9.2. Vortrag: Die Homegarden – Permakultur am Kilimanjaro

Mount Kilimanjaro mit Homegarden Vordergrund

Mount Kilimanjaro über dem Homegarden der Familie Masawe in Umbwe Onana

Die Homegarden – Permakultur am Kilimanjaro
9. Februar 2010 / 19.30 Uhr / beim Wirt in Trosselsdorf
Trosselsdorf 9
A-4212 Neumarkt im Mühlkreis

Ein grundsätzliches Bestreben der Natur ist die Rückkehr zum Wald. Ein gut organisierter Wald kann uns alles Bieten was wir zum Leben brauchen: frisches sauberes Wasser, Nahrung, Medizin, Futter für Tiere, Baustoffe und Energie. So auch die Homegarden der Chagga am Kilimanjaro in Tansania, welche seit einigen Jahrzehnten ihrer Existenz bedroht sind und immer mehr verdrängt werden.

Homegarden mit klar erkennbaren Stockwerken

Der Permakultur-Designer Bernhard Gruber besuchte mit dem Tansania-Experten Franz Hörmannseder in einer Studienreise einige dieser Waldgartensysteme am Kilimanjaro. Ihre gemeinsame Reise führte sie auch zu zwei Permakultur-Projekten an den Viktoria See.

In seinem Vortrag stellt Bernhard Gruber mit ansprechenden Bildern die Homegarden des Chagga Volkes vor und berichtet von den Permakultur-Projekten am Viktoria See. Er berichtet auch, wie man mit einfachen Ideen der Permakultur bestmögliche Resultate erzielt und geht gerne auf Ihre Fragen ein.

21.2. Gründungstreffen Perma-Bavaricum

Einladung zum Gründungstreffen von Perma-Bavaricum

Wann? Sonntag, 21.Februar 2010
Beginn/Ende: 10:00 bis 17:00 Uhr (open end möglich)

Wo? D – 94405 Landau an der Isar, Straubinger Straße 27, Pizzeria Ristorante „Gattopardo“, Telefon +49 (0) 9951 – 59463
Routenplaner zur Anreise

Sowohl mit Pkw (von der Autobahn A92 / E53 München – Deggendorf) als auch mit der Bahn (Pizzeria Ristorante „Gattopardo“ liegt fußläufig vom Bahnhof in Landau an der Isar) gut erreichbar.

Vorläufiger Tagesplan:

10:00 Uhr: Ankunft der Teilnehmer (vor 10:00 Uhr ist „Gattopardo“ nicht geöffnet)
10:30 Uhr: PermaBavaricum – weshalb und wozu? Begrüßung durch die Initiatoren Hannelore Zech und Georg Huber. TOPS verabschieden
10:45 Uhr: Wer ist denn da in unserer Runde? Kurze Selbstvorstellung aller Teilnehmer
11:15 Uhr: Impulsreferat von Bernhard Gruber, Perma-Norikum
11:30 Uhr: Diskussionen und Anregungen zu Themen aus dem Impulsreferat

13:00 bis 14:00 Uhr: MITTAGESSEN

14:00 Uhr: Ziele, Ressourcen und Fahrplan für ein neues bayernweites Permakultur-Netzwerk
Konkrete Beiträge aus der Runde der Teilnehmer: Wünsche und Erfahrungen, bestehende Netzwerkanbindungen, verfügbare Finanz- und Zeitbudgets, Anregungen für 2010.
Nachbar- und Gruppengespräch
15:00 bis 15:15 Uhr: PAUSE
15:15 Uhr: Verbindliche Beschlüsse (Logo, Rechtsform, Turnus, Website uvam). Termine. Aufgaben und Zuständigkeiten
16:45 bis 17:00 Uhr: Schlußrunde und Verabschiedung der Teilnehmer, die gleich abreisen müssen.
17:00 Uhr: Nachgespräche mit „Sitzfleisch“ in informeller Runde. Gemeinsames Abendessen.

Teilnahme ist kostenlos, Anmeldung ist erforderlich!

Georg Huber
Schwarzwaldstr. 5
D-93464 Tiefenbach – OT Schönau
post[@]gruenewerte.de
Tel.: +49 (0)9673 914334

Hannelore u. Anton Zech
Reiterweg 10
Niederhöcking
D-94405 Landau
ahazech[@]t-online.de
Tel.: +49 (0) 9951 603434

Am Tag der Veranstaltung sind wir (Hannelore Zech und Georg Huber) erreichbar: Hannelore bis 09:30 Uhr privat unter +49 (0) 9951 603434, Georg bis 08:00 Uhr privat unter +49 (0) 9673 914334, danach bis 10:00 Uhr Mobiltel +49 (0)170 3287825.

Beide ab 09:30 Uhr unter +49 (0) 9951 – 59463 (Pizzeria “Il Gattopardo”)

Wir wünschen allen TeilnehmerInnen eine gute und angenehme Anreise. Wir freuen uns auf Euch!

Hannelore Zech und Georg Huber

72h Permakultur-Zertifikatskurs in Hohenbrunn / Bayern

Christoff Schneider, Elisabeth Schmuck und Bernhard Gruber

Christoff Schneider, Elisabeth Schmuck und Bernhard Gruber

In Zusammenarbeit mit Elisabeth Schmuck, Christoff Schneider und Bernhard Gruber, findet vom 14. März bis 27. März 2010 in Hohnebrunn bei München ein 72h Permakultur-Zertifikatskurs nach dem Curriculum von Bill Mollison statt.

Dieser Kurs bietet sich für alle an, die im Sommer mit den Ideen der Permakultur durchstarten wollen oder eben in der Sommersaison keine Zeit haben.

Galerie Lebensraum Kunst Hohenbrunn

Galerie Lebensraum Kunst Hohenbrunn

Jeder Kursteilnehmer wird ab dem ersten Tag an seinem persönlichen Projekt arbeiten, dazu bitte Katasterpläne, Pläne mit Höhenschichtlinien, Skizzen, Fotos, Luftbildaufnahmen, Zeichenmaterial, Papierbögen und Pauspapier mitbringen.

Das Kursquartier

Das Kursquartier

Zielgruppe: Landwirte, Biobauern, Gärtner, Naturfreunde und alle Interessierten, Männer wie Frauen
Termin: 14. bis 27. März 2010
Ort: D-85662 Hohenbrunn, Dorfstraße 4
Referenten: Christoff Schneider & Bernhard Gruber
Teilnahmebeitrag: € 980,- incl. Unterbringung im mitgebrachten Schlafsack im Matratzenlager und Verpflegung.

72h Permakultur-Zertifikatskurse mit Christoff Schneider und Bernhard Gruber

Veranstaltungsort: Lebensraum Kunst Hohenbrunn

Anmeldungen sind bereits jetzt möglich! Motivationsschreiben mit Lebenslauf an
Elisabeth Schmuck
info@lebensraum-kunst.de
Tel.: 0 81 02 / 77 37 06
Fax: 0 81 02 / 77 37 05

8. und 9. Mai 2010, Training for Transition / Wels / OÖ

8. und 9. Mai 2010, Training for Transition / Wels / Permakultur-Projekt Weberhäusl

Ethik und Gestaltungsprinzipien der Permakultur werden auf die Regionalökonomie übertragen

Weltweit sind nach der Idee Rob Hopkins mittlerweile zahlreichen Kommunen und Regionen, Initiativen entstanden die Energiewende herbei zu führen. Das Transition Town Movement versucht unter anderem mit Übertragung der Permakultur-Gestaltungsprinzipien auf die Stadtplanung, die “Autonomie und Widerstandsfähigkeit” ihres Wohnorts im Hinblick auf die Folgen des Ölfördermaximums zu stärken und ihren Ökologischen-Fußabdruck zu verkleinern.

Zielgruppe: an der Energiewende und an Permakultur interessierte Personen, Frauen wie Männer
Termin: 8. und 9. Mai 2010
Ort: Permakultur-Projekt Weberhäusl / A-4600 Wels

Teilnehmerzahl ist mit 25 Teilnehmern begrenzt. Reihung folgt nach Anmeldung.

Weitere Infos

Anmeldung:
Bernhard Gruber
Tel. +43 650 76 314 28
perma-norikum@gmx.at
Anmeldung ist bereits jetzt möglich!

Vortrag: Talente-Tauschkreis und alternative Währungen zur Belebung der Region

Vortrag: Talente-Tauschkreis und alternative Währungen zur Belebung der Region

Mit einfachen Ideen die Nachbarschaft beleben und die Region stärken

Impulsreferat von Bernhard Gruber Teilnehmer beim Talente-Tauschkreis "Der Krems-Taler"

 27. Jänner 2010 | Gasthof Dorfner| Stadtplatz 25, 4150 Rohrbach | Beginn 19.30

Gerade in dieser Zeit können wir die Auswüchse des Geldes sehr gut miterleben, so gut sich Geld auch als unverderbliches Tauschmittel etabliert hat, steht auch die Fragen an, können wir gerechte alternativen zu diesem System schaffen. Weltweit sind in den letzten Jahren komplementäre Währungen, teilweise auch staatlich unterstützt entstanden. Viele haben als Vorbild den Versuch mit Schwundgeld in Wörgl, aus der Zeit der letzten großen Wirtschaftskrise, der 1930er Jahre.

Seit bald 5 Jahren gibt es in Neuhofen an der Krems den Krems-Taler

Impulsreferat mit Bernhard Gruber. Der Neuhofner, seit Beginn am Aufbau des Talente-Tauschkreises „Der Krems-Taler“ beteiligt, erzählt aus der Praxis des Talente-Tauschens. Zu Beginn gibt es einen Kurzfilm zum Thema Geld.

Vortrag Permakultur Teil der °Neuen Arbeit

Salat-Ampel - ein kleiner vertikaler Garten für den Balkon

Salat-Ampel - ein kleiner vertikaler Garten für den Balkon

Permakultur als Teil der °Neuen Arbeit
Weg in eine dauerhafte, ökologische und soziale Zukunft

13. Jänner 2010 | 20 Uhr | Gasthof zur Post Ottensheim | Eintritt frei

Veranstalter: LA21 Projekt °Neue Arbeit uwe/Ottensheim

Der Begriff Permakultur steht für die Selbstversorgung von Stadt und Land. Jeder von uns ist dafür verantwortlich einen Teil seiner Nahrung selbst zu produzieren. Und wenn der Anteil noch so gering ist, wenn es nur die Kräuter am Fensterbrett, die Tomaten am Balkon oder Pflanztröge in einem Gemeinschaftsgarten im Hinterhof sind. So wurde in den letzten Jahrzehnten, das ursprüngliche Planungssystem für viele Menschen rund um den Globus, zu einem Inbegriff für einen nachhaltigen, ökologischen und sozialen Lebensstil.

Der Permakultur-Designer Bernhard Gruber gibt Einblick in die Ethik der Permakultur und stellt sie als Teil der °Neuen Arbeit vor. Anhand von einfachen Beispielen und zahlreichen Bildern wird er Ansätze für lokale Netzwerke (z.B.: Gemeinschaftsgärten) erläutern.

Bernhard Gruber – ausgezeichnet mit dem internationale Permakultur-Zertifikat – unterstützt beratend und planend Interkulturelle Gärten, Gemeinschaftsgärten, Hausgärten, Biolandbau, Projekte im Bereich der Entwicklungs-zusammenarbeit, Talente-Tauschkreise und Projekte um Frithjof Bergmanns °Neue Arbeit.

Permakultur bringt Hoffnung für Kleinbauern am Kilimanjaro

Permakultur bringt Hoffnung für Kleinbauern am Kilimanjaro

Mount Kilimanjaro über dem Homegarden der Familie Masawe in Umbwe Onana

Ein grundsätzliches Bestreben der Natur ist die Rückkehr zum Wald. Ein gut organisierter Wald kann uns alles bieten was wir zum Leben brauchen: frisches sauberes Wasser, Nahrung, Medizin, Futter für Tiere, Baustoffe und Energie. Beinahe auf allen Kontinenten sind Völker bekannt, welche nach den Beispielen der Natur ihre Gärten organisiert hatten. So auch die Homegarden der Chagga am Kilimanjaro in Tansania, welche seit einigen Jahrzehnten in ihrer Existenz sehr bedroht sind und immer mehr verdrängt werden. Die Ideen der Permakultur bieten den Menschen neue Möglichkeiten.

Reise zu Permakultur-Projekten am Viktoria See

Geographische Übersicht Tansania

Im ersten Teil unseres Tansania-Aufenthaltes bereisten Franz Hörmannseder und ich das Land und besuchten zwei Permakultur-Projekte am Viktoria See. Mit Franz zu reisen bedeutet nicht nur einen kompetenten Ansprechpartner in Sachen Permakultur zu haben, er ist auch Tansania-Experte, er lebte hier über drei Jahre und spricht perfekt Kiswaheli und kennt die Mentalität der Menschen hier sehr gut. Über Arusha reisten wir mit dem Bus durch die Massaisteppe quer durch das sehr trockene Landesinnere. Franz und ich passierten Städte wie Singida, Nzega, Shinyanga, Mwanza und erreichten, kräftig durchgeschüttelt am dritten Tag Musoma, unser angestrebtes Reiseziel.

Reise zu Permakultur-Projekten am Viktoria See



Reise zu Permakultur-Projekten am Viktoria See

Reise durch das Landesinnere, Trockenheit war hier schon immer ein großes Problem

In Musoma wurden wir von Saria, einer ehemaligen Mitarbeiterin von Franz am Busbahnhof abgeholt. Wir hatten Glück und konnten die NGO Global Ressource Alliance besuchen. Die Verantwortlichen freuten sich über unser Interesse und zeigten uns ihr neu angelegtes Permakultur-Projekt in Musoma, direkt neben ihrer Zentrale. Auf permanenten Hügeln wuchs eine bunte Mischung an Fruchtbäumen, Sträuchern, Stickstoffsammlern. Dazwischen waren gut gemulchte Beete mit Gemüse angelegt worden.

Mitarbeiter im Permakultur-Projekt der Global Ressource Alliance in Musoma

Kartoffel, Melanzani, Okra, Tomaten, Kohl, Amaranth und andere. Alles wird über ein Bewässerungssystem in Schuss gehalten und erspart viel Mühe. Es wird fleißig kompostiert, es gibt auch eine Urinseparation und zahlreiche Pflanzen werden in einer kleinen Baumschule selbst gezogen.

Im Jahr 2007 hielt der international anerkannte Permakultur-Designer Geoff Lawton mit 30 Teilnehmern einen Permakultur-Zertifikatskurs in Kinesi. Kinesi liegt auf der anderen Seite der Bucht, Musoma gegenüber. Bei diesem Kurs wurde das Permakultur-Projekt in Kinesi Village gestartet. Auf leicht abfallendem und stark sandigem Boden wurden mehrere Banana-Circles und mehrere Swales errichtet.

Zu Besuch im Permakultur-Projekt von Global Ressource Alliance

Wobei die Dämme der Swales immer mit permanenten Früchten und auch Stickstoffsammlern bepflanzt wurden. Parallel dazu sind Gemüsebeete angelegt worden. In einem großen Kunststofftank wird das Dachwasser vom Gebäude gesammelt und zum Bewässern verwendet, weiters muss Wasser vom Viktoria See geholt werden.

Interessierte am Permakultur-Projekt in Kinesi

Die vor zwei Jahren, teilweise aus Kernen gezogenen Pflanzen, haben sich sehr gut entwickelt. Auch die Permakultur hat sich etabliert, welche hier in der Grundschulbildung gelehrt wird. Auch in Musoma hat es die Permakultur zu einer gewissen Bekanntheit gebracht und so wurde unsere Tour von einigen Interessierten Brüdern des Epheta Centers, eine Einrichtung der Franziskaner am Ufer des Viktoria Sees begleitet.

Swales mit dauerhaft bepflanzten Dämmen

Franz und ich waren im Epheta Center untergebracht und konnten hier der Geschäftigkeit, der Hitze und dem Lärm einer typisch afrikanischen Stadt entkommen. Es ergaben sich immer wieder interessante Gespräche mit Bruder Sergio aus Mexiko, welcher Solarlampen und einfache Solarkocher für die Landbevölkerung organisiert. Zwischendurch besuchten wir auch den Waldgarten der Language-School in Musoma, wir hatten dort den Vergleich zwischen einem sehr gut gemulchten, etablierten Waldgarten und einer ebenfalls etablierten Bananenanpflanzung mit einer Untersaat an Buschbohnen, welche bewässert wird. Beide Teile sehen sehr gut aus, doch ist der Waldgarten viel produktiver und erfordert viel weniger Energieeinsatz.

Bananacircle im Permakultur-Projekt Kinesi

Um nicht wieder eine tagelange und beschwerliche Busfahrt auf uns nehmen zu müssen, beschlossen wir Montag morgen mit dem Bus quer durch die Serengeti zu fahren und den Aufpreis für Touristen, in der Höhe von USD 100 pro Person in Kauf zu nehmen. Bevor wir noch so richtig die Serengeti passierten, hatten wir bereits die erste Reifenpanne, wir freuten uns über eine Pause zum Füße vertreten.

Masaidorf in der Serengeti

Nach dem der Reifen gewechselt war, ging es im gleichen, rasanten Tempo weiter, vorbei an Giraffen, Elefanten, Gnus, Zebras und Impalas bis zum ersten Nationalparktor, wo wir dann die erste Gebühr entrichten mussten. Kurz nach dem zweiten Tor platzte die Dieselleitung, wir stoppten mitten in der Serengeti und wussten nicht ob die Reise fortgesetzt werden kann. Irgendwie haben es die Mechaniker dann doch wieder geschafft, den Bus flott zu bekommen. Der letzte Abschnitt der Strecke führte uns an den Rand des Ngorogoro-Kraters, einem wunderbaren Naturschauspiel. Kurz vor Arusha hatten wir eine neuerliche Reifenpanne und uns war klar, dass wir es nur noch bis Moshi schaffen würden.

Zu Gast bei Familie Masawe am Kilimanjaro

Zu Gast bei Familie Masawe in Umbwe Onana am Kilimanjaro

Familie Masawe vor ihrem Wohnhaus

In der Mitte des massiven Tisches steht ein Tablett mit einem Krug Wasser und einigen Trinkgläsern, daneben eine Schale mit grünen Bananen, Avocados und zwei großen Papajas. Am Nebentisch ist ein kleines Buffet aufgebaut, ein Topf mit gekochten Bohnen, einer mit Maissterz und ein weiterer, jedoch erheblich kleinerer, mit einer Sauce mit Rindfleischstücken, klein geschnittenem Paprika und Karotten. Der aromatische Geruch breitet sich über den Tisch aus, bis hin zu den Tellern und dem Essbesteck. Karibu Sana – wir werden höflich eingeladen uns zu bedienen, uns folgt der Hausherr, die Kinder und Ehefrau.

Homegarden der Familie Masawe in Umbwe Onana

Wir sitzen jetzt alle um den großen Tisch und warten auf das gemeinsame Tischgebet, die beiden 40 Watt Lampen können kaum den ganzen Raum ausleuchten, doch aus den schon müden Gesichtern der Kinder, funkeln die Augen fröhlich hervor. Jedes der 5 Kinder hat seine Geschichte hinter sich gelassen und wurde in der Familie Masawe aufgenommen.

Küche der Familie Masawe

Aloisi und Agnes Masawe haben es mit viel Fleiß und Offenheit zu einem bescheidenen Wohlstand gebracht. Als Aloisi mit 14 Jahren Fleischhauer werden sollte, verkaufte er sein Huhn und schlug sich von der Kiboscho Region bis nach Nairobi / Kenia durch, wo er die Highschool besuchte, bis er wegen des fehlenden Schulgeldes raus geschmissen wurde. Wieder zurück in Tansania verdiente er sein Geld in einem kleinen Laden und schaffte schließlich die Aufnahmeprüfung für einen Job in einem von Kanada finanzierten Imkerei-Projekt.

Festo beim Schneiden von Viehfutter

Nebenbei absolvierte er die Highschool und konnte dann auch einige Zeit in Kanada und Australien verbringen. Zwischendurch kaufte er ein kleines Stück Land unweit seines Elternhauses und gründete mit seiner Frau Agnes eine Familie. Da er einerseits genau kalkuliert und auch Imker mit Leib und Seele ist, fühlt er sich dem organischen Landbau verbunden und verzichtet in seiner Landwirtschaft auf Herbizide, Pestizide und Industriedünger.

Blüte einer Passionsfrucht

Um den Innenhof befinden sich einzelne Gebäude wie das Wohnhaus mit Speisezimmer, Büro, Vorratsraum, Badezimmer und den Schlafzimmern. Die Außenküche stellt ein separates kleines Gebäude dar. Zudem gibt es noch ein Stallgebäude und ein Guesthouse, welches wir bezogen haben.
Durch einen glücklichen Zufall konnte Aloisi kürzlich ein Nachbargrundstück erwerben. Seine zwei Hektar Farm ist im Vergleich zu andern Mikrofarmen, im Gebiet von Umbwe Onana gross. Ein durchschittliche Farm am Kilimanjaro verfügt über 6.000 bis 10.000 m2.

Stachellose Biene produziert Heilmittel

Stachellose Biene produziert Heilmittel

So einfach kann die Honigernte sein!

Eine kleine, stachellose Bienenart ist seine Spezialität, es gab in der Region nur noch zwei alte Männer mit je einem Bienenvolk. Aloisi holte sich einen Ableger und vermehrte diesen erfolgreich und gab dann weitere Ableger auch an Nachbarn und Interessierte weiter. Jetzt kommen Menschen aus ganz Tansania zu ihm und lassen sich in der Bienenhaltung und Honiggewinnung unterrichten. Er entwickelte auch im Laufe der Zeit eine spezielle Beute für diese Bienenart. Die Onana-Beute ist so im Größenverhältnis abgestimmt, dass das Brutnest im vorderen Bereich beim Flugloch angesiedelt ist und hinten der Honig in Wachstrauben eingelagert werden kann.

Beute mit Volk einer stachellosen Honigbiene am Mount Kilimanjaro

So wird bei der einfachen Honigernte auch das Brutnest nicht gestört. Dieses eigenartige kleine wunderbare Geschöpf kann ohne Probleme in Nahbereich von Mensch und Tier gehalten werden, so findet man auch im ganzen Innenhof unter den Dachvorsprüngen zahlreiche Bienenstöcke.