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NATURHOF PRAMTAL sucht Nachfolger

Plakat Naturhof PramtalEinladung zum Offenen Visionstreffen
am 30. November 2013,
9:00 – 19:00 Uhr
am Naturhof Pramtal

Wir, Aleks, Bibi mit Samuel und Barbara, möchten weiterziehen und wollen deshalb einen Prozess einleiten, mit dem Ziel, den Hof in den kommenden ein bis zwei Jahren an neue Menschen zu übergeben.

Wir laden alle, die sich von diesem Platz gerufen fühlen, zum offenen Visionstreffen am 30. November 2013, von 9:00 – 19:00 ein, zu kommen.

 

Eine alte Obstbaum-Allee säumt die Zufahrt zum Naturhof Pramtal
Eine alte Obstbaum-Allee säumt die Zufahrt zum Naturhof Pramtal

Ort: Naturhof Pramtal, Reischenbach 8, 4755 Zell an der Pram.

Alle sind eingeladen, bis zum 30. November viel Zeit mit uns auf dem Hof zu verbringen, um hineinzuspüren und Informationen zu sammeln. Für 2014 sind wieder zwei große Veranstaltungen geplant,  Permakultur-Kurs und CircleWay-Sommercamp, die wir bereits gemeinsam mit den neuen BewohnerInnen organisieren möchten.

Der Innenhof am Naturhof Pramtal
Der Innenhof am Naturhof Pramtal

Bitte schickt uns als Gruppe oder interessierte Einzelperson eure Ideen und Visionen für den Platz möglichst bald per email an info@nahopra.at zu. Wir möchten von euch wissen, warum ihr euch  für ein  gemeinschaftliches Leben auf dem Naturhof Pramtal interessiert? Was möchtest du / möchtet ihr hier verwirklichen?

Am 30. November wird es zwischen 9:00 und 19:00 Uhr viel Raum und Zeit geben um alle Menschen kennenzulernen die sich für den Platz interessieren. Es wird Zeit geben die Visionen zu teilen, Zeit für Begegnung und Austausch.

Der alte Obstbaumbestand bietet im Sommer schattige Plätze zum Verweilen
Der alte Obstbaumbestand bietet im Sommer schattige Plätze zum Verweilen

Danach können sich die verschiedenen Gruppen selbst organisiert weiter treffen und mit uns gemeinsam den weiteren Prozess gestalten.

Anmeldung erbeten an Aleks 0680-2377949
Bei der Anmeldung bitte auch bekannt geben wieviele Leute kommen wollen, wieviele Kinder und Erwachsene? Braucht jemand eine Übernachtungsmöglichkeit, Abholung von der Bahn? Wann genau?
Wir werden für Moderation, für Unterkunft und Essen sorgen und wünschen uns als Versorgungsbeitrag inkl. Übernachtung im eigenen Schlafsack, € 25,- pro erw. Person.

Mit viel Vorfreude auf den kommenden Übergabe-Prozess,

Aleks, Bibi, Barbara
www.nahopra.at

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Globaler Appell gegen „Monsantosierung“ von Lebensmitteln

Globaler Appell gegen „Monsantosierung“ von Lebensmitteln
UN General Versammlung diskutiert Patente auf Saatgut und das Recht auf Nahrung

Weizen
(Foto: Jürgen Reitböck)

München, 21. 10. 2009 – Heute startet die Koalition „Keine Patente auf Saatgut“ einen neuen globalen Appell gegen die Ausweitung der Patentierung auf Pflanzen und Tiere. Insbesondere Landwirte geraten zunehmend in die Abhängigkeit internationaler Konzerne, die die Patente auf Saatgut und Nutztiere besitzen. Zu den Erstunterzeichnern des Aufrufes gegen die so genannte „Monsantosierung“ gehören große Bauernverbände in Europa, Asien und Südamerika. Heute stellt auch der UN-Sonderbeauftragte für das Recht auf Ernährung, Olivier de Schutter, seinen Bericht vor der UN Generalversammlung in New York vor. Die UN warnen davor, dass Patente auf Saatgut weltweite Hungerkrisen verstärken könnten.

Die Patentansprüche erreichen eine neue Dimension: Neben Saatgut und Nutztieren werden mittlerweile auch Lebensmittel wie Milch, Butter und Brot zum Patent angemeldet. Folglich drohen multinationale Konzerne wie Monsanto, Dupont und Syngenta, die gesamte Kette der Lebensmittelerzeugung zu kontrollieren. Die Koalition „Keine Patente auf Saatgut“ fordert deshalb neue Regeln, die Patente auf Saatgut und Nutztiere verhindern.

Brot
Foto: wrw

„Wir brauchen eine radikale Änderung in der Praxis der Patentämter, um Patente auf Pflanzen und Tiere zu stoppen,“ sagt François Meienberg von der Erklärung von Bern (CH). „Konzerne dürfen das Patentrecht nicht dazu missbrauchen, um sich Rechte an Saatgut, Pflanzen, Tiere und Lebensmittel anzueignen. Wenn diese Patentierung so weiter geht, werden sie zu einer Gefahr für die Welternährung.“

Die internationale Koalition „Keine Patente auf Saatgut“ wurde 2007 gegründet. Sie setzt sich zusammen aus Landwirten, Entwicklungshilfe- und Umweltorganisationen. Ihr gehören die Organisationen Erklärung von Bern, Swissaid, Kein Patent auf Leben!, Misereor, Greenpeace und der norwegische Development Fond an (Unterstützt wird der Aufruf gegen die Monsantisierung von Bauernorganisationen wie beispielsweise Coldiretti aus Italien, COAG aus Spanien, dem Bundesverband Deutscher Milchviehhalter aus Deutschland, der Vereinigung Federación Agraria aus Argentinien und Bharat Krishak Samaj (BKS) aus Indien.
„Die großen Konzerne versuchen Saatgut, Handel und sogar die Produktion von Lebensmitteln zu kontrollieren;“ sagt Luis Contigiani von der Federación Agraria aus Argentinien. „Wir sehen, wie Monsanto versucht, Gebühren auf die Produktion von Soja zu kassieren, indem auf der Basis von Patenten versucht wird, Embargos für europäische Importeure zu verhängen, die mit argentinischer Soja arbeiten. Dies ist ein Beispiel für die Konsequenzen der Patentierung genetischer Ressourcen.“

Auch UN Sonderberichterstatter Olivier de Schutter kritisiert in seinem Hintergrundbericht (A/64/170), dass Patente auf Saatgut die Nahrungsmittelkrisen verstärken können. “Die Oligopole einiger Anbietern können dazu führen, dass armen Landwirte der Zugang zu Saatgut, einem für sie lebenswichtigen Produktionsmittel, verwehrt wird. Und sie kann dazu führen, dass die Lebensmittelpreise steigen, wodurch die Lebensmittel für die Ärmsten noch weniger verfügbar werden.“ [nicht offizielle Übersetzung]

Foto: Birgit Winter
Foto: Birgit Winter

Das Bündnis „Keine Patente auf Saatgut“ begrüßt den UN Report. „Wir werden weiterhin gegen Patente auf Saatgut und Nutztiere kämpfen, sagt der Generalsekretär Miguel López Sierra von von COAG, einem der größten Europäischen Bauernverbände. „Diese Patente sind Diebstahl an den Landwirten und den traditionellen Züchtern. Die Bedenken der UN und die Proteste der Landwirte dürfen nicht länger ignoriert werden.“

(Quelle: No patents on seeds http://www.no-patents-on-seeds.org)