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Lehmbau-Workshops mit Beatrice Ortlepp nahe Usedom

Lehmbauworkshop am Kastanienhof nahe Usedom
Lehmbauworkshop am Kastanienhof nahe Usedom

Gesund bauen und wohnen mit Lehm – Lehm ein einzigartiger Baustoff
Lehmbau-Workshops mit Beatrice Ortlepp

3-Tages-Workshops mit Beatrice Ortlepp, am Kastanienhof in Meck-Pom pro Monat von April bis Okt.
Buchbare Termine:
21.-23.4.2017
26.-28.5.2017
16.-18.6.2017
14.-16.7.2017
01.-03.9.2017

Pause beim Lehmbauworkshop am Kastanienhof nahe Usedom
Pause beim Lehmbauworkshop am Kastanienhof nahe Usedom

Im Workshop mit Beatrice Ortlepp lernt/sieht man alle praktischen Lehmverwendungen.
Im Kurspreis enthalten ist Theorie+Praxis und Kost+Logie: € 350,-/3Tage.

Veranstaltungsort:
Kastanienhof in Kagendorf, D-17389 Anklam vor Usedom
Beatrice Ortlepp, Handy: +49 1781987624, Tel: +49 39726258254, E-Mail: lehmbaukurse@gmx.de  – www.lehmbaukurse.de



Bericht einer Lehmbauteilnehmerin am Kastanienhof nahe Usedom

Nach gemütlicher Bahnfahrt bis Ankalm, fahre ich mit dem Bus bis Kagendorf – der Alltagsstress ist schon fast abgelegt, es ist schön und ruhig hier. Kühe stehen auf der Weide auf dem 5-min-Fussweg. Das Ziel für dieses verlängerte Wochenende ist der Kastanienhof, ein Bauernhaus mit drei-Seiten-Hof, wo man Lehmbaukurse für Anfänger und Fortgeschrittene gibt. Seit über 10 Jahren bietet die Organisatorin und Handwerkerin (Baufacharbeiterin) Beatrice Ortlepp in diesem Haus und Hof und Umgebung Lehmbaukurse an. Nach und nach treffen die Teilnehmer des Schnupperkurses ein – aus allen Himmelsrichtungen, sogar aus anderen Ländern, mit und ohne Vorerfahrungen. Das Haus selbst macht schon Lust auf die Auseinandersetzung mit dem Baustoff „Lehm“, den die Menschen seit Jahrtausenden zum Bauen nutzen – und der sich dennoch heute als moderner Baustoff vor anderen nicht zu verstecken braucht.

Die gelernte Maurerin, Pädagogin und Lehm-Handwerkerin hat auf ca 100m² Quadratmetern die verschiedensten Lehmtechniken angewandt: man sieht die verschiedenen Techniken mit lehmverputzten Strohballen, mit Lehmstroh-umwundenen Holzstaken oder Lehm-Mauerwerk restauriert, Unterputze und Feinputze und viele Ornamente und Gestaltungstechniken. Im Erdgeschoss zieht eine organisch wirkende Wand Blicke auf sich: Mit Lehm gefüllte Stoffschläuche, unter anderem alte Hosenbeine und Strümpfe, wurden hier geschwungen aufgeschichtet. Im Flur hat der Lehmputz eine besonders feine Struktur. Der Trick: alte Baumwolltücher wurden komplett in eine dünne Lehmmischung getaucht und als Lehmtapeten aufgezogen.

Der Workshop beginnt mit Materialkunde und ersten Versuchen mit dem Lehm: Der Lehm muss zunächst mit Wasser angerührt werden und soll über Nacht stehen bleiben, mauken/wuken. Danach ist er noch geschmeidiger und besser zu verarbeiten. Der Lehm für das Seminar stammt von einer Baugrube in der Nähe. Mit ein wenig Erfahrung können wir die Qualität des Lehms feststellen. Einer hat Lehm von seiner Baustelle dabei, der gleich mit getestet wird. Geeigneter Lehm ist wurzelfrei, geruchsfrei und wird entsprechend seinen Eigenschaften und der geplanten Anwendung mit Sand und anderen Zuschlagstoffen vermengt.

Für Feinputze hat Beatrice einige Säcke von guten Anbietern zum Ausprobieren vor Ort. Damit haben einige am Ende auch für sich ein Bild hergestellt, was sie dann mitgenommen haben.
Dann geht es los. Die zahlreichen Lehm-Baustellen im Haus erlauben ein Ausprobieren der vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten. Eine unebene Lehm-Stroh-Wand der Vorgänger-Teilnehmer können wir ausgleichen. Wir patschen den Lehm mit reichlich Stroh vermischt auf die Fläche, später wird die Wand abgezogen und gleichmäßig verputzt. Obwohl Beatrice meint, dass Lehm nicht nur ein Kinderbaustoff sei, wird ein bisschen Kind in jedem wach, dem hier die Lehmspritzer um die Ohren fliegen.

Wenn Pause ist, spülen alle ihre lehmigen Hände ab. Der Baustoff schadet der Haut überhaupt nicht und geht auch gut aus Haaren und Kleidern heraus. Die Vorteile des Lehms werden uns hautnah bewusst: Lehm ist atmungsaktiv, nimmt Feuchtigkeit aus der Luft auf und gibt sie wieder ab, sorgt für gutes Raumklima, mit ihm kann man gut reparieren und er lässt sich komplett recyceln. Je nach Zuschlagstoff kann Lehm auch ganz schön was aushalten. So wird außen zum Schluss mit einer Lehm-Kuhdung-Mischung verputzt. Im Badezimmer spritzt es ab und an – über der Badewanne wird der Lehm wasserfest durch Leinölfirnis (jedoch verdünnt aufgetragen), das ihm außerdem einen dunkleren Farbton gibt. Lehm ist bunt. In mehreren Eimern rühren wir Lehmfarbe an. Ganz schön gelb, eher rot, das geht z.B. mit Eisenoxiden – die angenehmen Farbtöne finden allesamt Anklang.

Der Schnupperworkshop ist ein Selbstversorger-Seminar, aber selbst in den Pausen können wir es nicht lassen, über Lehm und alte und neue Handwerker-Tricks zu plaudern: Ein Architekt erzählt von einigen historischen Sanierungsprojekten, ein professioneller Sanierer vom Umgang mit feuchten Lehmwänden, ein Häuslebauer von seinen aktuellen Plänen mit dem neu entdeckten Baustoff. Ein Architekt und ein Planer von ihren Fehlern und die der anderen. Sie planen und gestalten Ihre Entwürfe mit den neu gewonnen Wissen. Die Tiere auf dem Hof verschönern jeden Anblick. Es wuselt da nur so herum, an Hühnern, Gänsen, Enten, Laufenten, Schafen und kleinen Zwergziegen, die sich gerne streicheln lassen.

Dank wunderbaren Spätsommerwetters klingen die Tage gemütlich im Garten aus, am Lagerfeuer, beim Grillen, mal Video schauend, mit Tee aus eigenem Anbau. Manche liehen sich eines der 3 Gästefahrräder und fahren zum nahen See. Manche fuhren mal an den Bodden oder hoch in die Kaiserbäder. Am Ende nehmen alle viele neue Eindrücke und Anregungen mit. Der Wunderbaustoff macht Lust auf mehr und die kompetente und freundliche Anleitung von Beatrice Ortlepp ebenfalls. Lehm braucht etwas mehr Ruhe und Geduld als manch anderer Baustoff – auch davon lässt sich im Kastanienhof etwas finden.

Verputzen am Strohballen-Rundhaus im Wald-Wasser-Garten Einjoch

Das Strohballenrundhaus soll mit einem Lehmputz aus lokalem Lehm versehen werden
Das Strohballenrundhaus soll mit einem Lehmputz aus lokalem Lehm versehen werden

Verputzen am Strohballen-Rundhaus im Wald-Wasser-Garten Einjoch in Eggendorf im Traunkreis
3. bis 7. Juni, Mo bis Do 8.00 bis 17.30 Uhr Fr 8.00 bis 12.00 Uhr
17. bis 21. Juni, Mo bis Do 8.00 bis 17.30 Uhr Fr 8.00 bis 12.00 Uhr

Es geht weiter, die im Vorjahr begonnene Bienenhütte, als Strohballen-Rundhaus ausgeführt, soll im Juni mit Lehm verputzt werden, dazu braucht es wieder einige fleissige Hände.

Wie letztes Jahr möchte ich euch gerne dazu einladen, wieder vorbei zu schaun und gemeinsam zwei schöne, lehrreiche Wochen im Wald-Wasser-Garten Einjoch, in Eggendorf im Traunkreis zu verbringen.

Es werden keine Workshopkosten eingehoben. Unterbringung wie letztes Jahr in mitgebrachten Zelten. Weitere Details gerne auf Anfrage.

Mandala-Garten mit Wildbienenhotel vor Bienenhütte
Mandala-Garten mit Wildbienenhotel vor Bienenhütte

Rückblick 1. Teil Permakultur-Wintergespräche

Rückblick 1. Teil Permakultur-Wintergespräche

Am Nachmittag des 4. Jänner fand in Geboltskirchen, Ortschaft Piesing, im neu errichteten Strohballenhaus von Franz Hörmanseder der 1. Teil der Permakultur-Wintergespräche des Vereins Perma-Norikum statt. Gut 30 Interessierte kamen um den Rohbau zu sehen und den Ausführungen von Franz Hörmanseder zu folgen. Franz zeigte Fotos von den einzelnen Bauabschnitten und erklärte für die Zuhöhrer interessante Details.

In den nächsten Wochen wird von Franz Hörmanseder ein ausführlicher Bericht zu seinem Strohballenhaus hier veröffentlicht werden.

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11.6. bis 6.7.: Strohballen-Bauworkshop

Strohballen-Bauworkshop im Wald-Wasser-Garten „Einjoch“

Hueb, 4622 Eggendorf im Traunkreis
11. Juni bis 6. Juli 2012

Nach dem ich mehrere organische Gebäude bereits entworfen und ein paar davon bereits auch realisiert wurden, möchte ich gerne im kommenden Jahr mit der Unterstützung zahlreicher Helfer ein spiralförmiges Strohballenhaus mit Lehmverputz in meinem Wald-Wasser-Garten errichten. Das Bauwerk soll in Zukunft als Bienenhütte dienen.

Gemeinsam wird ein Strohballenrundhaus errichtet
Gemeinsam wird ein Strohballenrundhaus errichtet

Der Strohballenbau erlebt gerade weltweit eine Renaissance, die ersten Strohballenhäuser wurden auch in Europa schon vor über 100 Jahren gebaut. Ich hab mein erstes im Jahr 2007 in einem Workshop mit Joe Polaischer gebaut. Beachtet man ein paar grundlegende Dinge, ist es eine Arbeit die sehr gut von der Hand geht und allen beteiligten viel Freude bereitet. Baustoffe wie Stroh und Lehm verschmutzen unsere Umwelt nicht und gefährden auch nicht unsere Gesundheit.

Grundriss des Strohballenhauses - als Muster wurde die Nautilusschnecke gewählt
Grundriss des Strohballenhauses – als Muster wurde die Nautilusschnecke gewählt

Lehm ist auch der Baustoff unserer Vorfahren, der es uns ermöglicht in Kombination mit Strohballen einfache Rundhäuser zu errichten. Die zu errichtende Bienenhütte soll zusätzlich noch spiralförmig, wie eine Nautilusschnecke gebaut werden. Die Dachkonstruktion soll als ein Mandaladach ausgeführt werden, eine Konstruktion bei welcher kein Mittelsteher notwendig ist und den Raum wirken lässt. Die Dacheindeckung soll als Trockendach ausgeführt werden, so dass der Natur oben wieder die Fläche zurück gegeben wird, die wir ihr unten wegnehmen.

Tagesablauf:
8.00 Uhr Morgenrunde beim gemeinsamen Frühstück
9.00 bis 13.30 Uhr gemeinsames Schaffen
13.30 bis 15.00 Uhr gemeinsames Kochen und Essen
15.00 bis 17.30 Uhr gemeinsames Schaffen
Abend zur freien Gestaltung

Frohes, sinnerfülltes Schaffen soll im Mittelpunkt des gemeinsamen Werken stehen
Frohes, sinnerfülltes Schaffen soll im Mittelpunkt des gemeinsamen Werken stehen

Verpflegung und Unterkunft: Für unser leibliches Wohl werden wir gemeinsam sorgen, dazu wird eine Feldküche errichtet und über dem Feuer gekocht.