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Permakultur-Stammtisch im Freiraum Wels

Freiraum zum Gespräch über einen zukunftsfähigen Lebensstil
Freiraum zum Gespräch über einen zukunftsfähigen Lebensstil

Permakultur-Stammtisch im Freiraum Wels
21. Oktober, 18. November und 16. Dezember 2015
Zeit: 18.58 Uhr
Ort: Freiraum Wels, Altstadt 8, 4600 Wels

Offene Gesprächsrunde zum Thema Permakultur als zukunftsfähiger Lebensstil. Was sind die Herausforderungen der Zukunft, wie können wir schon jetzt daran Arbeiten?

Moderiert wird die Gesprächsrunde von Bernhard Gruber, Permakultur-Aktivist und Buchautor. Als Werkzeug dient ein Redestab, der im Kreis reihum wandert und jedem eine Stimme verleiht.

Weitere Infos

Die Teilnahme ist kostenlos und unverbindlich

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Einladung zum Bodentag im Otelo Vöcklabruck

Einladung zum Bodentag im Otelo Vöcklabruck

wir begreifen Boden
wir begreifen Boden

Gemeinsam mit dem Klimabündnis und der Stadt Vöcklabruck veranstaltet
wir rund um das OTELO Vöcklabruck den Bodentag 2012, welcher am Samstag,
den 2. Juni von 10.00 bis ca. 16.00 Uhr stattfindet.

Folgendes Programm wird geboten:

um 10.00 Uhr machen wir eine Exkursion zu einem nahegelegenen Bauernhof – wo
wir für diese Veranstaltung vorrübergehend Bodengruben ausgehoben haben
um den Bodenaufbau genauer studieren zu können. Angeleitet wird diese
Exkursion von Dr. Peter Sommer.

gegen 13.00 Uhr gibt es im OTELO Vöcklabruck ein vegetarisches Mittagessen und
die Möglichkeit zum gegenseitigen Kennenlernen und Vernetzen.

ab ca. 14.30 Uhr folgt ein Vortrag zum Thema „Bodenschutz im Hausgarten“ –
welcher seine Schwerpunkte im Bereich Kompostierung und Ökologisches
Gärtnern hat. (gehalten ebenfalls von Dr. Sommer)

Rund um das Programm seit ihr herzlich eingeladen Wissen, Pflanzen und
Saatgut auszutauschen.

Die Teilnahme am Bodentag ist kostenlos.
Um Voranmeldung wird gebeten:
entweder über die Homepage:
per Email:
oder telefonisch: 0650 / 676 06 81

Reisebericht vom PDC in Tansania / Umbwe Onana 2010

Reisebericht vom PDC in Tansania / Umbwe Onana 2010
von Georg Ottinger, Neukirchen an der Vöckla / OÖ

Unterstütze unser Tansania-Projekt mit deiner Kursteilnahme beim Permakultur-Designkurs in Wels, vom 31. Juli bis 13. August!
Unterstütze unser Tansania-Projekt mit deiner Kursteilnahme beim Permakultur-Designkurs in Wels, vom 31. Juli bis 13. August!

Zeitig in der Früh treffen wir uns am Flughafen München. Eine Menge andere Urlauber reihen sich mit uns am Check-In Schalter ein. Nervösität liegt in der Luft. Der Check-In Computer stellt die erste Herausforderung des Tages dar. Hauptsache eine Boardkarte und schon ist der nächste dran. Nach wenigen Minuten ist alles erledigt. Das Gepäck gemeinsam eingecheckt. Dem kurzen Moment der Hektik folgt eineinhalb Stunden Warten auf das Boarding.
Ich fliege nicht oft und ich war froh dem hektischen Treiben am Flughafen zu entkommen. Nach vielen Stunden im Flugzeug kommen wir in der Nacht am Kilimanjaro Airport zwischen Arusha und Moshi an. Christoph, Bernhard, Sylvia und ich sind, nach dem Bezahlen des Touristenvisas, nun offiziell in Tansania angekommen und Aloyce erwartet uns mit seiner Tochter Gloria bereits beim Ausgang des Flughafens.

Über allem thront Mama Kilimanjaro, wie der Berg liebenswürdig von Einheimischen genannt wird
Über allem thront Mama Kilimanjaro, wie der Berg liebenswürdig von Einheimischen genannt wird

Nach einer weiteren Stunde Autofahrt kommen wir beim Haus von Aloyce und seiner Familie an. In der Dunkelheit begrüßen uns zwei seiner Söhne, Martin und Julius – es war bereits so dunkel, dass ich sie am nächsten Tag nicht mehr erkannt habe.
Kurz gesagt wir sind gut angekommen und auch während den nächsten Tagen und Wochen waren wir sehr gut aufgehoben.
Am ersten Tag nach unsere Ankunft gehen wir zum Fluss. Die Landschaft ist dominiert von den verschiedensten Grüntönen der Pflanzen und dem Rot der Erde.

Naturerlebnis am Umwe River
Naturerlebnis am Umwe River

Der Fluss verläuft in einem Tal und um dorthin zu kommen müssen wir ein paar Minuten hinabsteigen. Die Vegetation in diesem Tal wirkt sehr wild auf mich, und ich denke mir, dass sie vielleich ein klein bißchen wie Regenwald aussieht, obwohl ich denk Gedanken auch gleich wieder verwerfe. Zum Fluss hat Aloyce eine besondere Beziehung, zum einen hat er mit einer Gruppe von Arbeitern von Mitte bis Ende der Neunziger Jahre das alte Bewässerungssystem wieder in Stand gesetzt und zum anderen versucht er in diesem Fluss Fische zu züchten. Dieses Vorhaben stößt allerdings auf ein großes Problem, denn es gibt Leute, welche die Fische vergiften, einsammeln und dann verkaufen.

Georg Ottinger beim Spaziergang am Umbwe River
Georg Ottinger beim Spaziergang am Umbwe River

Wir spazieren noch etwas den Flusslauf entlang und gehen wieder zurück zum Haus.
Gegessen wird im Wohnzimmer des Hauses, welches ein paar spezielle Einrichtungsgegenstänge aufweist. Als erstes fällt mir die Schultafel auf, welche sehr praktisch ist, um Skizzen anzufertigen. Gloria notiert für uns gleich zu Beginn ein paar Phrasen auf Kisuaheli, zum Beispiel: „Say ya chakula“ – Essenszeit. Ein für mich besonders nettes Detail des Wohnzimmers waren die Boxhandschuhe, welche neben den Kreuz hängen. Man muss für seine Überzeugung kämpfen kommentiert Aloyce meine Entdeckung.

Eine Gruppenarbeit wird von Kursteilnehmern präsentiert
Eine Gruppenarbeit wird von Kursteilnehmern präsentiert

Nach und nach treffen auch die TeilnehmerInnen, welche ebenfalls bei unserer Gastfamilie übernachten, aus verschiedenen Gebieten Tansanias, vom Viktoriasee bis Dar-es-Salam, ein. Eine Teilnehmerin kommt sogar aus Kenia. Je mehr ich von den TeilnehmerInnen und ihren Tätigkeiten erfahre, desto mehr bin ich beeindruckt, was diese Menschen auch mit geringen finanziellen Mitteln, in ihren Gemeinschaften zu Stande bringen. Festo, um nur ein Beispiel zu nennen, ist ein junger Mann, welcher gemeinsam mit Freunden, eine Betreuungseinrichtung für Straßenkinder in Dar-es-Salam aufgezogen hat. Er war als Jugendlicher selbst 3 Jahre auf der Straße, bevor ihm eine Organistation ermöglichte einen Schulabschluß zu machen. Er sieht das Projekt als Gelegenheit diesen Dienst zu erwiedern und anderen Kindern und Jugendlichen eine Chance zu geben.

Gemeinsam wird ein Komposthaufen errichtet
Gemeinsam wird ein Komposthaufen errichtet

Am Sonntag bereiten wir den Raum für den Kurs vor. Wir improvisieren Tische zum Zeichnen und eine weißbeschichtet Platte wird als Leinwand für den Beamer umfunktioniert. Beim Verlegen der Stromkabeln fühle ich mich ganz in meinem Element, denn diese Aufgabe, habe ich bereits bei verschiedenen anderen Veranstalltungen wahr genommen.

Auch ein einfacher Brotbackofen wurde mit lokalem Material gebaut
Auch ein einfacher Brotbackofen wurde mit lokalem Material gebaut

Zu Beginn des Kurses wird sehr viel gezeichnet, was sehr gut ankommt. In der Gruppe sind auch einige sehr talentierte Künstler. Das Tempo des Kurses ist nicht alzu zügig, denn alles was Christoph und Bernhard vortragen, wird in das Kisuaheli übersetzt, da nicht alle TeilnehmerInnen Englisch sprechen. Die nächsten zwei Wochen sind meinem Empfinden nach sehr schnell vergangen. Neben den aufschlußreichen theoretischen Inputs, sind mir vorallem die praktischen Arbeiten in Erinnerung geblieben. Die Umgestalltung des Innhofs, das Bauen eines Lehmofens oder das Aufschütten eines Komposthaufens, alles waren sehr interessante Tätigkeiten, die der Gruppe sichtbar Freude machten.

Kursteilnehmer beim Permakultur-Designkurs 2010 am Kilimanjaro
Kursteilnehmer beim Permakultur-Designkurs 2010 am Kilimanjaro

Obwohl es noch erzählen gibt, schließe ich diesen Bericht und möchte mich bei Christoph und Bernhard für den Kurs, bei Aloyce und seiner Familie für die Gastfreundschaft und bei dem Küchenteam für ihren unermüdlichen Einsatz bedanken. Ashante sana!