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Mit Bantam Süßmais gegen Anbau von gentechnisch verändertem Mais

bantamObwohl seit längerer Zeit bekannt ist, dass gentechnisch veränderte Pflanzen auf Dauer keine höheren Erträge erwirtschaften können und wir den Hunger der 3. Welt damit nicht lindern, versuchen Lobbyisten und Großkonzerne gentechnisch veränderte Organismen auf breiter Ebenen einzuführen. Es gilt ihren Hunger an Macht und Profit zu stillen. Gentechnisch veränderte Futtermittel sind auch bei uns im Handel und sind mit den lapidaren Hinweisen GMO (gentechnisch manipulierte Organismen) oder GVO (gentechnisch veränderte Organismen) gekennzeichnet. Sie haben sich so über ein Hintertürchen in unsere Nahrungskette eingeschlichen.

Kontrollierte Biobetriebe garantierten bisher gentechnikfrei Lebensmittel, diese Garantie wird in Zukunft aber auch nicht mehr möglich sein, da wie am Beispiel der Pollen einer Maispflanze mehrere hundert Meter bis einige Kilometer vom Wind getragen, dann auf eine weibliche Maisblüte trifft. Anbau gentechnisch veränderter und biologischer Nahrungsmittel nebeneinander funktioniert nicht, gentechnisch veränderte Sorten werden sich in alte Kultursorten einkreuzen und diese verdrängen. Es ist nicht nur die Artenvielfalt bedroht, auch unsere Gesundheit und das fortbestehen des Lebens auf unserem Planeten. Wer übernimmt die Haftung für etwaige Schäden?

Unabhängige französische Forscher kommen in einer Studie zu dem Schluss, dass der gentechnisch veränderte Mais Mon 863 der Firma Monsanto bei Ratten Nieren- und Leberschäden verursacht. Die Forscher haben die Rohdaten von Monsantos Fütterungsversuchen neu ausgewertet, welche Monsanto geheim halten wollte. Erst eine Klage von Green Peace sorgte dafür, dass diese Studie öffentlich zugänglich wurde. Green Peace fordert unter anderem ein weltweites Verbot für diesen Gentech-Mais. (Quelle Florianne Koechlin http://www.blauen-institut.ch)

In Deutschland wird seit 2006 kommerziell gentechnisch veränderter Mais angebaut, diesem tritt eine Plattform aus der Interessensgemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit, welches ein Zusammenschluss aus internationalen Saatgutunternehmen, Erhaltungs- und Züchtungsorganisationen (www.gentechnikfreie-saat.de) ist und einer europäischen Initiative zur Reinhaltung von gentechnikfreiem Saatgut, „Save our Seeds“ (www.saveourseeds.org) entgegen.

Unter anderem wurde gentechnisch unverändertes Saatgut in kleinen Päckchen an alle interessierten Bundesbürger ausgegeben.  Durch eine gesetzliche Verordnung in Deutschland, haben Privatpersonen und Betriebe, die Mais anbauen, Auskunftsrechte über Anbaustandorte von Gentechnik-Mais in ihrer Umgebung. Diese Anbaustandorte können wiederum auf Schadenersatz bei Verunreinigung des eigenen Saatgutes geklagt werden. Es reicht oft eine Drohung um diese Menschen dann doch zum Überlegen und Einlenken zu bringen.

Diesem Saatgutpäckchen liegt noch eine kleine Fibel bei, darin wird über die Ziele der Aktion und wie man das Saatgut aussät und wieder sortenreines Saatgut daraus gewinnt informiert. Denn im Gegensatz zu patentiertem, hybridem Saatgut, kann der Golden Bantam mit gleichem Ertrag weitervermehrt werden. Die Aktion Bantam-Mais bietet den Menschen in Deutschland eine Möglichkeit, sich aktiv für eine gentechnikfreie Nachbarschaft und Region einzusetzen.

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