Permakultur bringt Hoffnung für Kleinbauern am Kilimanjaro



Permakultur bringt Hoffnung für Kleinbauern am Kilimanjaro

Mount Kilimanjaro über dem Homegarden der Familie Masawe in Umbwe Onana

Ein grundsätzliches Bestreben der Natur ist die Rückkehr zum Wald. Ein gut organisierter Wald kann uns alles bieten was wir zum Leben brauchen: frisches sauberes Wasser, Nahrung, Medizin,  Futter für Tiere, Baustoffe und Energie. Beinahe auf allen Kontinenten sind Völker bekannt, welche nach den Beispielen der Natur ihre Gärten organisiert hatten. So auch die Homegarden der Chagga am Kilimanjaro in Tansania, welche seit einigen Jahrzehnten in ihrer Existenz sehr bedroht sind und immer mehr verdrängt werden. Die Ideen der Permakultur bieten den Menschen neue Möglichkeiten.

Geographische Übersicht Tansania

Im ersten Teil unseres Tansania-Aufenthaltes bereisten Franz Hörmannseder und ich das Land und besuchten zwei Permakultur-Projekte am Viktoria See. Mit Franz zu reisen bedeutet nicht nur einen kompetenten Ansprechpartner in Sachen Permakultur zu haben, er ist auch Tansania-Experte, er lebte hier über drei Jahre und spricht perfekt Kiswaheli und kennt die Mentalität der Menschen hier sehr gut. Über Arusha reisten wir mit dem Bus durch die Massaisteppe quer durch das sehr trockene Landesinnere. Franz und ich passierten Städte wie Singida, Nzega, Shinyanga, Mwanza und erreichten, kräftig durchgeschüttelt am dritten Tag Musoma, unser angestrebtes Reiseziel.

Reise durch das Landesinnere, Trockenheit war hier schon immer ein großes Problem
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Newsletter 12/08

 

Liebe Permakultur-Freunde,

Ich möchte mich noch einmal kurz aus der Winterpause melden und euch ein paar Infos zukommen lassen. Da ich vom 18. Jänner bis 8. Februrar 09 die Gelegenheit habe, die Ideen der Permakultur im Projekt Miak Wadang (www.miakwadang.at) direkt vor Ort, im Süd-Sudan, einfließen lassen kann, wird es den nächsten Newsletter erst Ende Februar geben. Unser nächstes Vereinstreffen wird im März sein. Bücher können von Vereinsmitgliedern aber durchgehend aus unserer Vereinsbibliothek kostenlos entlehnt werden. Weiters können bisherige Newsletter und auch andere interessante Berichte direkt auf unserer frisch aktualisierten Homepage www.perma-norikum.net nachgelesen werden.

Themen in diesem Rundschreiben:

1. Einführungs-Seminar in die Permakultur

2. Brot auf die Teller und nicht in die Tanks

3. Einführung eines Zivilen Friedensdienstes in Österreich

4. Geostrategische Bedeutung Afrikas für China
5. Buchtip: Kein Kernkraftwerk in Zwentendorf
6. Blauzungenkrankheit – Das Geschäft mit der Seuche

7. Solidarische Ökonomie Kongress
8. 72h Permakultur-Zertifikatskurs Sommer 09 in Wels
9. Permakultur-Zertifikatskurs-Absolventen-Treffen in Südtirol

Dieser Newsletter kann gerne an alle Interessierten weitergeleitet werden, wer unseren Perma-Norikum – Newsletter nicht mehr erhalten möchte, sendet bitte eine kurze Info zurück.

Permakulturelle Grüße und vielleicht auch Ruhe und mehr Zeit

Bernhard Gruber

Schriftführer Perma-Norikum

http://www.perma-norikum.net

1. Permakultur-Seminar am 10.01.09 in A-4600 Wels

Permakultur ist nicht nur ein Planungssystem das sich auf den Garten oder die Landwirtschaft beschränkt, dahinter steckt ein komplexes, lebendiges System, für viele auch ein Lebensstil. Ohne permanente Kultur kann keine Gesellschaft überleben. Ziel ist es ökologisch intakte und wirtschaftlich tragfähige Systeme zu schaffen die ihren eigenen Bedarf decken, weder ausbeuten noch verschmutzen und auf lange Sicht nachhaltig sind. Dieses System ist für die Versorgung von Stadt und Land gedacht. Dazu dient auch die kleinste praktisch nutzbare Fläche. Der Permakultur-Designer Bernhard Gruber gibt Ihnen einen Einblick in die Ethik und Geschichte der Permakultur. Anhand von einfachen Beispielen wird er erläutern, was jeder einzelne beitragen kann.

Veranstaltungsort ist das Permakultur-Projekt „Weberhäusl“ der Familie Gruber in Wels, Stadlhof 25, 8.00 Uhr bis 16.30 Uhr, Seminarbeitrag euro 45,- / Mittagessen euro 7,-

Anmeldung unter Tel. 0043 (0) 650 76 314 28 oder bernhard.gruber@co1.at

2. Brot auf die Teller und nicht in die Tanks

Sol fordert in der Petition an den Bundeskanzler und die Regierung:

Das Recht auf Nahrung soll auf allen Ebenen Vorrang haben. Die Energieproduktion darf nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion stehen.

Für die Energiegewinnung aus Biomasse dürfen nur organische Abfallstoffe (z.B. Erntereste) sowie Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft eingesetzt werden.

Kein Beimischungszwang für Agrotreibstoffe („Biosprit“).

Erreichung der Klimaschutzziele z. B. durch verstärkte Förderung von Wärmedämmung, öffentlichem Verkehr, Sonnen- und Windenergie.

Jetzt die Petition Brot auf die Teller und nicht in die Tanks online unterzeichnen: www.nachhaltig.at/agrosprit/

Wer ist Sol?

SOL steht für Solidarität, Ökologie und Lebensstil. Das 21. Jahrhundert erfordert einen neuen Lebensstil – einen Lebensstil, der Solidarität und Ökologie ernst nimmt. Denn auch die Benachteiligten bei uns und in anderen Ländern und die Menschen künftiger Generationen haben ein Anrecht auf ein erfülltes Leben in einer intakten Umwelt. SOL hat ca. 1800 Mitglieder in ganz Österreich, von denen rund 100 in verschiedenem Ausmaß aktiv sind. (Quelle: www.nachhaltig.at)

3. Einführung eines Zivilen Friedensdienstes in Österreich

Konflikte innerhalb von Gesellschaften und zwischen gesellschaftlichen Gruppen und Staaten sind ein Faktum menschlichen Zusammenlebens. Es zeigt sich immer deutlicher, dass gewaltsame Formen der Austragung von Konflikten nicht zu mehr Frieden und Sicherheit führen, sondern dass nur gewaltfreie, zivile Mittel der Konfliktbearbeitung für nachhaltige Lösungen Erfolg versprechen. Zwar gibt es inzwischen viele Beispiele und erprobte und bewährte Methoden ziviler Konfliktbearbeitung, allerdings sind das Wissen darum und ihre Anwendung häufig zu wenig im Bewusstsein der Öffentlichkeit verankert und erfahren keine ausreichende Unterstützung von politischer Seite.

Im Zivilen Friedensdienst steht die Entsendung von Friedensfachkräften, also von Frauen und Männern, die für einen gewaltfreien Umgang mit Konflikten ausgebildet und vorbereitet werden und diese Aufgabe auf Anfrage von und in Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen im Konfliktgebiet für eine bestimmte Zeit (8 – 24 Monate) ausüben, im Mittelpunkt. Zivile Friedensdienste werden also von Zivilpersonen („Friedensfachkräften“) durchgeführt, von NGOs in breiter Trägerschaft organisiert und umgesetzt sowie staatlich gefördert.

Die Einführung und Verwirklichung eines Zivilen Friedensdienstes bedarf einer breiten gesellschaftlichen Unterstützung auf allen Ebenen!

Wenn Sie diesen AUFRUF zur Einführung eines Zivilen Friedensdienstes in Österreich unterstützen wollen, geht es hier http://www.zfd.at/Unterschreiben zum Online-Formular.
(Quelle:
www.zfd.at/)

4. Geostrategische Bedeutung Afrikas für China

Vor über 600 Jahren erreichte Admiral Zehng He die afrikanische Küste des heutigen Mosambik. Noch vor den Portugiesen sollen Chinesische Seeleute das Kap der Guten Hoffnung erreicht haben. Die Volksrepublik China hat demnach eine lange Tradition auf dem afrikanischen Kontinent. Die Beziehungen sind dabei weitreichend und vielschichtig. Waren die Motive einer Kooperation lange Zeit lediglich wirtschaftlicher Natur, so unterstützte man politisch seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts den Freiheitskampf gegen die Unterdrückung durch die übermächtigen Kolonialmächte. Der vergessene Kontinent rückt aus wirtschaftlichen Interessen seit dem Machtvakuum des Ende des Kalten Krieges in den Vordergrund der chinesischen Politik.

Um ein kontinuierliches Wachstum zu gewährleisten ist China seit 1993 auf Ölimporte angewiesen. Der Gesamtbedarf an Rohöl betrug in 2003 rund 252 Millionen Tonnen. Dies entsprach einem Wachstum von 10,5% gegenüber dem Vorjahr. Dagegen schafft die heimische Ölförderung nur eine Wachstumsrate von 1,5%. Knapp 40% des Verbrauchten Öls muss China importieren, wobei im Jahre 2004 knapp 25% der Erdölimporte aus Afrika stammten. Im Gegensatz zu den USA, welche sich vorrangig auf Westafrika konzentrieren, versucht China vom gesamten Kontinent Öl zu kaufen. Ob sich China und die USA in der Region Westafrikas in den künftigen Jahren in die Quere kommen, bleibt abzuwarten. Die wichtigsten afrikanischen Lieferstaaten sind der Sudan und Angola. China verdankt diesen Umstand, dass die Weltbank und der Internationaler Währungsfond Angola, nach dem Ende des Bürgerkrieges, einen Kredit zum Wiederaufbau des Landes auf Grund der gravierenden Korruption verweigerten. Peking nutzte diese Chance und sprang kurzerhand ein. Als dieser nahezu ungebundene Kredit gewährt wurde, erhielt es den Zuschlag für ein Offshore – Ölfeld im Atlantik. Im Sudan konnten das chinesische Erdölunternehmen CNPC relativ ungehindert eine Vormachtstellung auf dem dortigen Erdölmarkt aufbauen, nachdem die Sanktionen westlicher Staaten den eigenen Unternehmen den Ausbau der eigenen Position verhinderten.

China hat sich seine Zusammenarbeit erarbeitet, da der Wirtschaftsaspekt im Vordergrund steht. Das nichtdemokratische Regime dabei unterstützt werden, man durch die nichtkonditionierte Hilfe westliche Vorhaben indirekt sabotiert oder ähnliches ist ein ganz anderer Punkt. China könnte sein Potential nutzen um die Entwicklung Afrikas voranzutreiben, dabei müsste es jedoch auf die Belange Afrikas mehr eingehen und seine eigenen, vor allem wirtschaftlichen Ambitionen in den Hintergrund stellen. Ob dies jedoch der Fall sein wird bleibt abzuwarten. (Quelle: Martin Hohnhold / www.neia-ev.de)


5. Buchtip: Kein Kernkraftwerk in Zwentendorf – 30 Jahre danach
von Heimo Halbrainer, ISBN 978-3-85252-930-1

Eine Generation „atomfreies Österreich“!Mit Aufnahmen der heutigen Kunstfotografin Sigrid Schönfelder einerseits, und andrerseits die Erinnerungen, Erzählungen einer Reihe an Zeitzeugen, die damals mit Haut und Haar, mit Leib und Seele dabei waren, von Prominenten und weniger Bekannten, lassen die Stimmung, das politische Beben, die demokratische Erhebung der Zeit um die erste Atom-Volksabstimmung weltweit wiedererstehen.

Späte Einsicht:“Die Erkenntnis meines Lebens ist die, dass man gegen die Atomenergie sein muss.“

Bundeskanzler Bruno Kreisky änderte im Alter seine Haltung zur Atomenergie. In einer circa 1988 gehaltenen Rede sagte er: „Mit jedem Tag, der vergeht, werden die Kraftwerke älter, gebrauchsunfähiger und gefährlicher. Und wir wissen heute, wie lebensgefährlich die Kernenergie ist. Nach Tschernobyl, nach dem, was wir sonst erleben in der Welt. Ich glaube also, dass es gar nichts anderes gibt, als dass wir die Menschen vor dieser zusätzlichen Sorge im Leben bewahren müssen. Warum haben wir ein ganzes Leben lang gekämpft auf dem Gebiet der Sozialpolitik, um weniger Angst vor der Krankheit, um weniger Angst vor der Armut, wenn wir am Schluss machtlos sind, wenn’s um die neue Angst geht. Und ich bin deshalb der Meinung, wir brauchen diese neue Angst nicht haben, man muss nur den Mut haben, gegen die Atomenergie mit ihren ungeheuren, gefährlichen Konsequenzen zu warnen, und es gibt nichts anderes als einfach darauf zu verzichten.

(Quelle: www.bibliothekderprovinz.at)

6. Blauzungenkrankheit

Aus aktuellem Grund betreffend der „Blauzungen-Pandemie“ möchte ich noch diese Info anbringen, mein Bruder hat zwei derzeit trächtige Mutterschafe und einen Bock dazu. Gerade vergangene Woche war der Amtstierarzt bei meinen Eltern, bei der Androhung einer Strafe von euro 7.000 wollte er sie zwingen die Schafe impfen zu lassen. Er wollte aber auch keine Garantie über auftretende Folgeschäden abgeben. Meine Eltern konnten sich soweit dann doch noch vor einer Impfung drücken, da der eigentliche Besitzer mein Bruder ist, der aber beim überfallsmäßigen Besuch des Amtstierarztes nicht angetroffen werden konnte! Jetzt wartet mein Bruder auf den Anruf des Amtstierarztes.


Blauzungenkrankheit: Das Geschäft mit der Seuche

Die Blauzungenkrankheit wurde in aller Stille über nacht zur Seuche erkoren, obwohl diese (auch nach offiziellen Erkenntnissen) nicht von Tier zu Tier übertragbar ist, sondern angeblich nur durch eine Mücke. Auch ist diese Krankheit nicht auf den Menschen übertragbar. Die enormen Schäden bei den Tieren nach der Impfung sind allerdings

sofort (auch ohne Studien) klar erkennbar. Todgeburten, Durchfall, Milchrückgang, generell schlechter Gesundheitszustand, und vieles mehr sind unmittelbare Folgen auf die Impfungen. Bei Ziegen in Deutschland verendeten die Jungen nachdem sie die Milch der frisch geimpften Muttertiere getrunken hatten.
Weitere Infos unter:
www.initiative.cc/Artikel/2008_11_23_blauzungenkrankheit.htm


7. Einladung zum Solidarische Ökonomie Kongress

20. bis 22. Februar 09, Institut für Bodenkultur / Wien

Vor dem Hintergrund einer lebendigen globalisierungskritischen Bewegung gewinnen vielfältige Projekte solidarischer Ökonomie an Kraft. Unsere Hoffnung gilt der Stärkung und Vernetzung aller Initiativen, die kritische Theorien und praktische Projekte verbinden. Sie alle suchen gemeinsame Wege in Richtung gesellschaftspolitischer, ökologischer und kultureller Veränderungen.

Ausgehend von diesem Kongress formulieren wir unsere Ziele:

– Aufzeigen von Projekten auf lokaler, regionaler und globaler Ebene

– Den Begriff „Solidarische Ökonomie“ bekannt machen.

– Austausch, Auseinandersetzung und Vernetzung in Theorie und Praxis

– Motivieren in diesem Sinne aktiv zu werden.

Das Verständnis von Solidarökonomie soll dabei breit angelegt werden – also bezogen auf Solidarität als gegenseitige Unterstützung und eine Ökonomie, die sich an den menschlichen Bedürfnissen orientiert und nicht umgekehrt. (Quelle: http://www.solidarische-oekonomie.at/)

 

8. 72h Permakultur-Zertifikatskurs Sommer 2009 in Wels

Für den Sommer 09 plant der Verein Perma-Norikum den zweiten 72h Permakultur-Zertifikatskurs nach dem Curriculum von Bill Mollison. Neben umfangreicher Theorie wird es auch wieder Praxis und Exkursionen geben. Neu im Kurs wird sein, dass jeder an seinem geplantem Projekt vom ersten Tag an arbeiten wird. Teilnehmen kann am Kurs jeder, der an einem ökologischen Lebensstil interessiert ist.

Geplanter Termin: 11. bis 25. Juli 2009

Nähere Infos zum geplanten Kurs unter www.perma-norikum.net

9. Permakultur-Zertifikatskurs-Absolventen-Treffen in Südtirol

– am 18.04.2009 findet im Ökozentrum von Kloster Neustift bei Brixen, ein Treffen für

Permakultur-Kurs-Absolventen statt. Die Veranstaltung sollte um 17.00 Uhr beginnen. Im Rahmen eines gemeinsamen Abendessens in Kloster Neustift und evt. einem Impulsreferat

können die Teilnehmer die Möglichkeit nutzen, sich zu informieren, auszutauschen und evt. neu zu orientieren, sich Anregungen holen. Auch eine gemeinsame Perspektive für die Zukunft der Permakultur-Gruppe in Südtirol könnte bei dieser Veranstaltung zur Sprache gebracht werden.

Impressum/Offenlegung gem. §§ 24f Mediengesetz (BGBl. Nr. 49/2005):

Medieninhaber und Herausgeber ist der Verein Perma-Norikum (www.perma-norikum.net) mit Sitz in A-4600 Wels, Stadlhof 25

Redaktion: Schriftführer Perma-Norikum Bernhard Gruber

Dieses Medium dient zur Information und gegenseitigen Unterstützung im Sinne der Permakultur

Newsletter 0812

Liebe Permakultur-Freunde,

Ich möchte mich noch einmal kurz aus der Winterpause melden und euch ein paar Infos zukommen lassen. Da ich vom 18. Jänner bis 8. Februrar 09 die Gelegenheit habe, die Ideen der Permakultur im Projekt Miak Wadang (www.miakwadang.at) direkt vor Ort, im Süd-Sudan, einfließen lassen kann, wird es den nächsten Newsletter erst ende Februar geben. Unser nächstes Vereinstreffen wird im März sein. Bücher können von Vereinsmitgliedern aber durchgehend aus unserer Vereinsbibliothek kostenlos entlehnt werden. Weiters können bisherige Newsletter und auch andere interessante Berichte direkt auf unserer frisch aktualisierten Homepage http://www.perma-norikum.net nachgelesen werden.

Themen in diesem Rundschreiben:

1. Einführungs-Seminar in die Permakultur
2. Brot auf die Teller und nicht in die Tanks
3. Einführung eines Zivilen Friedensdienstes in Österreich
4. Geostrategische Bedeutung Afrikas für China
5. Buchtip: Kein Kernkraftwerk in Zwentendorf
6. Blauzungenkrankheit – Das Geschäft mit der Seuche
7. Solidarische Ökonomie Kongress
8. 72h Permakultur-Zertifikatskurs Sommer 09 in Wels
9. Permakultur-Zertifikatskurs-Absolventen-Treffen in Südtirol

Dieser Newsletter kann gerne an alle Interessierten weitergeleitet werden, wer unseren Perma-Norikum – Newsletter nicht mehr erhalten möchte, sendet bitte eine kurze Info zurück.

Permakulturelle Grüße und vielleicht auch Ruhe und mehr Zeit

Bernhard Gruber
Schriftführer Perma-Norikum
http://www.perma-norikum.net

1. Permakultur-Seminar am 10.01.09 in A-4600 Wels

Permakultur ist nicht nur ein Planungssystem das sich auf den Garten oder die Landwirtschaft beschränkt, dahinter steckt ein komplexes, lebendiges System, für viele auch ein Lebensstil. Ohne permanente Kultur kann keine Gesellschaft überleben. Ziel ist es ökologisch intakte und wirtschaftlich tragfähige Systeme zu schaffen die ihren eigenen Bedarf decken, weder ausbeuten noch verschmutzen und auf lange Sicht nachhaltig sind. Dieses System ist für die Versorgung von Stadt und Land gedacht. Dazu dient auch die kleinste praktisch nutzbare Fläche. Der Permakultur-Designer Bernhard Gruber gibt Ihnen einen Einblick in die Ethik und Geschichte der Permakultur. Anhand von einfachen Beispielen wird er erläutern, was jeder einzelne beitragen kann.

Veranstaltungsort ist das Permakultur-Projekt „Weberhäusl“ der Familie Gruber in Wels, Stadlhof 25, 8.00 Uhr bis 16.30 Uhr, Seminarbeitrag euro 45,- / Mittagessen euro 7,-
Anmeldung unter Tel. 0043 (0) 650 76 314 28 oder bernhard.gruber@co1.at

2. Brot auf die Teller und nicht in die Tanks

Sol fordert in der Petition an den Bundeskanzler und die Regierung:  Das Recht auf Nahrung soll auf allen Ebenen Vorrang haben. Die Energieproduktion darf nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion stehen.  Für die Energiegewinnung aus Biomasse dürfen nur organische Abfallstoffe (z.B. Erntereste) sowie Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft eingesetzt werden.  Kein Beimischungszwang für Agrotreibstoffe („Biosprit“).  Erreichung der Klimaschutzziele z. B. durch verstärkte Förderung von Wärmedämmung, öffentlichem Verkehr, Sonnen- und Windenergie.
Jetzt die Petition Brot auf die Teller und nicht in die Tanks online unterzeichnen: http://www.nachhaltig.at/agrosprit/

Wer ist Sol?  SOL steht für Solidarität, Ökologie und Lebensstil. Das 21. Jahrhundert erfordert einen neuen Lebensstil – einen Lebensstil, der Solidarität und Ökologie ernst nimmt. Denn auch die Benachteiligten bei uns und in anderen Ländern und die Menschen künftiger Generationen haben ein Anrecht auf ein erfülltes Leben in einer intakten Umwelt. SOL hat ca. 1800 Mitglieder in ganz Österreich, von denen rund 100 in verschiedenem Ausmaß aktiv sind. (Quelle: http://www.nachhaltig.at)

3. Einführung eines Zivilen Friedensdienstes in Österreich

Konflikte innerhalb von Gesellschaften und zwischen gesellschaftlichen Gruppen und Staaten sind ein Faktum menschlichen Zusammenlebens. Es zeigt sich immer deutlicher, dass gewaltsame Formen der Austragung von Konflikten nicht zu mehr Frieden und Sicherheit führen, sondern dass nur gewaltfreie, zivile Mittel der Konfliktbearbeitung für nachhaltige Lösungen Erfolg versprechen. Zwar gibt es inzwischen viele Beispiele und erprobte und bewährte Methoden ziviler Konfliktbearbeitung, allerdings sind das Wissen darum und ihre Anwendung häufig zu wenig im Bewusstsein der Öffentlichkeit verankert und erfahren keine ausreichende Unterstützung von politischer Seite.

Im Zivilen Friedensdienst steht die Entsendung von Friedensfachkräften, also von Frauen und Männern, die für einen gewaltfreien Umgang mit Konflikten ausgebildet und vorbereitet werden und diese Aufgabe auf Anfrage von und in Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen im Konfliktgebiet für eine bestimmte Zeit (8 – 24 Monate) ausüben, im Mittelpunkt. Zivile Friedensdienste werden also von Zivilpersonen („Friedensfachkräften“) durchgeführt, von NGOs in breiter Trägerschaft organisiert und umgesetzt sowie staatlich gefördert.

Die Einführung und Verwirklichung eines Zivilen Friedensdienstes bedarf einer breiten gesellschaftlichen Unterstützung auf allen Ebenen!  Wenn Sie diesen AUFRUF zur Einführung eines Zivilen Friedensdienstes in Österreich unterstützen wollen, geht es hier http://www.zfd.at/Unterschreiben zum Online-Formular.  (Quelle: http://www.zfd.at/)

4. Geostrategische Bedeutung Afrikas für China

Vor über 600 Jahren erreichte Admiral Zehng He die afrikanische Küste des heutigen Mosambik. Noch vor den Portugiesen sollen Chinesische Seeleute das Kap der Guten Hoffnung erreicht haben. Die Volksrepublik China hat demnach eine lange Tradition auf dem afrikanischen Kontinent. Die Beziehungen sind dabei weitreichend und vielschichtig. Waren die Motive einer Kooperation lange Zeit lediglich wirtschaftlicher Natur, so unterstützte man politisch seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts den Freiheitskampf gegen die Unterdrückung durch die übermächtigen Kolonialmächte. Der vergessene Kontinent rückt aus wirtschaftlichen Interessen seit dem Machtvakuum des Ende des Kalten Krieges in den Vordergrund der chinesischen Politik.

Um ein kontinuierliches Wachstum zu gewährleisten ist China seit 1993 auf Ölimporte angewiesen. Der Gesamtbedarf an Rohöl betrug in 2003 rund
252 Millionen Tonnen. Dies entsprach einem Wachstum von 10,5% gegenüber dem Vorjahr. Dagegen schafft die heimische Ölförderung nur eine Wachstumsrate von 1,5%. Knapp 40% des Verbrauchten Öls muss China importieren, wobei im Jahre 2004 knapp 25% der Erdölimporte aus Afrika stammten. Im Gegensatz zu den USA, welche sich vorrangig auf Westafrika konzentrieren, versucht China vom gesamten Kontinent Öl zu kaufen. Ob sich China und die USA in der Region Westafrikas in den künftigen Jahren in die Quere kommen, bleibt abzuwarten. Die wichtigsten afrikanischen Lieferstaaten sind der Sudan und Angola. China verdankt diesen Umstand, dass die Weltbank und der Internationaler Währungsfond Angola, nach dem Ende des Bürgerkrieges, einen Kredit zum Wiederaufbau des Landes auf Grund der gravierenden Korruption verweigerten. Peking nutzte diese Chance und sprang kurzerhand ein. Als dieser nahezu ungebundene Kredit gewährt wurde, erhielt es den Zuschlag für ein Offshore – Ölfeld im Atlantik. Im Sudan konnten das chinesische Erdölunternehmen CNPC relativ ungehindert eine Vormachtstellung auf dem dortigen Erdölmarkt aufbauen, nachdem die Sanktionen westlicher Staaten den eigenen Unternehmen den Ausbau der eigenen Position verhinderten.

China hat sich seine Zusammenarbeit erarbeitet, da der Wirtschaftsaspekt für China im Vordergrund steht. Das dabei nichtdemokratische Regime unterstützt werden, man durch die nichtkonditionierte Hilfe westliche Vorhaben indirekt sabotiert oder ähnliches ist ein ganz anderer Punkt. China könnte sein Potential nutzen um die Entwicklung Afrikas voranzutreiben, dabei müsste es jedoch auf die Belange Afrikas mehr eingehen und seine eigenen, vor allem wirtschaftlichen Ambitionen in den Hintergrund stellen. Ob dies jedoch der Fall sein wird bleibt abzuwarten.

(Quelle: Martin Hohnhold / http://www.neia-ev.de)

5. Buchtip: Kein Kernkraftwerk in Zwentendorf  -30 Jahre danach
von Heimo Halbrainer , ISBN 978-3-85252-930-1

Eine Generation „atomfreies Österreich“!Mit Aufnahmen der heutigen Kunstfotografin Sigrid Schönfelder einerseits, und andrerseits die Erinnerungen, Erzählungen einer Reihe an Zeitzeugen, die damals mit Haut und Haar, mit Leib und Seele dabei waren, von Prominenten und weniger Bekannten, lassen die Stimmung, das politische Beben, die demokratische Erhebung der Zeit um die erste Atom-Volksabstimmung weltweit wiedererstehen.

Späte Einsicht:“Die Erkenntnis meines Lebens ist die, dass man gegen die Atomenergie sein muss.“

Bundeskanzler Bruno Kreisky änderte im Alter seine Haltung zur Atomenergie. In einer circa 1988 gehaltenen Rede sagte er: „Mit jedem Tag, der vergeht, werden die Kraftwerke älter, gebrauchsunfähiger und gefährlicher. Und wir wissen heute, wie lebensgefährlich die Kernenergie ist. Nach Tschernobyl, nach dem, was wir sonst erleben in der Welt. Ich glaube also, dass es gar nichts anderes gibt, als dass wir die Menschen vor dieser zusätzlichen Sorge im Leben bewahren müssen. Warum haben wir ein ganzes Leben lang gekämpft auf dem Gebiet der Sozialpolitik, um weniger Angst vor der Krankheit, um weniger Angst vor der Armut, wenn wir am Schluss machtlos sind, wenn’s um die neue Angst geht. Und ich bin deshalb der Meinung, wir brauchen diese neue Angst nicht haben, man muss nur den Mut haben, gegen die Atomenergie mit ihren ungeheuren, gefährlichen Konsequenzen zu warnen, und es gibt nichts anderes als einfach darauf zu verzichten.
(Quelle: http://www.bibliothekderprovinz.at)

6. Blauzungenkrankheit

Aus aktuellem Grund betreffend der „Blauzungen-Pandemie“ möchte ich noch diese Info anbringen, mein Bruder hat zwei derzeit trächtige Mutterschafe und einen Bock dazu. Gerade vergangene Woche war der Amtstierarzt bei meinen Eltern, bei der Androhung einer Strafe von euro 7.000 wollte er sie zwingen die Schafe impfen zu lassen. Er wollte aber auch keine Garantie über auftretende Folgeschäden abgeben. Meine Eltern konnten sich soweit dann doch noch vor einer Impfung drücken, da der eigentliche Besitzer mein Bruder ist, der aber beim überfallsmäßigen Besuch des Amtstierarztes nicht angetroffen werden konnte! Jetzt wartet mein Bruder auf den Anruf des Amtstierarztes.

Blauzungenkrankheit: Das Geschäft mit der Seuche

Die Blauzungenkrankheit wurde in aller Stille über nacht zur Seuche
erkoren, obwohl diese (auch nach offiziellen Erkenntnissen) nicht von
Tier zu Tier übertragbar ist, sondern angeblich nur durch eine Mücke.
Auch ist diese Krankheit nicht auf den Menschen übertragbar.

Die enormen Schäden bei den Tieren nach der Impfung sind allerdings
sofort (auch ohne Studien) klar erkennbar. Todgeburten, Durchfall,
Milchrückgang, generell schlechter Gesundheitszustand, und vieles mehr
sind unmittelbare Folgen auf die Impfungen. Bei Ziegen in Deutschland
verendeten die Jungen nachdem sie die Milch der frisch geimpften
Muttertiere getrunken hatten. Weitere Infos unter: http://www.initiative.cc/Artikel/2008_11_23_blauzungenkrankheit.htm

7. Einladung zum Solidarische Ökonomie Kongress

20. bis 22. Februar 09, Institut für Bodenkultur / Wien
Vor dem Hintergrund einer lebendigen globalisierungskritischen Bewegung gewinnen vielfältige Projekte solidarischer Ökonomie an Kraft. Unsere Hoffnung gilt der Stärkung und Vernetzung aller Initiativen, die kritische Theorien und praktische Projekte verbinden. Sie alle suchen gemeinsame Wege in Richtung gesellschaftspolitischer, ökologischer und kultureller Veränderungen.

Ausgehend von diesem Kongress formulieren wir unsere Ziele:
– Aufzeigen von Projekten auf lokaler, regionaler und globaler Ebene
– Den Begriff „Solidarische Ökonomie“ bekannt machen.
– Austausch, Auseinandersetzung und Vernetzung in Theorie und Praxis
– Motivieren in diesem Sinne aktiv zu werden.

Das Verständnis von Solidarökonomie soll dabei breit angelegt werden – also bezogen auf Solidarität als gegenseitige Unterstützung und eine Ökonomie, die sich an den menschlichen Bedürfnissen orientiert und nicht umgekehrt. (Quelle: http://www.solidarische-oekonomie.at/)

8. 72h Permakultur-Zertifikatskurs Sommer 2009 in Wels

Für den Sommer 09 plant der Verein Perma-Norikum den zweiten 72h Permakultur-Zertifikatskurs nach dem Curriculum von Bill Mollison. Neben umfangreicher Theorie wird es auch wieder Praxis und Exkursionen geben. Neu im Kurs wird sein, dass jeder an seinem geplantem Projekt vom ersten Tag an arbeiten wird. Teilnehmen kann am Kurs jeder, der an einem ökologischen Lebensstil interessiert ist.
Geplanter Termin: 11. bis 25. Juli 2009
Nähere Infos zum geplanten Kurs unter http://www.perma-norikum.net

9. Permakultur-Zertifikatskurs-Absolventen-Treffen in Südtirol

– am 18.04.2009 findet im Ökozentrum von Kloster Neustift bei Brixen, ein Treffen für
Permakultur-Kurs-Absolventen statt. Die Veranstaltung sollte um 17.00 Uhr beginnen. Im Rahmen eines gemeinsamen Abendessens in Kloster Neustift und evt. einem Impulsreferat
können die Teilnehmer die Möglichkeit nutzen, sich zu informieren, auszutauschen und evt. neu zu orientieren, sich Anregungen holen. Auch eine gemeinsame Perspektive für die Zukunft der Permakultur-Gruppe in Südtirol könnte bei dieser Veranstaltung zur Sprache gebracht werden.

Impressum/Offenlegung gem. §§ 24f Mediengesetz (BGBl. Nr. 49/2005):
Medieninhaber und Herausgeber ist der Verein Perma-Norikum (www.perma-norikum.net) mit Sitz in A-4600 Wels, Stadlhof 25
Redaktion: Schriftführer Perma-Norikum Bernhard Gruber
Dieses Medium dient zur Information und gegenseitigen Unterstützung im Sinne der Permakultur

Projekt-Team „MiakWadang“ besucht oberösterreischische Permakultur-Projekte

Miak Wadang ist ein ganzheitliches, nachhaltiges Entwicklungsprojekt für Dörfer im Bezirk Melut in der oberen Nil-Provinz des Süd-Sudans. Über 25 Jahre Bürgerkrieg, 2,5 Mio Tote, 3,5 Mio Vertriebene sind zu beklagen, jetzt geht es darum in dieser eigentlich sehr fruchtbaren Region eine neue Infrastruktur aufzubauen. Zielsetzung ist die Umsetzung der von den Vereinten Nationen beschlossenen Milleniumsentwicklungsziele:

  • Extreme Armut und Hunger beseitigen
  • Grundschulbildung für alle Kinder gewährleisten
  • Gleichstellung der Frauen fördern
  • Kindersterblichkeit senken
  • Gesundheit der Mütter verbessern
  • HIV/Aids, Malaria und andere Krankheiten bekämpfen
  • Ökologische Nachhaltigkeit gewährleisten
  • Globale Partnerschaft für Entwicklung aufbauen
Bernhard Gruber, Permakultur-Designer; Mary Akuot Ruun und Lual Ruun Projektleiter im Sudan; Dr. Herbert Bronnenmayer, Projektleiter in Österreich; Stefan Mayrhofer, Biobauer Bad Zell
Vlnr.: Bernhard Gruber, Permakultur-Designer; Mary Akuot Ruun und Lual Ruun Projektleiter im Sudan; Dr. Herbert Bronnenmayer, Projektleiter in Österreich; Stefan Mayrhofer, Biobauer Bad Zell

Seit 30 Jahren bestehen durch Dr. Herbert Bronnenmayer, welcher von 1978 bis 1983 einen Basisgesundheitsdienst um Melut aufgebaut hat, Kontakte in die Region. Nach dem Friedensschluss ist es jetzt wieder möglich das Gebiet zu besuchen, so wurde im April letzten Jahres das Projekt „Miak Wadang“ mit dem Projektleiter von einst, Dr. Haruun Ruun, dem jetzigen Minister für humanitäre Angelegenheiten des Sudan, neu initiiert. Zu diesem Zweck wurde auch der Verein „MiakWadang“ mit Obmann Herbert Bronnenmayer gegründet. (www.miakwadang.at)

Für einige Tage befanden sich die Projekt-Leiter vom Sudan, die Frau des Ministers, Mary Akuot Ruun und der Sohn, Lual Ruun in Österreich um Kontakte zu knüpfen, für ihre Sache zu werben und Informationen einzuholen. So besuchten sie gemeinsam mit dem österreichischen Projekt-Team am Freitag, dem 19. September 2008, auch drei oberösterreichische Permakultur-Projekte. Zusammengestellt und durch den Tag geführt wurde die Tour von Bernhard Gruber einem oberösterreichischen Permakultur-Designer.

Am Vormittag startete die Rund am Permakultur-Projekt „Weberhäusl“ der Familie Gruber in Wels. HansAlexander Hader, Spes-Akademie; Lual Ruun Projektleiter im Sudan; Johannes Meinhart, Regionalmanagement Oberösterreich; Erika und Hans Hermann Gruber; Mary Akuot Ruun Projektleiterin im Sudan; Bernhard Gruber, Permakultur-Designer; Katharina Weiss, Spes-Akademie

Vlnr.: Alexander Hader, Spes-Akademie; Lual Ruun Projektleiter im Sudan; Johannes Meinhart, Regionalmanagement Oberösterreich; Erika und Hans Hermann Gruber; Mary Akuot Ruun Projektleiterin im Sudan; Bernhard Gruber, Permakultur-Designer; Katharina Haider, Spes-Akademie

Hermann Gruber versucht seit Anfang der 1990er Jahre nach dem Vorbild von Bill Mollison und Robert Hart einen Waldgarten zu etablieren. Neben einer großen Vielfalt an Pflanzen findet man verschiedenste Elemente aus der Permakultur: Sonnenfallen, Hügelbeete, Hochbeete, ein kleines Lastragendes Strohballenhaus, Kräuterspirale, ein von Hühnern beheiztes Anzuchtgewächshaus, Komposttoiletten und vieles mehr. Hier befindet sich auch der Vereinssitz von Perma-Norikum, einem Verein zur Verbreitung der Permakultur. (www.perma-norikum.net) Im Sommer 2007 wurde hier ein Permakultur-Zertifikatskurs mit Joe Polaischer abgehalten, ein weiterer Zertifikatskurs ist für den Sommer 2009 geplant.

Nächste Station war der Mischkultur-Betrieb der Familie Langerhorst in Waizenkirchen. Margarete und Jakobus arbeiten auf ihrem Land seit den frühen 1970er Jahren und sind weit über die österreichischen Landesgrenzen hinaus bekannt. Sie haben es geschafft, ein für sie perfektes System aus Kleinklimazonen, Mischkulturanbau auf kleinen Flächen, Kompostwirtschaft und regionaler Vermarktung aufzubauen. Es wird versucht, möglichst Boden schonend, ohne die Erde zu wenden zu arbeiten und eine reiche Humusschicht aufzubauen, so haben auch Schädlinge wie Schnecken keine Chance. Neben biologischem Gemüse werden auch zahlreiche dauerhafte Früchte wie Beerenobst, Obst und Nüsse geerntet.

Mary Akuot Ruun, Projektleiterin im Sudan und Bernhard Gruber, Permakultur-Desinger
Mary Akuot Ruun, Projektleiterin im Sudan und Bernhard Gruber, Permakultur-Desinger

Letzter Programmpunkt auf dieser Permakultur-Besichtigungstour war der Biohof von Stefan Mayrhofer in Bad Zell. Angeleitet von Ideen Sepp Holzers, stellt Stefan seinen 4 ha Milchwirtschaftsbetrieb auf biologische Freilandschweine und Hochlandrinder um. Dazu errichtete er ein Koppelsystem mit Erdställen aus Lärchenholz, welche auch zwischendurch als Lagerräume verwendet werden können. Bei jedem Erdstall gibt es eine Tränke mit gefasstem, frischem Quellwasser. Nun gilt es auch noch das ehemalige Weideland mit Hecken zu säumen, um geeignete Kleinklimazonen zu schaffen, Obstbäume und Beerensträucher zu pflanzen und der eine oder andere mit Quellwasser gespeiste Naturteich soll errichtet werden.

Alles in allem konnte der Projekt-Gruppe um Dr. Bronnenmayer und die Familie Ruun ein informatives, vielfältiges Programm geboten werden. Natürlich ist klar, dass man Ideen von hier nicht 1:1 in Afrika umsetzen kann, doch Denkanstöße und neue Sichtweisen konnten sicher auf den Weg mitgegeben werden. Zudem gibt es auch schon in den verschiedensten Regionen weltweit und auch in Afrika erfolgreiche Permakultur-Projekte. Die Permakultur versteht sich nicht nur als ein ganzheitliches Planungssystem, es stehen auch die drei Punkte: Sorge für die Erde, sorge für die Menschen, teile gerecht und schränke dich ein, der Ethik im Mittelpunkt.

Permakultur für alle

Permakultur für alleSepp und Margit Brunner
Permakultur für alle
Harmonisch leben und einfach gärtnern im Einklang mit der Natur

ISBN: 978-3-7066-2394-0

Margit und Sepp Brunner führen Sie Schritt für Schritt zum Erfolg mit Permakultur – für Haus, Garten und Balkon!

Egal, ob Sie kleine, unkomplizierte Ideen für den Balkon suchen oder Ihren Garten vollständig umgestalten wollen, ob Sie Anregungen für Gemüsebeet und Kräutergarten, für den Obstanbau, die Teichlandschaft oder für das Glashaus suchen: In diesem Buch finden Sie die richtigen Tipps fürs Gärtnern im Einklang mit dem Kreislauf der Natur. Lassen Sie sich von den Permakultur-Experten Margit und Sepp Brunner in übersichtlichen Schritten anleiten! Lernen Sie die Idee der Permakultur in einer anschaulichen Darstellung kennen!

Verwandeln Sie Ihren Garten und Balkon in eine kleine Oase, die Sie mit gesunden Lebensmitteln versorgt, Ihr Herz mit Farben und Düften erfreut und Heimat für viele tierische und pflanzliche Freunde wird!

— Leicht verständliche Einführung in die Permakultur
— Übersichtliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen
— Klare Antworten auf oft gestellte Gartenfragen
— Für Anfänger und Ungeübte ebenso geeignet wie für erfahrene Gärtnerinnen und Gärtner
— Praxiserprobte Tipps und neue Ideen für Landwirtschaft sowie für Haus, Garten und Balkon!

Newsletter 0811

Liebe Permakultur-Freunde, das letzte Treffen des Vereins Perma-Norikum bei Monika und Martin in Buchkirchen bei Wels, war für alle die gekommen waren, ein sehr interessanter und lehrreicher Tag. Wir freuten uns auch sehr über die Teilnahme von Mitgliedern des Vereins Permakultur-Austria, aus Niederösterreich, welche auch für einen überregionalen Austausch sorgten. Arbeitsthema an diesem Tag war die Planung des Hausgartens beider Perma-Norikum Mitglieder. Seit einiger Zeit beschäftigen sich die beiden mit Permakultur und versuchen auch schon einiges davon im kleinen Garten umzusetzen. Teilweise wurde schon begonnen, den Südwesthang zu terrassieren. In die Planung wurden Elemente wie fruchttragende Hecken, Schlüssellochbeete, Sonnenfalle mit Kräutern bepflanzt, Schattenhaus aus Weiden für Pilze, Kartoffeltürme und Salatbäume integriert. Ein paar Bilder vom Garten und vom Treffen sind auf unserer Homepage http://www.perma-norikum.net unter dem Link aktuelle Fotos zu finden.

Für dieses Jahr begeben wir uns mit unseren Treffen in eine Winterpause, Zeitpunkt und Ort des nächsten Treffens werden wieder bekannt gegeben.

Themen in diesem Rundschreiben:

1. Aktuelle Forderungen zur Finanzkrise von Attac
2. Einführungs-Seminar in die Permakultur
3. Erwin Wagenhofer unterstützt Petition Neues Geld
4. Buchtip: Das Wildbienenhotel
5. Termine

Dieser Newsletter kann gerne an alle Interessierten weitergeleitet werden, wer unseren Perma-Norikum – Newsletter nicht mehr erhalten möchte, sendet bitte eine kurze Info zurück.

Permakulturelle Grüße

Bernhard Gruber
Schriftführer Perma-Norikum
http://www.perma-norikum.net

1. Attac-Österreich fordert: Casino schließen, anstatt Spieltische kontrollieren!
Die von den G20 angekündigte Regulierung der Marktteilnehmer und Produkte auf den Finanzmärkten kommt für Millionen Menschen, die von der Wirtschaftskrise betroffen sind, viel zu spät. Das globale Finanzcasino ist endlich zu schließen. Sich einzelne Spieltische und Gambler näher anzusehen, wird das Problem nicht lösen, erklärt Christian Felber in einer Presseaussendung von Attac Österreich.

Für einen grundsätzlichen Politikwechsel sind die G20, vor allem aber der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank die falschen Institutionen. Diese Form demokratisch nicht legitimierter Gipfel ist zu beenden. Es benötigt ein Gremium unter UN-Führung, an dem alle Länder, Parlamente und sozialen Bewegungen beteiligt sind. Scharf kritisiert Attac die Absicht, den IWF zu stärken. Damit sind neue Krisen programmiert. Ungarn, Südafrika, die Seychellen und in einige andere Länder in den vergangenen Wochen unter dem Druck des IWF klassisch neoliberale Strukturanpassungsmaßnahmen aufgelegt – inklusive
drastischer Zinserhöhungen und Haushaltskürzungen. Als katastrophal bezeichnet Attac die Absicht der G20, die Doha-Verhandlungsrunde der Welthandelsorganisation (WTO) zu einem Abschluss zu bringen. Schließlich gehe es bei den WTO-Verhandlungen um eine weitere Liberalisierung der Finanzmärkte. Der Kern einer neuen Weltwirtschaftsordnung muss die Beseitigung der globalen ökonomischen Unterschiede und der sozialen Ungleichheit sein.

Attac fordert einen grundlegenden Systemwechsel auf den Finanzmärkten, der
folgende Eckpunkte umfasst:
– Eine globale Finanzmarktaufsicht, welche die größten Banken der Welt
zerteilt und reguliert, Anlagekriterien für Fonds vorgibt und innovative Finanzprodukte vor der Zulassung prüft.
– Eine Weltsteuerbehörde, welche Dollarmillionäre (High Net Worth Individuals, HNWI) global besteuert, eine globale Transaktionssteuer einführt und globale Steuerflucht bekämpft. Der Kapitalverkehr von und zu Steueroasen sowie Ländern mit Bankgeheimnis muss untersagt oder zumindest durch Steuern empfindlich verteuert werden.
– Eine Währungskooperation nach dem Grundgedanken von John Maynard Keynes. Dies beinhaltet eine internationale Verrechnungseinheit für den Welthandel, die Kooperation der Notenbanken und Kapitalverkehrskontrollen mit dem Ziel ausgeglichener Handelsbilanzen.
(Quelle: Newsletter Attac) Weitere Infos zu Attac unter http://www.attac.at

2. Regisseur We Feed The World, Erwin Wagenhofer unterstützt Petition Neues Geld

Bei der Tirol-Premiere des neuen Films Let‘s make MONEY am 1.11.2008 im Innsbrucker Leokino unterschrieb Regisseur Erwin Wagenhofer die Petition Neues Geld.
Erwin Wagenhofer: „Wir haben eine Gesellschaftskrise, nicht eine Finanzkrise. Wir müssen uns endlich vom Wachstumszwang verabschieden.“
Georg Pleger vom Zukunftszentrum Tirol dazu: „Über den Zinseszins ist exponentieller Wachstumszwang in unser Geldsystem eingebaut. Wir brauchen Neues Geld mit neuen Regeln.“ In der Petition Neues Geld werden Österreichs politische Entscheidungsträger aufgefordert, sich intensiver mit Konzepten für Neues Geld zu beschäftigen.
Volltext der Petition http://www.neuesgeld.org/petition/petition-neues-geld.pdf
Unterschriftenliste zum Ausdrucken und Stimmen sammeln http://www.neuesgeld.org/petition/unterschriftenliste-petition-neues-geld.pdf

3. Buchtip für die Winterzeit: Das Wildbienenhotel

Idealerweise stellt man ein Wildbienenhotel schon im zeitigen Frühjahr, so um März bis April herum auf. Wer die kalte Jahreszeit zum Basteln nutzen will, kann diese Lektüre gut gebrachen. Wildbienen sind in Not, warum das so ist und was jeder für die nützlichen Blütenbesucher tun kann, erklärt Wolf Richard Günzel in seinem Buch. Wohnungsnot, Umweltgifte und karge Kost machen den Bienen das Leben schwer, ihre natürlichen Lebensräume werden immer kleiner. Dabei ist es einfach, den liebenswerten Flugakrobaten ein Dach über dem Kopf und nahrhafte Blüten zu bieten.

Hierfür hat dieser praktische Ratgeber zahlreiche Ideen parat. Leicht verständliche Anleitungen mit Maßen und Materialtabellen helfen beim Bau der Nisthilfen – vom Häuschen bis zu den verschiedensten Füllelementen. Aus Pflanzenstängeln, Holzstücken, hohlen Ziegeln oder Lehm entstehen individuelle Nisthilfen, die Platz finden auf Balkon, Terrasse und Fenstersims. Hinweise zum Werkzeug und Baumaterial stellen das Gelingen sicher. Außerdem bietet das Buch Tipps für ein bienenfreundliches Umfeld rund ums Haus und im Garten. Mit Pflanzenlisten für Bienenweiden von Frühling bis Herbst und Vorschlägen für bunte Wildblumenkästen, Kräuterkübel, blühende Kletterpflanzen und Wildsträucher kommen die friedlichen Tiere ganz von allein in den Garten.
Das Wildbienenhotel, Wolf Richard Günzel, pala-verlag, ISBN: 978-3-89566-244-7

6. Termine

Permakultur-Seminar am 6.12.08 in A-4600 Wels

Permakultur ist nicht nur ein Planungssystem das sich auf den Garten oder die Landwirtschaft beschränkt, dahinter steckt ein komplexes, lebendiges System, für viele auch ein Lebensstil. Ohne permanente Kultur kann keine Gesellschaft überleben. Ziel ist es ökologisch intakte und wirtschaftlich tragfähige Systeme zu schaffen die ihren eigenen Bedarf decken, weder ausbeuten noch verschmutzen und auf lange Sicht nachhaltig sind. Dieses System ist für die Versorgung von Stadt und Land gedacht. Dazu dient auch die kleinste praktisch nutzbare Fläche. Der Permakultur-Designer Bernhard Gruber gibt Ihnen einen Einblick in die Ethik und Geschichte der Permakultur. Anhand von einfachen Beispielen wird er erläutern, was jeder einzelne beitragen kann.

Veranstaltungsort ist das Permakultur-Projekt „Weberhäusl“ der Familie Gruber in Wels, Stadlhof 25, 8.00 Uhr bis 16.30 Uhr, Seminarbeitrag euro 45,- / Mittagessen euro 7,-
Anmeldung unter Tel. 0043 (0) 650 76 314 28 oder bernhard.gruber@co1.at

72h Permakultur-Zertifikatskurs Sommer 2009 in Wels in Planung

Für den Sommer 09 plant der Verein Perma-Norikum den zweiten 72h Permakultur-Zertifikatskurs nach dem Curriculum von Bill Mollison. Neben umfangreicher Theorie wird es auch wieder Praxis und Exkursionen geben. Neu im Kurs wird sein, dass jeder an seinem geplantem Projekt vom ersten Tag an arbeiten wird. Teilnehmen kann am Kurs jeder, der an einem ökologischen Lebensstil interessiert ist.
Geplanter Termin: 11. bis 25. Juli 2009
Nähere Infos zum geplanten Kurs unter bernhard.gruber@co1.at oder Tel. 0043 (0) 650 76 314 28

Permakultur-Zertifikatskurs-Absolventen-Treffen in Südtirol

– am 18.04.2009 findet im Ökozentrum von Kloster Neustift bei Brixen, ein Treffen für
Permakultur-Kurs-Absolventen statt. Die Veranstaltung sollte um 17.00 Uhr beginnen. Im Rahmen eines gemeinsamen Abendessens in Kloster Neustift und evt. einem Impulsreferat
können die Teilnehmer die Möglichkeit nutzen, sich zu informieren, auszutauschen und evt. neu zu orientieren, sich Anregungen holen. Auch eine gemeinsame Perspektive für die Zukunft der Permakultur-Gruppe in Südtirol könnte bei dieser Veranstaltung zur Sprache gebracht werden.

Impressum/Offenlegung gem. §§ 24f Mediengesetz (BGBl. Nr. 49/2005):
Medieninhaber und Herausgeber ist der Verein Perma-Norikum (www.perma-norikum.net) mit Sitz in A-4600 Wels, Stadlhof 25
Redaktion: Schriftführer Perma-Norikum Bernhard Gruber
Dieses Medium dient zur Information und gegenseitigen Unterstützung im Sinne der Permakultur

Holunder, Dost und Gänseblümchen …

holunderHeide Hasskerl
Vegetarische Rezepte mit wilden Kräutern und Früchten

pala-verlag
200 Seiten, Hardcover

ISBN: 978-3-89566-253-9

Wildpflanzenküche

Wilder Majoran, Salbei und Beifuß sind auch hierzulande auf Wildblumenwiesen zu finden. Vielleicht möchten Sie beim nächsten Spaziergang leckere Kräuter fürs Abendessen sammeln oder den Korb mit süßen Beeren füllen? Dann lassen Sie sich inspirieren vom Buch »Holunder, Dost und Gänseblümchen …« aus dem pala-verlag.

Autorin und Wildpflanzenexpertin Heide Hasskerl präsentiert in diesem Buch über 140 süße und pikante vegetarische Rezepte mit wilden Kräutern und Früchten. Walderdbeersuppe, gebackene Holunderblüten, Brennnesselpudding, Salbeispätzle oder Wiesenbocksbartauflauf deuten nur an, was die Natur unserem Kochtopf an Köstlichkeiten zu bieten hat.
Über 30 illustrierte Porträts mit Hinweisen auf die heilkräftige Wirkung stellen die Wildpflanzen aus den Rezepten vor. Viele Ratschläge helfen beim Bestimmen und Sammeln der Kräuter und Früchte.

Außerdem beschreibt die Autorin, wie sich Kräuter und Beeren trocknen und einlegen lassen. Für gefüllte Vorratskeller sorgen genaue Anleitungen und köstliche Rezepte für Gelees, Marmeladen, Sirup und Wein. Alte Bräuche und persönliche Anekdoten der Autorin runden das Buch ab.

Mit Permakultur gemeinsam Zukunft gestalten

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