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Pionier_innen für biologischen Gemüsebau in Niederösterreich gesucht

Lebensgut Gruppenfoto
Lebensgut Gruppenfoto

Generationenübergreifendes Leben, solidarische Landwirtschaft, soziales Angebot und mehr. Vereinsamte ältere Menschen, Kinder, die ohne Naturbezug aufwachsen, zerfallende Gemeinschaftsstrukturen, Wertemangel, Umweltzerstörung. Ein Alltag, den wir nicht tatenlos akzeptieren, sondern aktiv mitgestalten wollen – heute und für kommende Generationen.

Das Lebensgut in eingebettet in eine Hügellandschaft
Das Lebensgut in eingebettet in eine Hügellandschaft

7 Projekte unter einem Dach
Nach 3 Jahren Vorarbeit befindet sich unser Sozialprojekt nun mitten in der Umsetzung: Die Verknüpfung der Generationen, Gesundheit und Green Care lassen auf einem 16 ha großen Gut in Rohrbach an der Gölsen (NÖ, Mostviertel) einen Innovationsort entstehen, der nicht nur Wohn- und Arbeitsplätze in einer Abwanderungsregion kreiert, sondern auch Fragen unserer Zeit – wie ressourcenschonende Lebensweise, Inklusion, Ernährungskultur und Regionalität – eine zukunftsweisende Antwort bietet. Das LebensGut Miteinander verbindet Jung und Alt: Kinderbetreuung und Schule schaffen bis zu 50 moderne Lernplätze, Tagesbetreuung für ältere Menschen und seniorengerechte Wohneinheiten ermöglichen ein generationenübergreifendes Miteinander auf Basis unserer Werte*.

Das Hauptgebäude des Edelhof
Das Hauptgebäude des Edelhof

3 Arztpraxen sowie das Seminar- und Veranstaltungszentrum sollen durch gesundheitsfördernde Angebote Anklang bei allen Altersgruppen finden. Im Sinne von Green Care werden mit dem hofeigenen Gemüseanbau nicht nur die BewohnerInnen und Haushalte in der Region versorgt, sondern alle Projektbereiche miteinander vernetzt.

Wir suchen
Menschen mit Erfahrung im biologischen Gemüsebau – gerne auch mit Know-How zur Permakultur. Menschen, die in einem Team von 2–3 Personen die Gemüsebau- Landwirtschaft am LebensGut Miteinander mit aufbauen wollen und können!

Gesucht werden Menschen mit Erfahrung im biologischen Gemüsebau
Gesucht werden Menschen mit Erfahrung im biologischen Gemüsebau

Ziel ist es, ganzjährig Gemüse für alle Angebote des Lebens- Gutes und für Menschen in der Region zu erzeugen – in Form einer solidarischer Landwirtschaft. Wünschenswert ist außerdem die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit unseren sozialen Angeboten für Kinder und ältere Menschen. Wohnen am LebensGut im gemeinsamen Wohnprojekt ist erwünscht.


Wenn Sie sich von unserer Ausschreibung angesprochen fühlen, freuen wir uns sehr über eine Mail an tom.vogel@lebensgutmiteinander.com


Eine ausführliche Projektinformation finden Sie auf
www.lebensgutmiteinander.com


* Unsere Werte: Sicherheit, Gesundheit, Ökologie und Nachhaltigkeit, liebevolle Haltung, Freude, Verantwortung

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Neu: Solidarische Landwirtschaft – Nähe Vöcklabruck

Unbenannt   Die Landwirtschaft – nicht das einzelne Lebensmittel – wird finanziert

   In der solidarischen Landwirtschaft tragen mehrere Privat-Haushalte die Kosten eines   landwirtschaftlichen Betriebs, wofür sie im Gegenzug dessen Ernteertrag erhalten. Durch den persönlichen Bezug zueinander erfahren sowohl die Erzeuger*innen als auch die Konsument*innen die vielfältigen Vorteile einer nicht-industriellen, marktunabhängigen Landwirtschaft.


Stefanie Reisenberger und ihr Partner Markus Hohenecker betreiben seit Mai in Manning (etwas außerhalb von Vöcklabruck) so eine „Solidarische Landwirtschaft“.

2012 wurde der frühere Milchbetrieb in der Manninger Ortschaft Scharedt auf bio umgestellt. Der Fokus liegt auf dem Gemüseanbau, den Stefanie Reisenberger (27) gemeinsam mit ihrem Partner Markus Hohenecker betreibt. „Ökologisch und regional ist für uns eine Lebenseinstellung“, sagt Steffi, die an der Universität für Bodenkultur Wien ökologische Landwirtschaft studiert hat.

Mit der „Solidarischen Landwirtschaft“, kurz „Solawi“, bietet das Paar eine ganz besondere Form der Vermarktung an.

„Die gesamte Gemüseernte eines Jahres wird unter maximal 30 Partnern aufgeteilt –

Jeder bekommt seinen wöchentlichen Anteil

 

Der Ernteanteil kann direkt ab Hof abgeholt werden oder hier im Otelo Vöcklabruck - jeden Freitag zwischen 10:00 und 13:00 Uhr
Der Ernteanteil kann direkt ab Hof abgeholt werden oder, wie hier im Bild, im Otelo Vöcklabruck – jeden Freitag zwischen 10:00 und 13:00 Uhr
Die Kunden werden regelmäßig mit frischem Bio-Gemüse in besonders großer Vielfalt versorgt und unterstützen damit eine kleinbäuerlich strukturierte Landwirtschaft in der Region.
Die „Solawi“ ist erst vor wenigen Wochen angelaufen. „Wir haben noch Kapazitäten bei den Ernteteilnehmern frei.“ Ein zweites Standbein ist Schaffleisch – derzeit haben wir rund 70 Mutterschafe“, erzählt Steffi
steffi-3jpg Das Projekt „Solawi“ von Stefanie Reisenberger und Markus Hohenecker wurde für den Regionalitätspreis nominiert.

Weitere Infos und Kontakt:     

Stefanie Reisenberger und Markus Hohenecker

Tel.: 0650/5160536  oder Email: s.reisenberger@gmx.net     Scharedt 3   –  4903 Manning

Biosiegel

Jakobus Langerhorst, Urgestein des Biolandbaus verstorben

Jakobus Langerhorst, 7. April 1945 - 7. Oktober 2013
Jakobus Langerhorst, 7. April 1945 – 7. Oktober 2013

Jakobus Langerhorst, Urgestein des österreichischen Biolandbaus verstorben

Am 7. Oktober 2013 ist unser Freund, Jakobus Langerhorst nach kurzer Krankheit verstorben. Erst jetzt hat mich diese Nachricht erreicht und ich möchte Ihm, im Einverständnis mit seiner Frau Margarethe Langerhorst ein paar Zeilen widmen. Mein erster Kontakt mit Margarethe und Jakobus war im Jahr 2006, als ich einen Permakultur-Designkurs mit Joe Polaischer für den Sommer 2007 organisierte. Bis dahin hatte ich ja schon einiges gehört und auch gelesen von den Langerhorsts, doch wollte ich zuvor auch unser Exkursionsziel besuchen. Mein erster Eindruck im kleinen Paradies in Gugerling war, irgendwie von Zeit und Raum losgelöst zu sein. Ein ruhiger, sehr friedvoller Ort, der den Einklang der Menschen, die hier leben, mit der Natur widerspiegelte.

Eine der Mischkultur-Flächen am Betrieb der Familie Langerhorst
Eine der Mischkultur-Flächen am Betrieb der Familie Langerhorst

Die Details für unseren Besuch mit Joe waren schnell geklärt und dann freute ich mich über einen Rundgang mit Jakobus durch den Gemüsegarten. Wir besuchten den Ort, wo eine seiner größten Leidenschaften lag, der Kompostplatz. Von hier ging es weiter, zu den klein strukturierten Mischkulturflächen. Der Grundlage ihrer bio-veganen Ernährung, zu der sie sich aus ethischen Überlegungen entschlossen hatten. Von diesen Flächen versorgen sie auch noch weitere Familien, mit saisonalem und biologischen Gemüse. Als er mir so voller Ruhe und Ausgeglichenheit seine Arbeitstechniken zeigte, erinnerte er mich irgendwie an die Geschichte, Der Mann der Bäume pflanzte, einer Kurzgeschichte des französischen Autors Jean Giono.

Sein Vermächtnis an uns: Mischkultur und Naturgemässe Bodenpflege von Jakobus Langerhorst ISBN-9783900453022
Sein Vermächtnis an uns:
Mischkultur und Naturgemässe Bodenpflege
von Jakobus Langerhorst ISBN-9783900453022

Jakobus ist am 7. April 1945 geboren, in den Niederlanden absolvierte er 1966 seine Ausbildung zum Bio-Gärtner. Im Anschluss erarbeitete er sich in Deuschland praktisches Wissen, bis er dann gemeinsam 1973 mit seiner Frau Margarethe, ihren Mischkultur-Betrieb im oberösterreichischen Stroheim begründete. Die fünf Kinder, die ihnen geschenkt wurden, belebten den kleinen Hof. Schon früh entstand bei ihnen die Idee mit der Biokiste, doch wollten sie nie mehr machen, als sie selbst bewerkstelligen konnten. Seit vielen Jahren ist das Zuhause der Langerhorsts auch Lernort für Interessierte aus aller Welt. Die Einen kommen für einen Nachmittag, die Anderen bleiben ein paar Monate, leben und lernen mit den Langerhorsts.

Ich kam nach meinem ersten Besuch wieder und brachte jedes mal interessierte Menschen mit, mit denen ich die Begeisterung teilte. Jakobus Langerhorst war ein Vorreiter des Biolandbaus und ein Mensch der nach der Ethik der Permakultur lebte: Sorge für die Erde – sorge für die Menschen – teile gerecht und schränke dich ein!

Es freut mich, dass ich dem Menschen Jakobus Langerhorst begegnen durfte

Bernhard Gruber


Der Biolandbau-Betrieb in Mischkultur geführt, wird weiterhin für BesucherInnen und PraktikantInnen offen stehen
Margarete Langerhorst
Gugerling 5
A-4730 Waizenkirchen
Tel.: 0676 4604127