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Tansania-Film

Film über Permakultur Engagement in Tansania

Seit 2009 betreiben Mitglieder des Vereins Perma-Norikum aktiven Austausch mit Kleinbauern in Tansania. Verschiedenste gemeinsame Aktivitäten wurden gesetzt. In Zusammenarbeit mit Christoff Schneider wurde ein Permakultur-Designkurs abgehalten. In den folgenden Jahren wurde das Thema gemeinsam vertieft und Naturheilkundetrainings mit Dr. Feleshi, einem einheimischen Allgemein- aber auch Naturmediziner angeschlossen. Ganz wichtig waren auch immer die Beiträge unseres Freundes, dem Bauern Aloyce Massawe über Bienenhaltung und speziell über Haltung der stachellosen Honigbiene.

Freunde des Vereins Perma-Norikum, professionelle Filmemacher, haben sie die Mühe gemacht, schier endloses Filmmaterial von den Permakultur-Projektreisen zu sichten und einen Kurzfilm daraus zu gestalten, dieser Film kann jetzt angesehen werden.

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Projekt-Team zurück aus Tansania

Gruppenfoto
Gruppenfoto vom Permakultur-Training in Karatu

Projekt-Team zurück aus Tansania

Im Rahmen einer mehrwöchigen Projektreise durch Tansania, hielt der Neuhofner Bernhard Gruber gemeinsam mit seinem Projekt-Team zwei Permakultur-Trainings für Bauern. Begleitet wurde er von Gernot Mühlberger, Wildnistrainer aus St. Marienkirchen am Hausruck und Sohn Julian Gruber, Steinmetz aus Wels.

Seit einigen Jahren bereist Permakultur-Berater Bernhard Gruber, das ostafrikanische Land am indischen Ozean in verschiedenen Projektreisen und tauscht sich mit Kleinbauern vor Ort über zukunftsfähige, naturnahe Landbewirtschaftung aus. Vorrangiges Ziel ist es, den Bauern eine Kreislaufwirtschaft, unabhängig von Agrochemie und Saatgutkonzernen nahezubringen.

Foto Projektreise Tansania 2015, Fotos bei den Hadzabe und Datoga

Dieses Mal war auch Sohn Julian aktiv ins Projektgeschehen eingebunden, so war seine Aufgabe, im Rahmen der zwei Permakultur-Trainings seines Vaters, in der Kiboshoregion am Kilimanjaro und in Karatu, dem Tor zur Serengeti, Kursteilnehmer in der Bearbeitung von Stein zu unterrichten. Grobe Steine wurde in Form gebracht und mit Phasen oder auch Oberflächenstruktur versehen. Zum Abschluss durften die Kursteilnehmer ihre Namen in den Stein meisseln.

Fotos vom Steinmetz-Workshop in Umbwe Onana, Fotos vom Steinmetz-Workshop in Karatu

Wildnistrainer Gernot Mühlberger aus St. Marienkirchen am Hausruck hielt Ledergerb-Workshops mit den Teilnehmern. An beiden Veranstaltungsorten fallen große Mengen an Tierhäuten an, da es sich einerseits um kleinstrukturierte Landwirtschaft in Form von Waldgärten mit Kleintierhaltung handelt und anderer seits um teilweise nomadisierende Hirtenvölker. Anfallenden Häute werden jedoch meist nur an Hunde verfüttert, oder industriell verwertet.

Fotos vom Ledergerb-Workshop in Umbwe Onana, Fotos vom Ledergerb-Workshop in Karatu

Bernhard Gruber kümmerte sich um das mehrtägige theoretische Rahmenprogramm des Permakultur-Trainings mit Themen wie Permakultur im Hausgarten, in der Landwirtschaft und in der Architektur. Gemeinsam legte er mit den Teilnehmer Wasserretensionsgräben an. Erfahrungen aus vorangegangenen Reisen und der Arbeit in der Natur mit Pflanzen, Menschen und Tieren, teilt er in seinem Buch „Die kleine Permakultur-Fibel“

Fotos vom Pilzzucht-Workshop in Umbwe Onana, Fotos vom Permakultur-Training in Karatu

Permakultur-Wintergespräche 1. Teil

Strohballenhaus von Franz Hörmanseder in Geboltskirchen
Strohballenhaus von Franz Hörmanseder in Geboltskirchen

Permakultur-Wintergespräche 1. Teil
4. Jänner 2013, bei Franz Hörmanseder in Piesing / Geboltskirchen

Der Verein Perma-Norikum veranstaltet Anfang 2013 seine dritten Permakultur-Wintergespräche, im Wochentakt treffen wir uns bei verschiedenen Permakultur-Freunden im Großraum Oberösterreich. Zur Teilnahme eingeladen ist grundsätzlich jeder der interessiert ist, sich mit Permakultur-Interessierten auszutauschen.

Franz Hörmanseder selbst auch perma-KULTUR-Schaffender, verschiedene Veranstaltungen fanden bei ihm in der alten Piesing-Mühle stattFranz Hörmanseder selbst auch perma-KULTUR-Schaffender, verschiedene Veranstaltungen fanden bei ihm in der alten Piesing-Mühle statt
Franz Hörmanseder selbst auch perma-KULTUR-Schaffender, verschiedene Veranstaltungen fanden bei ihm in der alten Piesing-Mühle statt

Unser erstes Permakultur-Wintergespräch findet am Freitag den 4. Jänner, ab 14.00 Uhr im neu errichteten Strohballenhaus von Franz Hörmanseder, langjähriges Mitglied von Perma-Norikum, statt. Das architektonisch interessante Gebäude bietet viele Details und Anregungen zum Nachahmen. Strohballenbau ist eine Energie-Extensive Bauweis, bei welcher vorwiegend auf lokale und regionale Baustoffe zurück gegriffen werden kann.

Vergangenes Jahr wurde ein Workshop über afrikanische Naturheilmittel mit Dr. Feleshi von ANAMED Tansania organisiert
Vergangenes Jahr wurde ein Workshop über afrikanische Naturheilmittel mit Dr. Feleshi von ANAMED Tansania organisiert

Franz Hörmanseder, selbst ein langjähriger Permakultur-Praktiker hat sich auch der Idee der Waldgärten verschrieben, er liebt das gesunde Essen und das einfache Wohnen. Franz beschäftigt das Thema Arbeit, er selbst arbeitet mit psychisch kranken Obdachlosen. Frühere mehrjährige Auslandsaufenthalte wie in Papua und Tansania holen ihn immer wieder ein und so unterstützt er nach wie vor Freunde in Tansania.

Wir spannen gerne wieder einen weiten Bogen zum Themenkreis Permakultur, auch „Neueinsteiger“ ins Thema sind willkommen. Teilnahme ist kostenlos, wir freuen uns jedoch wenn jeder etwas für die Allgemeinheit mitbringt. Anmeldung erforderlich.

13.6. und 15.6. Vortrag: Gesund durch Naturheilmittel

EINLADUNG zum Vortrag mit Dr. Peter Feleshi aus Tansania

Dr. Peter Feleshi von ANAMED hielt im Anschluss an das Permakultur-Training 2011 in Umbwe Onana einen Workshop über Naturheilkunde in den Tropen
Dr. Peter Feleshi von ANAMED hielt im Anschluss an das Permakultur-Training 2011 in Umbwe Onana einen Workshop über Naturheilkunde in den Tropen

am 13. Juni 2012 um 20:00 Uhr
GH Wirt in Trosselsdorf, Neumarkt im Mühlkreis
Veranstalter Bio-Austria
Anmeldung: 0676/842214-365
waltraud.mueller@bio-austria.at

am 15. Juni 2012 um 19:00 Uhr (ab 18:00 Uhr Besichtigung Kräutergarten)
Gärtnerei Schützenhofer, Linzerstraße 32, 4532 Rohr im Kremstal
www.schuetzi-garten.at

Gesund durch Naturheilmittel

Peter Feleshi ist Arzt und Heiler, der in westlicher Medizin ausgebildet ist und um das Potential eines aufgeklärten Umgangs mit traditionellen Heilpraktiken weiß. Er ist Vorsitzender von ‚Anamed Tanzania’ und ein Experte auf dem Gebiet der afrikanischen Naturheilmittel. Er berichtet von seiner Arbeit mit ANAMED (Aktion Natürliche Medizin) TANZANIA. Ziel von anamed international ist es, dass Menschen, die unter einfachsten Bedingungen leben, ihre Gesundheit durch den Einsatz ihrer eigenen Fähigkeiten und der vor Ort wachsenden Heilpflanzen erhalten und verbessern können. Lesen Sie mehr über anamed international unter www.anamed.net und www.tanzania-zentrum.at/anamed/. In Malya, 80 km von Mwanza am Lake Victoria, hat Dr. Feleshi eine eigene Klinik, in der er zum Großteil mit Naturheilmitteln aber auch konventioneller Medizin arbeitet.

Artemisia annua anamed ("A-3") Programm: Pharmafirmen verkaufen weltweit Arzneimittel aus einer chinesischen Heilpflanze Artemisia annua. Wildpflanzen dieser Art haben 3 Nachteile: sie wachsen nicht in den Tropen, sind blattarm und haben einen zu geringen Wirkstoffgehalt, um in der Form eines Tees wirken zu können. Das Hybrid "Artemisia annua anamed" ist dagegen gehalt- und blattreich und wächst bis zu 3 m hoch auf Feldern z.B. in Deutschland, Südafrika, Kongo-Zaire, Uganda, Tansania, Kenia, Brasilien.... Sie ist nicht genmanipuliert!
Artemisia annua anamed („A-3“) Programm: „Artemisia annua anamed“ ist gehalt- und blattreich und wächst bis zu 3 m hoch auf Feldern z.B. in Deutschland, Südafrika, Kongo-Zaire, Uganda, Tansania, Kenia, Brasilien, … Sie ist nicht genmanipuliert!

Im Rahmen des Vortrages stellt Dr. Feleshi gängige Heilpflanzen und deren Verwendung vor, zb. Chilli, Aloe ferox, usw. Der Vortrag ist sehr praxisnah und Teilnehmer aus dem Publikum können sich für ihre persönlichen Befindlichkeiten Tipps und Anregungen holen.
Dr. Feleshi ist der Austausch und der Kontakt mit österreichischen Biobetrieben ein großes Anliegen. Es sollen auch Kontakte für die Zukunft geknüpft werden.

Franz Hörmanseder begleitet als Dolmetscher Dr. Feleshi.

Go together well – Anamed und Permakultur treffen in Tansania aufeinander

Go together well – Anamed und Permakultur treffen in Tansania aufeinander
Ein Bericht von Susanne Kathrin Hoff

Am Hof der Familie Massawe fand bereits im Oktober 2010 ein Permakultur-Designkurs statt
Am Hof der Familie Massawe fand bereits im Oktober 2010 ein Permakultur-Designkurs statt

In dem kleinen Bergdorf Umwe Onana nähe Moschi mit Sicht auf den Kilimanjaro hat vor zwei Wochen (29.11.- 03.12.2011) ein Permakultur-Seminar von Perma-Norikum stattgefunden. Direkt im Anschluss daran ging es in ein einwöchiges Anamed (Aktion für natürliche Medizin) Seminar über. Insgesamt waren es gute 20 Teilnehmer, die mit ihrem Arrangement gezeigt haben, dass diese zwei Bereiche nicht nur nebeneinander stehen, sondern ganz hervorragend ineinander greifen und sich ergänzen.

Permakultur-Training für Fortgeschrittene - für Teilnehmer vom letzten Jahr wurde ein praktisches Training abgehalten
Permakultur-Training für Fortgeschrittene - für Teilnehmer vom letzten Jahr wurde ein praktisches Training abgehalten

Sowohl Permakultur als auch Anamed richten den Blick auf die Ressourcen, die bereits vorhanden sind. Es geht darum, diese zunächst einmal zu erkennen und anschließend nachhaltig zu verwenden, angepasst an das jeweilige Klima und die Kultur. Dies soll dazu führen, dass die Menschen sich ihre Lebensgrundlage selbst schaffen können und somit auch finanzieller unabhängiger werden können. Permakultur lehrt den Menschen ein Zuhause aufzubauen, das fast alle Grundbedürfnisse erfüllt. Sie zeigt unzählige Wege auf Wasser-, Wind und Energieressourcen so zu lenken, dass Nutzpflanzen in Fülle gedeihen und das Zuhause in ein natureingebundene Grundstück verwandelt wird.

Dr. Feleshi von ANAMED hielt im Anschluss an das Permakultur-Training einen Workshop über Naturheilkunde in den Tropen
Dr. Feleshi von ANAMED hielt im Anschluss an das Permakultur-Training einen Workshop über Naturheilkunde in den Tropen

Fast alle Grundbedürfnisse deswegen, weil sich die Nutzpflanzen bisher hauptsächlich auf Nahrungs- und Industriepflanzen konzentriert haben. Genau hier befindet die Schnittstelle zu Anamed, deren Ziel es ist, den Menschen in tropischen Ländern ihre vorhandenen Heilpflanzenressourcen aufzuzeigen und ihnen beizubringen diese zu verwenden.
In dem Seminar wurde unter anderem Wissen über Primary Health Care, verschiedene Krankheiten und viele Heilpflanzen gelehrt. Im Anschluss an drei Tage Theorie, wurden die letzten zwei Tage aus den vorgesellten Pflanzen medizinische Produkte hergestellt. Die Palette reichte von Seifen, Salben und Zahnpastapulver bis zu „black stones“ – „Steine“ die aus Knochen hergestellt werden und mit denen sich Gift aus Schlagen-, Insekten- oder Skorpionstichen ziehen lässt. Des Weiteren zog der Anbau und die Verwendung der sehr wirkstoffreichen Pflanze Artemisia annua anamed (A-3) besonders viel Aufmerksamkeit auf sich. Sie ist besonders hilfreich bei Malaria, HIV+/Aids, Magenprobleme aber auch bei Krebs und vielen weiteren Krankheiten. Die Seminarteilnehmer haben am letzten Tag Keimlinge von A-3 bekommen und wollen diese in ihre Farmen integrieren. Aber auch Moringa Olifera oder Mlongelonge wie man in kiswahili sagt, hat bei den Seminarteilnehmern zu Diskussionen geführt. Diese ist ebenfalls eine sehr starke Heil- und vor allem nährstoffreiche Pflanze und wird ebenfalls bei HIV+/Aids und bei Unter- bzw. Mangelernährung und vielem mehr eingesetzt.

Großes Interesse galt Pflanzen wie Artemisia, Neembaum, Baobab und Moringa
Großes Interesse galt Pflanzen wie Artemisia, Neembaum, Baobab und Moringa

Da die Seminarteilnehmer schon alle ein gewisses botanisches Vorwissen mitbrachten und die Motivation groß war dieses Wissen auch auf medizinisch verwendetete Pflanzen auszuweiten, führte das häufig zu tiefergehenden Fragen und Diskussionen. Da nicht alle Anwesenden sehr gut in kiswahili waren, wurden alle wichtigen Inhalte abwechselnd von den Seminarteilnehmern ins Englische übersetzt.

Teilnehmer des Permakultur-Training und ANAMED Workshop in Umbwe Onana, am Fuß des Kilimanjaro in Tansania
Teilnehmer des Permakultur-Training und ANAMED Workshop in Umbwe Onana, am Fuß des Kilimanjaro in Tansania

Das Seminar fand in dem Haus von Aloys J. Massawe statt, dessen Familie versorgte die Teilnehmer mit gesundem, meist aus dem Garten stammendem Essen. Er baut aber nicht nur Nahrungspflanzen an, sondern hat ebenfalls ein großes Wissen über Heilpflanzen. Wobei die Teilnehmer alle zusammen feststellten, dass man das im Grunde nicht exakt trennen kann, denn all unser Gemüse, Obst und so weiter, ist sowohl Essen als auch Medizin. Somit fand das Seminar in einem sehr passenden Ort statt und ein paar Teilnehmer kamen am Tag nach dem Seminar sogar dazu zu beobachten, wie Aloys einen Bienenstock teilte und Honig erntete. Aloys ist ein Spezialist auf diesem Gebiet und da man für die Salbenherstellung, nach dem Rezept von Anamed Wachs benötigt, empfahl Dr. Feleshi, der Leiter des Seminars und Chairman von Anamed Tanzania, sich eigene Bienen zu halten.

Insgesamt lässt sich zusammenfassen, dass in diesen zwei Wochen nicht nur separates Wissen von Permakultur und Anamed vermittelt wurde, sondern dass eine Grundlage für eine Zusammenarbeit zum gegenseitigen Vorteil geschaffen wurde. Das große Interesse und die Begeisterung der Teilnehmer lassen darauf schließen, dass es auch in Zukunft in diesem Bereich eine Zusammenarbeit geben könnte.

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