9. – 23. 8. Lehrgang: Permakultur-Designzertifikatskurs in Wels/OÖ

Gruppenfoto beim Zertifikatskurs im Sommer 09 in Wels

Gruppenfoto beim Zertifikatskurs im Sommer 09 in Wels

72h Permakultur-Designzertifikatskurs
in Wels / OÖ – Sommer 2015
Permakultur-Projekt Weberhäusl
Termin: 9. bis 23. August 2015

Permakultur als Planungskonzept vereint Ökologie und Ökonomie und gibt uns das Werkzeug für ein resilientes Umfeld in Stadt und Land. Permakultur lehrt uns den achtsamen Umgang mit der Natur, mit unseren Mitmenschen und uns selbst.

Waldgarten des Permakultur-Projektes Weberhäusl

Waldgarten des Permakultur-Projektes Weberhäusl in den Anfängen

Das Permakultur-Projekt Weberhäusl mit seinem ca. 5.000 m² großen und über 20 Jahre alten Waldgarten war bereits 2007 Austragungsort für einen Permakultur-Designzertifikatskurs mit dem Austro-Neuseeländer Joe Polaischer. Nach 4 Jahren Pause gibt es wieder die Gelegenheit vor Ort einen Permakultur-Designzertifikatskurs zu besuchen.

Eine ausführliche Beschreibung mit zahlreichen Fotos ist im Buch "Die kleine Permakultur-Fibel" zu finden

Eine ausführliche Beschreibung mit zahlreichen Fotos ist im Buch „Die kleine Permakultur-Fibel“ zu finden

Die Grundlage des Permakultur-Designzertifikatskurses ist das Buch: “Permaculture – a Designerś Manual” oder “Handbuch der Permakultur Gestaltung” – als Kursmanuskript erhält jeder Teilnehmer das Buch „Die kleine Permakultur-Fibel“.

Jeder Teilnehmer plant im Rahmen des Lehrgangs sein eigenes Projekt

Projekt kann sein: Hausgarten, Waldgarten, CSA, Landwirtschaft, Schulgarten, Gemeinschaftsgarten, Dorfentwicklungskonzept, Alternativwährungskonzept, Vertriebskonzept, …

Je nach Entfernung zum Haus kann im Terrassengarten auch intensieves einjähries Gemüse zu finden sein

Je nach Entfernung zum Haus kann im Terrassengarten auch intensieves einjähries Gemüse zu finden sein

Lehrgangsinhalt: Einführung, Bereiche und Geschichte der Permakultur, Ethik der Permakultur, Konzepte im Permakultur-Design, Methoden, Muster und Klimafaktoren im Permakultur-Design, Bäume und ihre Funktion, Wasser im Permakultur-Design, Aquakultur, Boden und Bodenverbesserung, Erdbewegung und Erdarbeiten, Kaltes Klima, Tropen, Trockene Gebiete, Strategien für alternative Nationen, Projektplanung und Projektpräsentation

Veranstaltungsort: Permakultur-Projekt Weberhäusl, Stadlhof 2, 4600 Wels

Ein Permakultur-Designkurs mit vielen praktischen Anleitungen

Ein Permakultur-Designkurs mit vielen praktischen Anleitungen

Kursbeitrag Privatpersonen € 900,- bei Selbstversorgung, ohne Unterkunft.
Kursbeitrag für Mitarbeiter von Unternehmen, öffentlichen Institutionen, Förderungsempfänger, AMS-Maßnahmen udgl. € 1.500,- bei Selbstversorgung, ohne Unterkunft.

Vollverpflegung: € 200,-
Zeltplatz / Person: € 50,-
Standplatz Camper / Person: € 100,-
Matratzenlager / Person: € 150,-

Projektpräsentation der Permakultur-Planung zum Abschluss des Lehrganges

Projektpräsentation der Permakultur-Planung zum Abschluss des Lehrganges

Der Kursbeitrag ist bei Anmeldung zu begleichen. Anmeldung mit Foto, aktueller Postanschrift, Lebenslauf und Motivationsschreiben an bernhard.gruber2@gmx.net

Bei Abmeldung durch Teilnehmer 4 Wochen vor Kursbeginn, werden 50% der Kurskosten einbehalten. Bei Abmeldung 1 Woche vor Kursbeginn und teilnehmerseitigem Nichterscheinen ohne Abmeldung wird der volle Kursbeitrag einbehalten. Ersatzpersonen können vom Teilnehmer genannt werden.

Permakultur-Wintergespräche 2015

Wie im Jänner 2012 soll es auch 2013 wieder ein Wintergespräch in Waldhausen geben

Wie in den letzten Jahren soll es auch 2015 wieder Permakultur-Wintergespräch geben

Permakultur-Wintergespräche 2015
Termine und Veranstaltungsplätze gesucht!

Der Verein Perma-Norikum veranstaltet Anfang 2015 seine fünften Permakultur-Wintergespräche. Am Jahresanfang treffen wir uns bei verschiedenen Permakultur-Freunden im Großraum Oberösterreich. Zur Teilnahme eingeladen ist grundsätzlich jeder der sich gerne mit Permakultur-Interessierten auszutauschen möchte.

Wir spannen wieder einen weiten Bogen zum Themenkreis Permakultur, auch “Neueinsteiger” ins Thema sind willkommen. Teilnahme ist kostenlos, wir freuen uns jedoch wenn jeder etwas für die Allgemeinheit mitbringt.

1. Termin Permakultur-Wintergespräch in Waldhausen
2. Termin Permakultur-Wintergespräch in Haibach
3. Termin Permakultur-Wintergespräch in Wels

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Vorbereitungen für PDC in Sri Lanka abgeschlossen

wunderschöne Bergwelt Sri Lankas

wunderschöne Bergwelt Sri Lankas

Vorbereitungen für die 10-tägigie Permakultur-Ausbildung im Herbst in Sri Lanka abgeschlossen

Andrea Hartl, ihr Mann und ihre 2 Söhne sind gerade (Ende Februar) von ihrer 16-tägigen Sri Lanka Reise zurückgehrt.

Zweck der Reise war die Suche nach einem geeigneten Ausbildungsort für ca. 30 Personen, der sowohl Unterkunft, Verpflegung als auch einen überdachten Lernraum  bieten kann. Und es galt auch ein geeignetes Gelände für die praktischen Arbeiten zu finden. Des weiteren ein geeignetes Exkursionsziel, bei  dem die Teilnehmer „organic farming „und auch schon Permakultur in Praxis kennenlernen können.

Ausgewählt wurde dazu das „Agricultural Training Center“ in Bindunuwewaim Badulla Dicstrict- in den wunderschönen Highlands von Sri Lanka. Dieses Center eignet sichbesonders gut für den Ausbildungslehrgang, den Bernhard Gruber hauptsächlich anleiten wird.

Mitglieder einer Dorfgemeinschaft, einige davon werden am Kurs teilnehmen

Mitglieder einer Dorfgemeinschaft, einige davon werden am Kurs teilnehmen

Die Reise bot ebenfalls die Möglichkeit, gleich viele der zukünftigen Teilnehmer persönlich kennen zu lernen. 

 Die Bewerber stellten ihre bisherige Lebenssituation vor und hatten die Möglichkeit von ihren Visionen für die Zukunft zu erzählen, für die die Permakultur ein gutes Werkzeug darstellen wird. 

Manche der Bewerber sind einfache Bauern, die nach einer neuen Möglichkeit suchen ihr Land vielfältiger, eigenständiger und unabhängiger zu bewirtschaften – daneben gab es auch einige Bewerber, die nach der Ausbildung konkret vorhaben, dieses neue Wissen und die Erfahrungen gleich in ihre Dorfgemeinschaften  weiter zutragen und dort umzusetzen.

Es gibt die Möglichkeit für ca. 5 europäische Teilnehmer an dieser speziellen Ausbildung teilzuhaben – entweder als Permakultur-Praktiker (um 390,- Euro –exkl. Anreise), um sich näher mit der „tropischen Version“ der Permakultur auseinander zusetzen  (sehr gut geeignet für NGOs), aber auch für Neueinsteiger ( um 1290,-Euro exkl.Anreise) .  Für Neueinsteiger ist die Teilnahme an dieser Ausbildung auch gleichzeitig das Grundausbildungsmodul für den 72h Permakultur-Zertifikats-Lehrgang (weitere Module können in Österreich ergänzend nachgeholt werden und sind dann kostenfrei)

Koslanda: Feldarbeiter auf dem Heimweg in die Bergdörfer

Koslanda: Feldarbeiter auf dem Heimweg in die Bergdörfer

Die  Teilnahmegebühr  der europäischen Teilnehmer ist wesentlicher Bestandteil der Finanzierung für die Ausbildung der einheimischen Teilnehmer (für die Singhalesen kostet die Ausbildung nichts – dies ist unsere Form der Sozialarbeit: „Hilfe zur Selbsthilfe“

Wenn Du teilnehmen möchtest oder dieses Projekt finanziell unterstützen möchtest melde Dich bitte bei Andrea Hartl: Tel 0660 – 878 99 90 oder bei Bernhard Gruber  Tel: 0650 – 763 14 28

Voranmeldungen, Bewerbungsschreiben u. Motivationsschreiben auf     www.perma-norikum.net

Kosten, die pro einheimischen Teilnehmer anfallen sind konkret: 225,- Euro –(Du kannst also auch zB. ganz konkret einer Person die Teilnahme ermöglichen)

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Die traditionellen Homegarden am Kilimanjaro

Die traditionellen Homegarden am Kilimanjaro

Gut erkennbare, ausgeprägte Ebenen eines Homegardens

Früher ernährte ein hoch produktiver Waldgarten mit einem Hektar Fläche eine große Familie. Heute schaffen dies die Bauern mit dem Anbau von Cash Crop wie Kaffee und Mais nicht mehr.
Das als Homegarden bekannte Bewirtschaftungssystem lieferte rund um das Jahr Lebensmittel, Futter für die Tiere, Medizin, Bauholz und Energieholz, Terrassen verhinderten Erosion.
Reste des ehemaligen florierenden Systems sind noch heute erkennbar.
So bilden Erdnüsse und Kartoffel die Knollenschicht, Buschbohnen und manchmal auch Kürbisse die Krautschicht.

Bananen mit Kaffeestauden dazwischen

Die nächste Ebene bilden verschiedene Arten an Yams, gefolgt von Kaffeestauden, zwischendurch Mais und immer wieder sind kleinere, Stickstoff sammelnde Bäume wie Leucena und Bohnenbaum zu finden. Auf dieser Ebene befinden sich auch Zitrusfrüchte, Granatapfel und Zimtbaum, eine weitere Ebenen bilden Bananen, Mango und Papaja, gefolgt von der Kronenebene, Bäume wie Avocado und verschiedene als Bauholz verwendete Stickstoffsammler. An Wasserkanälen findet man Zuckerrohr und verschiedene Kressen. Teilweise bis in die Kronenschicht rankt Queme, ein Ölkürbis, auf den niedrigeren Bäumen Passionsfrucht und Kajote. Oft sind die Grundstücke mit einer dicht verwachsenen blühenden Dornenhecke eingefasst, oder sind einfach nur mit starkwüchsigen Gräsern markiert.

Das Problem: Erosion und Nährstoffkonkurenz

Bewässerungssystem durch die Homegarden

Pflanzen wie Mais und Kaffee wurden auf Grund der Einführung von Steuern durch die wechselnden Kolonialmächte Deutschland und England als Cash Crop gepflanzt. Diese beiden Pflanzen verdrängen jetzt all zu oft in Monokulturfeldern die permanenten Waldgärten mit ihrer Biodiversität. Bananen und Mais sind Nährstoff- und Wasserkonkurrenten. Die Böden mit ihrer dünnen Humusschicht sind ohne eine Dauerkultur auf eine konstante Nährstoffzufuhr angewiesen.

Gut ausgeprägter Homegarden

Alle die sich den industriellen Dünger nicht leisten wollen, holen sich Dung von den Massai, einem typischen nomadisierenden Rinderzüchtervolk aus den Tiefebenen. Starke Regenfälle in den beiden Regenzeiten und heiße Winde in den Trockenzeiten verursachen erhebliche Erosionsschäden.

Auf zwei nebeneinander gelegenen Feldern, das eine durch Baumbewuchs geschützt und das andere nicht, hat sich am ungeschützten Feld das Niveau annähernd um 2 m in den letzten 40 Jahren gesenkt.

Von Erosion gezeichnete Straße

Von der ehemaligen Kolonialmacht Deutschland wurde zu Beginn des letzten Jahrhunderts ein Kanalsystem zur Bewässerung der Felder errichtet. Gespeist werden diese Kanäle vom Umbwe River. In Gemeinschaftsarbeit wurde das Kanalsystem von Einheimischen in den letzten Jahren ausgebaut, jedoch gibt es trotz Regelung immer wieder Streitigkeiten, wer wann wie viel Wasser entnehmen darf. In der Trockenzeit wird das Wasser zu wenig, da immer mehr Wald am Kilimanjaro gerodet wird und so der natürliche Wasserspeicher verschwindet.

Der selbst gebaute A-Frame wird zu einem wichtigen Werkzeug

In der Regenzeit kann der Boden die Wassermassen nicht aufnehmen und es kommt zu Überschwemmungen bis hin zu Muren. Ganze Straßen werden zu Wasserkanälen. Doch gerade hier wird das Problem zur Lösung, wenn die Straßenbäche auf die Felder geleitet und das Wasser dort gespeichert wird. Dies ist einfach mit waagrechten Wasserrückhaltegräben, welche die Bauern selber graben können, zu bewerkstelligen.

Newsletter 0812

Liebe Permakultur-Freunde,

Ich möchte mich noch einmal kurz aus der Winterpause melden und euch ein paar Infos zukommen lassen. Da ich vom 18. Jänner bis 8. Februrar 09 die Gelegenheit habe, die Ideen der Permakultur im Projekt Miak Wadang (www.miakwadang.at) direkt vor Ort, im Süd-Sudan, einfließen lassen kann, wird es den nächsten Newsletter erst ende Februar geben. Unser nächstes Vereinstreffen wird im März sein. Bücher können von Vereinsmitgliedern aber durchgehend aus unserer Vereinsbibliothek kostenlos entlehnt werden. Weiters können bisherige Newsletter und auch andere interessante Berichte direkt auf unserer frisch aktualisierten Homepage http://www.perma-norikum.net nachgelesen werden.

Themen in diesem Rundschreiben:

1. Einführungs-Seminar in die Permakultur
2. Brot auf die Teller und nicht in die Tanks
3. Einführung eines Zivilen Friedensdienstes in Österreich
4. Geostrategische Bedeutung Afrikas für China
5. Buchtip: Kein Kernkraftwerk in Zwentendorf
6. Blauzungenkrankheit – Das Geschäft mit der Seuche
7. Solidarische Ökonomie Kongress
8. 72h Permakultur-Zertifikatskurs Sommer 09 in Wels
9. Permakultur-Zertifikatskurs-Absolventen-Treffen in Südtirol

Dieser Newsletter kann gerne an alle Interessierten weitergeleitet werden, wer unseren Perma-Norikum – Newsletter nicht mehr erhalten möchte, sendet bitte eine kurze Info zurück.

Permakulturelle Grüße und vielleicht auch Ruhe und mehr Zeit

Bernhard Gruber
Schriftführer Perma-Norikum
http://www.perma-norikum.net

1. Permakultur-Seminar am 10.01.09 in A-4600 Wels

Permakultur ist nicht nur ein Planungssystem das sich auf den Garten oder die Landwirtschaft beschränkt, dahinter steckt ein komplexes, lebendiges System, für viele auch ein Lebensstil. Ohne permanente Kultur kann keine Gesellschaft überleben. Ziel ist es ökologisch intakte und wirtschaftlich tragfähige Systeme zu schaffen die ihren eigenen Bedarf decken, weder ausbeuten noch verschmutzen und auf lange Sicht nachhaltig sind. Dieses System ist für die Versorgung von Stadt und Land gedacht. Dazu dient auch die kleinste praktisch nutzbare Fläche. Der Permakultur-Designer Bernhard Gruber gibt Ihnen einen Einblick in die Ethik und Geschichte der Permakultur. Anhand von einfachen Beispielen wird er erläutern, was jeder einzelne beitragen kann.

Veranstaltungsort ist das Permakultur-Projekt „Weberhäusl“ der Familie Gruber in Wels, Stadlhof 25, 8.00 Uhr bis 16.30 Uhr, Seminarbeitrag euro 45,- / Mittagessen euro 7,-
Anmeldung unter Tel. 0043 (0) 650 76 314 28 oder bernhard.gruber@co1.at

2. Brot auf die Teller und nicht in die Tanks

Sol fordert in der Petition an den Bundeskanzler und die Regierung:  Das Recht auf Nahrung soll auf allen Ebenen Vorrang haben. Die Energieproduktion darf nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion stehen.  Für die Energiegewinnung aus Biomasse dürfen nur organische Abfallstoffe (z.B. Erntereste) sowie Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft eingesetzt werden.  Kein Beimischungszwang für Agrotreibstoffe („Biosprit“).  Erreichung der Klimaschutzziele z. B. durch verstärkte Förderung von Wärmedämmung, öffentlichem Verkehr, Sonnen- und Windenergie.
Jetzt die Petition Brot auf die Teller und nicht in die Tanks online unterzeichnen: http://www.nachhaltig.at/agrosprit/

Wer ist Sol?  SOL steht für Solidarität, Ökologie und Lebensstil. Das 21. Jahrhundert erfordert einen neuen Lebensstil – einen Lebensstil, der Solidarität und Ökologie ernst nimmt. Denn auch die Benachteiligten bei uns und in anderen Ländern und die Menschen künftiger Generationen haben ein Anrecht auf ein erfülltes Leben in einer intakten Umwelt. SOL hat ca. 1800 Mitglieder in ganz Österreich, von denen rund 100 in verschiedenem Ausmaß aktiv sind. (Quelle: http://www.nachhaltig.at)

3. Einführung eines Zivilen Friedensdienstes in Österreich

Konflikte innerhalb von Gesellschaften und zwischen gesellschaftlichen Gruppen und Staaten sind ein Faktum menschlichen Zusammenlebens. Es zeigt sich immer deutlicher, dass gewaltsame Formen der Austragung von Konflikten nicht zu mehr Frieden und Sicherheit führen, sondern dass nur gewaltfreie, zivile Mittel der Konfliktbearbeitung für nachhaltige Lösungen Erfolg versprechen. Zwar gibt es inzwischen viele Beispiele und erprobte und bewährte Methoden ziviler Konfliktbearbeitung, allerdings sind das Wissen darum und ihre Anwendung häufig zu wenig im Bewusstsein der Öffentlichkeit verankert und erfahren keine ausreichende Unterstützung von politischer Seite.

Im Zivilen Friedensdienst steht die Entsendung von Friedensfachkräften, also von Frauen und Männern, die für einen gewaltfreien Umgang mit Konflikten ausgebildet und vorbereitet werden und diese Aufgabe auf Anfrage von und in Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen im Konfliktgebiet für eine bestimmte Zeit (8 – 24 Monate) ausüben, im Mittelpunkt. Zivile Friedensdienste werden also von Zivilpersonen („Friedensfachkräften“) durchgeführt, von NGOs in breiter Trägerschaft organisiert und umgesetzt sowie staatlich gefördert.

Die Einführung und Verwirklichung eines Zivilen Friedensdienstes bedarf einer breiten gesellschaftlichen Unterstützung auf allen Ebenen!  Wenn Sie diesen AUFRUF zur Einführung eines Zivilen Friedensdienstes in Österreich unterstützen wollen, geht es hier http://www.zfd.at/Unterschreiben zum Online-Formular.  (Quelle: http://www.zfd.at/)

4. Geostrategische Bedeutung Afrikas für China

Vor über 600 Jahren erreichte Admiral Zehng He die afrikanische Küste des heutigen Mosambik. Noch vor den Portugiesen sollen Chinesische Seeleute das Kap der Guten Hoffnung erreicht haben. Die Volksrepublik China hat demnach eine lange Tradition auf dem afrikanischen Kontinent. Die Beziehungen sind dabei weitreichend und vielschichtig. Waren die Motive einer Kooperation lange Zeit lediglich wirtschaftlicher Natur, so unterstützte man politisch seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts den Freiheitskampf gegen die Unterdrückung durch die übermächtigen Kolonialmächte. Der vergessene Kontinent rückt aus wirtschaftlichen Interessen seit dem Machtvakuum des Ende des Kalten Krieges in den Vordergrund der chinesischen Politik.

Um ein kontinuierliches Wachstum zu gewährleisten ist China seit 1993 auf Ölimporte angewiesen. Der Gesamtbedarf an Rohöl betrug in 2003 rund
252 Millionen Tonnen. Dies entsprach einem Wachstum von 10,5% gegenüber dem Vorjahr. Dagegen schafft die heimische Ölförderung nur eine Wachstumsrate von 1,5%. Knapp 40% des Verbrauchten Öls muss China importieren, wobei im Jahre 2004 knapp 25% der Erdölimporte aus Afrika stammten. Im Gegensatz zu den USA, welche sich vorrangig auf Westafrika konzentrieren, versucht China vom gesamten Kontinent Öl zu kaufen. Ob sich China und die USA in der Region Westafrikas in den künftigen Jahren in die Quere kommen, bleibt abzuwarten. Die wichtigsten afrikanischen Lieferstaaten sind der Sudan und Angola. China verdankt diesen Umstand, dass die Weltbank und der Internationaler Währungsfond Angola, nach dem Ende des Bürgerkrieges, einen Kredit zum Wiederaufbau des Landes auf Grund der gravierenden Korruption verweigerten. Peking nutzte diese Chance und sprang kurzerhand ein. Als dieser nahezu ungebundene Kredit gewährt wurde, erhielt es den Zuschlag für ein Offshore – Ölfeld im Atlantik. Im Sudan konnten das chinesische Erdölunternehmen CNPC relativ ungehindert eine Vormachtstellung auf dem dortigen Erdölmarkt aufbauen, nachdem die Sanktionen westlicher Staaten den eigenen Unternehmen den Ausbau der eigenen Position verhinderten.

China hat sich seine Zusammenarbeit erarbeitet, da der Wirtschaftsaspekt für China im Vordergrund steht. Das dabei nichtdemokratische Regime unterstützt werden, man durch die nichtkonditionierte Hilfe westliche Vorhaben indirekt sabotiert oder ähnliches ist ein ganz anderer Punkt. China könnte sein Potential nutzen um die Entwicklung Afrikas voranzutreiben, dabei müsste es jedoch auf die Belange Afrikas mehr eingehen und seine eigenen, vor allem wirtschaftlichen Ambitionen in den Hintergrund stellen. Ob dies jedoch der Fall sein wird bleibt abzuwarten.

(Quelle: Martin Hohnhold / http://www.neia-ev.de)

5. Buchtip: Kein Kernkraftwerk in Zwentendorf  -30 Jahre danach
von Heimo Halbrainer , ISBN 978-3-85252-930-1

Eine Generation „atomfreies Österreich“!Mit Aufnahmen der heutigen Kunstfotografin Sigrid Schönfelder einerseits, und andrerseits die Erinnerungen, Erzählungen einer Reihe an Zeitzeugen, die damals mit Haut und Haar, mit Leib und Seele dabei waren, von Prominenten und weniger Bekannten, lassen die Stimmung, das politische Beben, die demokratische Erhebung der Zeit um die erste Atom-Volksabstimmung weltweit wiedererstehen.

Späte Einsicht:“Die Erkenntnis meines Lebens ist die, dass man gegen die Atomenergie sein muss.“

Bundeskanzler Bruno Kreisky änderte im Alter seine Haltung zur Atomenergie. In einer circa 1988 gehaltenen Rede sagte er: „Mit jedem Tag, der vergeht, werden die Kraftwerke älter, gebrauchsunfähiger und gefährlicher. Und wir wissen heute, wie lebensgefährlich die Kernenergie ist. Nach Tschernobyl, nach dem, was wir sonst erleben in der Welt. Ich glaube also, dass es gar nichts anderes gibt, als dass wir die Menschen vor dieser zusätzlichen Sorge im Leben bewahren müssen. Warum haben wir ein ganzes Leben lang gekämpft auf dem Gebiet der Sozialpolitik, um weniger Angst vor der Krankheit, um weniger Angst vor der Armut, wenn wir am Schluss machtlos sind, wenn’s um die neue Angst geht. Und ich bin deshalb der Meinung, wir brauchen diese neue Angst nicht haben, man muss nur den Mut haben, gegen die Atomenergie mit ihren ungeheuren, gefährlichen Konsequenzen zu warnen, und es gibt nichts anderes als einfach darauf zu verzichten.
(Quelle: http://www.bibliothekderprovinz.at)

6. Blauzungenkrankheit

Aus aktuellem Grund betreffend der „Blauzungen-Pandemie“ möchte ich noch diese Info anbringen, mein Bruder hat zwei derzeit trächtige Mutterschafe und einen Bock dazu. Gerade vergangene Woche war der Amtstierarzt bei meinen Eltern, bei der Androhung einer Strafe von euro 7.000 wollte er sie zwingen die Schafe impfen zu lassen. Er wollte aber auch keine Garantie über auftretende Folgeschäden abgeben. Meine Eltern konnten sich soweit dann doch noch vor einer Impfung drücken, da der eigentliche Besitzer mein Bruder ist, der aber beim überfallsmäßigen Besuch des Amtstierarztes nicht angetroffen werden konnte! Jetzt wartet mein Bruder auf den Anruf des Amtstierarztes.

Blauzungenkrankheit: Das Geschäft mit der Seuche

Die Blauzungenkrankheit wurde in aller Stille über nacht zur Seuche
erkoren, obwohl diese (auch nach offiziellen Erkenntnissen) nicht von
Tier zu Tier übertragbar ist, sondern angeblich nur durch eine Mücke.
Auch ist diese Krankheit nicht auf den Menschen übertragbar.

Die enormen Schäden bei den Tieren nach der Impfung sind allerdings
sofort (auch ohne Studien) klar erkennbar. Todgeburten, Durchfall,
Milchrückgang, generell schlechter Gesundheitszustand, und vieles mehr
sind unmittelbare Folgen auf die Impfungen. Bei Ziegen in Deutschland
verendeten die Jungen nachdem sie die Milch der frisch geimpften
Muttertiere getrunken hatten. Weitere Infos unter: http://www.initiative.cc/Artikel/2008_11_23_blauzungenkrankheit.htm

7. Einladung zum Solidarische Ökonomie Kongress

20. bis 22. Februar 09, Institut für Bodenkultur / Wien
Vor dem Hintergrund einer lebendigen globalisierungskritischen Bewegung gewinnen vielfältige Projekte solidarischer Ökonomie an Kraft. Unsere Hoffnung gilt der Stärkung und Vernetzung aller Initiativen, die kritische Theorien und praktische Projekte verbinden. Sie alle suchen gemeinsame Wege in Richtung gesellschaftspolitischer, ökologischer und kultureller Veränderungen.

Ausgehend von diesem Kongress formulieren wir unsere Ziele:
– Aufzeigen von Projekten auf lokaler, regionaler und globaler Ebene
– Den Begriff „Solidarische Ökonomie“ bekannt machen.
– Austausch, Auseinandersetzung und Vernetzung in Theorie und Praxis
– Motivieren in diesem Sinne aktiv zu werden.

Das Verständnis von Solidarökonomie soll dabei breit angelegt werden – also bezogen auf Solidarität als gegenseitige Unterstützung und eine Ökonomie, die sich an den menschlichen Bedürfnissen orientiert und nicht umgekehrt. (Quelle: http://www.solidarische-oekonomie.at/)

8. 72h Permakultur-Zertifikatskurs Sommer 2009 in Wels

Für den Sommer 09 plant der Verein Perma-Norikum den zweiten 72h Permakultur-Zertifikatskurs nach dem Curriculum von Bill Mollison. Neben umfangreicher Theorie wird es auch wieder Praxis und Exkursionen geben. Neu im Kurs wird sein, dass jeder an seinem geplantem Projekt vom ersten Tag an arbeiten wird. Teilnehmen kann am Kurs jeder, der an einem ökologischen Lebensstil interessiert ist.
Geplanter Termin: 11. bis 25. Juli 2009
Nähere Infos zum geplanten Kurs unter http://www.perma-norikum.net

9. Permakultur-Zertifikatskurs-Absolventen-Treffen in Südtirol

– am 18.04.2009 findet im Ökozentrum von Kloster Neustift bei Brixen, ein Treffen für
Permakultur-Kurs-Absolventen statt. Die Veranstaltung sollte um 17.00 Uhr beginnen. Im Rahmen eines gemeinsamen Abendessens in Kloster Neustift und evt. einem Impulsreferat
können die Teilnehmer die Möglichkeit nutzen, sich zu informieren, auszutauschen und evt. neu zu orientieren, sich Anregungen holen. Auch eine gemeinsame Perspektive für die Zukunft der Permakultur-Gruppe in Südtirol könnte bei dieser Veranstaltung zur Sprache gebracht werden.

Impressum/Offenlegung gem. §§ 24f Mediengesetz (BGBl. Nr. 49/2005):
Medieninhaber und Herausgeber ist der Verein Perma-Norikum (www.perma-norikum.net) mit Sitz in A-4600 Wels, Stadlhof 25
Redaktion: Schriftführer Perma-Norikum Bernhard Gruber
Dieses Medium dient zur Information und gegenseitigen Unterstützung im Sinne der Permakultur

Einführung in die Perma-Kultur, 06. Juni 2009 Wels / Oö

Einführungsseminar mit Bernhard Gruber am Permakultur-Projekt Weberhäusl.
Geschichte, Ethik, einfache Beispiele, Grundsätzliches zur Permakultur, Führung durch das Permakultur-Projekt „Weberhäusl“ der Fam. Gruber, Planungsbeispiele.

Zielgruppe: alle Interessierten, mögliche Teilnehmer am Permakultur-Zertifikatskurs im Sommer 09
Zeit: 9 bis 17.30 Uhr

Veranstaltungsort: Fam. Gruber, Stadlhof 25, A-4600 Wels
Teilnahmebeitrag: € 45,- excl. Unterkunft und Verpflegung
Info / Anmeldung: Tel. 0043 (0) 650 76 314 28, bernhard.gruber@sonnenkinder.org

Joe Polaischer ist von uns gegangen, doch er wird in unseren Herzen bleiben!

Permakultur Zertifikatskurs 2007Am 14. Februar 2008 ist Joe Polaischer in den Armen seiner Frau Trish gestorben. Noch im Sommer 2007 durften wir mit ihm, bei unserem 72h Permakultur-Zertifikatskus am Permakultur-Projekt „Weberhäusl“ in Wels, eine wunderbare Zeit verbringen. Jetzt schied er völlig unerwartet auf Grund eines Gehirntumor von uns.

Joe Polaischer wurde ende der 40er Jahre geboren und wuchs auf einem Bauernhof in der West-Steiermark auf. Seinen Zugang zur Permakultur fand er in Entwicklungsländern rund um die Welt, wo er mit den Menschen lebte und viel Zeit verbrachte. Im Jahr 1984 besuchte er seinen ersten Permkultur-Designkurs und entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Vertreter dieser Lebens- und Arbeitsweise, die weltweit immer mehr Aufmerksamkeit findet. Von Anfang an ein Rebell, kämpfte er unaufhaltsam für die Umwelt, betrieb eine biodynamische Landwirtschaft, schrieb Artikel und unterrichtet in Neuseeland, Japan und Europa.

kraeuterspiraleDie ersten Schritte zu Joes Landwirtschaft, der Rainbow Valley Farm Matakana / Neuseeland erfolgten im Jahr 1988, als er mit seiner Frau Trish Allen so genanntes Rubishland, durch intensive Landwirtschaft ausgelaugter, erodierter Boden, erwarb. Zunächst lebten sie ohne Strom und Telefon in einem Wohnwagen. Aus einem Meer von Stechginster entstanden schließlich wieder fruchtbare Gärten, Teichsysteme, Gebäude, ein ganz neues Ökosystem!

Seit Gründung der Farm, wurden über 13.000 Bäume, davon 800 Obst- und Nussbäume, gepflanzt. In dieser essbaren Landschaft gibt es zahlreiche Tiere, die zu diesem Zusammenspiel beitragen: Kühe zur Milch-, Joghurt- und Käseproduktion, Schafe für Wolle …lebende Rasenmäher… und Kunekune-Schweine, die helfen, den Boden umzugraben, um neue Pflanzengemeinschaften aufbauen zu können. Buntgemischtes Federvieh, hilft Nährstoffe zu erzeugen und zu verwerten, legt Eier und reguliert die Insekten-Population (Gänse, Enten, Hühner, Perlhühner, Tauben und Pfaue). Das Fleisch der Tiere wird natürlich auch gegessen.
holzDas Wasser für die Farm kommt aus einer eigenen Quelle, wird bergab über das Grundstück geleitet und in zahlreichen Teichen zwischengespeichert, bis es die Farm wieder sauber verlässt. Schwarzwasser gibt es nicht, da die wertvollen Nährstoffe in Kompostklos aufgefangen werden. Mikroorganismen und nicht zuletzt Regenwürmer helfen, den Nährstoffkreislauf wieder zu schließen. Das selbst gebaute Haus ist ein Passivsolarhaus mit Grasdach, Lehmziegelwänden und liebevoll gestalteten Details aus Holz, Glas und bunten Fliesenmosaiken.

Joes Ziel war es, die Einheit des ganzheitlichen Systems und des ganzheitlichen Lebens auf der Rainbow Valley Farm als sein Lebensprinzip weiter zu geben. Die Rainbow Valley Farm bietet Permakultur zum Ansehen und Anfassen. Im Laufe der letzten Jahre nahmen Gruppen aus Japan, China, Thailand, Indonesien, Südafrika und Europa sowie Neuseeland daran teil. Aus Neuseeland selber besuchten Joe zusätzlich auch Kinder und Pädagog/Innen aus Kindergärten und Schulen bis hin zu Student/Innen und Professor/Innen der Universitäten.

haselnussIm Sommer 2007 wurde Joe am Permakultur-Projekt „Weberhäusl“ von Margit Wolfsberger, WUK-Radio, über sein Leben als Permakultur-Pionier interviewt.…anhören

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