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Buchtip: Terra Preta – Die schwarze Revolution aus dem Regenwald

Terra Preta - Die schwarze Revolution aus dem Regenwald Mit Klimagärtnern die Welt retten und gesunde Lebensmittel produzieren ISBN-13: 978-3-86581-407-4
Terra Preta – Die schwarze Revolution aus dem Regenwald
Mit Klimagärtnern die Welt retten und gesunde Lebensmittel produzieren
ISBN-13: 978-3-86581-407-4

Terra Preta – Die schwarze Revolution aus dem Regenwald – Mit Klimagärtnern die Welt retten und gesunde Lebensmittel produzieren

Von Haiko Pieplow, Ute Scheub, Hans-Peter Schmidt, Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis (Hrsg.)

Terra Preta do Indio lautet der portugiesische Name für einen Stoff, dem man wundersame Eigenschaften zuschreibt. Die Presse überschlägt sich mit Berichten über das „Schwarze Gold“, die Wissenschaft glaubt mit der Schwarzerde aus dem Regenwald zwei der größten Menschheitsprobleme lösen zu können – den Klimawandel und die Hungerkrise. Das Gute daran: Jede(r) kann mithelfen, denn seit 2005 ist das Geheimnis um die Herstellung der Wundererde gelüftet – ein Geheimnis, welches mit dem Niedergang der einstmals blühenden Indianerkulturen Amazoniens verloren zu gehen schien. Die Rezeptur mutet dabei erstaunlich einfach an, denn mehr als Küchen- oder Gartenabfälle, Holzkohle und Regenwürmer sind nicht nötig – Terra Preta ist somit auf jedem Balkon und in jedem Kleingarten herstellbar.

Das Autorentrio Scheub, Pieplow und Schmidt hat sich auf Schatzsuche begeben und das Wissen um die fruchtbarste Erde der Welt in einem kundigen Führer zusammengetragen. Neben einer fundierten Gebrauchsanweisung zur Herstellung von Terra Preta und Biokohle (biochar) informiert das Handbuch über die Grundprinzipien von Klimafarming und Kreislaufwirtschaft. Es ist ein flammendes Plädoyer gegen Kunstdünger und Gentechnik und ein unerlässlicher Ratgeber für alle, denen gesunde Lebensmittel am Herzen liegen.

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Weltweiter Hilferuf der Kayapo-Indianer in Brasilien

Weltweiter Hilferuf der Kayapo-Indianer in Brasilien

Lebensraum oder Staudamm (Quelle: Regenwald.org)
Lebensraum oder Staudamm (Quelle: Regenwald.org)

Über 3.000 Indigene sind in Gefahr – und mit ihnen ihr Lebensraum: der Regenwald am Rio Madeira. Damit dort zwei Mega-Staudämme entstehen können, müssten Dorfgemeinschaften umgesiedelt werden. Darunter auch vier bisher unkontaktierte Gemeinschaften. Auf diese Notlage macht „Survival International“ aufmerksam und ruft zu Protestschreiben an Brasiliens Präsident Lula da Silva auf. Rettet den Regenwald e.V. unterstützt diese Aktion, zum Schutz der Menschen und des Regenwaldes.

Am 3.400 Kilometer langen Rio Madeira sind zwei Staudämme geplant: Santo Antonio soll 3.150 Megawatt und Jirdau 3.300 Megawatt liefern. Die beiden Projekte kosten rund 12 Milliarden Euro. Die Konzessionen sind bereits verteilt, die Vorbereitungsarbeiten sind gestartet. Ab Dezember 2011 soll Santo Antonio ans Netz gehen, Jirau ab 2013. Allein für Santo Antonio muss eine Fläche von 271 Quadratkilometern überflutet werden. Alternativen zum Bau neuer Kraftwerke wurden bei der Planung ebenso wenig berücksichtigt wie die Meinung der betroffenen Bevölkerung. Die indigene Gemeinschaften haben ihre Ablehnung des Projektes deutlich gemacht. Denn für sie steht alles auf dem Spiel: Ihr Lebensraum würde überschwemmt und 3.000 Menschen müssten zwangsweise umgesiegelt werden.

Die Rodungen und Straßenbauten in bisher unberührten Gebieten bringen vielfältige Gefahren mit sich. Gerade zurückgezogene, indigene Völker sind von dem Eingriff in ihren Lebensraum existenziell bedroht. Ihr Immunsystem kennt Krankheiten wie Grippe oder Masern nicht, die durch Arbeiter zu ihnen getragen werden. Wenn der Regenwald er schlossen und geflutet wird, verlieren die Indianer ihre Lebensgrundlagen. In den betroffenen Gebieten gibt es vier Gemeinschaften, die in selbst gewählter Isolation von der Außenwelt leben. Ihre Kultur würde für immer zerstört. (Quelle: Rettet den Regenwald)

Hier können sie die Protestaktion unterstützen