Permakultur Land Art Festival – Gartenkunst trifft Mutter Natur

Plakat Permakultur Land Art FestivalVon 21. bis 30. August findet zum ersten Mal das Permakultur Land Art Festival auf der Kuenburg in Payerbach statt.

10 Tage lang könnt ihr dabei an vielen spannenden Workshops teilnehmem mehr über Permakultur und Waldgärten erfahren künstlerisch aktiv sein auf kreative Weise etwas für die Umwelt tun spannende Leute und Projekte kennen lernen
und wenn ihr Lust habt auch selbst Workshops halten.

Teilnehmer*innen aller Altersstufen sind herzlich willkommen, egal ob mit oder ohne Vorkenntnissen. Eine Teilnahme ist alle 10 Tage oder auch nur an den Wochenenden möglich. Besucht unsere Homepage: permakulturlandart.blogsport.eu
Anmeldung unter: kuenburg@outlook.com

Das Festival ist prinzipiell kostenlos und funktioniert auf Basis freier Spenden. Ihr könnt vor Ort essen und dafür einen Unkostenbeitrag nach Selbsteinschätzung geben. Siehe: http://permakulturlandart.blogsport.eu/unkostenbeitrag/

Permakultur und Land Art – eine spannende Kombination!

Mit Permakultur können Gärten, Landschaften und bäuerliche Betriebe bewusst nach dem Vorbild der Natur gestaltet  werden. So entstehen produktive Ökosysteme, in denen der Mensch nicht gegen die Natur, sondern mit ihr zusammen arbeitet. Das besondere an diesen Permakultur-Systemen ist, dass sie sich Dank ihrer Vielfältigkeit dauerhaft selbst regulieren und erhalten, und so einen nachhaltigen Beitrag zur menschlichen Ernährung leisten können. Land Art ist Kunst, die eine ganze Landschaft das Kunstwerk mit ein bezieht, oder die Landschaft selbst zum Kunstwerk macht. Beim Festival werden Permakultur und Land-Art Aspekte ganz praktisch zusammen fließen: Land Art kann als eine kreative gestalterische Erweiterung der Permakultur-Planung die Sensibilität für einen Ort, seine Schönheit und seine Eigenständigkeit stärken. Die Permakultur-Gestaltung kann das Schöne mit dem Funktionalen verbinden.

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EU-Saatgutverordnung: Erstanalyse – Vielfalt bleibt gefährdet!

70 Sorten sind bereits im Zulassungsverfahren, darunter so bekannte wie "Green Zebra", "Gelbe Dattelweintomate" und "Roter Augsburger"

70 Sorten sind bereits im Zulassungsverfahren, darunter so bekannte wie „Green Zebra“, „Gelbe Dattelweintomate“ und „Roter Augsburger“

EU-Saatgutverordnung: Erstanalyse – Vielfalt bleibt gefährdet!
Ein Bericht von Victoria Zedlacher im Namen von ARCHE NOAH und GLOBAL 2000

Kurz nach der Veröffentlichung des Vorschlags zur neuen Saatgutverordnung der EU machte sich positive Stimmung in der Politik breit: Der Vorschlag biete ausreichend Möglichkeiten für alte und seltene Sorten und die Vielfalt in der Landwirtschaft sei damit gut berücksichtigt. Wir haben den neuen Vorschlag nochmals unter die Lupe genommen.

Denn, der Knackpunkt bleibt, dass die neue Gesetzgebung nun auch den nicht-kommerziellen Bereich regeln soll. Saatgut darf nur noch unter Auflagen weitergegeben werden. Selbst Privatpersonen müssen Etikettierungsvorschriften einhalten, wenn sie Saatgut gegen Geld weitergeben wollen. Für Landwirte ist es noch strenger geregelt; sie dürfen Saatgut ohne Auflagen nicht einmal herschenken. Eine große Hürde ist die behördliche Registrierung. Unsere Behörden sollen bestimmen, welche Sorten erhältlich sein sollen, und welche nicht. Ohne Registrierung darf Saatgut nur in kleinen Mengen verkauft werden. Besonders für LandwirtInnen und kleine Betriebe wird eine unmögliche Hürde geschaffen. Somit bleiben die alten und seltenen Sorten im Nischenmarkt, die Vielfalt wird abgedrängt und die Agrarkonzerne diktieren mit ihren Einheitsprodukten, was auf unsere Teller kommt.

Deshalb müssen wir weiter daran arbeiten, damit alte und seltene Sorten aus dieser unverhältnismäßigen Regulierung ausgenommen werden.

Im Detail können Sie sich Änderungen, Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge zur EU-Saatgutverordnung auf global2000.at und saatgutpolitik.arche-noah.at ansehen. Wir bleiben dran!


PS: ARCHE NOAH und GLOBAL 2000 veranstalten am 13.6.2013 ab 16 Uhr einen Vielfalts Flashmob im Sigmund Freud Park in Wien;Vor Ort können beim Arche Noah Stand natürlich auch Saatgut und Stecklinge getauscht werden. Schnell, einfach und unbürokratisch.

Buchtip: Das große Biogarten-Buch

Das große Biogarten-BuchAndrea Heistinger, Arche Noah
ISBN 978-3-7066-2516-6

Das große Biogarten-Buch
Andrea Heistinger, Arche Noah
ISBN 978-3-7066-2516-6

Das große Biogarten-Buch – Das komplette Praxiswissen für Bio-Gärtnerinnen und Bio-Gärtner!
Andrea Heistinger, Arche Noah

Die Freude an der Gartenarbeit, das gute Gefühl, biologisch und nachhaltig anzubauen, und nicht zuletzt der unvergleichliche Geschmack der Bio-Lebensmittel aus dem eigenen Hausgarten sind die wertvolle Ernte des großen Biogarten-Buches! Ausführliche Grundlagen und aktuelles Wissen über den Anbau von Gemüse, Obst, Kräutern, Blumen, Pilzen und Getreide machen dieses Buch zum unentbehrlichen Nachschlagewerk für AnfängerInnen, Fortgeschrittene und Profis. Das Anlegen eines Nutzgartens, Aspekte der Selbstversorgung, Kompostierung, Bewässerung, das Gärtnern mit Kindern und vieles mehr werden praxisnah und fundiert beschrieben.

– das Standardwerk für biologisches Gärtnern
– genaue Anleitungen für den Anbau von Gemüse, Obst, Kräutern, Blumen,
Pilzen und Getreide
– der gebündelte Erfahrungsschatz der Arche Noah-VielfaltsgärtnerInnen
– einzigartige Sortenvielfalt: über 400 Sortenporträts in Wort und Bild
– fundiert und leicht verständlich geschrieben, benutzerfreundlich gestaltet
– mit Rezepten und Tipps zur Verarbeitung

Erschienen im Löwenzahn Verlag

Saatgut: Umsetzung der EU-Erhaltungssortenrichtlinie privatisiert freie Sorten

Saatgut:  Umsetzung der EU-Erhaltungssortenrichtlinie privatisiert freie Sorten

Ein Bericht von Florian Walter, Bergbauer in Pöls und Erhalter zahlreicher Sorten

Saatguttauschmärkte könnten bald der Vergangenheit angehören, die Jagd auf exklusive Rechte von attraktiven Erhaltungssorten hat begonnen

Saatguttauschmärkte könnten bald der Vergangenheit angehören, die Jagd auf exklusive Rechte von attraktiven Erhaltungssorten hat begonnen

Kommt die Umsetzung der „Erhaltungssortenrichtlinie“ so wie sie das Österreichische „Lebensministerium“ bereits verordnet hat, droht ein Kahlschlag im Sortenhandbuch der Arche Noah! Auch Saatguttauschmärkte könnten bald der Vergangenheit angehören. Die Jagd auf exklusive Rechte von attraktiven Erhaltungssorten hat schon begonnen! Bereits seit Jänner 2010 können Sorten in einem beschleunigten und vereinfachten Zulassungsverfahren als Erhaltungssorten, bzw. als Amateursorten zur Anmeldung gebracht werden. Das wurde bei einer offiziellen Infoveranstaltung des Ministeriums vorletzte Woche bekannt gegeben, die ich besucht habe. Es sind bereits 70 Sorten im Zulassungsverfahren, darunter so bekannte wie „Green Zebra“, „Gelbe Dattelweintomate“ und „Roter Augsburger“!

Im Juni 2008 hat die EU-Kommission die Richtlinie 2008/62/EG erlassen. Sie regelt die Zulassung von Landsorten und seltenen Sorten, die von genetischer Erosion bedroht sind und bis jetzt noch nicht registriert waren sowie das „Inverkehrbringen“ dieser Sorten. Bei einer Informationsveranstaltung des Lebensministeriums wurden nun die Durchführungsbestimmungen für Österreich vorgestellt. Die anwesenden ErhalterInnen von seltenen und bedrohten Sorten reagierten entsetzt: „Unsere schlimmsten Befürchtungen wurden übertroffen“, so Florian Walter, Bergbauer in Pöls und Erhalter zahlreicher Sorten. „Dies ist das Aus für die so beliebten Pflanzentauschmärkte! Das mühsam aufgebaute Netzwerk von ErhalterInnen in Österreich wird mit diesen Regelungen in Frage gestellt.“

70 Sorten sind bereits im Zulassungsverfahren, darunter so bekannte wie "Green Zebra", "Gelbe Dattelweintomate" und "Roter Augsburger"

70 Sorten sind bereits im Zulassungsverfahren, darunter so bekannte wie "Green Zebra", "Gelbe Dattelweintomate" und "Roter Augsburger"

Bisher waren Erhaltungssorten freie Sorten, die genutzt, vermehrt und weitergegeben werden durften. Nach Inkrafttreten der Umsetzungsbestimmungen können diese Sorten in einem – im Vergleich zum regulären Zulassungsverfahren – vereinfachten und billigeren Verfahren zugelassen werden. Bis jetzt gab es diese Möglichkeit nicht. Sobald jedoch eine Sorte als Erhaltungssorte zugelassen ist, darf sie nur mehr von den jeweiligen Zulassungsinhabern vermehrt und verkauft werden. Die Sorte, die bisher allen frei zu Verfügung stand, wird somit privatisiert.

Genau dieser Punkt löst Empörung auf Seiten der ErhalterInnen aus. „Diese traditionellen und seltenen Sorten werden seit Jahren von zahlreichen Bauern und Bäuerinnen sowie GärtnerInnen vermehrt, betreut und züchterisch verbessert. Nun sollen wir sie nicht mehr verkaufen, ja nicht einmal mehr tauschen dürfen! Für uns ErhalterInnen bedeutet das ein ständiges Leben in Ungewissheit, ob nicht morgen auch die geschätzte und gehütete Lieblingssorte privatisiert ist und nicht mehr weitergegeben werden darf. Wer wird sich dann noch die Mühe machen Sorten zu erhalten und weiter zu entwickeln?“ so Walter entrüstet. Derzeit befinden sich in Österreich fast 70 Gemüsesorten im Zulassungsverfahren, darunter so bekannte und beliebte Sorten wie die Tomaten „Green Zebra“ und „Auriga“ oder der Paprika „Roter Augsburger“. EU-weit sind bereits 100 Sorten zugelassen. Sobald ein EU-Mitgliedsland eine Region als „Ursprungsregion“ einer gewissen Sorte anerkennt, darf diese nur mehr in dieser Region angebaut werden. Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Mitgliedsstaaten sind damit vorprogrammiert. Zusätzlich gelten strenge Mengenbeschränkungen.

„Die EU-Kommission hat vorgegeben, durch die Erhaltungssortenrichtlinie die Bewahrung und Weiterentwicklung von traditionellen und seltenen Sorten erleichtern zu wollen. Das Gegenteil ist der Fall! Die Richtlinie und insbesondere auch ihre Umsetzung in Österreich machen die Arbeit der ErhalterInnen zunichte. Im Internationalen UN-Vertrag über Pflanzengenetische Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft (ITPGR-FA) ist das bäuerliche Recht, Samen aus eigener Ernte zu gewinnen, zu tauschen und zu vermarkten, festgeschrieben. Dieser Vertrag wurde von der EU und allen Mitgliedsstaaten unterzeichnet. Durch die Erhaltungssortenrichtlinie wird dieses Recht verletzt. „Die Umsetzung der Saatgutrichtlinie legalisiert die Biopiraterie: Pflanzensorten, die über Jahrhunderte von unzähligen Generationen von Bäuerinnen und Bauern gezüchtet wurden, sollen nun zum Eigentum einzelner Zulassungsinhaber werden. Seltene Sorten, die zynisch als „Liebhabersorte ohne ökonomischen Nutzen“ bezeichnet werden, sind durch das teure Zulassungsverfahren und die restriktiven Anbaubestimmungen vom Aussterben bedroht.

Die Erhaltungssortenrichtlinie ist ein EU-Gesetz und wird wie folgt in Österreich umgesetzt werden:

In Zukunft ist der Handel und das Tauschen von Saatgut verboten. Reproduktion ist nur noch für privaten gebrau erlaubt.

In Zukunft ist der Handel und das Tauschen von Saatgut verboten. Reproduktion ist nur noch für privaten Gebrauch erlaubt.

Zusätzlich zum regulären Zulassungsverfahren (Kosten € 2943.-) gibt es jetzt die Zulassung als Erhaltungssorte (Kosten € 243.-). EU weit sind derzeit bereits 100 Sorten zugelassen, in Österreich sind fast 70 Gemüsesorten im Zulassungsverfahren. Die Sorte kann als Erhaltungssorte, eine traditionelle Sorte, bei strikter Anbaubeschränkung auf eine Region oder als Liebhabersorte bei Neuzüchtung, Abgabe nur Kleinstpackungen, zugelassen werden, jedoch niemals aber als Beides. Im Zweifel hat der schnellere die Zulassung. Wenn die Ursprungsregion einer Sorte in mehreren Ländern liegt, müssen sich „die betroffenen Länder bemühen in einem bilateralen Prozeß Einvernehmen herzustellen. Arche Noah und die Firma Reinsaat haben bereits einige Sorten aus dem Sortenhandbuch ins Zulassungsverfahren gebracht, so zum Beispiel die bekannten Sorten: Roter Augsburger, Auriga, Gelbe Dattelwein, Black Plum, sowie berühmte Sorte Green Zebra, die der Züchter eigentlich der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt hat. Ist eine Sorte zugelassen, gelten die Regeln für Nachbausaatgut!

In Österreich gibt es laut Ministerium noch keine Nachbaugebühren, aber ein Inverkehrbringen von Saatgut ist verboten. Als „Inverkehrbringen“ gilt der Verkauf, aber auch das „Anbieten von Nachbausaatgut“, das „Vorrätighalten zum Verkauf“ (abgefülltes Samensackerl), sowie „Tausch“, erlaubt ist nur die Verwendung zum eigenen Gebrauch. Einzige Ausnahme ist die Abgabe zu „nachweislich züchterischem Zweck“, oder zu Ausstellungszwecken. Die erlaubte Abgabemenge pro Sorte!!!! (nicht pro Züchter ) liegt hier bei bei Gemüse nur 0,2kg, sowie bei bei Getreide nur 2kg. Zum Vergleich: Die erlaubte Abgabemenge von nicht zugelassenen Getreidesorten liegt bei immerhin max. bei 200kg.

Seltene Sorten, die zynisch als „Liebhabersorte ohne ökonomischen Nutzen“ bezeichnet werden, sind durch das teure Zulassungsverfahren und die restriktiven Anbaubestimmungen vom Aussterben bedroht.

Seltene Sorten, die zynisch als „Liebhabersorte ohne ökonomischen Nutzen“ bezeichnet werden, sind durch das teure Zulassungsverfahren und die restriktiven Anbaubestimmungen vom Aussterben bedroht.

Es gibt die Möglichkeit, daß sich pro Sorte mehrere Erhaltungszüchter eintragen lassen (Kosten 110.-) die erlaubte Anbaumenge wird dann „proportional zugeteilt“. Die EU muß regelmäßig informiert werden, auf keinen Fall dürfen die maximalen Mengenbeschränkungen überschritten werden. Es haben sich bis heute keine Schlupflöcher aufgetan. Selbst wenn sich Arche Noah als weiterer Erhaltungszüchter registrieren ließe (Kosten!!!), dürfte nur Arche Noah das Saatgut anbieten, nicht aber die unzähligen ErhalterInnen aus dem Netzwerk.

Meinem Aufschrei, daß jede registrierte Sorte privatisiert, und für das ErhalterInnenetzwerk verloren sei, wurde vom Podium nicht widersprochen. Für unser Sortenhandbuch heißt das, daß sukzessive die attraktivsten Sorten verschwinden werden. Für uns ErhalterInnen heißt das zusätzlich ein ständiges Leben in Ungewissheit, ob nicht morgen auch die geschätzte und gehütete Lieblingssorte privatisiert ist und nicht mehr weitergegeben werden darf. Wer wird sich dann noch die Mühe machen Sorten zu erhalten und weiterzuentwicken?

Gerne kann dieser Text für ein Protestschreiben an Ministerialrat Zach vom Lebensministerium genutzt werden, in Kopie bitte an uns.

Rückfragen an: Florian Walter, 03579/8037 oder 0664/4165649;

Handbuch Bio-Gemüse – Sortenvielfalt für den eigenen Garten

Andrea Heistinger/Arche Noah
Handbuch Bio-Gemüse
Sortenvielfalt für den eigenen Garten

ISBN: 978-3-7066-2459-6

Handbuch Biogemüse - Sortenvielfalt für den eigenen Garten, von Andrea Heistinger/Arche Noah

Handbuch Biogemüse - Sortenvielfalt für den eigenen Garten, von Andrea Heistinger/Arche Noah

Ob Paradeiser, Paprika oder Gartenbohne: Dieses Buch beschreibt über 100 Kulturarten in ihrer ganzen Sorten-, Farben- und Formenvielfalt. Neben Anbau, Aufzucht und den Sortentypen der einzelnen Gemüsearten werden altbewährte und jüngere Kulturtechniken des biologischen Gärtnerns erklärt, die aus der Erfahrung und Praxis der Arche Noah GärtnerInnen stammen. Außerdem finden Sie alle wichtigen Informationen zu Pflanzengesundheit, Mischkultur und Fruchtfolge, Balkon- und Hausgärten, Ernte, Lagerung und Nutzung.
Spielerisch und profund, lustvoll und leicht nachvollziehbar zeigt dieses Buch GartenanfängerInnen und -profis, wie sich Gemüsevielfalt erfolgreich kultivieren lässt.

Alte Kulturpflanzen

Alte Kulturpflanzen

Von Artischocke bis Kardone, von Luffagurke bis Zwiebel:
· Handbuch für AnfängerInnen und Fortgeschrittene
· einmalig umfassend mit über 500 Sortenporträts
· praktische Tipps von Arche Noah GärtnerInnen
· Wiederentdeckung und Bewahrung der Sorten- und Artenvielfalt von Gemüse
· viele gesunde Rezepte mit Bio-Gemüse aus eigenem Anbau
· hunderte Farbfotos und Zeichnungen

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Verein Arche Noah

Das Arche Noah Gartenjahr

Das Arche Noah Gartenjahr
365 Fragen an meinen Garten

von Andrea Heistinger
ISBN: 978-3-7066-2427-5

  • der individuelle Gartenratgeber
  • Pflege-, Pflanz- und Erntetipps von der Expertin
  • übersichtlich nach Wochen gegliedert
  • wichtige Gedächtnisstützen für die richtige Gartenplanung
  • Platz für eigene Gedanken und Notizen
  • von der Erfolgsautorin des „Handbuch Samengärtnerei“
  • wunderschöne Gartenimpressionen, fotografiert von Markus Zuber
  • mit vielen Fotos aus dem Arche Noah Schaugarten und privaten Hausgärten
  • Lernen Sie mit diesem wunderbaren Jahresbegleiter Ihren Garten von einer neuen Seite kennen! Mit praktischen Fragen für jeden Tag des Jahres schärft Andrea Heistinger unseren Blick für Details, für die Vorgänge der Natur und regt damit an, aktiv zu werden und die Gartenarbeit bewusster zu erleben. Konkrete Antworten aus dem Erfahrungsschatz des Vereins Arche Noah helfen bei der Gartenplanung und erinnern daran, wann welche Aufgaben und Pflegemaßnahmen zu erwarten sind.
    Gleichzeitig wird die eigene Kreativität angespornt und Mut zum Umsetzen neuer Ideen gegeben. Mit genügend Platz, um eigene Gedanken und Erfahrungen zu notieren, entsteht so über die Jahre ein individuelles Gartentagebuch!

    Portofrei aus Österreich, Schweiz, Deutschland und Italien bestellen

    Pilzzucht – Beimpfen von Baumstämmen

    Da mich das Thema Pilzzucht schon länger interessiert und ich schon ein paar Berichte darüber gelesen hab, zum Beispiel zuletzt in Sepp Holzers Permakultur, wo er sehr ausführlich über die Zucht verschiedenster Pilze schreibt, hab ich mir für meinen Ausflug nach Schiltern fest vorgenommen mir eine Dübelbrut zu besorgen. Am ersten Mai war es dann so weit, gemeinsam mit meinem Gesangesbruder und Freund machten wir uns früh morgens auf den Weg zur alljährlichen Pflanzentauschbörse in Schiltern, nahe Langenlois in Niederösterreich. Bei vielen auch als Arche Noah bekannt. Dort waren wir von der Vielfalt der angebotenen Pflanzen überwältigt. Auf die Schwammerl hätt ich beinahe wieder vergessen, wenn ich nicht auf einen Stand mit Pilzbrut gestoßen wäre! Nach genauer Information entschlossen wir uns gemeinsam mit meinem Vater für die Getreidebrut des heimischen Stockschwämmchens.

    Die Hauptbeweggründe für das Stockschwämmchen waren:
    – die einfache Methode für den ersten Versuch
    – bei Schnecken wenig beliebt
    – kommen im Frühjahr und im Herbst
    – pflegeleichter Pilz
    – verwerten die Inhaltsstoffe des Holzes besonders lang
    – heimischer Pilz
    – verschiedenste Arten der Zubereitung möglich, wobei nur die Kappen verwendet werden, jedoch wird das ganze Büschel vom Holzstamm getrennt, um nicht Nahrung für Parasiten zu hinterlassen.

    Nachteil:
    Es kann vorkommen, dass die Stockschwämmchen auch erst nach 2 Jahren kommen.

    Empfohlene Holzsorten: Buche, Hainbuche, Eiche, Birke, Erle und Pappel

    Mein Vater hat sich für metrige Buchenstämme mit einem Durchmesser von 12 bis 15 cm entschieden, dazu verwendet man die Schnittmethode. Man schneidet mit einer Kettensäge den Stamm bis zur Hälfte ein, den nächsten Schnitt macht man gegengleich auf der gegenüberliegenden Seite. Die Schnittstellen werden rundum abgeklebt und nachträglich eine Öffnung zum Befüllen mit der Pilzbrut eingeschnitten. Der Schnitt wird wieder abgeklebt.

    Ich wollte die Methode mit den gebohrten Löchern ausprobieren, so besorgten Hans und ich uns am Freitag den 13. April zwei Rotbuchenstämme mit einem Durchmesser zwischen 28 und 35 cm, die Hans mit der Kettensäge halbierte und 4 Birnbaumstämme um auch gleich noch eine andere Holzsorte zu testen. Vor seinem Biobauernhof bohrten wir die zwischen 35 und 50 cm langen Stücke zweireihig versetzt mit einem 2,5 mm Holzfräser ca. 5 cm an. Zwischendurch wurden wir von einem Bauern aus der Nachbarschaft besucht. Hans hat uns mit seinem mehrfach ausgezeichneten Most versorgt.

    Nach der Pause haben wir beiden dann wieder alleine, die zehn Bohrlöcher je Reihe mit der Pilzbrut befüllt. Mit einem gut haftenden Gewebeband haben wir die Brutlöcher abgeklebt. Ich hab den Anfang des Klebebandes vor einem Loch gut fest gestreift, Hand hat dann den Stamm immer wieder ein Stück weiter gedreht.

    Die Birnbaumstämme haben wir gleich mitgebohrt und dann am Montag mit der Pilzbrut  behandelt, die Löcher haben wir  mit Korkstoppeln wegen der sehr groben Birnbaumborke verschlossen.

    Hinweis: unterschätze nicht das Gewicht der Holzstämme. Einen Buchenholzstamm mit einem Durchmesser von 30 cm und einer Länge von einem Meter kann man alleine fast nicht mehr manövrieren.

    Montag Abends hab ich die Stämme zu Hause an der Gartenmauer eingemietet, dazu hab ich ein wenig Erde ausgehoben, die Stämme im ausgehobenen Loch gestapelt und die Stammenden mit der Grasnarbe abgedeckt. Auf den Haufen hab ich noch einen nassen Fetzen gegeben. Oben auf hab ich noch einige Töpfe mit Pflanzen platziert.

    Hans hat seine beiden Rotbuchenstämme schon am Samstag an einem geschützten Platz stehend eingegraben.

    Mein Vater hat den Versuch unternommen, das Myzel mit Sägemehl zu vermehren, der Erfolg stellte sich schon gut sichtbar nach einigen Tagen ein.

    Das originale Myzel haben wir wie bereits erwähnt in Schiltern gekauft, bei Herrn Herbert Wurth aus Mistlbach 28, A-3922 Groß-Schönau.

    Jetzt warten wir dass das Myzel wächst und gedeiht und dann die Schwammerl kommen.

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