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Das Projekt „Gelebte Nachhaltigkeit“

Das Projekt „Gelebte Nachhaltigkeit“

… sucht Proband-/innen und/oder Diplomand-/innen, die bereits in der Planungs-, sowie in der Durchführungsphase des Projektes mitwirken wollen und für die diversen Praktika, Forschungstätigkeiten, Abschlussarbeiten und Diploma ein breites Spektrum an Themen auf diesen 3 ha Grundstück in der Steiermark (Kulmland) vorfinden werden (Schwerpunkte unten angeführt)
Weitere Info und Details sind zu erfahren unter:
Maga. Sylvia Amsz
Tel.: 0699 15007540,
(erreichbar bis 7. Okt und nach 27. Okt 2010)

Der Verein „Gelebte Nachhaltigkeit“, dessen Tätigkeit ausschließlich gemeinnützig und nicht auf Gewinn ausgerichtet ist, arbeitet in folgenden Bereichen:

3 ha Grundstück im steirischen Kulmland für Permakultur-Projekt "Gelebte Nachhaltigkeit"
3 ha Grundstück im steirischen Kulmland für Permakultur-Projekt "Gelebte Nachhaltigkeit"

a) Planung und Durchführung des Projektes „Jurtenbau “ ( ökologisch und gesundheitlich nachhaltiges Wohnen, Wiederbelebung des Rundbaus, unter Nutzung organischer Materialien und nicht-fossiler Energieträger – wie Holz, Stroh, Lehm, Solarenergie, Biomasse, Pflanzenkläranlagen, etc.)

b) Aufforsten essbarer, selbst versorgender Landschaften und nutzbaren Waldes mittels der Methoden der Permakultur (beruht auf dem Denken in ökologischen Zusammenhängen und Wechselwirkungen, mit dem Ziel, dauerhafte, sich selbst erhaltende Systeme aus Pflanzen, Tieren und Menschen zu entwickeln und dem Aufbau der regionalen Selbstversorgung zu dienen)

Wiederbelebung des Rundbaus, unter Nutzung organischer Materialien
Wiederbelebung des Rundbaus, unter Nutzung organischer Materialien

c) Mitwirkung und Aufbau einer selbst organisierten Nachbar­schaftshilfe in der Region, angebunden an ein etabliertes Barter-Tausch-Netzwerk im deutschsprachigen Raum, unter Miteinbeziehen von zinsfreier und inflationssicherer Finanzierung (z.B. nachhaltiger sozialer oder ökologischer Projekte und Weiterentwicklung, sowie Forschungsarbeit)

d) Mitwirken in der Organisation „wwoof“ („we are welcome on organic farms“ – eine weltweite friedliche Bewegung von Freiwilligen, die auf biologischen Höfen für freie Kost und Logis mithelfen. Wwoof bedeutet den Austausch zwischen – Stadt und Land – Jung und Alt, – verschiedenen Ländern, Sprachen und Kulturen.

Aufforsten essbarer, selbst versorgender Landschaften
Aufforsten essbarer, selbst versorgender Landschaften

e) Abhalten von Feriencamps, Schullandwochen, Kreativ-Workshops für Kinder und Jugendliche, basierend auf den Methoden der Naturerlebnis-Pädagogik und den Ansätzen der Waldschule (gem. dem Vorbild von Prof. Chetinin, Russland – und dem lebenspädagogischen Ansätzen von Mauricio und Rebeca Wild, Ecuador) … mit Vision der Einrichtung einer Waldschule öffentlichen Rechtes.

f) Workshops, Seminare, Kurse, Lehrgänge für Jung und Alt zur Förderung physisch und psychisch nachhaltiger Gesundheit mittels Mitwirken am Projekt, Regenerierungsaufenthalte, Entwicklungsarbeit, etc … oder „Abenteuer-Urlaub“ (zB: aufforsten essbarer Landschaften, aufforsten des Waldes, anlegen von Fisch- und Schwimmteichen, Pilz-Kulturen, Erlebnisspielplatz, outdoor-Küche, Pflanzenkläranlagen, Biomeiler, Solaranlagen, Geometrie-Lehre des Rundbaus, Jurtenbau und Waldschule, Kleintierhaltung, etc)

g) Förderung des gemeinschaftlichen Zusammenlebens, mittels Dialog und anderer Kommunikationsformen, die regelmäßig abgehalten werden und das friedliche Zusammenleben fördern.

h) Aufbau eines „Hofladens“ zur Förderung nachhaltiger, organischer, regionaler Produkte (zB: regionale Wildkräuter, Hausgemachtes als Proviant für den Winter, Rezepte der veganen Genussküche, Heilkräuter, u.a. essbare Raritäten, etc)

i) Führungen, Workshops, Seminare, Kurse zur Förderung nachhaltigen Lebens – ökologischer, sozialer und ökonomischer Natur

j) Lobbying und fund raising für diese Projekte bei den politischen Entscheidungsträgern und der EU

k) Aufbau von geeigneten Strukturen für die Weiterentwicklung des Projektes

Newsletter 2/2010

Liebe Permakultur-Freunde,

Winterzeit ist die ideale Zeit um Pläne für das kommende Jahr zu machen und neue Wege zu ebnen. Bei unseren Nachbarn in Bayern, nahe Straubing haben sich Kursteilnehmer des 72h Permakultur-Kurses am Höllbachhof und Interessierte zusammengefunden und laden am 21. Februar nach Landau an der Isar zum Gründungstreffen von Perma-Bavaricum ein. Fahrgemeinschaften sind von und bis Wels möglich. Weitere Infos unten bei den Terminen.

Der nächste Aktivtag mit Treffen des Vereins Perma-Norikum findet am 6. März, am Wochenendgrundstück von Claudia Schwarz in A-4048 Puchenau, Aignerweg 4 statt. Von 9 bis 15 Uhr werden wir gemeinsam ein Hochbeet und/oder ein Hügelbeet bauen. Im Anschluss kann in Büchern der Vereinsbibliothek geschmökert werden. Saatgut kann getauscht werden. Teilnahme kostenlos, Anmeldung erbeten.

Infos in diesem Newsletter:

1. Erstes Training for Transition in Wels / Oberösterreich
2. Mitgliedschaft im Verein Perma-Norikum
3. 72h Permakultur-Zertifikatskurs am Kilimanjaro Oktober 2010
4. Earth-Bag-Building – Haus bauen wie die Barbapapas
5. Der Biomeiler nach Jean Pain
6. Film: Ein neues wir – Ökodörfer und ökologische Gemeinschaften in Europa
7. Aktuelle Termine

Permakulturelle Grüße

Bernhard Gruber

Schriftführer Perma-Norikum

www.perma-norikum.net

1. Training for Transition / Wels / Permakultur-Projekt Weberhäusl

Es ist nun fix, wir konnten die beiden Transition Trainer Richard Kuhnel aus den USA und Ellen Bermann aus Italien für unser Training for Transition in Wels / Oberösterreich, am 8. und 9. Mai 2010 gewinnen. Bisher waren alle drei deutschsprachigen Trainings ausgebucht. Wer jemanden kennt, der in Österreich, der Schweiz, Süd-Tirol oder im Süddeutschen Raum daran interessiert ist, bitte gleich die Info weiterleiten. Wir begrenzen das Training mit 25 Teilnehmern.

Weltweit sind nach der Idee Rob Hopkins mittlerweile zahlreichen Kommunen und Regionen, Initiativen entstanden die Energiewende herbei zu führen. Das Transition Town Movement versucht mit Übertragung der Permakultur-Gestaltungsprinzipien auf die Stadtplanung, die “Autonomie und Widerstandsfähigkeit” ihres Wohnorts im Hinblick auf die Folgen des Ölfördermaximums zu stärken und ihren Ökologischen-Fußabdruck zu verkleinern.

Termin: 8. und 9. Mai 2010

Ort: Permakultur-Projekt Weberhäusl

Fam. Gruber, Stadlhof 25, A-4600 Wels

Teilnahmegebühr für beide Tage: € 200,- incl. aller Mahlzeiten und Pausensnacks, Übernachtung im mitgebrachten Zelt, Führung durch das Permakultur-Projekt mit Hans Hermann Gruber

Weitere Infos unter: www.perma-norikum.net/training-for-transition/

Es besteht auch vorher noch die Gelegenheit tiefer in das Thema Permakultur einzusteigen, im März findet ein 72h Permakultur-Zertifikatskurs in Hohenbrunn bei München statt. Infos dazu: www.permakultur-jetzt.eu/pdc/hohenbrunn/

2. Mitgliedschaft im Verein Perma-Norikum

Auf Grund der großen Nachfrage über Details zur Mitgliedschaft in unserem Verein Perma-Norikum möchte ich ein paar grundsätzliche Antworten geben:

Jeder ist im Verein Perma-Norikum herzlich willkommen. Wir stehen für die Verbreitung der Ideen der Permakultur. Die Anmeldung als Mitglied ist ganz einfach, eine Beitrittserklärung https://permanorikum.files.wordpress.com/2008/12/beitrittserklaerung.pdf pro Person ausfüllen, Beitrittsbeitrag von € 20,- + Jahresbeitrag von € 5,- mit Partner + € 1,- auf das Vereinskonto von Perma-Norikum: Konto-Nummer: 00-2411.768, BLZ: 49460, IBAN: AT23 49460 00002411768, BIC: SPDAAT21XXX überweisen und Beitrittserklärungen gemeinsam mit Einzahlungsbestätigung per Post an Verein Perma-Norikum, Stadlhof 25, A-4600 Wels senden. Die Vereinsstatuten wurden nach dem österreichischen Vereinsgesetz für gemeinnützige Vereine ausgearbeitet und sind einsehbar unter www.perma-norikum.net/der-verein/statuten/

Gerne stellen wir möglichen regionalen Permakultur-Vereinen unser Logo zur Verfügung, jedoch in Verbindung damit, dass der Vorstand einen 72h Permakultur-Kurs absolviert hat. Unser Ziel ist auch die Unterstützung zur Gründung kleiner regionaler Vereine, wobei unserer Vereinssitz in Wels nicht als Verband gelten soll, sondern nur als vernetzter, gleichberechtigter Partner auftritt. Vernetzte Dezentralisierung und gemeinsame Aktionen.

Bei unseren Aktivtagen sollen Arbeiten geschehen, die einen Bezug zu einem ökologischen Lebensstil haben. Es handelt sich dabei um keine fundierten Workshops, es geht vielmehr um ein gemeinschaftliches Miteinander, jeder kann vom anderen etwas lernen, jeder kann einen Beitrag bringen. Die Aktivtage und Treffen stehen allen Interessierten offen und sind kostenlos, aber nicht umsonst. Es gibt keine Aufwandsentgelte. Veranstaltungsort ist nur bei Mitgliedern des Vereins Perma-Norikum, welche im Gegenzug Werkzeug, Materialien und Verpflegung beistellen.

Ein weiteres Ziel sind kostenpflichtige Veranstaltungen wie der 72h Permakultur-Kurs oder aktuell das Training for Transition, alle vom Verein Perma-Norikum ausgeschriebenen Veranstaltungen. Diese Veranstaltungen können auch außerhalb des Vereinssitzes in Wels stattfinden und sollen einen konkreten Bezug zur Permakultur bilden. Beispielsweise Vortrag von Kaspanaze Simma 2008 in der Piesingmühle in Geboltskirchen oder Workshop mit Frithjof Bergmann in St. Ulrich bei Steyr.

Vereinsmitglieder können Bücher kostenlos aus der Vereinsbibliothek entlehnen, wobei eine Auswahl an aktuellen Büchern zu den Treffen mitgebracht wird. Bücher in unserer Vereinsbibliothek: www.perma-norikum.net/der-verein/vereinsbibliothek/

3. 72h Permakultur-Zertifikatskurs am Kilimanjaro Oktober 2010

In einer Kooperation von Perma-Norikum und Herrn Aloice Masawe aus Umbwe Onana veranstalten wir einen 72h Permakultur-Zertifikatskurs im Kibosho Distrikt am Kilimanjaro. Geplant ist der Kurs für Oktober 2010, er wird zwei Wochen dauern, in englischer Sprache gehalten und ins Kiswaheli übersetzt werden. Teilnehmen kann grundsätzlich jeder, es wird jedoch ein Auswahlverfahren geben, da die Teilnehmerzahl auf 10 Personen aus den Industrienationen beschränkt ist.
Weitere Infos unter: www.permakultur-jetzt.eu/pdc/kilimanjaro/

4. Earth-Bag-Building – Häuser bauen wie die Barbapapas

Gerne erinnern wir uns an die wunderbaren Geschichten der Barbapapas in unserer Kindheit zurück. Diese wunderbaren Wesen, welche aus einem Samenkorn in der Erde schlüpfen, sich in verschiedenste Gestalten wandeln können und wunderbare einfach runde Bauwerke schaffen. Eine ebenso phantastische Technik macht es möglich, uns dem runden wieder zuzuwenden, Häuser bauen mit Sandsäcken.

Vielleicht sind uns Sandsäcke aus Hochwassergebieten gut bekannt, wir sind jedoch froh wenn wir diese nicht brauchen um Katastrophen abzuwehren. Mit Sandsäcken verbinden wir hauptsächlich Bilder von Flutkatastrophen, Kriegsschauplätzen, oder auch Getreidesäcke bei Hilfslieferungen in Hungerregionen. Der Sandsack steht aber nicht nur als Symbol für Krieg und Elend, durch Earth-Bag-Building erhält er eine neu Dimension. Sandsack als Baustoff der Zukunft für kostengünstige und sichere Behausungen. Weiter lesen unter http://www.perma-norikum.net/2009/11/03/earth-bag-building/

5. Kombination zum Humusaufbau und zur Energiegewinnung – der Biomeiler nach Jean Pain

Viele Technologien zur Erzeugung von Wärme oder Strom bezeichnen sich als nachhaltig, regenerativ oder Co 2-neutral. Oft werden bei den Berechnungen viele Dinge nicht berücksichtigt, z.B. die Energie die reingesteckt werden muss, um das Kraftwerk zu bauen, für die Kunstdüngerproduktion bei Biokraftstoffen oder Lachgas-Produktion beim Rapsanbau. Getreu dem Motto „ich traue nur der Statistik, die ich

selbst gefälscht habe“ ist den Aussagen der Befürworter oft nicht zu trauen. Ein anderer Aspekt ist der, dass die Humusschicht der Erde immer weniger wird bei gleichzeitig steigender Weltbevölkerung. Die Verbrennung von Biomasse zu Heizzwecken oder beim Roden ist dabei eine Ursache. Dabei könnte verrottendes gehäckseltes Astwerk, evtl. auch verrottende gehäckselte Bäume sowohl der Erzeugung von Humus, als auch zur Energiegewinnung dienen. Eindrucksvoll hat dies der Franzose Jean Pain schon vor über 30 Jahren in Südfrankreich bewiesen. Wir haben versucht mit mittlerweile 3 Biomeilern, die im letzten Jahr gebaut wurden, diese Möglichkeit des 1981 verstorbenen Jean Pain wieder aufzugreifen. Bericht von Jochen Koller weiterlesen: www.perma-norikum.net/2009/11/03/biomeiler/

6. Film: Ein neues wir – Ökodörfer und ökologische Gemeinschaften in Europa

Der österreichische Dokumentarfilmer Stefan Wolf reiste ein Jahr lang mit seinem Team quer durch Europa, um eine Vielzahl an langjährig bestehenden Gemeinschaften zu interviewen und zu filmen. Er erstellte ein zweistündiges Porträt über Ökodörfer und ökologische Gemeinschaften in Europa. Präsentiert werden die Gemeinschaften aus Deutschland Sieben Linden, Schloss Tonndorf, aus Ungarn Krishna Valley, Damanhur in Italien, Schloss Glarisegg in der Schweiz, La Borie Noble in Frankreich, Valle de Sensaciones, Matavenero und Finca Tierra in Spanien und Tamera in Portugal.

Dieser Film führt durch die faszinierende Welt der Gemeinschaften, welche in der Öffentlichkeit im Moment noch kaum wahrgenommen wird. Themen wie die Gemeinschaften organisiert sind, wie Entscheidungen getroffen werden, wie sie sich finanzieren, sich Ernähren, mit Energie versorgen und weitere werden behandelt.

Weitere Infos unter: http://www.neueswir.info

5. Aktuelle Termine

Die Homegarden – Permakultur am Kilimanjaro

9. Februar 2010 | 19.30 Uhr | beim Wirt in Trosselsdorf

Trosselsdorf 9 | A-4212 Neumarkt im Mühlkreis

Ein grundsätzliches Bestreben der Natur ist die Rückkehr zum Wald. Ein gut organisierter Wald kann uns alles Bieten was wir zum Leben brauchen: frisches sauberes Wasser, Nahrung, Medizin, Futter für Tiere, Baustoffe und Energie. So auch die Homegarden der Chagga am Kilimanjaro in Tansania, welche seit einigen Jahrzehnten ihrer Existenz bedroht sind und immer mehr verdrängt werden.

Der Permakultur-Designer Bernhard Gruber besuchte mit dem Tansania-Experten Franz Hörmanseder in einer Studienreise einige dieser Waldgartensysteme am Kilimanjaro. Ihre gemeinsame Reise führte sie auch zu zwei Permakultur-Projekten an den Viktoria See.

In seinem Vortrag stellt Bernhard Gruber mit ansprechenden Bildern die Homegarden des Chagga Volkes vor und berichtet von den Permakultur-Projekten am Viktoria See. Er berichtet auch, wie man mit einfachen Ideen der Permakultur bestmögliche Resultate erzielt und geht gerne auf Ihre Fragen ein.

19./20.2. Workshop: Permakultur-Planungs-Workshop

Lebensraumgestaltung nach den Prinzipien der Permakultur

Der Permakultur-Designer Bernhard Gruber gibt Ihnen einen Einblick in die Planung in der Permakultur, die Gestaltungsprinzipien und die Ethik der Permakultur anhand zahlreicher Beispiele und konkret am neugestalteten Biotop am Kloster Neustift. Gemeinsam soll im Workshop für dieses ein Design erarbeitet werden.

Zielgruppe Gärtner, Landwirte, Naturpädagogen, alle Permakultur- Interessierten und jene, die sich schon mit Permakultur beschäftigen und ihre Kenntnisse in der Planung noch vertiefen möchten

Referent Bernhard Gruber, Neuhofen an der Krems, Permakultur-Designer

Termin Fr. 19.02.10, 14.00 Uhr – Sa. 20.02.10, 16.30 Uhr mit Abendeinheit am Freitag

Gebühr 90,- EUR

Info und Anmeldung: Bildungshaus Kloster Neustift, Stiftstr. 1, I-39040 Vahrn

Tel.: 0472/ 835588 oder bildungshaus@kloster-neustift.it

21.2.2010 Gründungstreffen Perma-Bavaricum

Herzliche Einladung zum Gründungstreffen von Perma-Bavaricum am 21. Februar von 10.00 bis 17.00 Uhr, Pizzeria Gattopardo, Straubinger Str. 27, D-94405 Landau/Isar. Nach dem Vorbild von Perma-Norikum soll jetzt auch in Bayern ein regionaler Permakultur-Verein gestartet werden. Die Veranstalter Georg Huber und Hannelore Zech freuen sich natürlich auch über Teilnehmer anderer Permakultur-Vereine aus dem In- und Ausland.

Anmeldung bei: Georg Huber: post@gruenewerte.de oder Hannelore Zech: ahazech@t-online.de

  1. 2 Vortrag: Permakultur für Stadt und Land

Weg in eine dauerhafte, ökologische und soziale Zukunft

24. Februar 2010 / 19:30 Uhr / Gasthof Mayr / A-4400 St.Ulrich bei Steyr

Veranstalter: Verein Nest / Eintritt € 7,-

Permakultur ist nicht nur ein Planungssystem das sich auf den Garten oder die Landwirtschaft beschränkt, dahinter steckt ein komplexes, lebendiges System, für viele auch ein Lebensstil. Ohne permanente Kultur kann keine Gesellschaft überleben. Der Permakultur-Berater Bernhard Gruber gibt Ihnen einen Einblick in die Ethik und Geschichte der Permakultur. Anhand von einfachen Beispielen und zahlreichen Bildern wird er erläutern, was jeder einzelne beitragen kann.

3.3. Vortrag: Permakultur für Stadt und Land

Weg in eine dauerhafte, ökologische und soziale Zukunft

3. März 2010 / Galerie Café Nöfa / Schubertstraße 9 / A-4600 Wels

Veranstalter: Verein Nest / Eintritt € 7,-

Permakultur ist nicht nur ein Planungssystem das sich auf den Garten oder die Landwirtschaft beschränkt, dahinter steckt ein komplexes, lebendiges System, für viele auch ein Lebensstil. Ohne permanente Kultur kann keine Gesellschaft überleben. Der Permakultur-Berater Bernhard Gruber gibt Ihnen einen Einblick in die Ethik und Geschichte der Permakultur. Anhand von einfachen Beispielen und zahlreichen Bildern wird er erläutern, was jeder einzelne beitragen kann.

6. 3 Aktivtag mit Treffen Perma-Norikum Puchenau bei Linz


Am Wochenendgrundstück von Claudia Schwarz in A-4048 Puchenau, Aignerweg 4 findet das nächste Treffen des Vereins Perma-Norikum statt. Von 9 bis 15 Uhr werden wir gemeinsam ein Hochbeet und/oder ein Hügelbeet bauen. Im Anschluss kann in Büchern der Vereinsbibliothek geschmökert werden. Saatgut kann getauscht werden. Teilnahme kostenlos, Anmeldung erbeten.

25.3. Vortrag: Transition Town Movement – Permakultur-Gestaltungsprinzipien für die Stadtplanung

25. März 2010, 19.30 Uhr | Lebensraum Kunst Hohenbrunn | D-85662 Hohenbrunn, Dorfstraße 4 | Vortrag mit Elisabeth Schmuck | Beitrag € 7,-

Weltweit sind nach der Idee Rob Hopkins mittlerweile zahlreichen Kommunen und Regionen, Initiativen entstanden die Energiewende herbei zu führen. Das Transition Town Movement versucht mit Übertragung der Permakultur-Gestaltungsprinzipien auf die Stadtplanung, die “Autonomie und Widerstandsfähigkeit” ihres Wohnorts im Hinblick auf die Folgen des Ölfördermaximums zu stärken und ihren Ökologischen-Fußabdruck zu verkleinern. Elisabeth Schmuck besuchte das erste Training for Transiton in Bielefeld und wird uns von den Möglichkeiten, den Zielen und aktuellen Erungenschaften der Bewegung berichten.

10.4. Treffen: Erstes Permakultur Symposium

10. April 2010 / Reberhaus Bolligen / Kirchstrasse 9 / CH-3065 Bolligen

Anmeldungen sind am laufen, für offenen Infoaustausch zu Gunsten aller Organisationen, welche sich mit sinnvollen Beiträgen im Nachmittagsprogramm einbringen möchten und ihr Projekt oder Ideen verwirklichen möchten!

Infos und Anmeldung unter: http://www.permakultur-forum.net

16.4 Workshop: „Geld“

Von der Nachbarschaftshilfe zur Komplementärwährung

Gerade in dieser Zeit können wir die Auswüchse des Geldes sehr gut miterleben. Obwohl sich Geld auch als unverderbliches Tauschmittel etabliert hat, steht die Frage an, wie wir gerechte Alternativen zu diesem System schaffen können. Der Permakultur-Designer Bernhard Gruber, seit Beginn am Aufbau des Talente-Tauschkreises „Der Krems-Taler“ beteiligt, erzählt aus der Praxis des Talente-Tauschens. Primär ist der Krems-Taler ein Tauschkreis zur Wiederbelebung der Nachbarschaftshilfe, er kann jedoch auch als eine gewisse Komplementärwährung zum Euro angesehen werden. Also eine Währung, die auch in Krisenzeiten bestand hat.

Referent Bernhard Gruber, Neuhofen an der Krems, Permakultur-Designer

Termin Fr. 16.04.10, 9.00 – 12.00 Uhr

Gebühr 15,- EUR

Info und Anmeldung: Bildungshaus Kloster Neustift, Stiftstr. 1, I-39040 Vahrn

Tel.: 0472/ 835588 oder bildungshaus@kloster-neustift.it

16./17.4 Workshop: Bau eines Insektenhotels

Im Workshop werden verschiedene Wildbienenarten und mögliche Behausungen vorgestellt. Gemeinsam wird die Problematik der Lebensraumzerstörung der Wildbienen diskutiert. Es entstehen in Gemeinschaftsarbeit Wildbienenhotels, welche die Teilnehmer mit nach Hause nehmen können. Auch ein freistehendes großes Insektenhotel soll gemeinsam errichtet werden.

Zielgruppe Familien, Permakulturisten und alle Interessierten

Referent Bernhard Gruber, Neuhofen an der Krems, Permakultur-Designer

Termin Fr. 16.04.10, 14.00 – 18.00 Uhr und Sa. 17.04.10, 9.00 – 17.00 Uhr

Gebühr 58,- EUR für Erwachsene bzw.65,- EUR für Erwachsene mit Kind (inkl. Materialspesen)

Info und Anmeldung: Bildungshaus Kloster Neustift, Stiftstr. 1, I-39040 Vahrn

Tel.: 0472/ 835588 oder bildungshaus@kloster-neustift.it

24./25.04. Seminar: Training for Transition in Bielefeld / D

Das Training for Transiton findet im Haus Einschlingen in Bielefeld statt.

Veranstaltungsort: Bildungsstätte Einschlingen, Schlingenstraße 65, 33649 Bielefeld-Quelle 24. April 2010, Samstag 9 -18 Uhr und Sonntags 9 – 17 Uhr

Infos und Anmeldung unter: http://www.training-for-transition.de/

8.5. Seminar: Erde & Feuer

Seminar über das ursprüngliche Töpfern und Feuermachen

Kannst Du Dir vorstellen, wie aus einem Stückchen Erde eine fertige Keramik entsteht? In diesen zwei Tagen wollen wir gemeinsam den Weg dorthin entdecken und lernen den Rohstoff Lehm (er)kennen, wie er in der Natur vorkommt. Wir werden sehen, wie er gewonnen wird, formen Objekte aus Lehm, die dann später am offenen Feuer gebrannt werden und erproben die ursprüngliche Kunst des Feuerbohrens. Wir werden staunen, was schon mit einfachen Materialien und ohne große Hilfsmittel aus Erde und Feuer hergestellt werden kann.

Zielgruppe Familien, Kinder ab 6 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen (Eltern, Großeltern, Paten,…) sowie alle Interessierten

Referent Hannes Egger

Termin Sa. 08.05.10, 9.00 – 18.00 Uhr

Gebühr 45,- EUR für Erwachsene mit Kind (inkl. Materialspesen)

Info und Anmeldung: Bildungshaus Kloster Neustift, Stiftstr. 1, I-39040 Vahrn

Tel.: 0472/ 835588 oder bildungshaus@kloster-neustift.it

14./15.5 Workshop: Mit heimischen Wild- und Kulturpflanzen Wolle und Seide färben

Die Haut des Menschen ist unser größtes Sinnesorgan und Schutz für unseren Körper. Kleidung aus tierischen Naturfasern, also Seide und besonders Schafwolle, sind unserer Haut ähnlich. Auch die organischen pflanzlichen Farben wirken sich positiv auf unseren Körper aus. Da uns im Frühjahr die Natur eine reichhaltige Auswahl an Färbepflanzen bietet, sollen wir diese Zeit nutzen! Zum Färben in kleinen Mengen sind dann nur noch einige im Haushalt vorhandene Werkzeuge notwendig und natürlich Spaß am Experimentieren.

Zielgruppe Jugendliche und Erwachsene, die Spaß haben, mit Naturmaterialien zu arbeiten

Referentin Heike Stertz, Staatl. Anerk. Erzieherin, Permakultur- Fachkraft

Termin Fr. 14.05.10 und Sa. 15.05.10, jeweils 9.00 – 18.00 Uhr

Gebühr 125,- EUR zzgl. Materialspesen ab 10,- EUR

Info und Anmeldung: Bildungshaus Kloster Neustift, Stiftstr. 1, I-39040 Vahrn
Tel.: 0472/ 835588 oder bildungshaus@kloster-neustift.it


Impressum/Offenlegung gem. § 24f Mediengesetz (BGBl. Nr. 49/2005):

Medieninhaber und Herausgeber ist der Verein Perma-Norikum (www.perma-norikum.net) mit Sitz in A-4600 Wels, Stadlhof 25

Redaktion: Schriftführer Perma-Norikum Bernhard Gruber (www.permakultur.biz)

Dieses Medium dient zur Information und gegenseitigen Unterstützung im Sinne der Permakultur

Kombination zum Humusaufbau und zur Energiegewinnung – der Biomeiler nach Jean Pain

Kombination zum Humusaufbau und zur Energiegewinnung – der Biomeiler nach Jean Pain

Biomeiler im Allgäu (Quelle: Jochen Koller)

Viele Technologien zur Erzeugung von Wärme oder Strom bezeichnen sich als nachhaltig, regenerativ oder Co 2-neutral. Oft werden bei den Berechnungen viele Dinge nicht berücksichtigt, z.B. die Energie die reingesteckt werden muss, um das Kraftwerk zu bauen, für die Kunstdüngerproduktion bei Biokraftstoffen oder Lachgas-Produktion beim Rapsanbau. Getreu dem Motto „ich traue nur der Statistik, die ich
selbst gefälscht habe“ ist den Aussagen der Befürworter oft nicht zu trauen. Ein anderer Aspekt ist der, dass die Humusschicht der Erde immer weniger wird bei gleichzeitig steigender Weltbevölkerung. Die Verbrennung von Biomasse zu Heizzwecken oder beim Roden ist dabei eine Ursache. Dabei könnte verrottendes gehäckseltes Astwerk, evtl. auch verrottende gehäckselte Bäume sowohl der Erzeugung von Humus, als auch zur Energiegewinnung dienen. Eindrucksvoll hat dies der Franzose Jean Pain schon vor über 30 Jahren in Südfrankreich bewiesen. Wir haben versucht mit mittlerweile 3 Biomeilern, die im letzten Jahr gebaut wurden, diese Möglichkeit des 1981 verstorbenen Jean Pain wieder aufzugreifen.

Motivation und Ziele einen Biomeiler zu errichten

Meine Motivation zum Bau war zum einen, Helge zu unterstützen, zum anderen die Idee des 1981 verstorbenen Jean Pain weiterzutragen.
Das geniale am Biomeiler ist für mich die Einfachheit der Durchführung, die dezentralen kleinen Möglichkeiten der Energierzeugung und vor allem der Erhalt und Aufbau von Kompost/Humus anstatt Verbrennung mit Staubproduktion und Ascheproduktion wie bei Hackschnitzeln, Pellets oder Scheitzholzverbrennung. Faszinierend finde ich auch daran, dass dabei Materialien benutzt werden können, die sonst eher nicht genutzt oder für überflüssig gehalten werden. Für mich gibt es keine überflüssigen oder nicht sinnvoll zu nutzende Materialien, sondern lediglich fehlendes Wissen oder Ideen. Der Biomeiler ist für mich eine Grundidee, die jeder Mensch variieren kann, je nachdem was er will, kann und als Material zur Verfügung hat. Für mich war der Workshop auch eine Möglichkeit, als technisch nicht sehr verständiger Mensch ( der aber über viele Infos über die hier verwendete Technik und konkrete Erfahrungen beim Meilerbau bei Herbert Siegel verfügt), ein technisch-praktisches Projekt außerhalb meiner bisherigen Fähigkeiten durchzuführen. Dies war durch die Zusammenarbeit mit einem praktisch und technisch verständigen Menschen wie Helge Reiter möglich , der außerdem noch technische Hilfsmittel organisieren konnte.

Der Biomeiler soll ein Gewächshaus, das in den nächsten Wochen von Helge aufgestellt wird, beheizen und dadurch die Energiekosten niedrig halten. Was sollte da genau geschehen? Ende der 70 er des letzen Jahrhunderts entwickelte der Forstwart Jean Pain in Südfrankreich das Konzept des sogenannten Biomeiler. Er nutzte dazu die Biomasse von Astwerk, speziell auch den unteren Ästen der Wälder und herumliegende Äste, um dadurch die Gefahr von Waldbränden zu verringern. Die angefallene Biomasse verhäckselte er sehr fein und nutzte sie zur Erzeugung von Warmwasser, Biogas und Aufbau von Gärten (ein Film und Infos dazu gibt es unter http://www.biomeiler.at )
Biomeiler bei Herbert Siegel aus dem September 2008 in der Aufbauphase. Dieser Meiler aus gehäckselten Ästen hat ca. 35 m3 bei geringer Grundfläche und produziert seit 13 Monaten Warmwasser für Heiz- oder andere Zwecke. Ermöglicht wird dies durch 1-Zoll PE-Schläuche, die im Meiler spiralig verlegt wurden und von außen zeitweilig mit kaltem Wasser gefüllt werden, das nach einiger Zeit durch die Wärme im Inneren des Meilers (Verrottungswärme wie bei Komposthaufen) erwärmt wird und dann in den Heizkreislauf oder zu anderer Nutzung eingespeist wird.

Ressourcen

a. Menschliche:
Da ich selbst schon beim Bau des ersten Biomeiler bei Herbert Siegel in Missen im Allgäu aktiv dabei war (s. Bild oben) und die Idee des Biomeiler nach Jean Pain an andere Menschen weitergebe, bat mich Helge, dazu einen Workshop anlässlich der Öko-Erlebnistage durchzuführen. Die Öko-Erlebnistage werden von den Bio-Anbauverbänden jedes Jahr organisiert. Teilnehmen können alle Bio-Betriebe, die von ihnen angebotenen Aktivitäten werden veröffentlicht, im Internet gibt es eine Programmübersicht, in manchen Jahren gab es auch ein gedrucktes Programmheft. Gedacht war von Helge und mir, dass durch die Ausschreibung über die Öko-Erlebnistage und durch den Hinweis in mehreren Verteilern Interessierte und Helfer dazu stoßen könnten, die dadurch den Bau unterstützen und gleichzeitig Erfahrungen und Wissen bekommen. Die Ressourcen wie Material und Hilfsmittel wurden von Helge zur Verfügung gestellt, für das Know-How der Durchführung hatte ich in Zusammenarbeit mit Helge zu sorgen.

b. Materielle Ressourcen
Als Ressourcen standen die Fläche, Materialien wie Wasserschläuche und Zubehör, ein Bagger, eine Schubraupe, Mistgabeln, Schaufeln, Werkzeuge und vor allem diverse Bio-Materialien. Diese waren beim Biomeiler von Helge vor allem der Schnitt von Feuchtwiesen , der früher als Einstreu in den Ställen genutzt wurde und heute durch die Laufställe mit Spaltenböden nicht mehr benötigt wird. Außerdem hatte Helge mit Mitarbeitern Astwerk gehäckselt und es kam unreifer Kompost zum Einsatz.

Grenzen:
Begrenzt war der Bau in erster Linie durch die Menge an Material bzw. Kapital. Ursprünglich waren es über 120 Kubik Streu und einige Kubik Häckselgut, es stellte sich aber heraus, dass dies durch das Verdichten beim Erstellen doch nicht die gedachten 80 Kubik ergab, sondern ca. 58 Kubikmeter. Der Biomeiler ist aber immer noch der vermutlich größte bisher in Bayern gebaute , da der in Missen gebaute ca. 35
Kubik und der bei Lucia Hiemer ca. 10 Kubikmeter hatte. Die Form ist durch das fehlende Material verändert, positive oder negative Auswirkungen werden wir sehen. Räumliche Grenzen gab es keine. Der Bau fand auf der Fläche der Gärtnerei von Helge Reiter statt, neben einem Platz, auf dem ein Gewächshaus aufgebaut wird, dass dann die Wärmeenergie über eine Umwandlung des Warmwassers in eine Belüftung nutzt. Durch einen von der Fahrbahn abgekommenen LKW wurden Helge Reiter mehrere Gewächshäuser zerstört und sind die finanziellen Möglichkeiten z.B. für den Zukauf von Hackschnitzel nicht vorhanden, aber auch von der Idee her nicht gewünscht.
Die Materialien kosteten Helge nur die Spritkosten (Euro 100,- für die Bringung der Streu), ein wenig Diesel für den Traktor mit Häcksler und 20 l Diesel für Bagger und Schubraupe, sowie ca. 100,- für 130 m 1 -Zoll Wasserschlauch + Kupplungen, sowie KG-Rohre zum Schutz der Schläuche im Boden. Für Bagger und Schubraupe musste Helge wenig geben, da sie von Freunden sind (eher Tauschgeschäft)

Planung /Entwurf eines Biomeilers
Der Bau wurde vor fast einem Jahr von Helge beschlossen. Es fanden Gespräche zwischen Helge Reiter, Herbert Siegel, Erwin Zachl, Lucia Hiemer und mir statt. Bei Herbert Siegel war der erste Meiler im Allgäu gebaut worden, Erwin Zachl hatte die Idee des Meilers bei einem von mir organisierten Permakultur-Zertifikatskurs ins Allgäu gebracht und den Workshop bei Herbert Siegel durchgeführt , Lucia Hiemer
hatte den zweiten Biomeiler im Allgäu im Oktober letzten Jahres nach Besichtigung von Herberts Meiler gebaut . Das besondere an Lucias Biomeiler war, dass sie zu einem Großteil altes Gras + Holzspäne, sowie Grünabfälle verwendet hatte, um erfolgreich ihr Gewächshaus zu beheizen. Die Idee Helges Gewächshaus zu beheizen war zwar schon vorher vorhanden, wurde dadurch aber genährt. Die Verwendung anderer Materialien als gehäckseltem Astwerk erweiterte durch Lucia Hiemers erfolgreichen Versuch mit altem Gras unsere Möglichkeiten.
Die Erfahrung, dass der Biomeiler bei Herbert Siegel nach einem Jahr immer noch Wärme produziert und mein Wissen vom Bau, an dem ich selbst beteiligt war, prädestinierten mich dafür den Bau als Workshopleiter zu begleiten. Die Planung vom Ort, der Anwendung und der Organisation der Ressourcen wurden von Helge nach Absprache organisiert. Der Termin wurde gemeinsam festgelegt und auf die Öko-
Erlebnistage gelegt, um möglichst viele Menschen zu erreichen.

Bau eines Biomeilers
Der Bau sollte sich als ziemlich einfach erweisen, da die Ressourcen im Bereich der Maschinen sehr gut waren. Dadurch war gewährleistet, dass auch bei geringer Teilnehmerzahl die Erstellung funktionieren würde. Die Teilnehmerzahl war im Vorfeld nicht einzuschätzen , da auf konkrete Anmeldungen verzichtet wurde, was möglicherweise ein Fehler war. Helge hatte im Vorfeld Bagger und Schubraupe, Schläuche und Werkzeug, sowie fertiges Biomasse-Material besorgt, was eine Garantie für eine zeitlich passende Durchführung war. Dementsprechend funktionierte der Bau auch mit nur 3 Personen (Helge, Heribert und ich), sowie in der Küche zur Versorgung Angelika und ihre Tochter Martina. Die Verpflegung trug wesentlich zur guten Stimmung beim Bau bei. Der Bau selbst dauerte lediglich 13 Stunden, verteilt auf 2 Tage
Es ist sicher immer Geschmacksache, ob Bagger, Häcksler + Traktor und Schubraupe zum Einsatz kommen. Sind diese Geräte vorhanden oder günstig zu besorgen, halte ich den Einsatz für sinnvoll. Wenn nicht vorhanden, benötigt es mehr (wo)manpower.

Zum Vergleich:
Bagger + Schubraupe haben ca. 20 l Diesel für ihre ganze Arbeit beim Bau verbraucht. Ich selbst kam mit dem VW-Bus an zwei Tagen angereist und habe für die Hin- und Rückfahrten 40 l Diesel verbraucht. Hinzu kamen noch meine verbrauchten und wieder zugeführten Energien in Form von Essen und Trinken (Arbeitsumsatz durch körperliche Aktivität, vermutlich eher gering)

Erhaltung/Entwicklung
Helge muss noch die Pumpe anschließen und das Gewächshaus aufbauen, dann kann das Gewächshaus erwärmt werden.
Für den Erhalt, die Entwicklung und Nutzung ist Helge zuständig. Helge wird den Meiler vermutlich auch u.a. mit Zucchini und Kürbissen bepflanzen, so dass keine Anbaufläche verloren geht, im Gegenteil eine beträchtliche Vertikale Fläche hinzukommt, die sowohl Nährstoffe, als auch Wärme bietet.

Schlußbemerkung:
Die Schritte Planung/Entwurf und Erstellung wurden erfolgreich vollzogen, die Inbetriebnahme als Wärmespender, die weitere Nutzung als Anbaufläche und nach dem Zerfall als Humus müssen von Helge und seiner Mitarbeiterin Angelika durchgeführt werden. Da ich mit beiden Kontakt halte und auch Erwin Zachl und Herbert Siegel als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, sehe ich die Nutzung und Zukunft des Meilers rosig. Durch die spezielle, z.T. auch zufällige Form (großer Durchmesser, geringe Höhe) erhöht sich die nutzbare Anbaufläche, da sowohl die horizontale Fläche, als auch die vertikale Fläche bepflanzt werden kann und gleichzeitig auch gut mit Nährstoffen versorgt ist und es wird auch noch Energie und Humus produziert. Im Gegensatz zu den schon genannten Heizsystemen wie die diversen Holzheizungen (die als ausschließliches Heizsystem mit dem geeigneten Material sicher effizienter sind, aber Biomasse nur einseitig nutzen und vernichten) erfüllt dieses Element wie in der Permakultur gefordert, mehrere Funktionen (Heizung, Anbaufläche, Dünger, Boden, Sichtschutz, Lebensraum…)

Anschrift d. Verfassers und Details vom Bau:
Jochen Koller, Hofenerstr. 5, 87527 Sonthofen/Allgäu
koller-wiggensbach@t-online.de