, ein gut beschilderter Singvogellehrpfad, ein Keltischer Baumkreis, eine Medizinkreisförmige Hügelbeetanlage, welche vor lauter Fruchtbarkeit gerade so überquillt und die beiden von Carlos neu angelegten Teiche. Infos zur Anreise unter http://www.roadlhof.at

2. Video-Tip aus der Edition Lebenskultur: Köhlern

Köhlern – oder die Kunst, Holz in Kohle zu verwandeln: Seit nunmehr 5 Jahren versuchen Gemeindearbeiter der Naturparkgemeinde Rechberg, diese Kunst unter fachkundiger Anleitung von Zeitzeugen zu erlernen. Das Filmteam COMPANY OF HEAVEN begleitete diese Aktivitäten filmisch, ganz im Sinne der UNESCO Konvention, zum Schutz des immateriellen Kulturerbes. Den Filmemachern Sonja Tobin und Gerhard Wiener ist es ein Anliegen, altes Wissen nicht verloren gehen zu lassen. Der nun vorliegende Film, ist Ergebnis gemeinsam durchwachter Nächte am Meiler, philosophischer Gespräche und musikalisch umrahmter Feste am Lagerfeuer. Dieses Zeitdokument kann direkt bei den Filmemachern bezogen werden, Kontakt: gerhard.wiener@liwest.at, http://www.companyofheaven.co.at

3. Earthship:Umweltgerechtes und soziales Bauen
Können Sie sich vorstellen, völlig autark zu wohnen und zu leben? Von jeglichen Versorgungssytemen unabhängig zu sein? Michael Reynolds, ein amerikanischer Architekt, hat dies bereits in den beginnenden 70er Jahren möglich gemacht. Er hatte es satt, ständig »Schachteln für Menschen «,die weder das Schutzbedürfnis noch grundlegende Versorgung der Bewohner garantierten, mit hohem Aufwand sowohl für die Bauherrn als auch die Umwelt zu bauen. Nach einigen Experimenten erfand er eine Bauweise, die ebenso einfach wie kostengünstig ist. Seine Prämisse war, natürliche Energiequellen und Speichermöglichkeiten unter Verwendung indigener, hoch verfügbarer Materialien, auszunutzen. Wieder verwenden statt aufwändig recyclieren ist hier der Grundgedanke. Unter Ausnutzung der thermalen Masse, erneuerbarer Energieträger (Sonne, Wind, Biomethan, etc.) und Wassergewinnung aus Regen- und Grauwasser entstanden so bereits in allen Teilen der Welt über 1000 teils futuristisch anmutende, teils konventionell aussehende Earthships. Erste Bauten in Europa gibt es bereits in England, Schottland, Schweden und Spanien, ein weiteres Earthship wurde dieses Frühjahr in der Normandie errichtet. In Großbritannien, dem europäischen Earthship-Pionier-Land, werden laufend neue private Bauprojekte in dieser Bauweise errichtet, da dort das Bauverfahren durch Pilotprojekte deutlich erleichtert wurde. Die einzelnen inkludierten Versorgungssysteme können angewandt werden, aber auch öffentliche Versorgungssysteme sind verwendbar. Gesetzeskonformität zu den Regelwerken des jeweiligen Standortes ist damit leicht zu erreichen.

WIE FUNKTIONIERT NUN EIN EARTHSHIP? Hochverdichtete Erdwände speichern tagsüber Sonnenwärme und geben diese während der Nacht wieder ab. Das unterste Geschoß setzt unter der Frostgrenze auf, das tragende Mauerwerk wird von außen mit verdichteter Erde zugeschüttet und nach Süden erhält das Gebäude eine große Fensterfront, um Sonnenlicht und Wärme einzulassen. Technologisch hoch entwickelte Versorgungssysteme wie Solarenergie-, Windenergie-, Regenwasser-, Grundwasser- und Biogasgewinnung, sowie Abwasserverwertung und Nahrungsmittelversorgung sind die teuersten Komponenten des Earthships. Trotzdem kann der Bauherr – je nach Eigenleistung – schon mit € 250,–pro m ² das Auslangen finden. Laufende Betriebskosten lassen sich bei maximaler Selbstversorgung mit ca.$1,–pro m ² pro Jahr ((Erfahrungswert aus den USA) beziffern, das ohne eingeschränkten Wohnkomfort! In Colorado herrscht auf 2500 m Seehöhe ein ähnliches Klima wie bei uns – Schnee von November bis Mai, –18 °C während der Nacht, Extremwerte bis –33 °C werden ein- bis zweimal pro Winter erreicht. Die Innentemperatur in solchen Nächten sinkt nicht unter 15,5 °C, während der Brennholzbedarf pro Winter einen (!) Kubikmeter nicht übersteigt und hinter der südlichen Fensterfront Tomaten, Ananas und Bananen ganzjährig gezüchtet werden. Ein Bericht von Michaela Kohlbacher-Schneider, Kontakt zur Interessensgemeinschaft in Österreich http://www.earthship.at oder international http://www.earthship.org

4. Einladung zum 4. Österreichischen Sozialforum
vom 24.- 26. Oktober 2008 im Schloss St. Peter/ Au – Niederösterreich

Ermutigt von Millionen Menschen, die in den letzten Jahren rund um den Globus für eine gerechtere und friedlichere Welt demonstrierten (z.B. in Seattle, Genua oder Rostock/ Heiligendamm) , freuen wir uns anzukündigen, dass das 4. Österreichische Sozialforum vom 24. bis 16. Oktober im Schloss St. Peter/Au bei Seitenstetten in Niederösterreich stattfinden wird.

Ebenso wie die Weltsozialforen in Porto Alegre, Mumbai und Nairobi und die Europäischen Sozialforen in Florenz, Paris, London und Athen gehört auch das Österreichische Sozialforum (ASF – Austrian Social Forum) allen die an ihm teilnehmen. Alle die nach Alternativen für eine menschen- und umweltgerechtere Zukunft suchen, alle die sich für eine Überwindung von Krieg, Neoliberalismus, Sozialabbau, Hunger, Sexismus und Fremdenfeindlichkeit einsetzen wollen, sind eingeladen, das nächste Sozialforum mitzugestalten, sofern sie sich mit den in der Charta von Porto Alegre verankerten Prinzipien des Prozesses einverstanden erklären. Besonders wichtig sind uns die Akzeptanz unterschiedlicher Standpunkte, die internationale Solidarität sowie die kompromisslose Ablehnung von Krieg und Besatzung zur Durchsetzung politischer Ansprüche. EINE ANDERE WELT IST MÖGLICH
http://www.asf2008.at, asf4@gmx.at, Tel.: 07477 44731

6. Weitere Termine
31. August 08 Urbane Permakultur Emmen / CH, mit Beat Rölli, in der Ökosieldung Unter-Grundhof
Info / Anmeldung: Tel. 041 210 92 91 Beat.roelli@gmx.ch
6. September 08, Einführung in die Perma-Kultur, Wels / OÖ, mit Bernhard Gruber am Permakultur-Projekt Weberhäusl
9 bis 17.30 Uhr, Info / Anmeldung: Tel. 0043 (0) 650 76 314 28, bernhard.gruber@co1.at, http://www.permakultur.biz

27. September Pflanzentauschbörse in A-4681 Rottenbach von 9 – 15 Uhr. Mitmachen darf jeder, 1 Biertisch + Bänke werden zur Verfügung gestellt. Aussteller werden gebeten eine Mehlspeise für das Buffet mitzubringen, der Erlös kommt einer soziale Einrichtungen zu gute. Pflanzen und Naturprodukte können ab 7.30 in der Volksschule aufgebaut werden. Infos und Anmeldung unter claudiaortner@aon.at oder Tel. 0043 (0)7732/4130

27. – 28. Sep. 08 Einführung in die Permakultur, Emmen / CH, mit Beat Rölli, in der Ökosieldung Unter-Grundhof
Info / Anmeldung: Tel. 041 210 92 91 Beat.roelli@gmx.ch

4. Oktober 08, Einführung in die Perma-Kultur, Wels / OÖ, mit Bernhard Gruber am Permakultur-Projekt Weberhäusl
9 bis 17.30 Uhr, Info / Anmeldung: Tel. 0043 (0) 650 76 314 28, bernhard.gruber@co1.at, http://www.permakultur.biz

8. November 08, Einführung in die Perma-Kultur, Wels / OÖ, mit Bernhard Gruber am Permakultur-Projekt Weberhäusl
9 bis 17.30 Uhr, Info / Anmeldung: Tel. 0043 (0) 650 76 314 28, bernhard.gruber@co1.at, http://www.permakultur.biz

6. Dezember 08, Einführung in die Perma-Kultur, Wels / OÖ, mit Bernhard Gruber am Permakultur-Projekt Weberhäusl
9 bis 17.30 Uhr, Info / Anmeldung: Tel. 0043 (0) 650 76 314 28, bernhard.gruber@co1.at, http://www.permakultur.biz

Impressum/Offenlegung gem. §§ 24f Mediengesetz (BGBl. Nr. 49/2005):
Medieninhaber und Herausgeber ist der Verein Perma-Norikum mit Sitz in A-4600 Wels, Stadlhof 25
Redaktion: Schriftführer Perma-Norikum Bernhard Gruber
Dieses Medium dient zur Information und gegenseitigen Unterstützung im Sinne der Permakultur

Mit Permakultur gemeinsam Zukunft gestalten

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