Sepp Holzers Permakultur

buch_holzers_permakulturSepp Holzer / Claudia Holzer / Josef Andreas Holzer
Sepp Holzers Permakultur
Praktische Anwendung für Garten, Obst und Landwirtschaft

ISBN 978-3-7020-1037-9

In diesem Praxisbuch erklärt Sepp Holzer die Prinzipien seiner Permakultur und zeigt, wie sie praktisch schon im Kleingarten, ja sogar im Balkongarten umgesetzt werden kann. Darüber hinaus macht er an vielen Beispielen deutlich, wie auch die erwerbsmäßige Landwirtschaft nach diesen Prinzipien gestaltet werden kann und welche Alternativen es hier gibt.

– Schaffen von Kleinklimazonen durch Sonnenfallen, Windbremsen u. a., Möglichkeiten der Lenkung und Speicherung von Wasser.
– Verbesserung der Bodengesundheit, Bedeutung von Pflanzengemeinschaften, Mischkulturen.
– Anwendung der Permakultur in Klein- und Stadtgärten, Terrassen- und Balkongärten und im Bauerngarten.
– Naturbelassener Obstbau in kleinem und großem Maßstab, Obstbau in alpinen Regionen und auf schwierigen Flächen. Veredelungstechniken, alte Sorten.
– Pilzzucht auf Stroh und Holz, Waldpilzzucht
– Alpenpflanzen in Tieflagen
– Düngung, Regulierung von Problempflanzen. Alte Sorten, alternative Produkte wie Kräuter, Blumen, Alpenpflanzen, Saatguterzeugung u. a.

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Die Benjes-Hecke – wo die Büsche tanzen wollen

Ein Bericht von Waltraud Gadermaier, Naturschutzberatung BIO AUSTRIA OÖ und Bernhard Gruber, Perma-Norikum

Die Hecke als Lebensraum zu entdecken, diesen Anstoß gab Heinrich Benjes bei seinem Besuch in Oberösterreich. Herr Benjes, ein mittlerweile pensionierter Mittelschulleiter aus Niedersachsen ist auch bei uns als der „Vater“ der Benjeshecke bekannt. Nun widmet er sich neuen Aufgaben – der kindgerechten Gestaltung von Schulhöfen und Kindergärten.

Dass dabei die Natur eine große Rolle spielt, wurde in seinen Vorträgen mit anschaulichen Bildern deutlich. Da gibt es statt Rasen richtige Wiesen, wo noch Blumen blühen und auf denen Kinder laufen dürfen, Bäume zum Klettern und Sandhügel, die nicht in „Kästen“ gesperrt sind. Vor allem aber Büsche und heimische Gehölze, in großer Zahl gepflanzt, geben diesen „neuen“ Schulhöfen das Flair eines Abenteuerspielplatzes.

Zitat Heinrich Benjes: „ Das Wichtigste aber, das, was unserem Schulgelände Strukturen, Räume, Farben, Leben und Schönheit gibt – ist das Gebüsch! Hier, in der bunten Welt unserer heimischen Sträucher, zwischen Hasel und Holunder, liegt ein wahres Zaubermittel der Erziehung!“

Vom Anlegen einer Benjes-Hecke

Unter fachkundiger Anleitung von Heinrich Benjes, dem Mitbegründer der Benjes-Hecke, wurde am 13. März 08 am Bio-Hof der Familie Edlmayr in Niederneukirchen, südlich von Linz eine ca. 180 Meter lange Hecke angelegt. Mehrere Hecken, nach herkömmlicher Methode, wurden bereits vor 12 Jahren angelegt, so konnte aus den bereits ausgewachsenen Hecken Baumaterial für die Benjes-Hecke entnommen werden. An diesem windigen, verregneten Tag, begriffen die Teilnehmer des Workshops sehr schnell, welche wichtigen Funktionen so eine Hecke übernimmt. Nach der ersten, gut geschlichteten Gestrüppzeile, war auf der Wind abgewandten Seite, das feuchte März-Wetter schon viel leichter zu ertragen und das Pflanzen der eigentlichen Hecke konnte rasch geschehen. Einen Großteil der Jungpflanzen konnte Franz Edlmayr, Mitglied bei Permakultur-Austria, aus seinen bestehenden Hecken entnehmen. So war gewährleistet, dass das Pflanzmaterial auch für den Boden geeignet ist und es musste kein Transport über große Distanzen hingenommen werden. Nach dem Pflanzen von Haseln, Wolliger-Schneeball, Hartriegel, Pfaffenkapperl, Heckenkirsche, Traubenkirsche, Weißdorn, Wildrosen und anderen heimischen Heckenpflanzen, wurde die zweite Gestrüppzeile errichtet.

Die Benjes-Hecke im Querschnitt

Den Übergang von Feld auf Hecke sollte ein metriger Heckensaum, welcher nicht bearbeitet wird bilden. Auf den Heckensaum folgt die erste 1,5 Meter breite und 1,5 Meter hohe Gestrüppzeile. Als Baumaterial kann alles vorhandene Laubgehölz verwendet werden. Damit der Boden nicht versauert sollte von einer übermäßigen Verwendung von Nadelgehölz abgesehen werden. Am besten eignet sich Schnittmaterial von Weißdorn, Apfel- oder Birnbaum, denn es soll noch genug Licht zu den Pflanzen durchdringen können. Für die Heckenpflanzen sollte ein mindestens halben Meter breiter Streifen eingeplant werden, auf diesen folgt dann die zweite Gestrüppzeile mit außen liegendem Heckensaum.

Nutzen einer Benjes-Hecke

Der Nutzen einer Benjes-Hecke ist vielfältig, die Pflanzung wird vor Wildverbiss geschützt, es kann auf energieintensive Drahtzäune, welche später wieder entfernt werden müssen, verzichtet werden. Windschutz und Mikroklima ist mit Errichten der Gestrüppzeilen vorhanden. Der Boden ist vor Windverwehung und Austrocknung geschützt. Im Gestrüpp entsteht ein idealer Lebensraum für Vögel und anderes Kleingetier, die nach einem Sukzessionsprinzip der Permakultur für die weitere Artenvielfalt in der neuen Hecke sorgen.

Waltraud Gadermaier
Naturschutzberatung BIO AUSTRIA OÖ
Tel. 0676 / 842214-365
waltraud.gadermaier@bio-austria.at
http://www.bio-austria.at

Bernhard Gruber
Schriftführer Perma-Norikum
Tel. 0650 / 76 314 28
gruber_bernhard@aon.at
http://www.perma-norikum.net

Mehr zum Thema auf der Homepage www.holunderschule.de

Newsletter 0803

Neuigkeiten bei Perma-Norikum

Liebe Permakultur-Freunde, bei unserem letzten Treffen am 16. Februar in Wels haben wir gemeinsam ein Flaschenfenster aus Einwegflaschen und einem Lehm/Sand-Gemisch gebaut. Dieses Flaschenfenster soll als Ausstellungsobjekt für das Zukunftsfest08 und das große Fest der Natur dienen. Fotos dazu unter unserer neuen Homepage-Adresse http://www.perma-norikum.net. Die internationale Permakultur-Scene hat den Verlust eines großartigen Menschen zu beklagen. Joe Polaischer ist Mitte Februar von uns gegangen, er war Mentor für viele Permakulturisten weltweit und so möchte ich Ihm diesen Newsletter widmen.
Themen in diesem Rundschreiben:
1. Joe Polaischer
2. Nächster Permakultur-Aktivtag und Treffen im ANASTASIALAND
3. Bio Noah sucht neu Bleibe
4. Jurtenbau-Workshops im Ökodorf Augendobl
5. Permakultur-Aktivwoche Thema Bauen
6. Neunte Europäische Permakultur Konvergenz – EUPC9
7. Buchtip: Das Insektenhotel – Naturschutz erleben
8. Weitere Termine verschiedener Veranstalter
Dieser Newsletter kann gerne an alle Interessierten weitergeleitet werden, wer unseren Perma-Norikum – Newsletter nicht mehr erhalten möchte, sendet bitte eine kurze Info zurück.

Permakulturelle Grüße

Bernhard Gruber
Schriftführer Perma-Norikum
http://www.perma-norikum.net

1. Joe Polaischer ist von uns gegangen, doch er wird in unseren Herzen bleiben!

Am 14. Februar 2008 ist Joe Polaischer in den Armen seiner Frau Trish gestorben. Noch im Sommer 2007 durften wir mit ihm, bei unserem 72h Permakultur-Zertifikatskus am Permakultur-Projekt „Weberhäusl“ in Wels, eine wunderbare Zeit verbringen. Jetzt schied er völlig unerwartet auf Grund eines Gehirntumor von uns. Joe´s drei letzte Wünsche waren, noch einmal auf der Gartenbank vor seinem Haus zu sitzen, steirische Musik zu hören und einen Sterz zu essen. Joe wurde auf seiner Rainbow-Valley-Farm in die Mutter Erde gebettet. Am Samstag dem 23. Februar wurde Joe in seinem Geburtsort in Thal bei Graz im Kreise seiner Verwandten, Freunde und Permakulturisten verabschiedet. Mehr zu Joe Polaischer unter http://www.perma-Norikum.net/Joe_Polaischer.html

2. Permakultur-Aktivtag und Treffen 29. März 08 im ANASTASIALAND

Für den 29. März 2008 ist wieder unser Permakultur-Aktivtag und Treffen angesetzt, dieses mal begrüßen uns Rupert Peterlechner und Ursula Schmidbauer auf dem Gelände ihres Anastasialandes in 5121 St. Radegund, Hadermarkt 21, in grenznähe zu Burghausen. Der Hof beider Perma-Norikum Mitglieder wurde von 1985 bis 2004 als Biobetrieb geführt, seither nach den Prinzipien der Permakultur, wobei der Schwerpunkt beim Obst- und Gemüsebau liegt. Rupert und Ursula versuchen den organisch-dynamischen Landbau in Einklang mit kosmischen Einflüssen zu bringen und dies sichtbar zu machen. Bewirtschaftete Fläche 2 ha Wald, 0,5 ha Energiepflanzen, 0,5 ha Ölpflanzen, Rest Hügelbeete und Beetkulturen gemischt.

Um 9.00 Uhr werden wir uns zum gemeinsamen Bepflanzen einer Kräuter-Pyramide treffen. Ab 15.00 Uhr ist das allgemeine Treffen mit Führung durchs Anastasialand angesetzt. Eingeladen sind alle Interessierten, bitte bei bernhard.gruber@co1.at anmelden. Rauchverbot am gesamten Gelände bitte beachten. Fahrgemeinschaft ab Wels möglich.
Wer gerne mehr Zeit bei Rupert und Ursula verbringen möchte, kann dies gerne als WWooF´er/in tun.

3. Bio Noah sucht neu Bleibe

Die Bio Noah Farm in Vöcklamarkt wurde 2001 gegründet und besteht derzeit aus 30 ha Pachtland. Ziel des Betriebes ist es, gefährdete Haustierrassen und Kulturpflanzen zu züchten und zu erhalten. Als selbstverständliche Folge sieht Karl Schardax, aus gefährdeten Rassen und Sorten qualitative, gesunde, natürliche und vor allem genussvolle Lebensmittel zu erzeugen.
Jetzt sucht die Bio Noah ein neues Heim, einen Hof mit 10-20ha arrondiertem Grund. Im Großraum Oberösterreich, auf Pacht, Miete oder Kauf (wenn leistbar) – ab sofort! Wer weiterhelfen kann, bitte Kontakt aufnehmen zu Karl Schardax, Bio Noah-Hof, Wilding 9, 4870 Vöcklamarkt, Tel. +43/7682/3508, office@bio-noah.at, http://www.bio-noah.at

4. Jurtenbau-Workshops im Ökodorf Augendobl mit Dr. Claudius Kern

Das Ökodorf Augendobl in A-4751 Dorf an der Pram, ist Mitglied bei Perma-Norikum. Im 72h Permakultur-Zertifikatskurs 07, wurde das Ökodorf gemeinsam mit Joe Polaischer und den Kursteilnehmern mit einer Permakultur-Planung unterstützt. Im Mai und Juni finden zwei Jurtenbau-Workshops mit zwei weiteren Ergänzungslehrgängen unter der Leitung von Dr. Claudius Kern statt. Der Jurtenbau-Workshop dauert volle sechs Tage – von Freitag 19 Uhr bis Donnerstag 13 Uhr – und gleich anschließend gibt es den Jurten-Ergänzungs-Workshop – freitags darauf 19 Uhr bis Sonntag 14 Uhr.
1. Workshop 9. bis 15. Mai und Ergänzungslehrgang 16. bis 18. Mai 2008
2. Workshop 30. Mai bis 5. Juni und Ergänzungslehrgang 06. bis 08. Juni 2008
Leiter: Dr. Claudius Kern, Forschungsgemeinschaft für naturgemäß-rundes Bauen und Leben
Kosten Workshop, excl. Unterkunft und Verpflegung: 340,- € / Frühbucher 295,-€
Kosten Ergänzungslehrgang, excl. Unterkunft und Verpflegung: 160, – €, Frühbucher 130,- €
Anmeldung: 0043 (0)699 812 78 438, sinnergon@gmx.net – bitte Telefonnummer wegen ev. Rückruf angeben! http://jurten.heim.at

5. Permakultur-Aktivwoche Thema Bauen – 12. bis 19. Juli 2008

Der Verein Perma-Norikum mit Sitz in Wels / Oberösterreich veranstaltet am Permakultur-Projekt „Weberhäusl“ eine Permakultur-Aktivwoche. Am Gelände des Permakultur-Projekts wurde im Sommer 2007 ein zweiwöchiger 72h Permakultur-Zertifikatskurs mit Joe Polaischer durchgeführt. Im kommenden Sommer soll als Ergänzung bzw. als Einstieg in die Permakultur, eine einwöchige Aktivwoche stattfinden. Zielgruppe sind alle die sich mit einem ökologischen Lebensstil beschäftigen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Neben einem eintägigen Einführungskurs in die Permakultur, wird der Schwerpunkt dieser Woche beim kreativen Bauen und Renovieren mit Abfall sein. Wir möchten eine weitere Kompost-Toilette errichten. Dabei möchten wir Cordwood-Wände mit Flaschenfenstern errichten. Als weiteres Projekt möchten wir ein Hühnerhaus mit angeschlossenem Glashaus bauen. Auch das im Kurs mit Joe Polaischer begonnene Strohballenhaus soll fertig gestellt werden.

In Planung sind Workshops wie Lehmofenbau, Töpfern ohne Scheibe und Brennen im Erdloch (auch als urzeitliches Töpfern bekannt) und Papierschöpfen, dazu das Gießen von Bleilettern. Es wird Abendvorträge und auch eine Exkursion geben. Unter anderem wird ein Vortrag über Earthships gehalten werden. Detailliertes Programm auf Anfrage.
Kurskosten: incl. aller Vorträge, Workshops und Exkursion € 280,- excl. Unterkunft und Verpflegung
Anmeldung bereits möglich bei: Bernhard Gruber, Schriftführer Perma-Norikum, bernhard.gruber@co1.at, Tel. 0043 (0) 650 76 314 28
6. Neunte Europäische Permakultur Konvergenz – EUPC9

18. bis 23. Juni 2008 in Hostetín, in der Tschechischen Republik. Die Veranstaltung ist für ZertifikatsbesitzerInnen (72-Stunden Design-/Zertifikatskurs) gedacht, sie dient dem Austausch in Europa und wird spezielle Themen behandeln. Die allgemeine Verständigung wird in englischer Sprache stattfinden. Die EUPC9 wird aus einem speziellen Programmangebot am Vormittag und Exkursionen und/oder Arbeitsgruppen am Nachmittag zusammengesetzt sein. Weiters wird es Angebote zur praktischen Mithilfe, sowie die Möglichkeit, eigene Ideen, Vorträge und Projektvorstellungen einzubringen, geben.
Anmeldung und nähere Infos für Österreich, Italien und Schweiz bitte bei: margarethe.holzer@utanet.at

7. Buchtip: Das Insektenhotel – Naturschutz erleben

Von Wolf Richard Günzel. Fantasievoll gestaltete Nisthilfen für Wildbienen und andere Insekten erregen zunehmend Interesse. Gärtner entdecken den Insektenschutz als spannendes Projekt, in Schulgärten ist der Bau von Nisthilfen auch ein Thema.
Für jeden Garten gibt es die passende Lösung: Einfache Nisthilfen, die solo zum Einsatz kommen oder nach Art eines Baukastensystems ein Insektenhotel füllen, und Nistkästen für Hummeln, Hornissen, Florfliegen und Marienkäfer. Pflanzenlisten und praktische Tipps, wie sich im Garten und auf dem Balkon ein insekten-freundliches Umfeld gestalten lässt, ergänzen die Bauvorhaben. Mehr unter http://www.perma-norikum.net/Buchtip.html
8. Weitere Termine verschiedener Veranstalter

Termine Jakobus und Margarete Langerhorst – Mischkultur und Permakulturgarten seit 1973
Gugerling 5, A4730 Waizenkirchen
Folgende Schwerpunktthemen können auf Wunsch für Gruppen ab 10 Personen, zu gewünschten Zeiten, angeboten werden. Dauer jeweils ca. 2 Stunden. Es können auch mehrere Themen kombiniert werden. Für Schulklassen sind diese Angebote ebenfalls geeignet.
Wildkräuterwanderungen mit Margarete: „Die Grundlagen der heimischen Wildkräuterkunde und ihre Anwendung im Alltag für unsere Gesundheit“ (Bereits ein Fixtermin: Sa, 7. Juni 2008, ab 14h, Veranstalter: Familienbundzentrum EFERDING)
Mischkulturgartenführungen – “Gemüsebau für den Hausgebrauch und auf größeren Flächen”: Ergänzende Pflanzengemeinschaften, Anbau, Pflege, Düngung aus der Pflanzenwelt, welche für Obst und Gemüse am verträglichsten ist. (Bereits ein Fixtermin: Sa, 19. April 2008, ab 14h, Veranstalter: Familienbundzentrum EFERDING)
Kompostbereitung mit Jakobus: Verschiedene Möglichkeiten für unterschiedliches Kompostmaterial geeignet für Hausgebrauch und auch für größere Flächen.
Infos und Anmeldung unter: 0043 (0) 676 460 41 27
26. April 2008, Bio-Gemüsejungpflanzen-Verkauf im Botanischen Garten in A-4020 Linz, 10 – 18 Uhr
1. Mai 2008, Pflanzentauschbörse in Schiltern bei Langenlois, Verein Arche-Noah
4. Mai 2008, Pflanzentauschmarkt und Kunsthandwerksausstellung am Schopperplatz/ Aschach.D., Info und Anmeldung: Thekla Raffezeder, Tel. 07279-8347 office@theklasien.at

10. Mai 2008, Blumen und Gartenmarkt des Siedlervereins Ohlsdorf
31. Mai u. 1. Juni 2008, Zukunftsfest08 in Bad Wimsbach-Neydharting http://www.zukunftsfest08.at
28. Juni 2008, Österreichs größtes Fest der Natur im Linzer Volksgarten OÖ. Akademie für Umwelt und Natur
Impressum/Offenlegung gem. §§ 24f Mediengesetz (BGBl. Nr. 49/2005):
Medieninhaber und Herausgeber ist der Verein Perma-Norikum mit Sitz in A-4600 Wels, Stadlhof 25
Redaktion: Schriftführer Perma-Norikum Bernhard Gruber bernhard.gruber@co1.at
Dieses Medium dient zur Information und gegenseitigen Unterstützung im Sinne der Permakultur

Joe Polaischer ist von uns gegangen, doch er wird in unseren Herzen bleiben!

Permakultur Zertifikatskurs 2007Am 14. Februar 2008 ist Joe Polaischer in den Armen seiner Frau Trish gestorben. Noch im Sommer 2007 durften wir mit ihm, bei unserem 72h Permakultur-Zertifikatskus am Permakultur-Projekt „Weberhäusl“ in Wels, eine wunderbare Zeit verbringen. Jetzt schied er völlig unerwartet auf Grund eines Gehirntumor von uns.

Joe Polaischer wurde ende der 40er Jahre geboren und wuchs auf einem Bauernhof in der West-Steiermark auf. Seinen Zugang zur Permakultur fand er in Entwicklungsländern rund um die Welt, wo er mit den Menschen lebte und viel Zeit verbrachte. Im Jahr 1984 besuchte er seinen ersten Permkultur-Designkurs und entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Vertreter dieser Lebens- und Arbeitsweise, die weltweit immer mehr Aufmerksamkeit findet. Von Anfang an ein Rebell, kämpfte er unaufhaltsam für die Umwelt, betrieb eine biodynamische Landwirtschaft, schrieb Artikel und unterrichtet in Neuseeland, Japan und Europa.

kraeuterspiraleDie ersten Schritte zu Joes Landwirtschaft, der Rainbow Valley Farm Matakana / Neuseeland erfolgten im Jahr 1988, als er mit seiner Frau Trish Allen so genanntes Rubishland, durch intensive Landwirtschaft ausgelaugter, erodierter Boden, erwarb. Zunächst lebten sie ohne Strom und Telefon in einem Wohnwagen. Aus einem Meer von Stechginster entstanden schließlich wieder fruchtbare Gärten, Teichsysteme, Gebäude, ein ganz neues Ökosystem!

Seit Gründung der Farm, wurden über 13.000 Bäume, davon 800 Obst- und Nussbäume, gepflanzt. In dieser essbaren Landschaft gibt es zahlreiche Tiere, die zu diesem Zusammenspiel beitragen: Kühe zur Milch-, Joghurt- und Käseproduktion, Schafe für Wolle …lebende Rasenmäher… und Kunekune-Schweine, die helfen, den Boden umzugraben, um neue Pflanzengemeinschaften aufbauen zu können. Buntgemischtes Federvieh, hilft Nährstoffe zu erzeugen und zu verwerten, legt Eier und reguliert die Insekten-Population (Gänse, Enten, Hühner, Perlhühner, Tauben und Pfaue). Das Fleisch der Tiere wird natürlich auch gegessen.
holzDas Wasser für die Farm kommt aus einer eigenen Quelle, wird bergab über das Grundstück geleitet und in zahlreichen Teichen zwischengespeichert, bis es die Farm wieder sauber verlässt. Schwarzwasser gibt es nicht, da die wertvollen Nährstoffe in Kompostklos aufgefangen werden. Mikroorganismen und nicht zuletzt Regenwürmer helfen, den Nährstoffkreislauf wieder zu schließen. Das selbst gebaute Haus ist ein Passivsolarhaus mit Grasdach, Lehmziegelwänden und liebevoll gestalteten Details aus Holz, Glas und bunten Fliesenmosaiken.

Joes Ziel war es, die Einheit des ganzheitlichen Systems und des ganzheitlichen Lebens auf der Rainbow Valley Farm als sein Lebensprinzip weiter zu geben. Die Rainbow Valley Farm bietet Permakultur zum Ansehen und Anfassen. Im Laufe der letzten Jahre nahmen Gruppen aus Japan, China, Thailand, Indonesien, Südafrika und Europa sowie Neuseeland daran teil. Aus Neuseeland selber besuchten Joe zusätzlich auch Kinder und Pädagog/Innen aus Kindergärten und Schulen bis hin zu Student/Innen und Professor/Innen der Universitäten.

haselnussIm Sommer 2007 wurde Joe am Permakultur-Projekt „Weberhäusl“ von Margit Wolfsberger, WUK-Radio, über sein Leben als Permakultur-Pionier interviewt.…anhören

Newsletter 0801

Liebe Permakultur-Freunde,

der nächste Aktiv-Tag des Vereins-Perma-Norikum findet am Samstag dem 16. Februar am Permakultur-Projekt „Weberhäusl“ der Fam. Gruber in Wels, Stadlhof 25 statt. Um 9.00 Uhr werden wir je nach Teilnehmer ein oder mehrere bunte Flaschenfenster als Ausstellungsstücke für das große Fest der Natur im Juni bauen. Vor Ort gibt es 4 verschiedene Flaschenfenster zu sehen. Ab 15 Uhr ist das allgemeine Treffen angesetzt, wir werden uns einen Film zum Thema Gentechnik ansehen. Bücher können aus der Vereinsbibliothek entlehnt werden. Eingeladen zu diesem kostenlosen Aktivtag und Treffen sind alle Interessierten.

Rückblick letztes Treffen am 15. Dezember 2007 bei Fam. Schachner, am Ortnerhof in Eggendorf im Traunkreis. Nach einem Rundgang über das Gelände und einer Besichtigung des alten Vierkanthofes, wurde im Anschluss das geplante Permakultur-Projekt präsentiert. Familie Schachner befasst sich seit ein paar Jahren mit der Permakultur und möchte in nächster Zeit auf ca. 2 ha ein Permakultur-Projekt starten. Neben einer pflanzlichen Vielfalt, möchten sie ihren Bauernhof auch gerne wieder mit Tieren beleben. Ihr Ziel ist es auf ökologischem Weg, im Sinne der Permakultur in Richtung Selbstversorgung zu arbeiten.

Wie ihr vielleicht vernommen habt, wurde Joe Polaischer nach der Rückkehr erfolgreich an der Hüfte operiert, kurz vor Weihnachten erhielten wir dann die Nachricht von seinem Gehirntumor. Dieser Tumor konnte operativ entfernt werden. Er überlegt jetzt, wie er seine jahrzehntelange Erfahrung weitergeben kann. Wir wünschen Ihm natürlich alles gute und hoffen, ihn bald einmal wieder zu sehen.

Weitere Veranstaltungen:

• Segen und Fluch des Geldes: Ausstellung – Impulse – Diskussion
Pfarrsaal Neuhofen an der Krems, Podiumsdiskussion mit Ausstellungseröffnung am Montag 3.3.2008,
19.30 Uhr Ausstellungseröffnung, 20.00 Uhr Podiumsdiskussion,
Diskussion mit Vertretern aus den Bereichen Wirtschaft, Arbeitnehmervertretung, Finanzen, Schuldnerberatung, Kirche, Talente-Tauschkreis und EZA-Fachausschuss. Eintritt frei

• Permakultur-Aktivwoche vom 12. bis 19. Juli 2008
Neben einem eintägigen Einführungskurs in die Permakultur, wird der Schwerpunkt dieser Woche wird beim kreativen Bauen und Renovieren mit Abfall sein. Wir möchten eine weitere Kompost-Toilette errichten. Dabei möchten wir Cordwood-Wände mit Flaschenfenstern machen. Als weiteres Projekt möchten wir Hühnerhaus mit angeschlossenem Glashaus bauen. In Planung sind auch Workshops wie Töpfern ohne Scheibe und Brennen im Erdloch (auch als urzeitliches Töpfern bekannt) und Papierschöpfen, dazu das Gießen von Bleilettern. Es wird Abendvorträge und auch eine Exkursion geben, zum Abschluss wird ein Workshop zum Thema alternativer Währungen stattfinden.

Permakulturelle Grüße

Bernhard Gruber
Schriftführer Perma-Norikum
http://www.perma-norikum.net
Tel. 0650 76 314 28

Mit Bantam Süßmais gegen Anbau von gentechnisch verändertem Mais

bantamObwohl seit längerer Zeit bekannt ist, dass gentechnisch veränderte Pflanzen auf Dauer keine höheren Erträge erwirtschaften können und wir den Hunger der 3. Welt damit nicht lindern, versuchen Lobbyisten und Großkonzerne gentechnisch veränderte Organismen auf breiter Ebenen einzuführen. Es gilt ihren Hunger an Macht und Profit zu stillen. Gentechnisch veränderte Futtermittel sind auch bei uns im Handel und sind mit den lapidaren Hinweisen GMO (gentechnisch manipulierte Organismen) oder GVO (gentechnisch veränderte Organismen) gekennzeichnet. Sie haben sich so über ein Hintertürchen in unsere Nahrungskette eingeschlichen.

Kontrollierte Biobetriebe garantierten bisher gentechnikfrei Lebensmittel, diese Garantie wird in Zukunft aber auch nicht mehr möglich sein, da wie am Beispiel der Pollen einer Maispflanze mehrere hundert Meter bis einige Kilometer vom Wind getragen, dann auf eine weibliche Maisblüte trifft. Anbau gentechnisch veränderter und biologischer Nahrungsmittel nebeneinander funktioniert nicht, gentechnisch veränderte Sorten werden sich in alte Kultursorten einkreuzen und diese verdrängen. Es ist nicht nur die Artenvielfalt bedroht, auch unsere Gesundheit und das fortbestehen des Lebens auf unserem Planeten. Wer übernimmt die Haftung für etwaige Schäden?

Unabhängige französische Forscher kommen in einer Studie zu dem Schluss, dass der gentechnisch veränderte Mais Mon 863 der Firma Monsanto bei Ratten Nieren- und Leberschäden verursacht. Die Forscher haben die Rohdaten von Monsantos Fütterungsversuchen neu ausgewertet, welche Monsanto geheim halten wollte. Erst eine Klage von Green Peace sorgte dafür, dass diese Studie öffentlich zugänglich wurde. Green Peace fordert unter anderem ein weltweites Verbot für diesen Gentech-Mais. (Quelle Florianne Koechlin http://www.blauen-institut.ch)

In Deutschland wird seit 2006 kommerziell gentechnisch veränderter Mais angebaut, diesem tritt eine Plattform aus der Interessensgemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit, welches ein Zusammenschluss aus internationalen Saatgutunternehmen, Erhaltungs- und Züchtungsorganisationen (www.gentechnikfreie-saat.de) ist und einer europäischen Initiative zur Reinhaltung von gentechnikfreiem Saatgut, „Save our Seeds“ (www.saveourseeds.org) entgegen.

Unter anderem wurde gentechnisch unverändertes Saatgut in kleinen Päckchen an alle interessierten Bundesbürger ausgegeben.  Durch eine gesetzliche Verordnung in Deutschland, haben Privatpersonen und Betriebe, die Mais anbauen, Auskunftsrechte über Anbaustandorte von Gentechnik-Mais in ihrer Umgebung. Diese Anbaustandorte können wiederum auf Schadenersatz bei Verunreinigung des eigenen Saatgutes geklagt werden. Es reicht oft eine Drohung um diese Menschen dann doch zum Überlegen und Einlenken zu bringen.

Diesem Saatgutpäckchen liegt noch eine kleine Fibel bei, darin wird über die Ziele der Aktion und wie man das Saatgut aussät und wieder sortenreines Saatgut daraus gewinnt informiert. Denn im Gegensatz zu patentiertem, hybridem Saatgut, kann der Golden Bantam mit gleichem Ertrag weitervermehrt werden. Die Aktion Bantam-Mais bietet den Menschen in Deutschland eine Möglichkeit, sich aktiv für eine gentechnikfreie Nachbarschaft und Region einzusetzen.

Newsletter 0712

Liebe Permakultur-Freunde,

das nächste Treffen des Vereins-Perma-Norikum findet am Samstag dem 15. Dezember 2007 von 14.00 bis 18.00 Uhr bei der Fam. Schachner, am Ortnerhof, Eggendorf 33, in 4622 Eggendorf im Traunkreis statt. Es wird einen Rundgang über das Gelände geben, im Anschluss wird das geplante Permakultur-Projekt präsentiert. Natürlich freut sich die Familie Schachner über weitere Anregungen.
Anmeldung zum Treffen bei Beate Schachner Tel. 0650 4322052

Rückblick Permakultur-Treffen in Gaspoltshofen am 24. November 2007
Ab 14 Uhr trafen sich bei Ingrid und Wolfgang Putzinger, beide Mitglieder im Verein Perma-Norikum, Nachbarn, Interessierte und Vereinsmitglieder zu einem interessanten Nachmittag in gemütlicher Runde. Wolfgang, selbst Teilnehmer am 72h Permakultur-Zertifikatskurs in Wels bei Joe Polaischer, führte uns in den Garten und zeigte uns sein letztes großes Projekt, ein Erdgewächshaus. Er brachte den Interessierten auch noch seine Pläne betreffend Verjüngung des Obstgartens und der Anlage von einem Teich nahe. In der Werkstatt zeigte er uns seinen selbst gebauten Hydraulischen Widder und die ersten Teile eines Sterling-Motors, den er selbst auf seiner Drehbank baut. Bei Kaffee oder Punsch und Kuchen hatte jeder Gelegenheit, sich unterstützt von Ingrid, seinen eigenen Adventkranz zu binden. Während die einen mit ihren Kränzen beschäftigt waren, konnte auch unter der fachmännischen Anleitung von Wolfgang der eine oder andere ein kleines Werkstück drechseln.

• Seminar: Einführung in die Permakultur, 12. Jänner 2008, 8.00 bis 17.00 Uhr am Permakultur-Projekt „Weberhäusl“ der Familie Gruber in Wels, keine Vorkenntnisse notwendig, Anmeldung und weitere Infos unter Tel. 0043 (0) 650 76 314 28

• Workshop: Bauen und renovieren mit Abfall – bunte Flaschenfenster, 16. Februar 2008, 8.00 bis 17.00 Uhr am Permakultur-Projekt „Weberhäusl“ der Familie Gruber in Wels, keine Vorkenntnisse notwendig, Anmeldung und weitere Infos unter Tel. 0043 (0) 650 76 314 28

• Workshop: Einfache Weidenelemente, 15. März 2008, 8.00 bis 17.00 Uhr am Permakultur-Projekt „Weberhäusl“ der Familie Gruber in Wels, keine Vorkenntnisse notwendig, Anmeldung und weitere Infos unter Tel. 0043 (0) 650 76 314 28

• Permakultur-Aktivwoche vom 12. bis 19. Juli 2008
Der Verein Perma-Norikum mit Sitz in Wels / Oberösterreich veranstaltet am Permakultur-Projekt „Weberhäusl“ eine Permakultur-Aktivwoche. Am Gelände des Permakultur-Projekts wurde im Sommer 2007 ein zweiwöchiger 72h Permakultur-Zertifikatskurs mit der in Neuseeland lebenden Permakultur-Korifäe Joe Polaischer durchgeführt. Im kommenden Sommer soll als Ergänzung bzw. als Einstieg in die Permakultur, eine einwöchige Aktivwoche stattfinden. Zielgruppe sind alle die sich mit einem ökologischen Lebensstil beschäftigen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Neben einem eintägigen Einführungskurs in die Permakultur, wird der Schwerpunkt dieser Woche wird beim kreativen Bauen und Renovieren mit Abfall sein. Wir möchten eine weitere Kompost-Toilette errichten. Dabei möchten wir Cordwood-Wände mit Flaschenfenstern machen. Als weiteres Projekt möchten wir Hühnerhaus mit angeschlossenem Glashaus bauen. In Planung sind auch Workshops wie Töpfern ohne Scheibe und Brennen im Erdloch (auch als urzeitliches Töpfern bekannt) und Papierschöpfen, dazu das Gießen von Bleilettern. Es wird Abendvorträge und auch eine Exkursion geben, zum Abschluss wird ein Workshop zum Thema alternativer Währungen stattfinden.

Permakulturelle Grüße

Bernhard Gruber
Schriftführer Perma-Norikum
http://www.perma-norikum.net
Tel. 0650 76 314 28

Mit Permakultur gemeinsam Zukunft gestalten

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