Exkursion Weberhäusl in Wels / OÖ

Fotos durch Jahr 2006 am Permakultur-Projekt Weberhäusl, von Erkia und Hans Hermann Gruber in Wels / OÖ. Schwerpunkt ist die Idee des Waldgartens.
Beide sind Gründungsmitglieder von Perma-Norikum. Hans Hermann Gruber ist der Vereinsvorsitzende.

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Exkursion Rathmosergut St. Ulrich / OÖ

Exkursion zu Veronika und Sepp Hundsberger, Rathmosergut in St. Ulrich bei Steyr. Ihr Permakultur-Projekt zeichnet sich durch die wunderschöne Teichlandschaft aus.
Veronika und Sepp sind beide Gründungsmitglieder von Perma-Norikum.

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Exkursion zu den Fraunbergers in Prambachkirchen / OÖ

Exkursion zu Christine und Heinrich Fraunberger. Ihr Bauernhof war Austragungsort des ersten Permakultur-Kurses in Oberösterreich. Neben ihrem mit Permakultur bewirtschaftetem Bauernhof, beschäftigen sie sich sehr intensiv mit Geomantie.

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Exkursion zu Kalmberg7 in Bad Kreuzen / OÖ

Exkursion zu Roswitha Heger und Martin Gutenbrunner
Gründungsmitglieder von Perma-Norikum. Kleinstlandwirtschaft mit altem Obstbaumbestand, zwei angelegte Naturteiche, Pferdehaltung, einfache Terrassierung mit alten Dachziegeln. Roswitha ist freischaffende Künstlerin.

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Hydraulischer Widder

Nachdem ich letzte Woche von einem Bauern in unserer Gegend erfahren hab, dass vor ein paar Jahrzehnten der Hof, d.h. der Schweinestall, der Kuhstall, der Pferdestall und einige andere Punkte am Hof mit Hilfe eines Hydraulischen Widders mit frischem Quellwasser versorgt wurden, hab ich im WWW ein paar Nachforschungen zu dem Thema gemacht.

Es ist erstaunlich in so manchen Foren darüber zu lesen, wie viele Menschen so eine Pumpe für etwas unvorstellbares bzw. ein Perpetuum Mobile halten! … funktioniert aber nach einem ganz einfachen Prinzip. Der Hydraulische Widder ist eine Wasserpumpe, die unter Ausnützung eines Gefälles einen mehrfach höheren Druck erzeugen kann, das wesentliche ist die Tatsache, dass dies ohne Fremdenergie erfolgt. Der Hydraulische Widder muss unterhalb der Wasserquelle liegen und kann sodann Höhen bis 200 m überwinden! Man kann so Häuser und Teiche auf Hügeln gelegen mit der Quelle im Tal versorgen! Wesentlich ist die Zusammenarbeit zwischen zwei Ventilen!

Am Anfang des Arbeitstaktes ist das Stoßventil geöffnet und Wasser strömt von der Quelle her durch die Treibleitung in den Widder und verlässt ihn durch das Schlagventil. Bei zunehmender Wassergeschwindigkeit wird das Schlagventil „schlagartig“ geschlossen und erzeugt damit eine Druckerhöhung in der Triebleitung, die je nach Auslegung das Fünf- bis Hundertfache des statischen Druckes betragen kann. Dieser nun entstandene Überdruck entweicht durch das Förderventil in den Luftkessel, welcher mit der Förderleitung verbunden ist. Bei Erreichen des Druckausgleiches schließt das Förderventil und das Schlagventil wird geöffnet, und der nächste Arbeitstakt beginnt. Ein Teil des Wassers wird zum Antrieb benützt und muss vom Aufstellungsort des Widders abfließen können. Stellen Sie also den Widder nicht in den Keller! Eine sehr informative und empfehlenswerte Seite ist www.wasserwidder.de

Es gibt auch einige Hersteller im deutschsprachigen Raum:

Samweber Norbert
Hydraulische Widder
Moos 10 1/3
D- 84565 Oberneukirchen
Tel.: (+49) 0 86 30 / 9 85 19 01
Fax:  (+49) 0 86 30 / 9 85 19 02
Mobil:  (+49) 01 71 / 4 95 88 04
info@wama-widder.de
www.hydraulische-widder.de

Fa. Weinmann
Sondermaschinen und Steuerungsbau GmbH
Eichelgasse 8
D-91217 Hersbruck
Tel.: (+49) 09151 – 4232
Fax: (+49) 09151 – 3878
info@weinmann-online.de
www.weinmann-online.de/widder.html

Fa. A. Tobler
Heizung – Sanitär
Weier
CH-9656 Alt St. Johann
Tel.: (+41) 0071 999 14 70
Fax: (+41) 071 999 38 70
toblerhaustechnik@bluewin.ch

schlumpf innovations gmbh
Dorfstr. 10
CH-7324 Vilters
Tel: (+41) 081 723 80 09
Fax: (+41) 081 723 83 64
info@schlumpf.ch
www.hydraulischer-widder.ch

Errichtung eines geflochtenen Spelten-Zauns

Workshop im Rahmen des Permakultur-Zertifikatskurs des Ökozentrums Klosterneustift, am Schüsslerhof im Ahrntal in Südtirol.

Ein Bericht von Bernhard Gruber, Oberösterreich

Permakultur 2005 081Rudl, ein begeisterter Permakulturist aus Südtirol absolvierte selbst den Permakulturdesigner in der Ökowerkstatt von Klosterneustift unter Joe Polaischer im Jahr 2003 und ging auch sogleich ans Werk seinen auf 1200 m gelegenen Hof, den Schüsslerhof, mit Hilfe des Permakulturplanungssystems neu zu organisieren. Er legte eine terassierten Kräuter- und Gemüsegarten an, fasste Quellen für zwei Forellenteiche und baut auf einer beachtlichen Fläche wie in früheren Zeiten wieder Roggen an. Diese Anlage und Kuhgatter begrenzte er mit für die Region typischen Zäunen aus Lärchenholz. Die Teilnehmer des Kurses 2005 hatten Gelegenheit einen Ausflug dorthin zu machen und auch selbst Hand anzulegen.

Zur Begrüßung wurden wir durchs Gelände geführt und Rudl erzählte uns über seinen Hof, die Umstellung auf Permakultur und was er noch alles vorhat. Die Landwirtschaft der Familie Obermair umfasst 5,5 ha Wiese und 16 ha Wald. Der Permakulturgarten mit den Teichen ist ca. 0,5 ha groß. Getreide (Roggen, Weizen und Gerste) wird zu Versuchszwecken und Saatgutvermehrung auf ca. 300 m² angebaut. Ein zusätzliches Standbein der mehrköpfigen Familie sind ihre beiden Ferienwohnungen. Die Gäste sollen in Zukunft mit Kost aus dem Permakulturgarten versorgt werden sollen.

Nach der Einführung ging es dann zum praktischen Teil über, wir sollten unter der Anleitung des Hausherren, seiner Frau Monika und dem älteren Sohn ein Gatter für die Kühe errichten. Rudl zeigte uns, wie er 2 Meter lange, geschälte Lärchenholzstämme mit einem hydraulischen Holzspalter der Länge nach in schmale Latten teilt. Beim Spalten wird das Holz der Faser nach geteilt, wie es auch bei Dachschindeln geschieht, welche auf Grund der Haltbarkeit nicht geschnitten, sondern eben auch gespalten werden. Das Wasser läuft entlang der Faser und rinnt ab, bei geschnittenen Brettern dringt das Wasser in die Poren ein, die Feuchtigkeit bleibt im Holz. Zum Schutz gegen die Nässe im Übergangsbereich zwischen Luft und Boden, werden die unten zugespitzten Zaunlatten auf der doppelten Einschlaglänge von ca. 60 cm angebrannt.

Gut hundert Stück so vorbereiteter Latten transportierten wir zur nahe liegenden Baustelle. Rudl hatte auf einer Länge von 20 Meter Pfähle eingeschlagen und bereits auch zur Querverbindung Stangen eingezapft. Monika entfachte in einem halbierten, alten Ölfass ein Holzfeuer, darin wurden am Vortag geschnittene, fingerdicke Tannenäste so lange geröstet, bis diese schön biegsam waren. In der Zwischenzeit schlugen Rudl und sein Sohn eine Latte 30 Zentimeter in den Boden ein, mit dicken Arbeitshandschuhen an den Händen wurde die erste noch sehr heiße Rute übers Kreuz um Latte und Querstange geschlungen und straff gespannt. Zu diesem Zweck wird auf der anderen Seite des Zaunes ein Helfer, der die Rute dicht ans Holz drückt  und wieder zurück biegt gebraucht.

Nach den ersten in einer Rekordzeit vorgelegten Metern, durften auch wir unser Geschick zeigen. Paarweise und unter Rudls Anleitung errichteten wir mit sehr viel Freude am Werk einige Laufmeter eines sehr stabilen, zweckmäßigen und auch sehr schönen Zaunes. In der gleichen Zeit hätten wir nicht einmal einen herkömmlichen verzinkten Maschenzaun mit einbetonierten Stehern errichten können. Das Holz für den Zaun hatte Rudl aus seinem eigenen Wald.

Neben dem geflochtenen Speltenzaun findet man am Hof der Obermairs noch den Ringzaun, den Ranggen- oder auch Schärenzaun, den Stangenzaun und den Schrankzaun.
Für Interessierte hält Rudl gelegentlich auf Sepp Brunners Hof in Osttirol einen Workshop ab. Infos unter www.permakulturwerkstatt.net/
oder Sepp und Margit Brunner , A – 9951 Ainet, Glanz 21, Osttirol
Tel: 04853/5509  montags, mittwochs  17 -20 Uhr

Obermair Rudolf u.Monika
Schüsslerhof
Michelreiserweg 15
I – 39032 Sand in Taufers
Tel: 0039 / 0474-678772
schuesslerhof@web.de

Mit Permakultur gemeinsam Zukunft gestalten

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