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Projekt Humustoiletten für Krems

Projekt Humustoiletten für Krems

Auf Almhütten sind Kompost- bzw. Humustoiletten lange nicht mehr wegzudenken, jetzt erobern sie auch den öffentlichen Raum in den Städten
Auf Almhütten sind Kompost- bzw. Humustoiletten schon lange nicht mehr wegzudenken, jetzt erobern sie auch den öffentlichen Raum in den Städten

Von 16.-21. August 2011 findet in Krems ein Vernetzungstreffen europäischer Initiativen zum Thema „Ernährungssouveränität“ statt, 1.000 Menschen werden erwartet.

Bio-LandwirtInnen der Umgebung haben bereits zugesagt, Gemüse für das Treffen bereit zu stellen, das in veganen Volksküchen verarbeitet und zubereitet wird. Die Küchenabfälle werden zur Kompostierung an die LandwirtInnen zurück geliefert.

Für eine gute Kompostierung oder auch Fermentierung ist eine Urinseperation unbedingt notwendig
Für eine gute Kompostierung oder auch Fermentierung ist eine Urinseperation unbedingt notwendig

Wir wollen noch einen Schritt weiter gehen und die wasserlose Toilette im Rahmen dieses Treffens bewerben. DesignerInnen der Universität für Angewandte Kunst gestalten fünf Humustoiletten, die leicht auf- und abbaubar sind, die mit Lastenfahrrädern transportiert werden können und die im Kremser Stadtgebiet ein Blickfang sind.

Eine dieser Toiletten ist durch Vorfinanzierung bereits verkauft – sie wird nach dem Treffen in Krems gereinigt an einen niederösterreichischen Landwirt geliefert.

Anstatt unser kostbarsetes Gut, das Wasser zum Transportmittel zu degradieren, wird einfaches organisches Material zum Abdecken der hochprozentigen Nährstoffe verwendet, damit auch keine Geruchsbelästigung entsehen kann
Anstatt unser kostbarsetes Gut, das Wasser zum Transportmittel zu degradieren, wird einfaches organisches Material zum Abdecken der hochprozentigen Nährstoffe verwendet, damit auch keine Geruchsbelästigung entsehen kann

Wir suchen vier weitere InteressentInnen, die durch Vorfinanzierung eine der vier Design-Humustoiletten erwerben möchten!

Diese Toiletten bedeuten nicht nur kurze Nährstoffkreisläufe vor Ort, sie sind auch Politikum, da sie in einem wichtigen gesellschaftlichen Kontext eingesetzt werden.

Bei Interesse und Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung:
Theresa Heitzlhofer
Brunnengasse 43/21
1160 Wien
Tel.: +43 650 824 94 20

Wie auch auf jeder Wassertoilette gibt es auch im Kompostklo Regeln - hinterlasse diesen Ort so, wie du ihn vorfinden möchtest
Wie auch auf jeder Wassertoilette gibt es auch im Kompostklo Regeln - hinterlasse diesen Ort so, wie du ihn vorfinden möchtest

Ernährungssouveränität jetzt!

Ernährungssouveränität jetzt!
Gemeinsame Vorbereitung – Nyéléni Europe Forum

Die inhaltliche und organisatorische Vorbereitung des Nyéléni Europe Forum ist ein Prozess, der von möglichst vielen Menschen und Organisationen gemeinsam getragen werden soll.  Dafür hat sich eine Gruppe in Österreich zu formieren begonnen, bestehend aus Menschen aus verschiedensten Zusammenhängen (Bäuer_innen, Menschen aus NGOs, Vereinen, Einzelpersonen…). Um ein Forum der Vielfalt, der neuen Ideen, der “anderen Welt” möglich zu machen, brauchen wir noch viel mehr Menschen, die sich einbringen wollen.
Es gibt viele Dinge zu tun:
Organisation von Volxküchen, lokalem Anbau der Lebensmittel für das Forum, Kulturprogramm (Theater, Musik…), Kinder- und Jugendprogramm, Übernachtung, Orga des Camps, Aufstellen von finanziellen Mitteln, Mobilisierung, Öffentlichkeitsarbeit usw.

Einladung zum Vorbereitungstreffen

Im Feber 2007 fand in Mali das erste weltweite Forum zu Ernährungssouveränität statt, bei dem sich 500 Delegierte aus aller Welt trafen und eine Änderung des bestehenden Agrar- und Ernährungssystems diskutierten. Nyéléni war eine Frau, die in Mali als Vorkämpferin für Ernährungssouveränität und die Rechte der Frauen Geschichte geschrieben hat. Seit Nyéléni 2007 gibt es Bestrebungen, ein europäisches Forum für Ernährungssouveränität zu veranstalten,  um auch hier die Idee der Ernährungssouveränität weiter zu verbreiten.
Ernährungssouveränität ist das Recht der Bevölkerung, ihre Ernährung und Landwirtschaft selbst zu bestimmen und stellt die Menschen, die Lebensmittel erzeugen, verteilen und konsumieren ins Zentrum der Nahrungsmittelsysteme, nicht die Interessen der Märkte und transnationalen Konzerne. (siehe Erklärung von Nyéléni) Ernährungssouveränität bedeutet auch, dass jedes Land bzw. jede Staatenunion seine Agrar- und Ernährungspolitik selbst bestimmen darf, ohne dabei andere Regionen zu schädigen.

Das Forum soll dazu dienen die Bewegung für Ernährungssouveränität zu stärken und zu verbreitern ein gemeinsames Verständnis dafür aufzubauen, was Ernährungssouveränität in Europa heißen kann. Herausforderungen und Hindernisse in Europa zu identifizieren . Ernährungssouveränität durch die Entwicklung gemeinsamer Strategien  zu einer Realität in Europa zu machen.

Vom 16. bis zum 21. August 2011 wird das erste europäische Forum für Ernährungssouveränität „Nyeleni Europe“ in Österreich stattfinden! Das Forum soll etwa 800 bis 1.000 Menschen in Krems versammeln und einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer starken Bewegung für Ernährungssouveränität in Europa darstellen. Es ist an der Zeit, dass sich die unzähligen Menschen miteinander vernetzen, die sich für ein anderes Landwirtschafts- und Ernährungssystem in Europa und weltweit einsetzen. Weitere Infos