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Vortrag und Diskussion: CSA – Neue Formen der Zusammenarbeit

Gemüsevielfalt aus dem eigenen Garten oder der nahen Umgebung bringt hohe Lebensqualität und Unabhängigkeit
Gemüsevielfalt aus dem eigenen Garten oder der nahen Umgebung bringt hohe Lebensqualität und Unabhängigkeit

Neue Formen der Zusammenarbeit zwischen KonsumentInnen und KleinbäuerInnen aus Europa stellen sich vor
Mittwoch, 30. Jänner, 19 Uhr
Biobetrieb Fairleben
Margit u. Josef Mayr-Lamm, Lindach 1, 4511 Allhaming

Es liegt heute im Trend, sich für gesunde, biologische, fair produzierte und regional erzeugte Lebensmittel nicht nur einzusetzen, sondern auch verbindliche Modelle zwischen Bauern und KonsumentInnen zu finden. CSA – Community Supported Agriculture – ist dafür ein Beispiel, bei welchem der Konsument wieder mehr mitbestimmen kann wie nachhaltig und regional seine Lebensmittel produziert werden.

Welchen Beitrag leiste ich als KonsumentIn? Ergreifen auch wir in unserer Region die Initiative?

Biologisches, regionales, saisonales Gemüse bei Nets Wels
Biologisches, regionales, saisonales Gemüse

Programm:
Kurze Präsentation des Projektes csa4europe
Initiativen aus Frankreich, Deutschland und Österreich stellen sich vor.
Podiumsdiskussion

Initiativen:
Frankreich: Jochen Fick „AMAP Villard de Lans“
Deutschland: Thomas Kröger, CSA „Mirandahof“
Sattledt: Magdalena Mayr, CSA „Gemüsefreude“
Wels/Eggendorf: Beate Schachner „NETs-werk“
Linz: Claudia Schwarz „Einkaufsgemeinschaft Linz“

Veranstalter:
Margit u. Josef Mayr-Lamm in Kooperation mit Attac Österreich
Anfahrt siehe unter http://www.fairleben.at
Eintritt frei

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17.3. Veranstaltung: Der große Weg hat kein Tor

Der große Weg hat kein Tor – Permakultur in meiner Region
Abschlussveranstaltung der Permakultur-Wintergespräche

Teilnehmer am Workshop "Der große Weg hat kein Tor" - Permakultur in deiner Region
Teilnehmer 2011 am Workshop "Der große Weg hat kein Tor" - Permakultur in meiner Region

Der Verein Perma-Norikum mit Sitz in Wels / Oberösterreich, veranstaltete 6 Wintergespräche zu denen Mitglieder von St. Radegund, an der Bayrischen Grenze im Westen, bis Waldhausen an der Grenze zu Niederösterreich einluden. In Summe konnten wir beinahe 100 Teilnehmer aus Österreich und Bayern begrüßen. Die zweite Auflage unserer Veranstaltung „Der große Weg hat kein Tor“ soll die Abschlussveranstaltung unserer Wintergespräche sein. Wir möchten dazu ausdrücklich alle Interessierten, auch ohne Permakultur-Vorkenntnisse einladen.

Termin: 17. März 2012
Zeit: 9.00 bis 17.30 Uhr
Ort: Kienastenhof
Englfing 15
A-4901 Ottnang
Teilnahme: frei, Anmeldung erforderlich

Themen für die Veranstaltung werden sein:
1. Begrüßung durch die Obfrau Beate Schachner
2. Vorstellung des Vereins und seiner Aktionen
3. Kurzvorstellung der Teilnehmer
4. Zusammenfassung Themen der Wintergespräche
5. Bericht von Entstandenen Stammtischen
Mittagspause
6. Openspace
7. Abschlussrunde
8. Marktplatz für Saatgut, Waren und Infos

Der Nachmittag wird wie letztes Jahr als Open-Space für Verschiedene entstandene Themen zur Verfügung stehen. Letztes Jahr waren die Hauptthemen Gemeinschaftsgärten, Terra-Preta und Freie Energie. Gerne kann wieder an diese oder auch neue Themen angeknüpft werden.

Hintergrund der Veranstaltung ist, dass Handlungsbedarf besteht, vorhandene Systeme zu hinterfragen, den Wirtschafts-Wachstums-Wahnsinn zu beenden, die Endlichkeit unserer Ressourcen zu erkennen, für Soziale Gerechtigkeit einzutreten, das Alte „gut sein“ lassen und Platz für Neues schaffen. Wie auch schon aus unserem Arbeitstitel in Anlehnung an Massanobu Fukuoka „Der Große Weg hat kein Tor“ hervor geht, so hat die Herausforderung welche wir für unsere Zukunft haben, auch nicht eine Lösung, doch wir haben mit Permakultur vielfältige Möglichkeiten und Ideen.

Rückblick: Der große Weg hat kein Tor – Permakultur in meiner Region

Rückblick auf unsere Veranstaltung:
Der große Weg hat kein Tor – Permakultur in meiner Region

Teilnehmer am Workshop "Der große Weg hat kein Tor" - Permakultur in deiner Region
Teilnehmer am Workshop "Der große Weg hat kein Tor" - Permakultur in meiner Region

Der Verein Perma-Norikum mit Sitz in Wels / Oberösterreich, hat im Spätherbst einen Prozess gestartet, um im weiteren Sinne die Leistungen der Permakultur in Werte zu setzen. Am 12. März 2011 wurde in Sattledt der Workshop „Der große Weg hat kein Tor – Permakultur in meiner Region“ mit über 30 Teilnehmern aus Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg, Steiermark, Oberbayern und Niederbayern abgehalten.

Neben vielen bereits Aktiven, durften wir auch Interessierte in unserem Kreis begrüßen. Lebensmittel-Produzenten, wie Gemüsegärtner, Bio-Bauern und interessierte konventionelle Bauern belebten die Runde, wie auch Lebensmittel-Vermarkter und auch Konsumenten. Teilnehmer berichteten von interessanten Projekten wie dem von Hubert Jaksch, nahe dem Chiemsee, wo zahlreiche Familien seit 5 Jahren gemeinsam unter der Anleitung des Bauern landwirtschaften oder auch von alternativen Bautechniken und dem aktuellen Thema Terra Preta.

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Hintergrund der Veranstaltung war, dass Handlungsbedarf besteht, vorhandene Systeme zu hinterfragen, den Wirtschafts-Wachstums-Wahnsinn zu beenden, die Endlichkeit unserer Ressourcen zu erkennen, für Soziale Gerechtigkeit einzutreten, das Alte „gut sein“ lassen und Platz für Neues schaffen. Wie auch schon aus unserem Arbeitstitel in Anlehnung an Massanobu Fukuoka „Der Große Weg hat kein Tor“ hervor geht, so hat die Herausforderung welche wir für unsere Zukunft haben, auch nicht eine Lösung, doch wir haben mit Permakultur vielfältige Möglichkeiten und Ideen.

Moderiert wird der Workshop von Dr. Knut Berndorfer / Tansition Oberösterreich
Moderiert wird der Workshop von Dr. Knut Berndorfer / Tansition Oberösterreich

In einem von Dr. Knut Berndorfer angeleitetem World-Café wurden folgende Fragen von den Teilnehmern erarbeitet:

Themenkreis Arbeit:
Was ist erfüllte Arbeit?
Wie kann ein Arbeitsmodell mit Permakultur aussehen?
Wie kann ein Arbeitsmodell mit Permakultur umgesetzt werden?

Themenkreis Energie:
Was geschieht wenn wir so weiter wirtschaften?
Welche Energie-Alternativen kennen wir?
Was kann ich zu einer Energiewende beitragen?

Was Ist erfüllte Arbeit? Arbeit soll Sinn machen, für einen selber als auch für die anderen.
Was Ist erfüllte Arbeit? Arbeit soll Sinn machen, für einen selber als auch für die anderen.

Themenkreis Permakultur-Praktisch:
Wie kann ich vor meiner Haustüre anfangen?
Was kann ich in meiner Gemeinde oder Gemeinschaft tun?
Wie kann ich in meinem Landwirtschaftlichem Umfeld Einfluss nehmen und kooperieren?

Themenbereich Arbeit
(Zusammenfassung von Franz Hörmanseder)

Was Ist erfüllte Arbeit?
Arbeit soll Sinn machen, für einen selber als auch für die anderen..
Der Nachwelt mit sinnvoller Arbeit ein positives Vermächtnis hinterlassen
Wenn ohne Zeitgefühl Arbeit in Leben übergeht
Arbeit ist kein MUß sondern ein WILL
Arbeit bringt Anerkennung und Wertschätzung für einen selber als auch von außen
Erfüllte Arbeit endet nicht in der Pension …
Mit Herz und Seele bei der Sache sein
Erfüllte Arbeit soll ein würdiges Leben ermöglichen

Erfüllte Arbeit endet nicht in der Pension
Erfüllte Arbeit endet nicht in der Pension

Wie kann ein Arbeitsmodell mit Permakultur aussehen?
Drei Schichten- Modell von Franz Hörmanseder:
1. Lohnarbeit
2. Versorgungswirtschaft(selbst und andere)
3. Was ich besonders gerne mache: Interkulturelles Engagement, coachen
Gemweinschaftl. Arbeiten ohne Diktat von außen?

– persönliche Fähigkeiten und Fertigkeiten feststellen und einsetzen, einfügen in Gruppe damit ein gemeinsames Ganzes entsteht
-Klares gemeinsames Ziel festlegen, Aufgaben nach Fähigkeiten und Fertigkeiten  verteilen
– Menschen führen, gute Menschenführung. Im Vorfeld gleichgesinnte finden und sich vernetzen!
Beispiel Halbtagserwerbsarbeit: am Nachmittag Mithilfe in Landwirtschaft gegen Tausch von gesunden Lebensmitteln. Bäuerliche Nachbarschaftshilfe wieder einführen und auf Konsumenten ausweiten. Involvieren von arbeitsfreien Arbeitslosen, Jugendlichen und Pensionisten? Alle Arbeitswilligen als Ressource nutzen.

Erzeuger –Verbrauchergemeinschaften, raus aus teurer Technologie  für Lebensmittelproduktion hin zu Vielfalt, Rückführung von Arbeitskräften auf Höfe
Erzeuger –Verbrauchergemeinschaften, raus aus teurer Technologie für Lebensmittelproduktion hin zu Vielfalt, Rückführung von Arbeitskräften auf Höfe

Wie kann ein Modell mit Permakultur umgesetzt werden?

Beispiel Projekt im Chiemgau von Hubert Jaksch: Viele Gleichgesinnte haben wenig Arbeit und viel Spaß miteinander. Bauer stellt Feld, Pflanzen und Wissen zur Verfügung, Konsum. machen  Arbeit und bezahlen den Bauer.

Verein „Nets“, Erzeuger –Verbrauchergemeinschaften, raus aus teurer Technologie  für Lebensmittelproduktion hin zu Vielfalt, Rückführung von Arbeitskräften auf Höfe

Themenkreis Energie:
(Zusammenfassung von Bernhard Gruber)

Wir wollen weg von Leid, Ungerechtigkeit und Zerstörung
Wir wollen weg von Leid, Ungerechtigkeit und Zerstörung

Was geschieht wenn wir so weiter wirtschaften?
Unbeschreibliches Leid, Zerstörung, Krieg, alles was wir nicht wollen, noch mehr Ungerechtigkeit, totale Kontrolle, …

Welche Energie-Alternativen kennen wir?
Gesparte Energie, Sonnenenergie, Windenergie, Wasserkraft, Kleinwindräder unter 10 m Höhe nicht bewilligungspflichtig, Savoniusrotor, Gezeitenkraftwerke, Verwirbelungskraftwerke, freie Energie in verschiedenen Formen, Viktor Schauberger, Tesla, Nachwachsende Rohstoffe, Niederwaldwirtschaft, auf Stock setzen, Energiewald, Hecken, Biogas aus Abfällen und nicht aus Rohstoffen, höherer Pestizideinsatz durch „Bio“-Treibstoffe

Das einfachste was wir tun können ist, weniger Energie verbrauchen und nicht mehr gewinnen
Das einfachste was wir tun können ist, weniger Energie verbrauchen und nicht mehr gewinnen

Was kann ich zu einer Energiewende beitragen?
Zu einem Ökostromanbieter wechseln, 100% Atomenergiefrei, wärmer anziehen, Einsatz von Elektrogeräten reduzieren, Kurzstrecken zu Fuß oder mit Fahrrad, öffentlichen Verkehr benutzen, keinen Müll produzieren, gegen Atomkraft eintreten, Teil der Lebensmittel selbst anbauen, regionale, saisonale, biologische Produkte kaufen, Fleischkonsum reduzieren, Konsum einschränken, reparieren, wiederverwenden, Kreisläufe schließen, …

Permakultur pratkisch:
(Zusammenfassung von Klemens Füreder)

Jedes Samenkorn in Form von Gedanken und Taten muss gelegt werden
Jedes Samenkorn in Form von Gedanken und Taten muss gelegt werden

Beginnen vor der eigenen Tür?
Man sollte den Mut aufbringen den Menschen die Köpfe für die Permakultur zu öffnen und Alternativen aufzeigen. Jedes Samenkorn in Form von Gedanken und Taten muss gelegt werden; dann braucht es Zeit und hin und wieder die richtige Fürsorge damit eine stattliche Pflanze daraus werden kann. Zuerst Prioritäten setzen und dann überzeugt und konsequent den Weg beschreiten und dabei mit leichtigkeit aufbauen und begeistern!

Wie kann ich mit den Menschen beginnen (Gemeinde und Landwirtschaft)?
Zum Beispiel ein Lebens-Netzwerk in Kooperation:
Bauer und Konsument arbeiten zusammen ohne Konkurrenzgedanke – daher optimale Qualität des Geschaffenem. Dieses regionale Netzwerk kann natürlich auch für andere Lebensbereiche gelten wie z.B. andere Handwerke oder Gesundheitsvorsorge.
Somit gäbe es viel mehr regionale Existenzen und Beschäftigung.

Ressourcen der Gemeinschaft Nutzen, ob geistig oder materiell und Alte mit Jungen Erfahrungen zusammenbringen
Ressourcen der Gemeinschaft Nutzen, ob geistig oder materiell und Alte mit Jungen Erfahrungen zusammenbringen

Aufklärung leisten in Form vom Nutzen der regionalen überschaubaren Kreislaufwirtschaft und oft verschwiegene Missstände der Gesellschaft den Menschen näher bringen. Ressourcen der Gemeinschaft Nutzen, ob geistig oder materiell und Alte mit Jungen Erfahrungen zusammenbringen. Generationenaustausch zwischen Alten und Jungen Leuten. Firmeninterne Netzwerke nutzen um die Produkte eines benachbarten oder auf dem Weg liegenden Bauers zu vertreiben und somit Transport-Energie einzusparen.

Sich nicht scheuen den nächstgelegen Bauern zu Fragen ob man auf seinem Grund und Boden nicht Gemüse anbauen könnte zu beiderlei Nutzen.

Im abschließenden Plenum wurde festgestellt, dass es in nächster Zeit unbedingt Folgeveranstaltungen, auch in anderen Regionen in Oberösterreich geben soll. Wer sich an diesem Prozess gerne beteiligen möchte, kann sich gerne unverbindlich dazu anmelden:

12.3.2011: Der große Weg hat kein Tor – Permakultur in meiner Region

Der große Weg hat kein Tor – Permakultur in meiner Region

Permakultur in Werte setzen - miteinander zukunftsfähig wirtschaften
Permakultur in Werte setzen - miteinander zukunftsfähig wirtschaften

Der Verein Perma-Norikum mit Sitz in Wels / Oberösterreich, hat vor kurzem einen Prozess gestartet, um im weiteren Sinne die Leistungen der Permakultur in Werte zu setzen. Ziel derzeitiger Arbeitstreffen ist, am 12. März 2011 einen Workshop zum Thema „Der große Weg hat kein Tor – Permakultur in meiner Region“, zu gestalten. Das Themenfeld der Permakultur ist an sich schon sehr philosophisch, doch möchten wir an diesem Tag vom Reden ins Tun kommen.

Gemeinsame Visionen und ein Leitbild soll erarbeitet werden
Gemeinsame Visionen und ein Leitbild soll erarbeitet werden

Grundlage unseres Denkens ist, dass Handlungsbedarf besteht, vorhandene Systeme zu hinterfragen, den Wirtschafts-Wachstums-Wahnsinn zu beenden, die Endlichkeit unserer Ressourcen zu erkennen, für Soziale Gerechtigkeit einzutreten, das Alte „gut sein“ lassen und Platz für Neues schaffen. Wie auch schon aus unserem Arbeitstitel in Anlehnung an Massanobu Fukuoka „Der Große Weg hat kein Tor“ hervor geht, so hat die Herausforderung welche wir für unsere Zukunft haben, auch nicht eine Lösung, doch wir haben mit Permakultur vielfältige Möglichkeiten und Ideen. Unterstützt durch Permakultur-Gestaltungsprinzipien und Ethik möchten wir Menschen um uns einfache Möglickeiten für einen zukunftsfähigen Lebensstil zeigen.

Lokale Permakultur Stammtische sollen gegründet werden
Lokale Permakultur Stammtische sollen gegründet werden

Gemeinsam möchten wir als ersten Schritt eine Zukunftsvision finden. Überregionale Arbeitsgruppen sollen sich definieren. Diese Arbeitsgruppen sollen wiederum im Kontakt zu regionalen, nationalen und internationalen Organisationen stehen. Mögliche EU-Lernpartnerschaften werden angestrebt. Gerne möchten wir Mitglieder und Interessierte motivieren, lokale Permakultur-Stammtische oder Gruppen zu etablieren. Arbeitsgruppen sollen zu den Themenfeldern Selbstversorgung, nachwachsende Energie / Rohstoffe, ökologischem Bauen, menschenfreundlichen Technologien, solidarische Ökonomie, Bildung für eine L(i)ebenswerte Zukunft und Internationale Zusammenarbeit und Vernetzung gebildet werden.

Termin: 12. März 2011 von 9.00 bis 17.30

Moderiert wird der Workshop von Dr. Knut Berndorfer / Tansition Oberösterreich
Moderiert wird der Workshop von Dr. Knut Berndorfer / Tansition Oberösterreich

Ort: Seminarhaus IMPULS
Fam. Steinmaurer
Oberautal 3
A-4642 Sattledt, Austria

Moderation: Dr. Knut Berndorfer (Transition Oberösterreich)

Verpflegung:
Mitgebrachtes für ein gemeinsames Süß/Saures Buffet, Ofen zum Aufwärmen vorhanden!

Kosten: Kostenteilung durch Teilnehmerzahl / Selbsteinschätzung

Lass uns unsere Zukunft gemeinsam gestalten!

Unverbindliche Anmeldung erforderlich

Im Süddeutschen Sprachraum, Bayern, Österreich und Südtirol sind für kommendes Jahr auch wieder mehrere 72h Permakultur-Designzertifikatskurs nach dem Curriculum von Bill Mollison geplant. Weitere Infos dazu unter: http://www.permkultur-jetzt.eu

AGRAR-Investments – Kapitallenkung verstärkt in Zukunft lokale und globale Konflikte

AGRAR-Investments – Kapitallenkung verstärkt in Zukunft lokale und globale Konflikte
Finanzinteressen wider den nachhaltigen Umgang mit Erde und Menschen, ein Plädoyer und Aufruf von Georg Huber

Was haben Agrarinvestments und Permakultur miteinander zu tun? Für viele Permakulturaktive dürften andere als reine Renditeinteressen der Grund für die Zuwendung zu Grund und Boden sein.
Dass sich seit Jahren immer mehr renditehungriges Kapital geradezu auf landwirtschaftlich nutzbare Flächen stürzt, sollte alle, besonders Permakulturaktive und solche, die es werden wollen, aufhorchen lassen. Gründe dafür gibt es genug:

1.) Der Trend, wie er von Investoren und ihren Beratern gezeichnet wird, geht von einem steigenden Pro-Kopf-Flächenverbrauch aus, der sich weniger aus dem Anstieg der Weltbevölkerung ergibt (quantitativ), sondern aus geänderten Ernährungsgewohnheiten weltweit (z.B. höherer Fleisch- und Milchkonsum, siehe „Fokus: Agrartrends, Allianz Global Investors, Februar 2010“)

2.) Der westliche Lebensstil prägt den Konsumhunger aufstrebender Nationen nicht nur in puncto Auto, sondern auch bei den Ernährungsgewohnheiten. So gehen Eigentümer und Investoren industriell geführter Agrarbetriebe in Australien und Neuseeland von einem zuverlässig ansteigenden Milch- und Milchprodukte-Konsum in Asien aus. (z.B. im Beteiligungsangebot „Aquila AgrarINVEST II – Neuseeland“). Ein gefundenes „Fressen“ für mittelfristig agierende Private Equity-Investoren.

3.) Das Nord-Süd-Konfliktthema „Teller oder Tank“ wird derzeit auf Kosten von Natur und Bevölkerungen der südlichen Hemisphäre gespielt. Kann es nachhaltig sein, wenn wir verheizen, was woanders auf den Teller gehört?

4.) Auf unseren Äckern findet ein skurriler Wettstreit zwischen Strom aus Biogas und Strom aus Photovoltaik-Freiflächenanlagen statt. So ist es für Bauern inzwischen wirtschaftlicher, die eigenen Flächen langfristig Betreibern von Photovoltaik-Anlagen zu verpachten, als darauf Mais für die Biogasanlagen im Umkreis von 50 km anzubauen. Trendbezogen steht schon heute Nahrungsmittelerzeugung erst an dritter Stelle.

5.) Die Folgen, mit denen wir nüchtern „rechnen“ sollten, werden meines Erachtens jedoch ganz andere sein, als es die Hochglanzversprechen der Prospektherausgeber vermuten lassen. Und diese betreffen nicht nur die Investoren. (a) Agrarinvestoren werden einerseits, beschleunigt durch Konzentration von Kapital auf Agrarflächen, internationale und nationale Konflikte verstärken. (b) Andererseits wird die weltpolitische „Großwetterlage“ für die Erfüllung der Renditeerwartungen dieser Investoren langfristig nicht stabil genug bleiben können. Werden sich alle Betroffenen vom Landhunger des Kapitals ihre Bodenenteignung gefallen lassen, nur damit andere auf der Nordhalbkugel jeden Tag mit dem eigenen Auto in die Stadt fahren oder statt Gemüse Steak essen können? (c) Schon heute haben die Regionen mit dem höchsten Pro-Kopf-Ressourcenverbrauch (USA, EU) mit einer Zuwanderung zu kämpfen, die sie kaum mehr steuern können. In der EU-Öffentlichkeit wird das Migrationsthema weitgehend verdrängt. In allein gelassenen Ländern wie Italien (Lampedusa und Sizilien) und Spanien führt dies zu Überreaktionen der Behörden wie der Bevölkerung. (d) Nach dem Ende des billigen Erdöls (Peak Oil) müssen wir unumkehrbar mit ständig steigenden Ölpreisen rechnen. Das wird unser aller Alltagsleben erheblich verändern.  Der irrwitzige Versuch, billigen Biotreibstoff aus der Dritten Welt zu verschiffen, wird scheitern. Wann werden wir endlich begreifen, daß wir Erdöl zwar verbrauchen, aber nicht ersetzen können? (e) Ein weicher und von den meisten unbemerkter Faktor ist m. E. die fortschreitende Urbanisierung, die neben der geographischen vor allem die soziokulturelle Trennung von Mensch und Natur fortführt und verstärkt.

FAZIT EINS für Permakulturaktive: Die Folgen kapitalorientierten Wirtschaftens auf die Biosphäre (z.B. Beschränkung von Zugangsrechten zu sauberem Trinkwasser, Abfallwirtschaft anstatt Kreislaufwirtschaft, Überfischung der Meere und Bodennutzung durch industrielle, wohnortferne industrielle Landwirtschaft) werden viel schneller spürbar, als es sich Bill Mollison und David Holmgren vor 40 Jahren wohl haben vorstellen können.

FAZIT ZWEI: Immer mehr Leute wollen, sofern sie das erforderliche Kapital und den eigenen Mut zum Um- und Aussteigen aufbringen, eigenen Boden erwerben und nach Permakultur-Prinzipien bewirtschaften.

FAZIT DREI: Verbalausfälle gegen Hartz-IV-Empfänger (denen FDP-Chef und Bundesaußenminister Guido Westerwelle „anstrengungslosen Wohlstand“ und „spätrömische Dekadenz“ unterstellt) und Warnungen vor „Rentnerfallen“ (so Roman Herzog)  in der deutschen Partitokratie zeugen mehr von Hilflosigkeit denn von zielführender Fantasie.

Was bleibt ist, tätiges Beispiel zu geben für Auswege. Permakultur heißt, praktisch verbunden mit der nährenden Natur zu sein und zu bleiben. Permakultur ist eine neue Kultur der Aufmerksamkeit für die Lebenszusammenhänge, in die wir ausnahmslos alle eingewoben sind, und für deren Erhalt und Stärkung wir verantwortlich sind. Permakultur führt zu nachhaltigem Frieden aus neuem Denken und Handeln und zu gemeinschaftlichen Aktionen à la Transition-Town-Bewegung.

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es

Statt nach dem Motto „Boden für Kapital“ in eine Sackgasse zu investieren, d.h mit Kapitaleinsatz Böden weiter auszulaugen und Menschen zu bloßen Konsumwesen abzuwerten, sollte es doch umgekehrt sein. Doch zu „Kapital für Boden“, für gesunden, durch Lebensvielfalt geschützten und gestärkten Mutterboden, bedarf es persönlichen, aktiven, auch finanziellen Engagements. Es braucht Umkehr in den Köpfen und im Alltag. Möglich, daß dann auch Geld investiert wird für „ein Land, in dem Milch und Honig für alle Menschen fließen“.
Der Autor Georg Huber ist seit mehr als zwei Jahrzehnten als Finanzvermittler (Investmentfonds, Beteiligungen) selbständig tätig –siehe http://www.gruenewerte.de -, seit 2009 PDC-Zertifikatsinhaber und mit seiner Partnerin am Anfang eines eigenen Permakultur-Projektes in der Oberpfalz, namens PermaHaus

12. Juli 09 Vortrag Regional-Vermarktungskonzept NEST

Gründungsmitglied bei Perma-Norikum, Beate Schachner, Biobäurin und Mutter von drei Kindern aus Eggendorf im Traunkreis, startete letztes Jahr mit dem Regionalvermarktungskonzept „Nest“ in Wels. Sie wird uns über das Konzept und die Vorteile von Nest und Erfahrungen berichten. Nest ist ein Regionalvermarktungskonzept von biologischem Obst und Gemüse, das regional und saisonal angeboten wird.
Veranstaltungsort ist das Permakultur-Projekt „Weberhäusl“ der Familie Gruber in Wels, Stadlhof 25, 19.30 Uhr, Teilnahmebeitrag € 7,-