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Crowdfunding-Aktion für NETs.werk

Liebe Freunde des NETs.werk – Nachhaltig Leben!
Den Verein NETs.werk – Nachhaltig leben und damit die Möglichkeit regional,
biologisch und fair einzukaufen gibt es seit mittlerweile 10 Jahren. Im
Vordergrund stehen soziale und ökologische Aspekte, wie ein art- und
naturgemäßer Umgang mit allen Lebewesen.

Crowdfunding NetzwerkUnser Verein ist ein Netzwerk aus aktuell 24 NETs.werk Regionalstellen,
Partnerstellen und Foodcoops, wir unterstützen uns gegenseitig.
Dieses lebensbejahende „Geschäftsmodell“ steht im Widerspruch zur umsatz-
und wachstumsorientierten Wirtschaft und widmet sich menschlichen Werten.
Wo wir überall verteilt sind in Österreich findest du auf http://www.netswerk.at.
Im Moment stehen wir vor der Herausforderung an die Grenzen unseres EDV-
Systems gelangt zu sein und gleichzeitig alle neuen gesetzlichen Richtlinien
(Registrierkassenpflicht, Allergenverordnung, Belegerteilungspflicht) zu
erfüllen.

Um dieses neue System zu finanzieren starten wir eine Crowdfunding-Aktion
(zu Deutsch: „Schwarmfinanzierung“). Über die Crowdfunding-Plattform
Startnext kann jeder, der sichergehen möchte, dass durch seinen Einkauf
weiterhin wertvolle und respektvoll produzierte Lebensmittel entstehen können,
den Verein NETs.werk unterstützen.

Wir freuen uns, wenn Du uns durch die Verbreitung dieser Aktion unterstützt!
Hier erreichst du unser Crowdfunding-Projekt
Hier findest Du auch noch mehr Informationen und Hintergründe.
Einige von uns NETs.werkern und einige Bauern machten vor kurzem einen
kurzen Film der unser System vorstellt.


Vielen Dank von allen NETs.werk Regionalstellen und Partnern!

Die Wegwerfer – Auf der Spur der Lebensmittel-Verschwender

Die Wegwerfer – Auf der Spur der Lebensmittel-Verschwender

In Europa wird ein Drittel aller Lebensmittel weggeschmissen. Teilweise werden sie schon am Feld zurück gelassen weil sie gewissen Normen nicht entsprechen, oder werden vom Handel bereits Tage vor dem empfohlenen Verbrauchsdatum entsorgt. Natürlich trägt auch der Konsument gedankenlos seinen Teil bei, einer seits durch sein Konsumverhalten und aucch unüberschaubarer Mengen die gekauft werden.

5. April: Erster Stammtisch für Selbstversorger / Rutzenmoos

5. April: Erster Stammtisch für Selbstversorger / Rutzenmoos

EINLADUNG zum  ersten Stammtisch für Selbstversorger und für solche, die es gerne werden möchten, egal ob im Kleinen oder im Großen, am 5. April 2011 um 19:00 Uhr  beim Gasthaus „Pepi-Tant“ in Rutzenmoos (Nähe Vöcklabruck), Rutzenmoos 6, A-4845 Rutzenmoos

Wir treffen uns, um über folgende Themen zu diskutieren, uns auszutauschen und uns gegenseitig zu unterstützen:

Selbstversorgung auf kleinem Raum / auf großen Flächen
Entschleunigung des Alltags
Gemeinschaft leben – Arbeit und Ernte teilen
Gesunde Lebensmittel
Permakultur
Terra Preta, die fruchtbarste Erde der Welt
Effektive Mikroorganismen
Sinnfindung im direkten Umgang mit der Natur
Ideen sammeln für einen lokalen Tauschkreis
Tausch von Saatgut und Jungpflanzerln
Bücher- und DVD-Tausch
Nahversorgung durch Zusammenarbeit mit Bauern aus der Umgebung
und vieles mehr …

Laßt uns wertvolle Erfahrungen austauschen und die Freude an der Natur und  Gemeinschaft wiederentdecken!

Kontaktperson für nähere Infos:
Andrea Hartl
Tel.: 0660 878 99 90

Agrogentechnik: Beherrscht du die Natur – beherrscht du die Menschen

Agrogentechnik: Beherrscht du die Natur – beherrscht du die Menschen
Ein Bericht von Feilmeier Josef, Internationale Arbeitsgruppe Futtermittel NON-GVO

Von Gegnern als Narrischer beschimpft, von Kunden und Befürwortern geschätzt, beweist der Querdenker und Futtermittelhändler Josef Feilmeier, dass Landwirtschaft keine Gentechnik braucht
Von Gegnern als Narrischer beschimpft, von Kunden und Befürwortern geschätzt, beweist der Querdenker und Futtermittelhändler Josef Feilmeier, dass Landwirtschaft keine Gentechnik braucht

„Beherrsche die Nahrung und du beherrscht die Menschen“. Die Agro-Gentechnik sollte 1996 ein neues Zeitalter in der Landwirtschaft einläuten. Weil aber die Konsumenten keine Lebensmittel kaufen würden, die genveränderte Substanzen enthalten, geht man seit 1996 den heimlichen Weg über die Futtermittel. Grund genug für mich als Mischfutterhersteller, Agrarhändler und Landwirt, diese Thematik genau zu verfolgen. Es ist mein Beruf, für gesunde Lebensmittel zu sorgen und die Schöpfung zu erhalten. „Wir sind doch nur auf der Durchreise. Es ist unsere Pflicht, die Schöpfung und unsere Freiheit so an unsere Kinder weiter zu geben, wie wir diese von unseren Vorfahren erhalten haben“.

Die Macht der Futtermittelindustrie war zu groß, aber wir konnten nicht zulassen, dass die Gentechnik eingeführt wird. Damals sah ich, dass ich nur wie ein „Schneeball im Gebirge“ sein kann. Wichtig ist, er beginnt zu rollen. Heute ist aus dem „Schneeball“ eine Lawine geworden, die sogar Leute mitreißt, die eigentlich gar nicht mit wollten. Anfang der 2000er Jahre wurde die Verfügbarkeit gentechnikfreier Soja gegen Null gefahren. Zusammen mit Partnern aus vielen Ländern gelang es uns, diese Marktsituation wieder umzudrehen. Heute ist das ganze Land wieder mehr als ausreichend mit gentechnikfreier Ware versorgt. Auch das Ziel, einen großen Teil im eigenen Land anzubauen, kommen wir Jahr für Jahr näher. Die Grundlage in der Landwirtschaft, gentechnikfreie und gesunde Lebensmittel zu erzeugen, ist heute wieder leicht möglich. Der Lebensmittelhandel hat die Zeichen der Zeit erkannt und stellt immer mehr auf „Ohne Gentechnik“ um. Auch die Konsumenten wissen, dass gesundes Essen wichtiger ist, als nur billiges! Als Folge dessen muss auch die Futtermittelbranche umdenken.

Wo liegt das Fundament meines Lebens? In der Familie und im eigenen Betrieb. Eine unersetzliche Basis, die Kraft gibt. Hoch motivierte Mitarbeiter ersetzen den Chef, wenn er auf Vortragsreise ist. Die eigene Landwirtschaft verhalf, neue gesunde Perspektiven zu erproben. Viele kennen mich von den Vorträgen, die fast zum „Beruf“ geworden sind  –  und immer wieder die Fragen: „Wo lebt er – wie arbeitet er – was verbirgt sich hinter ihm?“

Der weltbekannte Filmproduzent Bertram Verhaag drehte im letzten Jahr im Auftrag des Bayerischen Fernsehens über uns einen Film:  Unser Leben, die Familie, der Betrieb, Aktivität und Gesellschaftliches, Hobbies und Nachdenkliches. Unendlich viele Filmstunden hielten fest, was viele Menschen immer bezweifeln:   ... Und es geht doch!!!  Wir können die Gentechnik verhindern und gesunde Lebensmittel erzeugen, wenn wir nur wollen. Gerade der aktuelle Dioxin-Skandal zeigt, wie wichtig das ist und dass wir ein Umdenken brauchen.   Bertram Verhaag, bekannt auch durch den mit vielen Auszeichnungen versehenen Film „Leben außer Kontrolle“, der heute in allen bayerischen Schulen zum Unterrichtsinhalt gehört.
Der Landhändler - ganz ohne Gentechnik, ein Film des weltbekannten Filmproduzent Bertram Verhaag. Er drehte im letzten Jahr im Auftrag des Bayerischen Fernsehens über uns einen Film: Unser Leben, die Familie, der Betrieb, Aktivität und Gesellschaftliches, Hobbies und Nachdenkliches. Unendlich viele Filmstunden hielten fest, was viele Menschen immer bezweifeln: ... Und es geht doch!!! Wir können die Gentechnik verhindern und gesunde Lebensmittel erzeugen, wenn wir nur wollen. Gerade der aktuelle Dioxin-Skandal zeigt, wie wichtig das ist und dass wir ein Umdenken brauchen. Bertram Verhaag, bekannt auch durch den mit vielen Auszeichnungen versehenen Film „Leben außer Kontrolle“, der heute in allen bayerischen Schulen zum Unterrichtsinhalt gehört.

Das Bayerische Fernsehen zeigt den Heimatfilm über uns am 20. Februar in der Sendung „Unter unserem Himmel“. Der Film soll aufzeigen, dass es geht. Er soll das ganze Land aufrütteln, denn nur gemeinsam sind wir stark.

Feilmeier Josef
Internationale Arbeitsgruppe Futtermittel NON-GVO
Gründungsmitglied VLOG – Lebensmittel ohne Gentechnik
Feilmeier Lagerhaus GmbH & Co. KG
Edlham 19
D-94544 Hofkirchen
Tel.: + 49 8541 8602

Zahlen und Fakten zum Thema Ernährungssicherheit

Notizen zum Kongress „Wie ernähren wir uns in Zukunft?“
(Dez. 2009, Spes-Akademie, Schlierbach/OÖ)

Globale Nahrungssicherung für eine wachsende Bevölkerung
(Karl von Koerber, TU München)

38% der Landflächen sind für die Landwirtschaft verwendbar
38% der Landflächen sind für die Landwirtschaft verwendbar

69% der landwirtschaftlichen Fläche wird als Weideland genutzt
28% der landwirtschaftlichen Fläche wird als Ackerland genutzt
3% der landwirtschaftlichen Fläche wird für Dauerkulturen verwendet

Das Ackerland wird bis 2030 auf kosten tropischer Regenwälder um 13% wachsen!

Flächenaufteilung nach Verwendung für Lebensmittel

29% Fleisch
17% Milch
24% Öle und Fette
11% Getränke (Cola, Fanta, Sprite, andere Limos, Bier, …)
5% Kartoffel, Gemüse und Obst
5% Brot

Die Anbauflächen von Kaffee und Tee sind größer als die von Gemüse!

Fleischverbrauch kg/Person/Jahr

Weltweit ø 37,4 kg
Industrienationen ø 90,2 kg

Im Jahr 2030 werden 60% der Weltbevölkerung in Städten leben.

Von einer umweltverträglichen Landnutzung bis zum zukunftsfähigen Lebensstil
(Alois Heißenhuber, TU München)

Zur Zeit steigt der Fleischverbrauch in den Schwellenländern durch ein neues Konsumverhalten um das 2-3 Fache an. Landgraping bzw. Neokolonialismus sind aktuelles Thema in den Ländern des Südens. 80% des europäischen Proteinbedarfs wird importiert, was der Fläche von 30 Mio ha, beinahe das 3 Fache der Ackerfläche Deutschlands (12 Mio ha) entspricht.

Mehr und mehr Menschen dem Hunger preis geben?
Von Internationalen Versprechen und Antworten auf die Krise

(Gertrude Klaffenböck, FIAN-Food first Information and Action Network)

50% aller Lebensmittel weltweit werden von Kleinbauern unter 2 ha produziert lt World Food Report 2009
50% aller Lebensmittel weltweit werden von Kleinbauern unter 2 ha produziert lt World Food Report 2009

Hungernde Menschen Weltweit:

50% Kleinbauern
20% Landarbeiter
10% Fischer und Nomaden
20% Stadtbewohner
( 50% aller Lebensmittel weltweit werden von Kleinbauern unter 2 ha produziert lt World Food Report 2009)

Ursachen des Hungers:
Ernteausfälle oder Dürren
Energie und Rohstoffpreise
Agrotreibstoffe
Spekulation
Konsumverhalten der Schwellenländer (nach dem Vorbild der Industrienationen)
Hauptteil von Nahrungsmittelkrisenhilfe fließt in Verteilung von Saatgut und Düngemittel, das bedeutet, dass in Wirklichkeit wieder nur Großkonzerne unterstützt werden! (Ihr habt den Hunger, wir haben die Gewinne …!)

Technikphantasien versus Ökologie der kurzen Wege
(Franz-Theo Gottwald, Vorstand Schweisfurth-Stiftung)

Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut

Versprechen:
höhere Erträge
Reduktion von Herbiziden
Reduktion von Pestiziden

Realität:
höherer Pestizideinsatz
höherer Herbizideinsatz
Gefährdung der Biodiversität
enttäuschende Erträge
höhere Preise
Monopolisierung

Optimiertes Zuchtgut konventionell beim Tier

Auch in der Tierwelt haben wir speziell auch bei Haustierrassen einen so großen Genpool zur Verfügung, dass wir uns nicht auf fatale und irreperable Folgen von Gentechnik einlassen müssen
Auch in der Tierwelt haben wir speziell auch bei Haustierrassen einen so großen Genpool zur Verfügung, dass wir uns nicht auf fatale und irreperable Folgen von Gentechnik einlassen müssen

Versprechen:
schnelles Wachstum
hohe Leistung
hohe Erträge

Realität:
Erbfehler
Krankheiten
Verhaltensauffällig
Qualitäts- und Geschmackseinbußen

Transgene und gentechnisch veränderte Tiere

Lachs und Schwein sind mögliche Lieferanten zur Medikamentenherstellung und zur Organzüchtung. Es gibt eine verstärkte Forschung in der Genanalyse.

Kleinbäuerliche Strukturen in Asien verfügen über eine Rentabilität von 95% im Gegensatz zu den Strukturen der Industrienationen, mit 30% Rentabilität.

Armut im Überfluss
(Alexandra Strickner, Attac Austria und Frithjof Bergmann, Ann Abor)

Derzeitiges Behandeln der Finanzkriste ist: „Das Verbrennen der Geigen unter den Dampfkesseln der Wirtschaft!“ Frithjof Bergmann

Zusatzinfo zum Thema Boden und Humus
Wo liegen die Humusgehalte in Europa? (Quelle: http://www.bodenwelten.de/)

Detaillierte Informationen über die Humusgehalte europäischer Böden liegen nur sehr unvollständig vor, da Humusgehalte standortbedingt und durch die Nutzung beeinflusst sind. Daher ist es schwierig, sich ein umfassendes und genaues Bild zu machen.

Seit Mitte der 90er Jahre hat das Bewusstsein für Böden deutlich zugenommen. Mittlerweile gibt es Schätzungen, nach denen 45 Prozent der Böden in Europa einen geringen (1-2 Prozent) oder sehr geringen (<1 Prozent) Humusgehalt aufweisen. 40 Prozent der Böden zeigen einen mittleren Humusgehalt von 2-6 Prozent. Nur 15 Prozent der Flächen besitzen einen Humusgehalt von über 6 Prozent.