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Guerilla-gardening mit Jumbogras

Guerilla-gardening mit „Jumbogras“

Guerilla-gardening als „alternative Stadtbegrünung“ ist ja keine ganz neue Idee. Saatbomben, Sonnenblumen oder pflegeleichte Gemüsepflanzen auf nicht genutzten Allgemeinflächen, so kennt man diesen Trend. Der oberösterreichische Gärtnermeister Reinhard Sperr möchte nun diese Palette um die Facette „Jumbogras“ erweitern.

"Jumbograshecke bald auch in deiner Stadt?"
„Jumbograshecke bald auch in deiner Stadt?“

„Eine Zeit lang geh ich mit der Idee schon schwanger, aber irgendwie hab ich noch nicht die passenden Leut gefunden, die das mit mir umsetzen wollen“, so Sperr. Seine Idee: Er stellt jweils kleinere Kontingente von der schnellwüchsigen Energiepflanze Miscanthus kostenlos zur Verfügung (er verkauft diese Pflanzen auf www.energiepflanzen.com  für Landwirte und www.jumbograshecke.com für Privatkunden) und wünscht sich im Gegenzug dann und wann Fotos oder kleine Filme von den Pflanzaktionen und vom Aufwuchs in den verschiedenen Städten Europas.

 "Schritt in Richtung Erneuerbare Energie"
„Schritt in Richtung Erneuerbare Energie“

Vielleicht findet sich unter unseren Besuchern jemand der sowas mal ausprobieren möchte? Wie das dann in der Praxis aussehen könnte findet ihr auch auf youtube.

Weiters ist Sperr, der auch eine Permakulturausbildung absolviert hat, auch immer offen für Projekte, die Extensive Energiepflanzen wie Miscanthus, Energiewälder aus Pappel, Weide und Robinie oder die Sidapflanze sinnvoll mit der Permakultur kombinieren. Interessenten dazu können sich ebenfalls gerne bei ihm melden!

Kontakt:
Reinhard Sperr
A-4894 Oberhofen
0664/5325487

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Earth-Bag-Building – Haus bauen wie die Barbapapas

Earth-Bag-Building – Haus bauen wie die Barbapapas

(Quelle: http://www.tomodachi.de)

Gerne erinnern wir uns an die wunderbaren Geschichten der Barbapapas in unserer Kindheit zurück. Diese wunderbaren Wesen, welche aus einem Samenkorn in der Erde schlüpfen, sich in verschiedenste Gestalten wandeln können und wunderbare einfach runde Bauwerke schaffen. Eine ebenso phantastische Technik macht es möglich, uns dem runden wieder zuzuwenden, Häuser bauen mit Sandsäcken.

(Quelle: http://www.earthbagbuilding.com)

Vielleicht sind uns Sandsäcke aus Hochwassergebieten gut bekannt, wir sind jedoch froh wenn wir diese nicht brauchen um Katastrophen abzuwehren. Mit Sandsäcken verbinden wir hauptsächlich Bilder von Flutkatastrophen, Kriegsschauplätzen, oder auch Getreidesäcke bei Hilfslieferungen in Hungerregionen. Der Sandsack steht aber nicht nur als Symbol für Krieg und Elend, durch Earth-Bag-Building erhält er eine neu Dimension. Sandsack als Baustoff der Zukunft für kostengünstige und sichere Behausungen.

(Quelle: http://www.earthbagbuilding.com)

Das Bauen mit Sandsäcken füllt eine einzigartige Nische, solche Gewebesäcke sind nahezu rund um den Erdball erhältlich. In Tropen und Wüstengebieten wird Getreide in solchen Säcken abgepackt. Wie das Bauen mit Strohballen, ist auch Earth-Bag-Building eine angepasste Technologie für den Menschen. Mit einfachen Mitteln, geringem finanziellem Aufwand und unter einfacher Anleitung kann sich so jede Familie ein schönes Haus mit Hilfe der Dorfgemeinschaft selbst bauen. Unter Beachtung der Statik sind verschiedensten Formen keine Grenzen gesetzt, natürlich bieten sich speziell hier runde Formen an.

(Quelle: http://www.earthbagbuilding.com)

Grundsätzlich kann jeder Sack verwendet werden, bewährt haben sich Gewebesäcke aus Polypropylen. Die Gewebesäcke können einfach von Hand befüllt werden. Humus ist natürlich zu wertvoll um damit die Säcke zu befüllen, für einen guten thermalen Speicher wird lokales Erdreich vom Unterboden verwendet. Sollen die Wände isolieren, befüllt man die Säcke mit gemalenem Vulkangestein, Perlit oder auch Getreidespelze, je nach dem was in Großen Mengen vorhanden ist. Befüllte Säcke werden an ihrem Bestimmungsort in Form gebracht und verdichtet. Ausgefallene Formen können um Schalungen gebaut werden. Zur Armierung können von Oben nach unten Stangen eingeschlagen werden.

(Quelle: http://www.earthbagbuilding.com)

Damit die Polypropylen Säcke vor äußerem Einfluss geschützt sind, werden die Wände innen und außen verputzt, hierzu können Putzträger wie Maschenzaun oder verschiedene Gewebe verwendet werden. Je nach vorhandenen Ressourcen können Putze aus Lehm oder Mischungen aus Papiermache und Zement aufgetragen werden. Kalken der Aussenwände kann ein wichtiger Beitrag zur Langlebigkeit eines solchen Sand-Sack-Hauses sein. Wie auch bei allen bekannten Bautechniken gilt, das Gebäude braucht gute Stiefel und einen Hut, entsprechend der Klimazone.