Schlagwort-Archive: Hecke

24.9. Heckenfest: Biobaumschule Junger / Dorf an der Pram

Hecken werden auch als die Straßen der Tiere bezeichnet. Sie strukturieren die Kulturlandschaft und schaffen ein ideals Mikroklima
Hecken werden auch als die Straßen der Tiere bezeichnet. Sie strukturieren die Kulturlandschaft und schaffen ein ideals Mikroklima

Was Biobauern aushecken!

Biohof- und Heckenfest in der Biobaumschule Augendobl

Am 24. September 2016 von 13:00 bis 18:00 Uhr

Hecken sind Lebensräume von zauberhafter Vielfalt. Sie gliedern die Landschaft, schützen vor Wind und vor Erosion. Igel, Zaunkönig und viele andere Tierarten finden hier Nahrung und Unterschlupf. Uns Menschen liefern sie vitaminreiche Früchte, die zu Marmeladen, Schnäpsen und anderen Spezialitäten verarbeitet werden können. Und als Spielplatz ist die Hecke mit ihren Büschen und Bäumen ein Erlebnis für Groß und Klein.

Ernst Junger präsentiert seine paradiesischen Früchte aus biologischer Landwirtschaft
Ernst Junger präsentiert seine paradiesischen Früchte aus biologischer Landwirtschaft

Bei unseren Heckenführungen mit erfahrenen Natur- und Landschaftsführern lernen Sie den Lebensraum Hecke und seine Bewohner näher kennen. Es gibt Köstlichkeiten von den Früchten der Hecke zum Kosten und Kaufen und wer will, kann heimische Wildsträucher für daheim mitnehmen.

Für Kinder gibt es eine Bastel(h)ecke, wo Wildfrüchte zu Halsketten aufgefädelt werden oder lustige Hagebuttengesichter entstehen. Auch ein Nützlingshotel für zuhause kann unter fachkundlicher Anleitung gebaut werden.

Die Erlebnis – Biobaumschule

Der Obstgarten trägt zum Betriebseinkommen bei und stellt gleichzeitig ein wertvolles Biotop dar. Ernst Junger, erfahrener Baumschulgärtner in Dorf/Pram, zeigt uns die richtige Pflege der Streuobstwiese.
Der Obstgarten trägt zum Betriebseinkommen bei und stellt gleichzeitig ein wertvolles Biotop dar. Ernst Junger, erfahrener Baumschulgärtner in Dorf/Pram, zeigt uns die richtige Pflege der Streuobstwiese.

Die Biobaumschule von Ernst Junger ist ein heißer Tipp, wenn man alte Obstsorten sucht oder sonst eine spezielle, seltene oder originelle Pflanze. Oder wenn man sich Anregungen zur Pflege und Verwertung holen will. Die Erhaltung von regionalen Sorten ist ein großes Anliegen und Hofsorten werden von Ernst Junger direkt auf Wunsch veredelt. Einfach Edelreiser mitbringen und mit dem Wunschbaum nach Hause gehen. Der Gärtnermeister ist in Permakultur – Kreisen wohl bekannt und auf der gesamten Anlage findet man die Elemente und Grundsätze der Permakultur.

Weiterführende Infos zur Hecke und welche Pflanzen sie dazu verwenden können finden Sie in „Die kleine Permakultur-Fibel“

Das Heckenfest ist die Startveranstaltung für die heurige Herbstpflanzaktion von BIO AUSTRIA OÖ. Es können wieder Obstbäume und heimische Wildgehölze im Rahmen der Sammelbestellung bezogen werden. Jungübernehmer begrüßen wir mit einem Hofbaum.

Nähere Informationen bei:
Waltraud Müller
Tel. 0676/842214-365
waltraud.mueller@bio-austria.at

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Guerilla-gardening mit Jumbogras

Guerilla-gardening mit „Jumbogras“

Guerilla-gardening als „alternative Stadtbegrünung“ ist ja keine ganz neue Idee. Saatbomben, Sonnenblumen oder pflegeleichte Gemüsepflanzen auf nicht genutzten Allgemeinflächen, so kennt man diesen Trend. Der oberösterreichische Gärtnermeister Reinhard Sperr möchte nun diese Palette um die Facette „Jumbogras“ erweitern.

"Jumbograshecke bald auch in deiner Stadt?"
„Jumbograshecke bald auch in deiner Stadt?“

„Eine Zeit lang geh ich mit der Idee schon schwanger, aber irgendwie hab ich noch nicht die passenden Leut gefunden, die das mit mir umsetzen wollen“, so Sperr. Seine Idee: Er stellt jweils kleinere Kontingente von der schnellwüchsigen Energiepflanze Miscanthus kostenlos zur Verfügung (er verkauft diese Pflanzen auf www.energiepflanzen.com  für Landwirte und www.jumbograshecke.com für Privatkunden) und wünscht sich im Gegenzug dann und wann Fotos oder kleine Filme von den Pflanzaktionen und vom Aufwuchs in den verschiedenen Städten Europas.

 "Schritt in Richtung Erneuerbare Energie"
„Schritt in Richtung Erneuerbare Energie“

Vielleicht findet sich unter unseren Besuchern jemand der sowas mal ausprobieren möchte? Wie das dann in der Praxis aussehen könnte findet ihr auch auf youtube.

Weiters ist Sperr, der auch eine Permakulturausbildung absolviert hat, auch immer offen für Projekte, die Extensive Energiepflanzen wie Miscanthus, Energiewälder aus Pappel, Weide und Robinie oder die Sidapflanze sinnvoll mit der Permakultur kombinieren. Interessenten dazu können sich ebenfalls gerne bei ihm melden!

Kontakt:
Reinhard Sperr
A-4894 Oberhofen
0664/5325487

Österreichweite Ausbildung zum Naturschutzpraktiker

Landschaftselemente prägen die Kulturlandschaft, bieten Lebensraum und Schutz
Landschaftselemente prägen die Kulturlandschaft, bieten Lebensraum und Schutz

Österreichweite Ausbildung zum Naturschutzpraktiker/in
Aktiver Naturschutz am Bauernhof

Die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern in der Landwirtschaft spielt eine zentrale Rolle in der Erhaltung der biologischen Vielfalt. Durch die Modernisierung und Intensivierung der letzten Jahrzehnte finden nur noch wenige Arten auf den Agrarflächen ausreichend gute Lebensbedingungen. Viele Studien belegen, dass sich der Bio-Landbau positiv auf die Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen auswirkt. Trotzdem gibt es noch viele ungenutzte Möglichkeiten die Biodiversität am Bio-Betrieb zu steigern.

Randzonen sind Übergänge zwischen Wald und Wiese, Wiese und Bach, Hecke und verschiedene weitere Landschaftselemente, dort finden wir die größte Biodiversität
Randzonen sind Übergänge zwischen Wald und Wiese, Wiese und Bach, Hecke und verschiedene weitere Landschaftselemente, dort finden wir die größte Biodiversität

Werden Sie NaturschutzpraktikerIn

Möchten Sie sich gemeinsam mit BerufskollegInnen und anderen Interessierten ein umfassendes Wissen über praktische Naturschutzmaßnahmen am Bauernhof aneignen? Finden Sie es spannend, Themen, wie zum Beispiel die abgestufte Wiesennutzung, schonende Bodenbearbeitung oder die Anlage von Blüh- und Nützlingsstreifen direkt auf den Betrieben zu diskutieren und neue, praxisgerechte Maßnahmen zu entwickeln? – Dann werden Sie NaturschutzpraktikerIn! Nutzen Sie das neuerworbene Wissen für den eigenen Betrieb und motivieren Sie in Zukunft auch BerufskollegInnen und die Öffentlichkeit!

Hecken werden auch als die Straßen der Tiere bezeichnet. Sie strukturieren die Kulturlandschaft und schaffen ein ideals Mikroklima
Hecken werden auch als die Straßen der Tiere bezeichnet. Sie strukturieren die Kulturlandschaft und schaffen ein ideals Mikroklima

Inhalte: Naturnahe Hofgestaltung, Bio-Landbau und Biodiversität, Naturschutzgesetze und Fördermöglichkeiten,
Landschaftselemente, Lebensraum Streuobstwiese, Blüh- und Nützlingsstreifen, Wildtierfreundliche Bodenbearbeitung, Bearbeitungsmaßnahmen und Artenschutz, Präsentationstechnik, Projektpräsentation

Mit erfahrenen ReferentInnen aus Forschung, Beratung und Praxis

Naturnahe Systeme regulieren sich selbst und puffern unerwartete Ereignisse
Naturnahe Systeme regulieren sich selbst und puffern unerwartete Ereignisse

Kursbeginn: teilweise schon Februar 2013
Veranstalter: BIO AUSTRIA
Kosten: BIO AUSTRIA-Mitglieder: € 245,-, Für alle anderen Interessierten: € 325,-

Anmeldung und weiter Infos:
Oberösterreich, Niederösterreich und Wien, Burgenland, Steiermark, Kärnten, Salzburg, Tirol, Vorarlberg

Kombination zum Humusaufbau und zur Energiegewinnung – der Biomeiler nach Jean Pain

Kombination zum Humusaufbau und zur Energiegewinnung – der Biomeiler nach Jean Pain

Biomeiler im Allgäu (Quelle: Jochen Koller)

Viele Technologien zur Erzeugung von Wärme oder Strom bezeichnen sich als nachhaltig, regenerativ oder Co 2-neutral. Oft werden bei den Berechnungen viele Dinge nicht berücksichtigt, z.B. die Energie die reingesteckt werden muss, um das Kraftwerk zu bauen, für die Kunstdüngerproduktion bei Biokraftstoffen oder Lachgas-Produktion beim Rapsanbau. Getreu dem Motto „ich traue nur der Statistik, die ich
selbst gefälscht habe“ ist den Aussagen der Befürworter oft nicht zu trauen. Ein anderer Aspekt ist der, dass die Humusschicht der Erde immer weniger wird bei gleichzeitig steigender Weltbevölkerung. Die Verbrennung von Biomasse zu Heizzwecken oder beim Roden ist dabei eine Ursache. Dabei könnte verrottendes gehäckseltes Astwerk, evtl. auch verrottende gehäckselte Bäume sowohl der Erzeugung von Humus, als auch zur Energiegewinnung dienen. Eindrucksvoll hat dies der Franzose Jean Pain schon vor über 30 Jahren in Südfrankreich bewiesen. Wir haben versucht mit mittlerweile 3 Biomeilern, die im letzten Jahr gebaut wurden, diese Möglichkeit des 1981 verstorbenen Jean Pain wieder aufzugreifen.

Motivation und Ziele einen Biomeiler zu errichten

Meine Motivation zum Bau war zum einen, Helge zu unterstützen, zum anderen die Idee des 1981 verstorbenen Jean Pain weiterzutragen.
Das geniale am Biomeiler ist für mich die Einfachheit der Durchführung, die dezentralen kleinen Möglichkeiten der Energierzeugung und vor allem der Erhalt und Aufbau von Kompost/Humus anstatt Verbrennung mit Staubproduktion und Ascheproduktion wie bei Hackschnitzeln, Pellets oder Scheitzholzverbrennung. Faszinierend finde ich auch daran, dass dabei Materialien benutzt werden können, die sonst eher nicht genutzt oder für überflüssig gehalten werden. Für mich gibt es keine überflüssigen oder nicht sinnvoll zu nutzende Materialien, sondern lediglich fehlendes Wissen oder Ideen. Der Biomeiler ist für mich eine Grundidee, die jeder Mensch variieren kann, je nachdem was er will, kann und als Material zur Verfügung hat. Für mich war der Workshop auch eine Möglichkeit, als technisch nicht sehr verständiger Mensch ( der aber über viele Infos über die hier verwendete Technik und konkrete Erfahrungen beim Meilerbau bei Herbert Siegel verfügt), ein technisch-praktisches Projekt außerhalb meiner bisherigen Fähigkeiten durchzuführen. Dies war durch die Zusammenarbeit mit einem praktisch und technisch verständigen Menschen wie Helge Reiter möglich , der außerdem noch technische Hilfsmittel organisieren konnte.

Der Biomeiler soll ein Gewächshaus, das in den nächsten Wochen von Helge aufgestellt wird, beheizen und dadurch die Energiekosten niedrig halten. Was sollte da genau geschehen? Ende der 70 er des letzen Jahrhunderts entwickelte der Forstwart Jean Pain in Südfrankreich das Konzept des sogenannten Biomeiler. Er nutzte dazu die Biomasse von Astwerk, speziell auch den unteren Ästen der Wälder und herumliegende Äste, um dadurch die Gefahr von Waldbränden zu verringern. Die angefallene Biomasse verhäckselte er sehr fein und nutzte sie zur Erzeugung von Warmwasser, Biogas und Aufbau von Gärten (ein Film und Infos dazu gibt es unter http://www.biomeiler.at )
Biomeiler bei Herbert Siegel aus dem September 2008 in der Aufbauphase. Dieser Meiler aus gehäckselten Ästen hat ca. 35 m3 bei geringer Grundfläche und produziert seit 13 Monaten Warmwasser für Heiz- oder andere Zwecke. Ermöglicht wird dies durch 1-Zoll PE-Schläuche, die im Meiler spiralig verlegt wurden und von außen zeitweilig mit kaltem Wasser gefüllt werden, das nach einiger Zeit durch die Wärme im Inneren des Meilers (Verrottungswärme wie bei Komposthaufen) erwärmt wird und dann in den Heizkreislauf oder zu anderer Nutzung eingespeist wird.

Ressourcen

a. Menschliche:
Da ich selbst schon beim Bau des ersten Biomeiler bei Herbert Siegel in Missen im Allgäu aktiv dabei war (s. Bild oben) und die Idee des Biomeiler nach Jean Pain an andere Menschen weitergebe, bat mich Helge, dazu einen Workshop anlässlich der Öko-Erlebnistage durchzuführen. Die Öko-Erlebnistage werden von den Bio-Anbauverbänden jedes Jahr organisiert. Teilnehmen können alle Bio-Betriebe, die von ihnen angebotenen Aktivitäten werden veröffentlicht, im Internet gibt es eine Programmübersicht, in manchen Jahren gab es auch ein gedrucktes Programmheft. Gedacht war von Helge und mir, dass durch die Ausschreibung über die Öko-Erlebnistage und durch den Hinweis in mehreren Verteilern Interessierte und Helfer dazu stoßen könnten, die dadurch den Bau unterstützen und gleichzeitig Erfahrungen und Wissen bekommen. Die Ressourcen wie Material und Hilfsmittel wurden von Helge zur Verfügung gestellt, für das Know-How der Durchführung hatte ich in Zusammenarbeit mit Helge zu sorgen.

b. Materielle Ressourcen
Als Ressourcen standen die Fläche, Materialien wie Wasserschläuche und Zubehör, ein Bagger, eine Schubraupe, Mistgabeln, Schaufeln, Werkzeuge und vor allem diverse Bio-Materialien. Diese waren beim Biomeiler von Helge vor allem der Schnitt von Feuchtwiesen , der früher als Einstreu in den Ställen genutzt wurde und heute durch die Laufställe mit Spaltenböden nicht mehr benötigt wird. Außerdem hatte Helge mit Mitarbeitern Astwerk gehäckselt und es kam unreifer Kompost zum Einsatz.

Grenzen:
Begrenzt war der Bau in erster Linie durch die Menge an Material bzw. Kapital. Ursprünglich waren es über 120 Kubik Streu und einige Kubik Häckselgut, es stellte sich aber heraus, dass dies durch das Verdichten beim Erstellen doch nicht die gedachten 80 Kubik ergab, sondern ca. 58 Kubikmeter. Der Biomeiler ist aber immer noch der vermutlich größte bisher in Bayern gebaute , da der in Missen gebaute ca. 35
Kubik und der bei Lucia Hiemer ca. 10 Kubikmeter hatte. Die Form ist durch das fehlende Material verändert, positive oder negative Auswirkungen werden wir sehen. Räumliche Grenzen gab es keine. Der Bau fand auf der Fläche der Gärtnerei von Helge Reiter statt, neben einem Platz, auf dem ein Gewächshaus aufgebaut wird, dass dann die Wärmeenergie über eine Umwandlung des Warmwassers in eine Belüftung nutzt. Durch einen von der Fahrbahn abgekommenen LKW wurden Helge Reiter mehrere Gewächshäuser zerstört und sind die finanziellen Möglichkeiten z.B. für den Zukauf von Hackschnitzel nicht vorhanden, aber auch von der Idee her nicht gewünscht.
Die Materialien kosteten Helge nur die Spritkosten (Euro 100,- für die Bringung der Streu), ein wenig Diesel für den Traktor mit Häcksler und 20 l Diesel für Bagger und Schubraupe, sowie ca. 100,- für 130 m 1 -Zoll Wasserschlauch + Kupplungen, sowie KG-Rohre zum Schutz der Schläuche im Boden. Für Bagger und Schubraupe musste Helge wenig geben, da sie von Freunden sind (eher Tauschgeschäft)

Planung /Entwurf eines Biomeilers
Der Bau wurde vor fast einem Jahr von Helge beschlossen. Es fanden Gespräche zwischen Helge Reiter, Herbert Siegel, Erwin Zachl, Lucia Hiemer und mir statt. Bei Herbert Siegel war der erste Meiler im Allgäu gebaut worden, Erwin Zachl hatte die Idee des Meilers bei einem von mir organisierten Permakultur-Zertifikatskurs ins Allgäu gebracht und den Workshop bei Herbert Siegel durchgeführt , Lucia Hiemer
hatte den zweiten Biomeiler im Allgäu im Oktober letzten Jahres nach Besichtigung von Herberts Meiler gebaut . Das besondere an Lucias Biomeiler war, dass sie zu einem Großteil altes Gras + Holzspäne, sowie Grünabfälle verwendet hatte, um erfolgreich ihr Gewächshaus zu beheizen. Die Idee Helges Gewächshaus zu beheizen war zwar schon vorher vorhanden, wurde dadurch aber genährt. Die Verwendung anderer Materialien als gehäckseltem Astwerk erweiterte durch Lucia Hiemers erfolgreichen Versuch mit altem Gras unsere Möglichkeiten.
Die Erfahrung, dass der Biomeiler bei Herbert Siegel nach einem Jahr immer noch Wärme produziert und mein Wissen vom Bau, an dem ich selbst beteiligt war, prädestinierten mich dafür den Bau als Workshopleiter zu begleiten. Die Planung vom Ort, der Anwendung und der Organisation der Ressourcen wurden von Helge nach Absprache organisiert. Der Termin wurde gemeinsam festgelegt und auf die Öko-
Erlebnistage gelegt, um möglichst viele Menschen zu erreichen.

Bau eines Biomeilers
Der Bau sollte sich als ziemlich einfach erweisen, da die Ressourcen im Bereich der Maschinen sehr gut waren. Dadurch war gewährleistet, dass auch bei geringer Teilnehmerzahl die Erstellung funktionieren würde. Die Teilnehmerzahl war im Vorfeld nicht einzuschätzen , da auf konkrete Anmeldungen verzichtet wurde, was möglicherweise ein Fehler war. Helge hatte im Vorfeld Bagger und Schubraupe, Schläuche und Werkzeug, sowie fertiges Biomasse-Material besorgt, was eine Garantie für eine zeitlich passende Durchführung war. Dementsprechend funktionierte der Bau auch mit nur 3 Personen (Helge, Heribert und ich), sowie in der Küche zur Versorgung Angelika und ihre Tochter Martina. Die Verpflegung trug wesentlich zur guten Stimmung beim Bau bei. Der Bau selbst dauerte lediglich 13 Stunden, verteilt auf 2 Tage
Es ist sicher immer Geschmacksache, ob Bagger, Häcksler + Traktor und Schubraupe zum Einsatz kommen. Sind diese Geräte vorhanden oder günstig zu besorgen, halte ich den Einsatz für sinnvoll. Wenn nicht vorhanden, benötigt es mehr (wo)manpower.

Zum Vergleich:
Bagger + Schubraupe haben ca. 20 l Diesel für ihre ganze Arbeit beim Bau verbraucht. Ich selbst kam mit dem VW-Bus an zwei Tagen angereist und habe für die Hin- und Rückfahrten 40 l Diesel verbraucht. Hinzu kamen noch meine verbrauchten und wieder zugeführten Energien in Form von Essen und Trinken (Arbeitsumsatz durch körperliche Aktivität, vermutlich eher gering)

Erhaltung/Entwicklung
Helge muss noch die Pumpe anschließen und das Gewächshaus aufbauen, dann kann das Gewächshaus erwärmt werden.
Für den Erhalt, die Entwicklung und Nutzung ist Helge zuständig. Helge wird den Meiler vermutlich auch u.a. mit Zucchini und Kürbissen bepflanzen, so dass keine Anbaufläche verloren geht, im Gegenteil eine beträchtliche Vertikale Fläche hinzukommt, die sowohl Nährstoffe, als auch Wärme bietet.

Schlußbemerkung:
Die Schritte Planung/Entwurf und Erstellung wurden erfolgreich vollzogen, die Inbetriebnahme als Wärmespender, die weitere Nutzung als Anbaufläche und nach dem Zerfall als Humus müssen von Helge und seiner Mitarbeiterin Angelika durchgeführt werden. Da ich mit beiden Kontakt halte und auch Erwin Zachl und Herbert Siegel als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, sehe ich die Nutzung und Zukunft des Meilers rosig. Durch die spezielle, z.T. auch zufällige Form (großer Durchmesser, geringe Höhe) erhöht sich die nutzbare Anbaufläche, da sowohl die horizontale Fläche, als auch die vertikale Fläche bepflanzt werden kann und gleichzeitig auch gut mit Nährstoffen versorgt ist und es wird auch noch Energie und Humus produziert. Im Gegensatz zu den schon genannten Heizsystemen wie die diversen Holzheizungen (die als ausschließliches Heizsystem mit dem geeigneten Material sicher effizienter sind, aber Biomasse nur einseitig nutzen und vernichten) erfüllt dieses Element wie in der Permakultur gefordert, mehrere Funktionen (Heizung, Anbaufläche, Dünger, Boden, Sichtschutz, Lebensraum…)

Anschrift d. Verfassers und Details vom Bau:
Jochen Koller, Hofenerstr. 5, 87527 Sonthofen/Allgäu
koller-wiggensbach@t-online.de